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PressClub Österreich · Artikel.

Rede Dr. Nicolas Peter, Mitglied des Vorstands der BMW AG, Finanzen, Telefonkonferenz Zwischenbericht zum 30. September 2017

Rede Dr. Peter Q3 2017

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Finanzen, Zahlen und Fakten

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Michael Ebner
BMW Group

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Sehr geehrte Damen und Herren,

 

guten Morgen auch von meiner Seite.

 

Die BMW Group geht mit starken Finanzzahlen in das letzte Quartal 2017.

 

Wir haben die Weichen richtig gestellt: Nach den ersten neun Monaten liegen wir auf Kurs für die Jahres-Guidance. Wir erreichen unsere betriebswirtschaftlichen Ziele und investieren gleichzeitig verstärkt in die Zukunft.

 

Sowohl im operativen Automobilgeschäft als auch auf Konzernebene konnten wir das Ergebnis in den ersten neun Monaten steigern. Die EBIT-Marge im Segment Automobile liegt per September bei 9,1%. Das Konzernergebnis vor Steuern hat um 9,6% auf 8,48 Mrd. Euro zugelegt. Weltweit sind wir bei den Auslieferungen per September um 3,7% gewachsen. Wir streben in allen Regionen profitables Wachstum mit einer optimalen Balance zwischen Absatz und Rendite an.

 

In China sind wir sowohl mit unserem Joint Venture BBA als auch mit den Importfahrzeugen erfolgreich unterwegs. Die Absatzentwicklung in Europa zeigt in den ersten neun Monaten ein leichtes Plus. In den USA ist der PKW-Markt per September weiter rückläufig. Weiterhin bleiben wir unserem Grundsatz „Profitabilität vor Volumen um jeden Preis“ treu. Unsere Ziele für das Gesamtjahr sind und bleiben anspruchsvoll.

 

Mit dem neuen BMW X3 läuft im vierten Quartal ein wichtiges Volumenmodell an. Zudem ist der neue BMW 5er nun voll verfügbar. Die Modellüberarbeitung des erfolgreichen BMW i3 und der sportliche i3s verstärken unser breites Angebot an elektrifizierten Fahrzeugen ab November.

 

Unsere Strategie ist erfolgreich.

  • Wir nutzen das Momentum aus unserem attraktiven Produktportfolio sowie die Flexibilität unserer globalen Präsenz.
  • Gleichzeitig werden wir noch effizienter in unserem Kerngeschäft.
  • Wir vereinfachen die Angebotsstruktur für unsere Kunden
  • und wir fokussieren klar auf die wesentlichen Inhalte.

Dadurch gewinnen wir Spielraum, um unserem Führungsanspruch bei den wichtigen Zukunftstechnologien gerecht zu werden.

 

Meine Damen und Herren,

kommen wir zu den Finanzzahlen im Detail.

Die Umsatzerlöse im Konzern liegen im Quartal, leicht belastet durch Währungseffekte, mit 23,42 Mrd. Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Nach neun Monaten ist der Umsatz um 5,0% auf 72,67 Mrd. Euro gestiegen.

 

Wie angekündigt hat der Anstieg der Ausgaben für Forschung und Entwicklung im dritten Quartal das Ergebniswachstum im Vergleich zum ersten Halbjahr gebremst. Das Konzernergebnis vor Steuern beträgt im dritten Quartal 2,42 Mrd. Euro. In den ersten neun Monaten ist es um 9,6% auf 8,48 Mrd. Euro gewachsen. Trotz hoher Zukunftsinvestitionen liegt die Vorsteuerrendite im dritten Quartal bei 10,3%. Damit ist die BMW Group weiterhin einer der profitabelsten Fahrzeughersteller weltweit.

 

Wir bereiten uns weiter konsequent auf die relevanten Zukunftsthemen unserer Branche vor.

 

Insgesamt betragen die Investitionen in Anlagen und Produkte in den ersten neun Monaten 2,82 Mrd. Euro. Damit haben wir per September bereits über 800 Mio. Euro mehr investiert als im Vorjahr. Die Investitionsquote liegt bei 3,9%. Die Forschungs- und Entwicklungsleistungen haben sich in den ersten neun Monaten auf 4,06 Mrd. Euro erhöht, das sind über 700 Mio. Euro mehr als im Vorjahr. Entsprechend ist die F&E-Quote wie angekündigt per September auf 5,6% gestiegen. Wir setzen klar auf den Innovationsstandort Deutschland: Nahe München haben wir unseren neuen Campus für autonomes Fahren eröffnet, in dem künftig bis zu 2.000 Ingenieure am Auto der Zukunft arbeiten werden. Zudem investieren wir rund 400 Mio. Euro für den Ausbau unseres Forschungs- und Innovationszentrums FIZ. Bis 2019 entsteht hier ein attraktives Arbeitsumfeld für 5.000 Mitarbeiter.

 

Auch bei der Elektromobilität gehen wir voran: Wir haben nun insgesamt neun elektrifizierte Modelle – sowohl batterieelektrisch als auch Plug-In-Hybride – für unsere Kunden im Angebot. Mit dem BMW 5er und dem MINI Countryman haben wir zwei weitere Volumenmodelle mit Plug-In-Hybridantrieb erfolgreich auf den Markt gebracht. Und weitere Projekte sind bereits in der Pipeline.

 

Das zeigt: Die BMW Group ist Vorreiter auf dem Gebiet der Elektromobilität. Wir haben das breiteste Angebot an elektrifizierten Fahrzeugen im Premiumsegment. Darüber hinaus investieren wir konsequent in die weitere Flexibilisierung unserer Werke und den Ausbau der Ladeinfrastruktur.

 

Meine Damen und Herren,

 

soviel zum Geschäftsverlauf im Konzern.

Ich komme nun zu den Details im Automobilsegment. Im dritten Quartal hat die BMW Group über 590.000 Fahrzeuge der Marken BMW, MINI und Rolls-Royce verkauft. Der Absatz legte damit um 1,2% zu. Von Januar bis September stieg die Zahl der Auslieferungen um 3,7% auf 1,81 Mio. Fahrzeuge.

 

Die Umsatzerlöse des Segments sind zwischen Januar und September um 2,3% auf 64,71 Mrd. Euro gestiegen. Im Quartal liegt der Umsatz bei 21,04 Mrd. Euro. Währungseffekte haben die Umsatzentwicklung leicht gebremst. Das Segment-EBIT, also das Ergebnis unseres operativen Geschäfts, beläuft sich im dritten Quartal auf 1,75 Mrd. Euro. Die EBIT-Marge beträgt im gleichen Zeitraum 8,3%.

 

Wie angekündigt schlagen sich im dritten Quartal die hohen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sowie Strategieprojekte verstärkt nieder. Wie in den ersten beiden Quartalen liegen die F&E-Aufwendungen über Vorjahr. Allein im dritten Quartal sind sie im Vergleich zu 2016 um 164 Mio. Euro angestiegen.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind unter anderem Zuführungen zu Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten und sonstige Prozessrisiken enthalten. Diese stehen nicht im Zusammenhang mit der jüngst erfolgten kartellrechtlichen Nachprüfung der EU-Kommission.

Die Wettbewerbsintensität bleibt weltweit unvermindert hoch. Wir steuern hier konsequent auf die richtige Balance zwischen Profitabilität und Volumen. Das Finanzergebnis ist per September auf 682 Mio. Euro gestiegen. Dies ist im Wesentlichen getrieben durch die bekannten Bewertungseffekte aus dem ersten Quartal sowie die gute Entwicklung des Joint Ventures BMW Brilliance Automotive in China. Im dritten Quartal liegt das Finanzergebnis bei 127 Mio. Euro.

 

Betrachten wir noch kurz den Kapitalfluss im Segment.

Trotz der angesprochenen hohen Investitionen bleibt der Free Cashflow im dritten Quartal weiter stark. In den ersten neun Monaten beträgt er 2,70 Mrd. Euro. Für das Gesamtjahr erwarten wir wie bisher einen Free Cashflow von über 3 Mrd. Euro.

 

Das Segment Finanzdienstleistungen hat sich zwischen Januar und September ebenfalls positiv entwickelt.

In den ersten neun Monaten wurden knapp 1,37 Mio. Neuverträge mit Endkunden abgeschlossen. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem leichten Anstieg um 2,0%, vor allem getragen aus dem Wachstum in der Kreditfinanzierung in China. Zwischen Juli und September wurden rund 435.000 neue Leasing- und Finanzierungsverträge abgeschlossen. Zum 30. September 2017 betreute das Segment Finanzdienstleistungen insgesamt knapp 4,95 Mio. Verträge mit Endkunden, 5,2% mehr als Ende 2016. Die Penetrationsrate liegt in den ersten neun Monaten bei 46,7%. Nahezu die Hälfte der BMW Group Neufahrzeuge wird somit über das Segment Finanzdienstleistungen verleast oder finanziert. Der Leasinganteil ist dabei leicht rückläufig, unter anderem bedingt durch eine niedrigere Leasing-Penetration in den USA. Das Vorsteuerergebnis im Segment ist per September um 9,3% auf 1,79 Mrd. Euro gestiegen.

Die Risikosituation ist gegenüber dem Vorjahr stabil geblieben. Weiterhin liegt die Verlustquote für das gesamte Kreditportfolio mit 0,30% auf dem niedrigen Vorjahresniveau. Die Lage auf den internationalen Gebrauchtwagenmärkten hat sich im dritten Quartal insgesamt weitgehend stabil entwickelt. Weiterhin beobachten wir die Entwicklung für Gebrauchtwagen mit Dieselantrieb sehr genau. Das Segment Finanzdienstleistungen betreibt ein umfassendes und vorausschauendes Risikomanagement und ist angemessen abgesichert.

 

Kommen wir nun zum Segment Motorräder. 

Mit einem starken Absatzplus von 10,1% auf knapp 128.000 Einheiten in den ersten drei Quartalen ist BMW Motorrad weiterhin erfolgreich unterwegs. In Europa verlief die Absatzentwicklung im bisherigen Jahresverlauf sehr erfreulich. Frankreich und Italien verzeichneten zweistellige Zuwächse. Die Auslieferungen in Deutschland legten trotz einer rückläufigen Marktentwicklung solide zu. Nach wie vor zeigt sich auch die Entwicklung in China dynamisch.

Die Umsatzerlöse im Segment sind zwischen Januar und September entsprechend der Absatzentwicklung um 11,1% auf 1,83 Mrd. Euro gestiegen. Im Quartal betragen sie 514 Mio. Euro. Das operative Segmentergebnis legte per September um 25,9% auf 282 Mio. Euro zu. Im dritten Quartal beläuft sich das EBIT auf 53 Mio. Euro. Die EBIT-Marge liegt in den ersten neun Monaten bei 15,4%.

 

Meine Damen und Herren,

ich gehe nun noch auf den Ausblick für das Gesamtjahr ein.

Vor dem Hintergrund der bestehenden Ungewissheiten bei der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung weltweit bleibt auch das vierte Quartal herausfordernd. Trotz dieser Herausforderungen sind wir weiter auf Kurs, unsere Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen.

Beim Konzernergebnis vor Steuern gehen wir aufgrund der guten Geschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten nunmehr von einem soliden Wachstum aus. Die Auslieferungen im Segment Automobile werden, stabile Rahmenbedingungen vorausgesetzt, leicht steigen. Aufgrund von Umrechnungseffekten, vor allem aus dem starken Euro, gehen wir davon aus, dass die Umsatzerlöse im Segment Automobile im laufenden Jahr nicht solide, sondern leicht steigen werden. Trotz der geplanten hohen Zukunftsvorleistungen streben wir im Gesamtjahr weiterhin eine EBIT-Marge im Automobilsegment zwischen 8 und 10% an. Bei den Auslieferungen im Segment Motorräder erwarten wir im laufenden Jahr einen deutlichen Anstieg. Wie im Automobilsegment streben wir auch im Segment Motorräder eine EBIT-Marge im Korridor von 8-10% an.

 

Im Segment Finanzdienstleistungen rechnen wir für 2017 mit einer weiterhin guten Geschäftsentwicklung. Vor dem Hintergrund erhöhter regulatorischer Anforderungen an die Eigenkapitalausstattung und einer sich normalisierenden Risikosituation erwarten wir im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Rückgang der Eigenkapitalrendite. Sie wird jedoch voraussichtlich weiterhin über unserem Mindestanspruch von 18% liegen. Unsere Prognosen setzen voraus, dass die Rahmenbedingungen sich nicht wesentlich verschlechtern.

 

Meine Damen und Herren,

die BMW Group ist einer der profitabelsten Automobilhersteller weltweit. Unsere Finanzkraft bildet die Basis für die Weiterentwicklung von Zukunftstechnologien. In unserer Strategie haben wir unseren Führungsanspruch im Premiumsegment formuliert. Nachhaltige Profitabilität und konsequente Zukunftsorientierung stehen hier klar im Fokus – und sie bedingen sich gegenseitig. Wir haben weitere strategische Entscheidungen getroffen, mit denen wir die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit unseres Unternehmens sichern. Bei elektrifizierten Fahrzeugen sind wir einer der führenden Anbieter weltweit und bauen unser Angebot rund um die E-Mobilität kontinuierlich aus. Gemeinsam mit starken Partnern entwickeln wir ein System für das autonome Fahren, das Maßstäbe in der Branche setzen soll.

 

Performance heißt für uns: Wir möchten unsere Kunden nicht nur zufriedenstellen – wir möchten sie begeistern. Dazu optimieren wir konsequent unser Angebot an Produkten und Dienstleistungen. Mit BMW, MINI, Rolls-Royce und BMW Motorrad verfügen wir über vier starke Marken mit hoher Strahlkraft.

 

Wir gehen unseren Weg weiter: Mit Mut zur Innovation und einem klaren Commitment zu unseren Profitabilitätszielen.

Vielen Dank.

 

 

KRAFTSTOFFVERBRAUCH UND CO2-EMISSIONEN.

 

  • BMW i3s: Energieverbrauch kombiniert: 14,3 kWh; CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km
  • BMW i3: Energieverbrauch kombiniert: 13,6 – 13,1 kWh; CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km
  • BMW 530e iPerformance: Verbrauch kombiniert: 1,9 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 44 g/km
  • MINI Cooper S E Countryman ALL4: Verbrauch kombiniert: 2,3 – 2,1 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 52 – 49 g/km; Stromverbrauch kombiniert: 14,0 – 13,2 kWh/100 km

 

Die Verbrauchswerte wurden auf Basis des EU-Testzyklus ermittelt. Die Angaben sind abhängig vom gewählten Räder-/Reifenformat.

 

Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem "Leitfaden über Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen, bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH (DAT), Hellmuth-Hirth-Str. 1, 73760 Ostfildern-Scharnhausen und unter http://www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.

 

 

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