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Rede und Präsentation von Dr. Nicolas Peter, Mitglied des Vorstands der BMW AG, Finanzen, Bilanzpressekonferenz 2017

Rede und Charts Dr. Peter BPK 2017

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Max-Morten Borgmann
BMW Group

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Guten Morgen meine Damen und Herren,

 

herzlich willkommen auch von meiner Seite. Bevor ich beginne, ein paar kurze Worte zu meiner Person: Wie Sie wissen, habe ich zum 1. Januar von Friedrich Eichiner das Finanzressort übernommen.

 

In meinen insgesamt 26 Jahren bei der BMW Group war ich unter anderem Leiter der Vertriebssteuerung, des Konzerncontrollings und der Vertriebsregion Europa. Während dieser Zeit habe ich sowohl die Strategie Number ONE als auch die Strategie NUMBER ONE>NEXT aktiv mitgestaltet. Ich bin davon überzeugt: Damit haben wir den richtigen Weg eingeschlagen.

 

Ich freue mich sehr, heute als Mitglied des Vorstands, verantwortlich für das Finanzressort, hier zu sein. Ich bin davon überzeugt, dass wir die gute und konstruktive Zusammenarbeit der letzten Jahre weiterführen werden.

 

Lassen Sie mich nun zum offiziellen Teil kommen. Ich gehe jetzt im Detail auf die wichtigsten Entwicklungen im Geschäftsjahr 2016 sowie die Chancen und Herausforderungen im laufenden Jahr ein.

 

Profitabilität, Stabilität, Nachhaltigkeit – dafür steht die BMW Group seit vielen Jahren. Auch im Geschäftsjahr 2016 hat das Unternehmen geliefert, was es versprochen hat. Absatz, Umsatz und Konzernergebnis sind die jeweils höchsten der Unternehmensgeschichte. Das ist Ausdruck von Konstanz und Leistungskraft.

 

In ihrem Jubiläumsjahr hat die BMW Group erneut gezeigt: Innovationsstärke und Profitabilität gehen Hand in Hand. Das Unternehmen hat ein weiteres Mal alle angestrebten Ziele erreicht. Das siebte Jahr in Folge liegt die EBIT-Marge im Automobilsegment im Zielkorridor von 8-10%.

 

Wir denken langfristig – und richten den Konzern strategisch auf die Zukunft aus. Dafür nehmen wir Geld in die Hand und investieren in alternative Antriebe, das autonome Fahren, die Weiterentwicklung der Mobilitätsdienstleistungen und die Digitalisierung. Schritt für Schritt setzen wir um, was wir uns mit der Strategie NUMBER ONE > NEXT vorgenommen haben. Neue und innovative Produkte wie der BMW 5er belegen die Fortschritte in wichtigen Innovationsfeldern. Gleichzeitig wird die konsequente Ausrichtung auf Profitabilität beibehalten. Die letzten Jahre haben gezeigt: Mut zur Innovation und hohe Renditen schließen sich nicht aus. Im Gegenteil: Die heutige finanzielle Stärke ermöglicht die Vorleistungen für unseren zukünftigen Erfolg.

 

Die BMW Group ist in allen ihren Geschäftsfeldern erfolgreich unterwegs. Hier sehen Sie die Entwicklung der EBT-Marge im Konzern über die letzten Jahre. Seit 2011 konnte die 10%-Marke durchgehend übertroffen werden. Im Geschäftsjahr 2016 liegt die Umsatzrendite bei 10,3%.

 

2016 ist der Konzernumsatz auf 94,16 Mrd. Euro gewachsen. Das entspricht einem Plus von 2,2% im Vergleich zum Vorjahr. Unter anderem haben sich Währungseinflüsse dämpfend ausgewirkt. Bereinigt um diese Umrechnungseffekte sind die Umsatzerlöse um 4,3% angestiegen.

 

Das Vorsteuerergebnis im Konzern beträgt 9,67 Mrd. Euro. Damit ist es – entsprechend unserer Prognosen – leicht um 4,8% auf einen neuen Höchstwert angestiegen. Im Finanzergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr vor allem die positive Marktwertveränderung von Rohstoffderivaten ausgewirkt.

 

Der Ergebnisbeitrag aus dem chinesischen Joint Venture BMW Brilliance Automotive beträgt trotz hoher Vorleistungen für den Anlauf des neuen Motorenwerks und für neue Modelle 507 Mio. Euro. Der leichte Rückgang im Vergleich zum Vorjahr ist lediglich auf Effekte aus der Währungsumrechnung zurückzuführen.

 

Die Steuerquote lag unter anderem aufgrund von Verrechnungspreisthemen sowie der Neubewertung von Steuerpositionen bei 28,5%. Entsprechend konnte beim Jahresüberschuss ein neuer Bestwert erreicht werden. Er liegt im Jahr 2016 bei über 6,9 Mrd. Euro und somit um 8,0% über Vorjahr.

 

Im vierten Quartal betragen die Umsatzerlöse des Konzerns nahezu 25 Mrd. Euro und liegen damit auf Vorjahresniveau. Entsprechend unserer Erwartungen ist das Vorsteuerergebnis im Konzern – unter anderem aufgrund von Vorleistungen für die Umsetzung der neuen Strategie – im vierten Quartal moderat zurückgegangen.

 

Wie saisonal üblich haben höhere IT- und Marketingkosten sowie höhere Aufwendungen für Forschung und Entwicklung das Ergebnis belastet. Es beträgt rund 1,92 Mrd. Euro. Trotz der beschriebenen Aufwendungen hat die BMW Group im Automobilsegment eine operative Marge von 8,3% erzielt.

 

Meine Damen und Herren,

 

die BMW Group investiert konsequent in die Zukunft. Wir sind davon überzeugt: Innovationsstärke ist der Schlüssel zu langfristiger Profitabilität. Insgesamt hat das Unternehmen im Jahr 2016 3,73 Mrd. Euro in Produkte und Anlagen investiert. Die aktivierten Entwicklungskosten sind hier nicht enthalten.

 

Im Fokus standen vor allem Vorleistungen für den Anlauf wichtiger Volumenmodelle sowie Investitionen in die Zukunftsfähigkeit unserer Werke weltweit. Die Investitionsquote liegt mit 4,0% auf dem Niveau des Vorjahres und wie geplant bei unter 5% vom Umsatz. Für 2017 gehen unsere Erwartungen von einer etwas höheren Quote aus, die aber weiterhin unterhalb der Zielmarke von 5% bleiben wird.

 

Auf der Produktseite sind im vergangenen Jahr vor allem Vorleistungen für den Launch des neuen 5er angefallen, dessen Produktion Ende 2016 gestartet ist. Zudem bauen wir unser internationales Produktionsnetzwerk gezielt aus. Investitionen sind 2016 sowohl in den Bau neuer Fertigungsstätten als auch in den Aus- und Umbau bestehender Werke geflossen. Zudem investieren wir kontinuierlich in die Modernisierung und Flexibilisierung unserer Produktionsstandorte. Um der weltweit starken Nachfrage nach den BMW X Modellen gerecht zu werden, wird derzeit das Werk Spartanburg in den USA erweitert. Damit wird die Kapazität von 410.000 Einheiten pro Jahr auf 450.000 Fahrzeuge erhöht.

 

Der Bau des Werkes im mexikanischen San Luis Potosí schreitet planmäßig voran. 2019 sollen hier die ersten Modelle der 3er Reihe für den weltweiten Export vom Band rollen. Mit dem neuen Werk kompensieren wir unter anderem Produktionskapazitäten des Werks in Südafrika, in dem künftig anstelle der BMW 3er Limousine der neue BMW X3 produziert wird.

 

In China hat das Joint Venture BBA 2016 ein neues Motorenwerk zur Versorgung der lokalen Fahrzeugwerke eröffnet. Das Werk Dadong, in dem die Langversion der 5er Limousine vom Band läuft, wird derzeit erweitert.

 

Ich komme nun zu den Aufwendungen für Forschung und Entwicklung. Sie betragen im Geschäftsjahr 2016 insgesamt 5,16 Mrd. Euro und bewegen sich damit auf dem Niveau des Vorjahres. Die Aktivierungsquote beträgt 40,5%.

 

Die F&E-Quote liegt mit 5,5% im Rahmen unseres angestrebten Zielkorridors von 5-5,5%. Im Mittelpunkt stand 2016 die Vorbereitung für den Anlauf neuer Modelle. In den nächsten Jahren werden wir unser Produktportfolio weiter verjüngen.

 

Neben der Weiterentwicklung der konventionellen Motoren treiben wir auch die Entwicklung einer neuen Generation von Elektromotoren voran und forschen intensiv an der Wasserstoff-Brennstoffzellen-Technologie. Zudem entwickeln wir unsere Heck- und Frontantriebsarchitekturen weiter, um sie gleichermaßen für konventionelle Antriebe wie auch für die Elektrifizierung zu befähigen. Damit erhöhen wir unsere Flexibilität.

 

Mit zusätzlichen Assistenzsystemen im neuen 5er gehen wir einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung autonomes Fahren. Wir bringen technologische Innovationen in Serie, ausgereift und sicher.

 

Auch 2017 werden wir uns weiter auf die Umsetzung unserer Strategie konzentrieren. Um das Unternehmen für die kommenden Herausforderungen optimal aufzustellen, investieren wir in die Entwicklung neuer und die Optimierung bestehender Technologien. Aufgrund der nötigen Zukunftsvorleistungen wird die F&E-Quote in den kommenden beiden Jahren voraussichtlich leicht über dem Zielkorridor von 5-5,5% liegen.

 

Das Geschäftsjahr 2016 war das bisher erfolgreichste für die BMW Group. Das Unternehmen hat seine gesetzten Ziele erneut erreicht. Es entspricht unserem Selbstverständnis, unsere Aktionäre angemessen am Geschäftserfolg des Unternehmens zu beteiligen. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen daher für 2016 eine Dividende von 3,50 Euro je Stammaktie und 3,52 Euro je Vorzugsaktie vor. Gegenüber dem Vorjahr erhöht sich die Dividende um 30 Cent. Es ist die höchste Dividende, die die BMW Group jemals gezahlt hat.

 

Die Dividendensumme beläuft sich auf insgesamt 2,3 Mrd. Euro. Damit geht ein Drittel des Jahresüberschusses an unsere Anleger. Die Ausschüttungsquote liegt somit innerhalb unseres Zielkorridors von 30-40%.

 

Lassen Sie mich nun auf die Ertragslage in den einzelnen Segmenten eingehen. Zunächst zum Automobilsegment. Die Automobilauslieferungen haben 2016 um 5,3% auf nahezu 2,37 Mio. Fahrzeuge zugelegt. Mit diesem soliden Anstieg konnte die zu Jahresanfang gegebene Prognose sogar leicht übertroffen werden.

 

Die Umsatzerlöse im Segment Automobile sind 2016 auf 86,42 Mrd. Euro gestiegen. Das entspricht wie prognostiziert einem leichten Zuwachs um 1,0% im Vergleich zum Vorjahr. Währungsbereinigt ist der Umsatz um 3,1% gewachsen.

 

Das EBIT im Segment beträgt 7,7 Mrd. Euro. Damit ist es das zweitbeste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte und liegt nur leicht unter dem Vorjahresergebnis. Die EBIT-Marge befindet sich trotz umfangreicher Vorleistungen für Zukunftsprojekte mit 8,9% wie geplant im Zielkorridor von 8-10%.

 

Sie sehen hier die Überleitung auf das operative Ergebnis im Automobilsegment. Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen und der politischen Volatilität konnte 2016 erneut ein starkes EBIT erzielt werden. Positiv haben sich Effekte aus Währungen und Rohstoffen in Höhe von 200 Mio. Euro ausgewirkt. Das Ergebnis hat auch von den Volumensteigerungen, Mix- und Markteffekten profitiert. Vom neuen 5er erwarten wir hier im laufenden Jahr positive Impulse.

 

In einem wettbewerbsintensiven Umfeld arbeiten wir kontinuierlich daran, unsere Vertriebsleistung weiter zu optimieren. Dazu gehört auch, die Angebotsstruktur noch gezielter auf die Bedürfnisse unserer Kunden in unterschiedlichen Weltregionen auszurichten. Über intelligente Ausstattungs- und Preismaßnahmen werden wir unsere Position im Markt weiter stärken.

 

Auf das EBIT haben sich Abschreibungen in Höhe von 143 Mio. Euro negativ ausgewirkt. In den sonstigen Veränderungen ist der Saldo aus Effizienzverbesserungen sowie Vorleistungen und Personalkosten erfasst. Diese Position beläuft sich auf -217 Mio. Euro. Hohe Aufwendungen für Strategieprojekte sowie ein gestiegener Personalstand haben das Ergebnis belastet. Die BMW Group investiert heute in ihren zukünftigen Geschäftserfolg. Dabei behalten wir unsere langfristige strategische Ausrichtung konsequent bei.

 

Ich komme nun zur Kapitalflussrechnung. Der Free Cashflow im Segment Automobile beträgt im Jahr 2016 5,79 Mrd. Euro. Damit liegt er um 388 Mio. Euro über dem Wert des Jahres 2015. Zu diesem starken Free Cashflow haben unter anderem der gestiegene Jahresüberschuss sowie die gute Steuerung des Working Capital beigetragen. Für das laufende Jahr erwarten wir erneut einen starken Free Cashflow. Unser Zielwert liegt weiterhin bei über 3 Mrd. Euro.

 

Die BMW Group verfügte auch 2016 über eine starke Liquiditätsposition. Zum 31. Dezember betrug die Gesamtliquidität des Konzerns 13,17 Mrd. Euro. Das zeigt einmal mehr: Das Unternehmen ist finanziell sehr solide aufgestellt.

 

In einem volatilen Umfeld verfügt der Konzern über hohe Flexibilität und Finanzkraft. Weiterhin hält die BMW Group ausreichend hohe Liquiditätsreserven, um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherzustellen. Dies wird auch von Kapitalmarkt und Ratingagenturen honoriert. Im Januar hat Moody´s das Langfrist-Rating für die BMW Group auf A1 angehoben. Das ist das beste Rating unter den europäischen Automobilherstellern und das zweitbeste unter allen Herstellern weltweit.

 

Ich komme nun zum Segment Finanzdienstleistungen. Für BMW Group Financial Services ist das Geschäftsjahr 2016 erfolgreich verlaufen. Insgesamt wurden 1,81 Mio. Neuverträge mit Endkunden abgeschlossen, ein Plus von 9,4%. Dabei legte insbesondere die Kreditfinanzierung deutlich um 11,1% zu.

 

Das Neugeschäftsvolumen betrug rund 55,33 Mrd. Euro und lag damit um 9,3% höher als im Vorjahr. Der Vertragsbestand im Segment übertraf mit 5,11 Mio. Verträgen erstmals die 5-Millionen-Marke. Die Penetrationsrate, also der Anteil an BMW Group Neufahrzeugen, die über das Segment verleast oder finanziert werden, ist 2016 auf 49,6% angestiegen.

 

Das Wachstum im Finanzierungs- und Leasinggeschäft mit Endkunden wirkt sich auch positiv im Vertragsbestand aus. Den stärksten Zuwachs verzeichnete wieder die Region Asien/Pazifik mit einem Plus von 18,0%. Hier ist traditionell vor allem das Finanzierungsgeschäft stark. In den Regionen Europa/Middle East/Afrika und Amerika wurden solide Wachstumsraten von 8,6% und 7,1% erzielt. Die EU-Bank, die die BMW Bank sowie ihre Niederlassungen in Italien, Spanien und Portugal und die Tochtergesellschaft in Frankreich umfasst, legte ebenfalls solide zu.

 

Die gute Geschäftsentwicklung im Segment Financial Services spiegelt sich auch im Ergebnis wider. Zum ersten Mal betrug das Vorsteuerergebnis im Segment über 2 Mrd. Euro. Aufgrund des erfolgreichen Geschäftsverlaufs und der guten Entwicklung der Risikosituation hat sich die Eigenkapitalrendite mit 21,2% leicht besser entwickelt als erwartet. Damit liegt der RoE wie prognostiziert über unserem Mindestanspruch von 18%.

 

Trotz des volatilen wirtschaftlichen und politischen Umfelds hat sich die Risikosituation des Gesamtportfolios im Segment weiter positiv entwickelt. Die Kreditausfallrate liegt mit 0,32% auf einem historisch niedrigen Niveau. Im Vergleich zum Vorjahr ist sie noch einmal um fünf Basispunkte gesunken. Die Restwertverluste sind wie erwartet im Vergleich zum Vorjahr moderat angestiegen, unter anderem bedingt durch das steigende Gebrauchtwagenvolumen und die hohe Wettbewerbsintensität in Nordamerika.

 

BMW Group Financial Services trifft umfassend Vorsorge für die wesentlichen Geschäftsrisiken und ist nach aktueller Einschätzung auf Restwert- und Kreditrisiken adäquat vorbereitet. Wir erwarten für das laufende Jahr eine weitgehend stabile Entwicklung der Risikosituation.

 

Ich komme nun zum Segment Motorräder. Für BMW Motorrad ist das Geschäftsjahr 2016 ebenfalls erfolgreich verlaufen. Die Auslieferungen legten um 5,9% auf rund 145.000 Fahrzeuge zu. Damit fiel das Absatzwachstum aufgrund des guten Produktmomentums und der positiven Marktentwicklung sogar etwas höher aus als zu Jahresbeginn erwartet.

 

Entsprechend der guten Absatzentwicklung stiegen die Umsatzerlöse im Segment erstmals auf über 2 Mrd. Euro. Das EBIT stieg auf einen neuen Höchstwert von 187 Mio. Euro. Die operative Marge im Segment beträgt 9,0%.

 

BMW Motorrad hat 2016 weiter konsequent seine Fit-4-2 Strategie umgesetzt. Dazu gehören die Erweiterung des Portfolios in neuen Segmenten sowie die Erschließung neuer Märkte. 2017 wird BMW Motorrad seine Produktoffensive weiter fortsetzen. Mit der G310 R und ihrem Schwestermodell G310 GS stoßen wir in das Segment unterhalb 500 Kubikzentimeter vor. Damit erschließen wir neue Kundengruppen und legen den Grundstein für weiteres Wachstum. Mit dem Schwung aus diesen neuen, wichtigen Modellen geht BMW Motorrad zuversichtlich in die neue Saison. Wir erwarten für das Segment erneut ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2017.

 

Ich komme nun zu den Konsolidierungen. Hier werden segmentübergreifende Geschäftsvorfälle eliminiert, im Wesentlichen zwischen den Segmenten Automobile und Finanzdienstleistungen. 2016 beträgt das Vorsteuerergebnis in den Konsolidierungen -772 Mio. Euro. Damit liegt der negative Saldo um 108 Mio. Euro höher als im Vorjahr. Wie im Vorjahr sind die Zwischengewinneliminierungen im vierten Quartal unter anderem aufgrund des Leasing-Neugeschäfts angestiegen. Das Jahresende ist traditionell am absatzstärksten in Märkten mit hohem Leasing-Anteil.

 

Meine Damen und Herren,

 

für das laufende Jahr haben wir uns vor dem Hintergrund volatiler Umfeldbedingungen wieder anspruchsvolle Ziele gesetzt. Insgesamt erwarten wir für 2017 erneut eine positive Geschäftsentwicklung. Wir streben neue Bestwerte an - bei Absatz, Umsatz und Ergebnis. Sollten sich die Rahmenbedingungen nicht wesentlich verschlechtern, gehen wir von einem leichten Anstieg des Konzernergebnisses vor Steuern aus.

 

Bei den Auslieferungen im Segment Automobile rechnen wir, stabile Rahmenbedingungen vorausgesetzt, ebenfalls mit einem leichten Anstieg. In den nächsten Jahren werden wir unser Produktportfolio deutlich verjüngen. Mit der neuen 5er Limousine und Touring, dem neuen X3, dem MINI Countryman sowie weiteren attraktiven neuen Modellen sind wir für 2017 gut aufgestellt.

 

Vor diesem Hintergrund erwarten wir Absatzzuwächse in allen wichtigen Weltregionen. Auf den europäischen Automobilmärkten gehen wir nach der dynamischen Entwicklung der Vorjahre von einem leichten Wachstum aus. In China sollte sich die positive Entwicklung dank attraktiver Modelle wie der Langversion der neuen 5er Limousine und des X1 weiter fortsetzen. Anfang des Jahres ist hier die Produktion der neuen 1er Limousine für den chinesischen Markt angelaufen, die zusätzliche Impulse liefern wird. Auf dem amerikanischen Markt rechnen wir 2017 mit einer leichten Belebung.

 

Die positive Entwicklung bei den Auslieferungen wird sich voraussichtlich auch in den Umsatzerlösen im Segment Automobile widerspiegeln. Dementsprechend erwarten wir für das laufende Jahr hier eine leichte Steigerung. Trotz der hohen Zukunftsvorleistungen behalten wir unsere anspruchsvollen Profitabilitätsziele bei. Wir streben eine EBIT-Marge im Automobilsegment zwischen 8 und 10% an.

 

Bei den Auslieferungen im Segment Motorräder erwarten wir im laufenden Jahr einen deutlichen Anstieg. Mit der Erweiterung des Produktportfolios gehen wir auf neue Kundengruppen zu und erschließen Wachstumspotenziale in den großen Motorradmärkten.

 

Aufgrund der zunehmenden strategischen Bedeutung des Segments wird ab 2017 auch die operative Umsatzrendite im Segment Motorräder als finanzieller Leistungsindikator berichtet. Wie im Automobilsegment streben wir hier eine EBIT-Marge im Korridor von 8-10% an.

 

Im Segment Finanzdienstleistungen rechnen wir für 2017 mit einer weiterhin guten Geschäftsentwicklung. Vor dem Hintergrund erhöhter regulatorischer Anforderungen an die Eigenkapitalausstattung und einer sich normalisierenden Risikosituation erwarten wir einen leichten Rückgang der Eigenkapitalrendite. Sie wird jedoch weiterhin über unserem Mindestanspruch von 18% liegen.

 

Bei unseren Jahresprognosen gehen wir davon aus, dass sich die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen nicht wesentlich verschlechtern.

 

Die BMW Group bleibt auf Wachstumskurs. Seit 2010 liefert das Unternehmen konstant eine operative Rendite im Automobilsegment in oder über dem Zielkorridor von 8-10%.

 

Das Vertrauen unserer Stakeholder ist hart erarbeitet. Die vergangenen Jahre haben gezeigt: Wir setzen uns klare Ziele – und halten, was wir versprechen. Ich verspreche Ihnen: Daran werden wir uns auch in Zukunft messen – und messen lassen. Zukunftsfähigkeit setzt Flexibilität voraus, davon bin ich fest überzeugt.

 

Für uns bedeutet das: Wir entwickeln unsere Geschäftsprozesse kontinuierlich weiter und passen uns an veränderte Rahmenbedingungen an. Gleichzeitig setzen wir unsere Ressourcen klug ein und fokussieren uns auf das Wesentliche. Unser Anspruch ist es, an der Spitze zu bleiben – bei Zukunftstechnologien und Profitabilität.

 

Wir treiben den Wandel der Branche aktiv voran. Mit zielgerichteten Investitionen mit einem klaren Fokus auf Elektromobilität sichern wir unseren Geschäftserfolg von morgen. Profitabilität ist in unserem Unternehmen fest verankert. Dieses Ziel habe ich auch in meinen früheren Positionen konsequent verfolgt.

 

Der neue BMW 7er markiert den Start unserer Produktoffensive in den oberen Segmenten. Mit dem X7 werden wir unser Portfolio weiter ausbauen und unsere Präsenz in diesem Segment deutlich stärken.

 

Wir richten uns konsequent auf die Zukunft aus. Unser breites Angebot an Premiumprodukten und -dienstleistungen ist dafür das beste Fundament.

 

Damit übergebe ich wieder an Harald Krüger.

 

Vielen Dank.

 

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Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem "Leitfaden über Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen, bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH (DAT), Hellmuth-Hirth-Str. 1, 73760 Ostfildern-Scharnhausen und unter http://www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.

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