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PressClub Österreich · Artikel.

Reden und Präsentation von Harald Krüger, Vorsitzender des Vorstands der BMW AG, und Dr. Nicolas Peter, Mitglied des Vorstands der BMW AG, Finanzen, Bilanzpressekonferenz 2018

Reden und Charts Harald Krüger und Dr. Nicolas Peter, BPK 2018

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Vorstandsreden
 

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Michael Ebner
BMW Group

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Harald Krüger

Vorsitzender des Vorstands der BMW AG (Teil I)

 

Meine Damen und Herren, guten Morgen und herzlich willkommen!

 

Ich möchte Ihnen zu Beginn aufzeigen, wie ich die Situation der BMW Group sehe. Ich bin seit 26 Jahren im Unternehmen. In dieser Zeit haben wir viele Herausforderungen, Trends und Transformationen erlebt.

 

Für die BMW Group gilt: Sie hat ihr Geschäft stets erfolgreich weiterentwickelt. Das war auch im Geschäftsjahr 2017 so. Wir haben unsere Ziele erreicht. Über 2,4 Millionen verkaufte Automobile und 164.000 Motorräder sind ein neuer Rekord. Mit dem Konzern sind wir klar die Nummer 1 im Premiumsegment – seit nunmehr 14 Jahren.

 

2018 soll unser neuntes Rekordjahr werden. Das ist mein Ehrgeiz. Bei Absatz und Umsatz im Segment Automobile streben wir wieder neue Bestwerte an. Ich bin sicher: Die BMW Group hat Zukunft. Sie wird die Mobilität von morgen erfolgreich gestalten. Für mich gibt es vier wesentliche Gründe:

 

Erstens: Der Erfolg der BMW Group basiert auf ihren vier starken Marken: BMW, MINI, Rolls-Royce und BMW Motorrad. Sie alle stehen für Premium und Luxus. Kunden auf der ganzen Welt schätzen unsere Produkte und Services. Das spiegelt sich im aktuellen Ranking der „World‘s Most Admired Companies“ von Fortune wider: Die BMW Group ist unter den TOP 20. Sie ist nicht nur der beste Automobilhersteller, sondern auch das beste europäische Unternehmen in dieser renommierten Rangliste.

 

Fast 90 Prozent unserer Automobile verkaufen wir außerhalb Deutschlands. Die größte Modelloffensive unserer Geschichte läuft auf Hochtouren.

Wir sind jetzt in Phase II. In diesem Jahr bringen wir noch einmal zwanzig neue und überarbeitete Modelle auf den Markt. Eine starke Offensive. Unsere neue BMW Designsprache zeigt sich in hoch emotionalen Produkten. Dazu zählen die 8er Reihe, der Z4 und der X4. Auch bei den Antrieben finden unsere Kunden ein breites Angebot – vom E-Antrieb über den Plug-in-Hybrid bis hin zum hoch effizienten Verbrenner.

 

Zweitens: Wir werden die Kunden künftig noch besser verstehen und sie begeistern. Wir stellen den Kunden ganz klar in den Mittelpunkt unseres Handelns. Wir denken konsequent vom Kunden her.

 

Drittens: Die BMW Group wird den technologischen Wandel anführen. Dafür stellen wir 2018 weitere strategische Weichen. In Kürze eröffnen wir unseren Campus für autonomes Fahren bei München. Im Verlauf des Jahres präsentieren wir voll elektrische Konzeptfahrzeuge, die alle in Serie gehen: Der erste voll elektrische BMW – der iX3. Unser neuer Technologieträger BMW iNEXT. Der faszinierende BMW i Vision Dynamics, den ich in Genf als BMW i4 angekündigt habe. Den iNEXT und den i4 fertigen wir in Deutschland. Diese Modelle beweisen unsere Innovationskraft. Allein im letzten Jahr haben wir fast eine Milliarde Euro mehr investiert als im Vorjahr. Zugleich haben wir fast eine Milliarde Euro mehr für Forschung und Entwicklung ausgegeben.

 

Viertens: Die BMW Group befindet sich heute auf einem völlig neuen Niveau an Leistung und globaler Präsenz als noch vor wenigen Jahren. Dank unserer finanziellen Stärke stemmen wir die Transformation zur nachhaltigen und digitalisierten Mobilität aus eigener Kraft. Dazu qualifizieren wir unsere Mannschaft. Seit 2009 haben wir über 2,5 Milliarden Euro in die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter investiert. Die Mitarbeiter der BMW Group eint der Wille zum Erfolg. Wettbewerb spornt uns an, egal aus welcher Richtung er kommt.

 

Unsere Zukunft ist eindeutig elektrisch. Mit unseren E-Fahrzeugen und Plug-in-Hybriden sind wir schon heute in Europa klar die Nummer 1. Efficient Dynamics und unsere modernen Diesel begleiten uns zur nachhaltigen Mobilität. 2017 haben wir in Deutschland und Großbritannien weniger Diesel-Fahrzeuge ausgeliefert. Sie emittieren bekanntlich weniger CO2 als Benziner. Trotzdem konnten wir unsere CO2-Emissionen in Europa auf 122 Gramm CO2 pro km verringern.

 

Nachhaltige Mobilität umfasst für uns auch Produktion und Lieferkette: Über 80 Prozent unseres eingekauften Stroms weltweit stammt bereits heute aus erneuerbaren Energien. In Europa haben wir 2017 das erste Mal vollkommen CO2-frei produziert. Bis 2020 wollen wir das auch an unseren weltweiten Standorten erreichen. Und nicht zuletzt zeigen wir mit BMW i: Wir nehmen unsere Verantwortung weit über das Fahrzeug hinaus wahr. Wir haben die gesamte Wertschöpfungskette im Blick.

 

Meine Damen und Herren,

 

die Erfahrung lehrt: Je volatiler die Zeiten, desto wichtiger sind Führung, ein klarer Fokus und finanzielle Stärke. Profitabilität bleibt für uns an erster Stelle. Aber unser Anspruch mit der Strategie NUMBER ONE > NEXT ist umfassend. Er gilt auch für: Die Zufriedenheit unserer Kunden, unsere Innovationskraft für die Mobilität der Zukunft und natürlich für unsere Attraktivität als Arbeitgeber im Wettbewerb um junge Talente. In China wurde die BMW Group gerade zum attraktivsten Arbeitgeber quer über alle Branchen gewählt.

 

Vielen Dank!

 

 

Dr. Nicolas Peter

Mitglied des Vorstands der BMW AG, Finanzen

 

Guten Morgen meine Damen und Herren,

 

herzlich willkommen auch von meiner Seite. Trotz volatiler Rahmenbedingungen hat die BMW Group 2017 ein neues Rekordjahr erreicht.

 

Vielleicht beteiligen wir uns nicht am Wettlauf im All. Aber wir liefern, was wir uns vorgenommen haben. Das achte Jahr in Folge liegt die EBIT-Marge in unserem Kerngeschäft mit 8,9% konstant im Zielkorridor von 8-10%. Und das, obwohl wir 2017 deutlich mehr Geld in Forschung und Entwicklung gesteckt haben als je zuvor.

Einem Unternehmen, das über Jahre eine so stabil hohe Performance liefert wie die BMW Group, ist auch in Zukunft viel zuzutrauen. Denn gerade in volatilen Zeiten bilden Profitabilität sowie Ausdauer und Konsequenz in der strategischen Ausrichtung die Grundvoraussetzung für Innovation.

 

Kommen wir zunächst zu den Geschäftszahlen für das abgelaufene Jahr. Die Vorsteuerrendite im Konzern liegt 2017 bei 10,8%. Auch hier zeigt sich unsere Konstanz: In den letzten sieben Jahren haben wir unsere Zielmarke von 10% durchgängig erreicht oder sogar übertroffen. Der Konzernumsatz hat auf 98,68 Mrd. Euro zugelegt. Das Plus von 4,8% im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen volumenbedingt. Währungseffekte, vor allem aus dem schwächeren US-Dollar und dem britischen Pfund, haben den Umsatzanstieg gedämpft.

 

Das Ergebnis vor Steuern liegt mit knapp 10,7 Mrd. Euro erstmals oberhalb der
10-Milliarden-Marke. Auch hier spiegelt sich die gute operative Geschäftsentwicklung im Konzern wider. Der Anstieg ist mit 10,2% etwas stärker ausgefallen als zu Jahresbeginn erwartet, im Wesentlichen aufgrund hoher positiver Effekte im Finanzergebnis.

 

Zu nennen sind hier vor allem:

  1. Die ausgesprochen positive Geschäftsentwicklung unseres chinesischen Joint Ventures BMW Brilliance: Der Ergebnisbeitrag ist um 124 Mio. Euro auf 631 Mio. Euro gestiegen, getrieben durch neue Modelle wie den BMW 5er und den X1.
  2. Die Beteiligung neuer Investoren am Kartendienst HERE mit einem positiven Effekt in Höhe von 183 Mio. Euro.

     

    Die Steuerquote ist auf 18,3% gesunken, insbesondere aufgrund von Umbewertungseffekten im Zusammenhang mit der US-Steuerreform. Ohne diesen Effekt läge die effektive Steuerquote in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Entsprechend beträgt der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2017 über 8,7 Mrd. Euro. Für die nächsten Jahre erwarten wir weiterhin eine Steuerquote um die 30%.

     

    Das vierte Quartal ist für die BMW Group trotz der hohen Kostenanspannung im Zusammenhang mit Zukunftsthemen sehr positiv verlaufen. Die Umsatzerlöse des Konzerns sind um 4,3% auf rund 26 Mrd. Euro gestiegen. Das Vorsteuerergebnis im Konzern hat deutlich auf 2,17 Mrd. Euro zugelegt. Dies ist neben der guten operativen Entwicklung auch auf das gute Ergebnis im chinesischen Joint Venture sowie auf negative Bewertungseffekte aus dem Vorjahr im übrigen Finanzergebnis zurückzuführen. Die EBIT-Marge liegt trotz hoher Vorleistungen im vierten Quartal mit 8,4% leicht über dem Vorjahresniveau.

     

    Wer bei Zukunftsthemen vorn dabei sein will, muss heute investieren. Stillstand gibt es bei uns nicht. Im Gegenteil: Unsere Investitionstätigkeit wird sich weiterhin auf einem sehr hohen Niveau bewegen. Mit 4,69 Mrd. Euro liegen die Investitionen im Konzern 2017 um fast eine Milliarde Euro über Vorjahr.

    Ob Deutschland, Mexiko, USA, Südafrika oder China – wir erweitern und modernisieren unser globales Produktionsnetzwerk. Gleichzeitig investieren wir kräftig in den Ausbau unserer Entwicklungsstandorte. Wir setzen auf flexible Architekturen und integrieren alle elektrifizierten Fahrzeuge in unser bestehendes Produktionsnetzwerk. So können wir schnell auf die Kundennachfrage reagieren. Nahe München haben wir eigens einen Entwicklungscampus für das autonome Fahren aufgebaut. Hier arbeiten wir gemeinsam mit unseren starken Kooperationspartnern aus der IT- und Zuliefererindustrie sowie weiteren OEMs. Und nicht zuletzt stärken wir unsere Kompetenz bei der Batteriezellforschung. Auch hier werden wir in den nächsten Jahren einen dreistelligen Millionenbetrag investieren.

     

    Entsprechend der hohen Vorleistungen ist die Investitionsquote 2017 auf 4,8% gestiegen. Auch 2018 stehen weitere hohe Investitionen in die Zukunftsfähigkeit unserer weltweiten Standorte an. Daher rechnen wir in diesem Jahr mit einer Investitionsquote von bis zu 5%.

     

    Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung sind 2017 deutlich angestiegen. Sie belaufen sich auf insgesamt 6,11 Mrd. Euro und liegen damit nahezu eine Milliarde Euro über dem Vorjahreswert. Die F&E-Kosten, die in der Gewinn- und Verlustrechnung ergebniswirksam sind, haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 626 Mio. Euro erhöht. Neben den Vorleistungen für die Entwicklung flexibler Fahrzeugarchitekturen schlagen sich hier auch Vorbereitungen für neue Modelle wie den BMW X3 und M Modelle nieder.  Zudem kommt 2018 die neue Generation unserer Infotainment-, Kommunikations- und Fahrerassistenzsysteme auf den Markt.

     

    Und natürlich arbeiten wir intensiv an der Weiterentwicklung unserer Elektroantriebe und dem autonomen Fahren.

     

    Die F&E-Quote ist 2017 entsprechend auf 6,2% angestiegen und liegt damit wie angekündigt über unserem Zielkorridor von 5-5,5%.

    Für 2018 rechnen wir aufgrund der hohen Vorleistungen für die zweite Hälfte der Modelloffensive sowie für neue Technologien mit einer Quote zwischen 6,5 und 7%. In den nächsten beiden Jahren wird sie sich voraussichtlich ebenfalls oberhalb des Korridors bewegen, jedoch nicht in der Größenordnung von 2018.

     

    Trotz dieser deutlich erhöhten Vorleistungen für Zukunftstechnologien hat die BMW Group im Geschäftsjahr 2017 alle gesetzten Ziele erreicht beziehungsweise übererfüllt. Unser gutes Jahresergebnis geben wir auch an unsere Aktionäre weiter. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen daher für 2017 eine Dividende von 4,00 Euro je Stammaktie und 4,02 Euro je Vorzugsaktie vor. Das ist die höchste Dividende der Unternehmensgeschichte. Die Dividendensumme beläuft sich auf insgesamt 2,63 Mrd. Euro. Damit gehen 30,2% des Jahresüberschusses an unsere Anleger.

     

    Lassen Sie mich nun auf die einzelnen Segmente eingehen, angefangen mit dem Automobilsegment. Unser Kerngeschäft ist auch 2017 auf Erfolgskurs geblieben. Die Umsatzerlöse im Segment sind 2017 wie prognostiziert leicht gestiegen und liegen bei 88,58 Mrd. Euro. Bereinigt um negative Währungseffekte hat der Umsatz um 3,9% entsprechend den Auslieferungen zugelegt. Im Segment-EBIT zeigt sich unsere operative Stärke: Mit einem Anstieg auf über 7,86 Mrd. Euro konnte 2017 ein neuer Bestwert erreicht werden.

     

    Die EBIT-Marge liegt mit 8,9% wie geplant im Zielkorridor und trotz der genannten hohen Vorleistungen auf dem Niveau des Vorjahres. Anders als andere Hersteller berücksichtigen wir hier nur einen Teil des sehr profitablen operativen China-Geschäfts.

     

    In der Überleitung zum operativen Ergebnis zeigen sich die wesentlichen Effekte, die zum guten Jahres-EBIT beigetragen haben. Unsere neuen Modelle kommen bei den Kunden gut an. Volumen- und Mixeffekte, unter anderem aus der Einführung des neuen 5er, haben sich positiv ausgewirkt.

    Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen verringern das Ergebnis um 373 Mio. Euro. Hier sind vor allem Zuführungen zu Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten und sonstige Prozessrisiken enthalten. Diese stehen nicht im Zusammenhang mit kartellrechtlichen Vorwürfen. Unsere vorausschauende Sicherungsstrategie bei Währungen und Rohstoffen zahlt sich aus. Die positiven Effekte im Vergleich zu 2016 bewegen sich wie erwartet im niedrigen dreistelligen Millionenbereich.

     

    Die sonstigen Veränderungen belasten das Segment-EBIT mit 370 Mio. Euro. Hier wirken sich vor allem die angesprochenen hohen Forschungs- und Entwicklungskosten sowie gestiegene Personalkosten aus. Dagegen laufen deutliche Verbesserungen aus laufenden Effizienzmaßnahmen. Unter anderem arbeiten wir kontinuierlich daran, unsere Kernprozesse weiterzuentwickeln und zu verschlanken. Zudem vereinfachen wir unsere Angebotsstruktur. Insgesamt ist es uns so 2017 gelungen, die hohen Ausgaben für Zukunftsthemen zu kompensieren.

     

    Ich komme nun zur Kapitalflussrechnung. Der Free Cashflow im Segment Automobile bleibt trotz deutlich höherer Investitionen im Jahr 2017 stark. Er liegt bei 4,46 Mrd. Euro. 2018 wird das Investitionsniveau noch einmal steigen. Trotzdem erwarten wir für das laufende Jahr aufgrund der guten Geschäftsperspektiven einen weiterhin soliden Free Cashflow von über 3 Mrd. Euro.

     

    Finanzielle Stärke und Flexibilität sind ein Markenzeichen der BMW Group. Es sind diese Erfolgsfaktoren, die es uns erlauben, konsequent und unabhängig unseren eigenen Weg zu gehen. Die BMW Group verfügt weiterhin über eine sehr solide Liquiditätsposition. Sie liegt zum 31.12.2017 bei insgesamt 14,5 Mrd. Euro. Damit sind wir auf volatile Finanzmärkte sowie politische und wirtschaftliche Herausforderungen gut vorbereitet.

    Mit unserer anhaltend hohen Profitabilität und soliden Finanzen haben wir uns auch 2017 wieder das Vertrauen unserer Investoren verdient. Unser Rating ist weiterhin das zweitbeste aller Automobilhersteller weltweit.

     

    Ich komme nun zum Segment Finanzdienstleistungen, für das ein guter Kapitalmarktzugang entscheidend ist. Bei Financial Services hat sich das Geschäft in einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld auch 2017 positiv entwickelt. Die Zahl der Neuverträge mit Endkunden hat sich leicht auf 1,83 Mio. Verträge erhöht. Dabei hat die Kreditfinanzierung leicht zugelegt, während die Neuabschlüsse beim Leasing leicht zurückgegangen sind. Insgesamt liegt der Leasing-Anteil am gesamten Neugeschäft bei rund einem Drittel. Der Vertragsbestand an Finanzierungs- und Leasingverträgen mit Endkunden ist um 4,7% auf rund 4,93 Mio. Verträge angestiegen. Die Penetrationsrate liegt mit 46,8% unter dem Vorjahreswert. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf eine regulatorische Begrenzung des Finanzierungsvolumens in China zurückzuführen. Beim Ergebnis vor Steuern ist im Vergleich zum Vorjahr ein leichter Zuwachs auf 2,21 Mrd. Euro zu verzeichnen, unter anderem aufgrund des höheren Geschäftsvolumens.

     

    Die Risikosituation des Gesamtportfolios im Segment ist 2017 insgesamt stabil geblieben. Weiterhin liegt die Kreditausfallrate mit 0,34% auf einem sehr niedrigen Niveau. Die Restwertverluste sind entsprechend unserer Erwartungen im Berichtsjahr angestiegen. Hier spiegelt sich unter anderem die angespannte Situation auf den Gebrauchtwagenmärkten in Nordamerika sowie in Teilen Europas wider.

    Wie üblich haben wir unsere Restwerterwartungen entsprechend angepasst. Die genannten Restwertrisiken sind damit in vollem Umfang durch unsere Risikovorsorge gedeckt.

     

    Nun noch zum Segment Motorräder. Hier ist die Geschäftsentwicklung 2017 sehr erfolgreich verlaufen. Zahlreiche neue Modelle haben das Wachstum beflügelt. Zum ersten Mal sind die Auslieferungen auf 164.000 Motorräder gestiegen.

    Die EBIT-Marge liegt mit 9,1% im Zielkorridor von 8-10%. Das Segmentergebnis vor Steuern ist erstmals auf über 200 Mio. Euro geklettert. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein deutliches Plus von 10,8%. Die segmentübergreifenden Konsolidierungen, im Wesentlichen Zwischengewinneliminierungen zwischen den Segmenten Automobile und Finanzdienstleistungen, haben das Konzernergebnis um 528 Mio. Euro reduziert.

    Die Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr ist unter anderem auf den angesprochenen geringeren Anstieg beim Leasing-Neugeschäft zurückzuführen.

     

    Meine Damen und Herren,

     

    für 2018 rechnen wir in allen Segmenten mit einer weiterhin positiven Geschäftsentwicklung. Die Einführung der neuen Rechnungslegungsvorschrift IFRS 15 ab dem 1. Januar 2018 macht bei einigen unserer Prognosegrößen eine leichte Anpassung der Vergleichszahlen aus dem Vorjahr erforderlich. Unser Ausblick für 2018 basiert daher auf den angepassten Werten für 2017. Zu unseren Leistungsindikatoren im Einzelnen:

     

    Wir wollen 2018 die Weichen für weiteres Wachstum stellen. Trotz substanzieller Vorleistungen für Zukunftstechnologien und der hohen positiven Bewertungseffekte in 2017 streben wir im Konzern ein Ergebnis vor Steuern an, das mindestens auf dem hohen Vorjahresniveau liegt.

     

    Im Segment Automobile erwarten wir 2018 ebenfalls neue Höchstwerte. Die Auslieferungen sollen, stabile Rahmenbedingungen vorausgesetzt, leicht ansteigen. Vor allem in China und den USA rechnen wir mit Wachstum. Die Umsatzerlöse im Segment Automobile werden entsprechend der Absatzentwicklung voraussichtlich ebenfalls leicht zulegen. Trotz der hohen Zusatzbelastungen streben wir im Automobilsegment weiterhin eine EBIT-Marge im Korridor von 8 bis 10% an. Das zeigt: Wir verbinden Zukunftsorientierung und hohe Profitabilität.

    Im Segment Motorräder erwarten wir 2018 dank der gerade erneuerten Modellpalette einen soliden Anstieg bei den Auslieferungen. Entsprechend streben wir hier weiterhin eine EBIT-Marge im Korridor von 8-10% an.

     

    Für das Segment Finanzdienstleistungen erwarten wir im laufenden Jahr wieder eine gute Geschäftsentwicklung. Da die Eigenkapitalanforderungen im Segment weltweit zunehmen, gehen wir von einem leichten Rückgang des Return on Equity in 2018 aus. Bedingt durch regulatorische Anforderungen erwarten wir in den nächsten Jahren eine weiter steigende Eigenkapitalbasis. Daher nehmen wir uns künftig für den Return on Equity einen Zielwert von mindestens 14% vor. Bei unseren Jahresprognosen gehen wir davon aus, dass sich die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen nicht wesentlich verschlechtern.

     

    Die Zahlen für 2017 belegen erneut: Bei der BMW Group stimmt die Basis. Acht Jahre Top-Renditen in Folge sind kein Zufall. Sie sind das Ergebnis konsequenter Performance-Orientierung mit einem klaren strategischen Fokus. Wir investieren unsere Gewinne in die Zukunft. Das ist ein klares Zeichen an unsere Kunden. Unsere anhaltend hohe Profitabilität und solide Finanzkraft sind ein Signal an unsere heutigen und zukünftigen Investoren. Die BMW Group geht ihren Weg weiter: fokussiert, entschlossen und mit einer klaren Strategie.

     

    Vielen Dank.

     

 

Harald Krüger

Vorsitzender des Vorstands der BMW AG (Teil II)

 

Meine Damen und Herren,

 

unsere Guidance für 2018 macht deutlich: Wir setzen unsere erfolgreiche Entwicklung fort. Es ist unsere Aufgabe, Lösungen zu finden und die Kunden mit Innovationen zu begeistern. So sichern wir auf lange Sicht den Fortbestand des Unternehmens. Das ist die Strategie NUMBER ONE > NEXT. Sie ist unsere Leitplanke in der Transformation zur nachhaltigen und digitalisierten Mobilität.

 

Zum einen konzentrieren wir uns auf operative Exzellenz in unserem Kerngeschäft und bauen es weiter aus. Zum anderen investieren wir gezielt in neue Technologien und Dienstleistungen. Bei allem was wir tun wollen wir deutlich schneller werden. Das ist mir und meinen Vorstandskollegen sehr wichtig. Bei der Umsetzung der Strategie kommen wir zügig voran. Das zeige ich Ihnen anhand unserer Entscheidungen:

 

  1.  Auf der Marktseite.
  2.  Bei den Produkten.
  3.  Bei unseren Services.

     

    Zum ersten Punkt: In einer immer stärker vernetzten Welt hat die BMW Group einen entscheidenden Vorteil: Sie ist ein durch und durch globales Unternehmen und extrem flexibel. Wir betreiben 30 Produktionsstandorte in 14 Ländern. Schon heute produzieren wir an zehn Standorten weltweit elektrifizierte Modelle. Im nächsten Jahr kommt Oxford mit dem voll elektrischen MINI hinzu. Auch unser neues Werk in Mexiko nimmt im nächsten Jahr die Produktion auf. Mexiko hat in der Vergangenheit stark auf Freihandel gesetzt – und davon profitiert. Unser neues Werk soll für den Weltmarkt produzieren. Wir sind jederzeit in der Lage, Chancen in den einzelnen Märkten zu nutzen. Dazu verstärken wir unseren Footprint in allen großen Marktregionen.

    Eine kurze Reise durch unsere wichtigsten Märkte:

     

    In den USA haben wir 2017 über 350.000 Fahrzeuge ausgeliefert. 2018 gehen wir von einem leichten Zuwachs aus. In Spartanburg steht unser größtes Werk. Fast neun Milliarden Euro haben wir bislang investiert. Weitere 600 Millionen Euro werden es von 2018 bis 2021 sein. Über 70 Prozent der aktuellen Produktion aus Spartanburg wurde 2017 exportiert. Die meisten Fahrzeuge nach China, gefolgt von Deutschland. Insgesamt sorgt die BMW Group in den USA für fast 70.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze. Nach Angaben des US-Handelsministeriums ist das BMW Werk Spartanburg – gemessen am Wert – der größte in den USA ansässige Fahrzeugexporteur. Insgesamt sind die USA für uns mit 4,7 Milliarden Euro der zweitgrößte Einkaufsmarkt. Ohne Freihandel wäre all dies nicht möglich gewesen.

     

    China bleibt unser größter Einzelmarkt mit über 595.000 verkauften Fahrzeugen in 2017. Wir betreiben dort zwei Fahrzeugwerke und ein Motorenwerk. 2018 streben wir in China ein solides Wachstum an. Zwei Beispiele, wie wir uns in China aufstellen: Wir vertiefen unsere Partnerschaft mit Brilliance im Rahmen unseres Joint Ventures. Wir haben entschieden, den neuen X3 ab Mitte 2018 in China zu produzieren. Es ist das sechste lokalisierte Modell und ein volumenstarkes Fahrzeug. Die beliebte Langversion des BMW 5er ist seit kurzem als Plug-in-Hybrid verfügbar. Damit können die chinesischen Kunden zwischen sechs elektrifizierten Modellen wählen. Eine exzellente Basis für die nächsten Jahre. Mit dem chinesischen Hersteller Great Wall Motor haben wir einen „Letter of Intent“ über ein weiteres Joint Venture unterzeichnet. Wir wollen künftig auch rein elektrische MINI Fahrzeuge in China produzieren.

     

    Kommen wir zu Europa: Nirgendwo verkaufen wir mehr Fahrzeuge als in Europa. Über 1,1 Millionen waren es 2017. 2018 erwarten wir erneut einen leichten Zuwachs. In unsere deutschen Standorte haben wir von 2012 bis 2016 über sechs Milliarden Euro investiert. Großbritannien bleibt auch mit dem Austritt aus der EU für uns wichtiger Produktionsstandort. Sie sehen: Überall auf der Welt, wo die BMW Group präsent ist, schaffen wir Arbeitsplätze. Wir sind Teil der lokalen Wertschöpfung. Wir leisten einen sichtbaren Beitrag zum Gemeinwohl.

     

    Zum zweiten Punkt: Produkte.

     

    Die BMW Group führt das weltweite Premiumsegment weiter an. Wir streben in allen Segmenten, in denen wir vertreten sind, die Führerschaft an. In Phase II unserer Modelloffensive erhöhen wir nochmals das Tempo. Wir haben zwei Schwerpunkte: Luxus und X. In der renditestarken Luxusklasse gehen allein in den nächsten 18 Monaten acht neue Modelle an den Start: Das neue BMW 8er Coupé bildet ab Sommer den Auftakt für eine komplett neue Modellreihe: 8er Coupé, Cabrio und Gran Coupé sowie drei korrespondierende M Modelle. Der neue BMW X7 ist raumgreifend und mit enormer Präsenz. Kunden in den USA, Asien und Russland warten darauf. Ab Ende 2018 geht der X7 in Produktion. Rolls-Royce ist die Vollendung von Luxus und Eleganz. Das gilt für den neuen Phantom genau wie für den Cullinan als erstes absolutes Luxus-SUV.

     

    2018 wird zugleich unser X-YEAR. Der neue X3 kommt bei Kunden bestens an. Wir fertigen ihn neben Spartanburg ab diesem Jahr auch in Südafrika und China. Der coole X2 punktet seit März in der stark wachsenden Kompaktklasse. Der neue X4 ist athletisch auf ganzer Linie. Er kommt im Sommer.

     

    Unsere Modelloffensive ist auch eine Antriebsoffensive. Wir nutzen skalierbare
    E-Baukästen. Ab 2020 können wir alle Modellreihen mit jeder Antriebsart ausstatten. Es geht weiter: 2020 kommt bei BMW der iX3 hinzu. Mehr dazu auf der Autoshow in Peking. 2019 der erste rein elektrische MINI. Der erste Plug-in-Hybrid von MINI – der Countryman – erfreut sich bereits großer Beliebtheit. Denn: MINI ist als urbane Marke geradezu geschaffen für E-Mobilität.

     

    Bereits ab Mai sind der neue BMW i8 Roadster und das BMW i8 Coupé verfügbar. Beide Modelle sind mit der vierten Generation der BMW eDrive Technologie ausgestattet. So steigt die elektrische Reichweite dieser Plug-in-Hybride um über 40 Prozent. Mit der fünften Generation eDrive können – je nach Modell – 550 bis 700 km rein elektrisch gefahren werden. Das werden wir mit dem BMW i4 und iNEXT realisieren. Der BMW iNEXT ist weit mehr als ein Fahrzeug. Wir verstehen darunter einen Zukunftsbaukasten. Er soll das gesamte Unternehmen und all unsere Marken befähigen – im Hinblick auf Technik, Gestaltung und neue Denkansätze. Im iNEXT fassen wir diese Themen zusammen: autonomes Fahren, Vernetzung, Elektrifizierung und Services.

     

    Unsere Ziele zur E-Mobilität habe ich klar gesetzt: Mindestens 140.000 verkaufte elektrifizierte Fahrzeuge in diesem Jahr. Eine halbe Million E-Fahrzeuge und Plug-in-Hybride Ende 2019 in Summe auf der Straße. 25 elektrifizierte Modelle, im Jahr 2025 – zwölf davon rein elektrisch.

     

    Ein Wort zum Diesel: Unsere Diesel gehören zu den besten der Welt. Das haben unabhängige Tests weltweit bestätigt. Sie sind wichtig, um die CO2-Ziele zu erreichen. Fahrverbote für Dieselfahrzeuge sind für uns der falsche Weg. Wir stehen zu unseren Zusagen vom Diesel-Gipfel. Den Leasing-Kunden in Deutschland haben wir unser BMW Diesel Rücknahme-Versprechen gegeben. Damit stärken wir das Vertrauen in unsere Diesel. Außerdem würde es der Sache dienen, wenn die Diskussion um Stickoxide und Feinstaub stärker von Fakten getrieben wäre.

     

    Nachhaltige Mobilität und autonomes Fahren gehen bei uns Hand in Hand. Wir starten autonomes Fahren im iNEXT ab 2021. Das bedeutet: Wir beherrschen Level 3 bis 5 technisch. Das System wird voll integriert und sicher sein. Mit dem iNEXT wird gleichzeitig unsere Testflotte für Level 4 und 5 auf die Straße gehen. Die Sicherheit hat für uns beim autonomen Fahren absolute Priorität. Dieses Jahr verdoppeln wir unsere autonome Testflotte auf 80 Fahrzeuge.

     

    Zum dritten Punkt: Mobilitätsdienstleistungen.

     

    Anfang des Jahres haben wir DriveNow vollständig übernommen. Wir haben ebenfalls Parkmobile LLC erworben. Das macht die BMW Group zum international führenden Anbieter von digitalen Parklösungen. Wir halten alle Optionen für eine strategische Weiterentwicklung unserer Mobility Services in der Hand. Wir wollen die erste Adresse für die Kunden sein, wenn es um ihr individuelles Erlebnis mit Mobilität geht. Bis 2025 werden wir einen Kundenstamm von 100 Millionen aktiven Kunden aufbauen. Unser Ziel: Ein komplettes Ecosystem als Rundum-Sorglos-Paket für die Kunden. Die Potentiale sind enorm – sowohl für den Kunden, als auch für unseren Geschäftserfolg.

     

    Trotz Herausforderungen und Gegenwind: Wir sind zuversichtlich. Wir handeln mutig und entschlossen. 2018 soll unser neuntes Rekordjahr werden. Und Sie wissen: Wir liefern! In allen Bereichen unseres Unternehmens erhöhen wir die Schlagzahl unseres Handelns. Unsere Zukunft ist elektrisch und vernetzt. Bei allem was wir tun haben wir den Kunden klar im Fokus.

     

    Vielen Dank!

     

 

 

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LA AUTO SHOW 2018.

Los Angeles. 28.11.2018. 
Here you will see the on demand transmission of the BMW Press Conference at the LA Auto Show.

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CO2-Emissionen & Verbrauch.

Die angegebenen Verbrauchs- und CO2-Angaben wurden nach dem vorgeschriebenen Messverfahren gemäß VO (EG) Nr. 715/2007 und VO (EG) Nr. 692/2008 (in der jeweils gültigen Fassung) ermittelt. Die Werte wurden bereits auf Basis des in den einschlägigen europarechtlichen Rechtsgrundlagen vorgesehenen neuen WLTP-Zyklus ermittelt und zur Vergleichbarkeit auf NEFZ zurückgerechnet. Bei diesen Fahrzeugen können für die Bemessung von Steuern und anderen fahrzeugbezogenen Abgaben, die (auch) auf den CO2-Ausstoß abstellen, andere als die hier angegebenen Werte gelten.

Die Angaben beziehen sich auf ein Fahrzeug in Basisausstattung und können Sonderausstattungen diese Werte erhöhen. Die Spannen berücksichtigen Unterschiede in der gewählten Rad- und Reifengröße. Die Angaben beziehen sich daher nicht auf das konkrete Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebots, sondern dienen allein Vergleichszwecken zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen.

Die CO2-Effizienzangaben ergeben sich aus der Richtlinie 1999/94/EG sowie dem Pkw-VIG und verwenden die Verbrauchs- und CO2-Werte des NEFZ zur Einstufung. Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und unter diesem Link unentgeltlich erhältlich ist. Darüber hinaus können weitere Details zum konkreten Fahrzeug der beim Händler aufliegenden Typengenehmigung entnommen werden.

Neueste Daten & Fakten.

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