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BMW Teams werden in Bathurst für gute Pace nicht belohnt.

Bathurst. Bei den 12 Stunden von Bathurst, dem ersten Lauf der Intercontinental GT Challenge 2017, war der BMW M6 GT3 mit der Nummer 60 vom BMW Team SRM das einzige GT3-Fahrzeug aus München, das die Ziellinie überquerte. Nach Platz drei im Qualifying mussten sich DTM-Champion Marco Wittmann (GER) und seine Fahrerkollegen Steve Richards (AUS) und Mark Winterbottom (AUS) im Rennen mit dem 14. Platz zufrieden geben.

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Die drei Piloten absolvierten 281 Runden auf dem legendären „Mount Panorama Circuit“. In einem ereignisreichen Rennen mit vielen Zwischenfällen und Gelbphasen blieb das Trio ohne Fehler. Ein technisches Problem verhinderte jedoch ein besseres Resultat. Zunächst mischte die Startnummer 60 in der Spitzengruppe beim populärsten Langstreckenrennen Australiens mit. Wittmann war auf der vierten Position unterwegs, als er Lenkungsprobleme meldete und in die Box kam. Bei den folgenden Reparaturarbeiten verlor das BMW Team SRM an Boden und büßte mehrere Runden ein. Dennoch kämpfte das Team bis zum Schluss und sah nach zwölf Stunden auf dem 14. Rang die Zielflagge. Der Sieg ging an den Ferrari mit der Nummer 88.

Für BMW DTM-Fahrer Timo Glock (GER) und seine australischen BMW Team SRM Fahrerkollegen Mark Skaife, Russell Ingall und Tony Longhurst endete das Rennen hingegen vorzeitig. Auf Platz zehn fahrend touchierte Ingall kurz vor Ende der ersten Rennhälfte die Mauer und musste den dabei beschädigten BMW M6 GT3 mit der Nummer 7 anschließend abstellen.

Im Qualifying sowie in den ersten beiden Rennstunden hatte der grüne BMW M6 GT3 mit der Nummer 90 für Furore gesorgt. Chaz Mostert (AUS) eroberte für das Team von MARC Cars Australia den zweiten Startplatz und übernahm im Rennen früh die Führung. Nach einem Kontakt mit der Streckenbegrenzung musste sein Teamkollege Max Twigg (AUS) jedoch kurz nach dem ersten Fahrerwechsel die Box ansteuern. Es folgte eine lange Reparaturpause. Kurz vor der Drei-Stunden-Marke kehrte der BMW M6 GT3 wieder auf die Strecke zurück und gehörte danach phasenweise wieder zu den schnellsten Fahrzeugen im Feld. Gut fünf Stunden vor dem Rennende kam dann jedoch für Mostert, Twigg und Morgan Haber (AUS) das endgültige Aus.

BMW Werksfahrer Jörg Müller (GER) sowie die beiden BMW Motorsport Junioren Ricky Collard (GBR) und Nico Menzel (GER) mussten im Rennen zuschauen. Bei einer Kollision im Qualifying war der von Walkenhorst Motorsport eingesetzte BMW M6 GT3 mit der Startnummer 99 so stark beschädigt worden, dass er bis zum Rennstart um 5.45 Uhr am Sonntag nicht wieder repariert werden konnte. Dennoch sammelten die beiden Junioren in den Trainingssessions wertvolle Erfahrungen auf dem anspruchsvollen „Mount Panorama Circuit“. Die Crew von Walkenhorst Motorsport war trotz des Pechs im Qualifying auch im Rennen dabei und unterstützte die Kollegen vom BMW Team SRM.

Der Einsatz in Bathurst eröffnete offiziell das Jubiläumsjahr der BMW Nachwuchsförderung. Vor 40 Jahren hatte das BMW Junior Team – mit Fahrern wie Marc Surer (SUI), Manfred Winkelhock (GER) und Eddie Cheever (USA) – seine Premiere gefeiert.

Der nächste Renneinsatz steht für die australischen BMW M6 GT3 Teams vom 2. bis 5. März auf dem Programm. Dann startet die Australian GT Championship beim Clipsal 500 in Adelaide (AUS) in die neue Saison.

Stimmen nach den 12 Stunden von Bathurst:

Marco Wittmann (#60 BMW M6 GT3, Platz 14): „Das war ein hartes Rennen – und insgesamt eine tolle Erfahrung hier in Australien. Dieses Event macht einfach riesigen Spaß. Mein erster Stint war eigentlich gut, die Pace hat gestimmt. Allerdings haben wir dann ein technisches Problem bekommen, das uns dann auch im weiteren Verlauf des Rennens immer wieder zurückgeworfen hat. Aber wir haben nicht aufgegeben, sondern weiter gepusht. So sind wir zumindest noch auf Rang 14 ins Ziel gekommen, obwohl wir uns natürlich vom dritten Startplatz mehr ausgerechnet hatten. Gerade die Performance im Qualifying war richtig gut. Dort haben wir gezeigt, dass wir hier schnell sein können. Ich bin gut mit dem Kurs zurechtgekommen. Bathurst war auf jeden Fall eine Reise wert.“

Timo Glock (#7 BMW M6 GT3, DNF): „Dieses Event ist der absolute Wahnsinn. Da fliegt man gerne um die Welt, um hier dabei zu sein. Die Atmosphäre ist speziell, die Strecke ist unglaublich – und eine große Herausforderung. Man merkt, dass die Australier den Motorsport anders leben als wir in Europa, es sind viele Emotionen im Spiel. Ich hatte viel Spaß mit meinen Teamkollegen. Sie sind hier absolute Legenden. Natürlich ist es schade, dass wir nicht ins Ziel gekommen sind. Das erste Renndrittel war gut, wir hatten keine größeren Probleme. So ein Unfall wie von Russell kann dann einfach passieren. Jeder noch so kleine Fehler wird bestraft und man landet sofort in der Mauer, es gibt keine Auslaufzonen. In jedem Fall bin ich noch nie morgens um 4 Uhr an eine Rennstrecke gefahren, um dann um 5.45 Uhr den Start zu fahren. Das war ein Erlebnis. Ich würde mich auf jeden Fall freuen, nächstes Jahr wieder zurückzukommen.“

Jörg Müller (#99 BMW M6 GT3, nicht gestartet): „Natürlich war es eine große Enttäuschung für uns, dass wir mit unseren BMW Motorsport Junioren nicht im Rennen antreten konnten. Aber so ist es manchmal im Motorsport. Trotzdem: Ein Teil, dieses großartigen Events gewesen zu sein, war für Ricky Collard und Nico Menzel ein tolles Erlebnis. Sie haben einen sehr guten Job gemacht und sich Runde für Runde gesteigert. Die Erfahrungen, die sie auf dem ‚Mount Panorama Circuit’ gemacht haben, kann ihnen niemand mehr nehmen.“

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