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PressClub Deutschland · Artikel.

Sensationserfolg in Misano: Marco Wittmann gewinnt den fünften DTM-Saisonlauf vom letzten Startplatz.

Nach einer fantastischen fahrerischen wie taktischen Leistung hat Marco Wittmann (GER) beim Samstagslauf in Misano (ITA) seinen zweiten Saisonsieg gefeiert. Aufgrund eines technischen Defekts an seinem Schaeffler BMW M4 DTM konnte Wittmann im Qualifying keine gezeitete Runde fahren und ging von Startplatz 18 ins Rennen.

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Bereits am Ende des ersten Umlaufs kam der DTM-Champion von 2014 und 2016 in die Box zum Reifenwechsel. Ein taktischer Schachzug, der sich nach einer Safety-Car-Phase auszahlte. Nachdem auch alle anderen Fahrer im Feld die Reifen gewechselt hatten, übernahm Wittmann in Runde 17 die Führung im Rennen und gab diese bis ins Ziel nicht mehr ab. Der Erfolg von Wittmann war zugleich der 35. DTM-Sieg für BMW seit dem Comeback 2012 und der insgesamt 25. Triumph für den BMW M4 DTM.

Insgesamt kamen fünf BMW M4 DTM in den Top-10 ins Ziel. Bruno Spengler (CAN) belegte im BMW Bank M4 DTM den vierten Platz. Ebenfalls Punkte sammeln konnte Philipp Eng (AUT, ZF BMW M4 DTM) auf der siebten Position. DTM-Rookie Sheldon van der Linde (RSA), der wie im Sonntagslauf in Zolder (BEL) als bestplatzierter BMW Fahrer nach dem Qualifying in das Rennen ging, wurde Neunter. Timo Glock (GER, JiVS BMW M4 DTM) beendete den Lauf in Misano auf dem zehnten Platz. Nach einem technischen Defekt an seinem CATL BMW M4 DTM war für Joel Eriksson (SWE) das Rennen nach zwei Runden bereits vorzeitig beendet.

Reaktionen auf das fünfte DTM-Rennen 2019 in Misano .

Rudolf Dittrich (Leiter BMW Motorsport Fahrzeugentwicklung):

„Wir haben heute bis ins Ziel ein erneut abwechslungsreiches und nervenaufreibendes DTM-Rennen mit vielen Positionskämpfen erlebt. Leider waren wir dieses Mal im Qualifying nicht ganz vorne mit dabei. Von daher wussten wir, dass es für uns ein schwieriges Rennen werden wird. Umso glücklicher bin ich über den fantastischen Sieg von Marco Wittmann und dem BMW Team RMG. Nach technischen Problemen im Qualifying musste Marco von Platz 18 ins Rennen gehen. Wir haben bei der Strategie mit dem frühen Stopp viel Risiko genommen. Aber Marco hat sich die Reifen super eingeteilt. Er war heute ein wahrer Reifenflüsterer. Es war wieder einmal eine außergewöhnliche Performance von Mega-Marco und seinem Team. Glückwunsch auch an Bruno Spengler zu einem starken Platz vier. Er hätte den Sprung aufs Treppchen durchaus verdient gehabt. Philipp Eng, der als Meisterschaftsführender angetreten ist, war beim Re-Start leider in ein Gemenge verwickelt und hat dadurch viele Plätze verloren. Er hat sich wie Timo Glock im Mittelfeld aufgerieben. Sheldon van der Linde war als bester BMW Fahrer nach dem Qualifying erneut sehr schnell unterwegs und in viele Zweikämpfe verwickelt. Auch in diesem Rennen konnte er wieder viel Erfahrung sammeln. Leider war für Joel Eriksson nach einem technischen Defekt das Rennen frühzeitig beendet. Schade, für ihn wäre ein Platz in den Punkten durchaus greifbar gewesen. Besonders gefreut haben wir uns über den Gastauftritt von Andrea Dovizioso. Wir sind schon gespannt darauf, ihn auch morgen wieder auf vier Rädern zu sehen.“

Stefan Reinhold (Teamchef BMW Team RMG):

„Es ist ein fantastisches Gefühl. Nachdem wir am letzten Rennwochenende das Glück nicht auf unserer Seite hatten, haben wir uns neu sortiert. Marco Wittmann ist heute ein meisterliches Rennen gefahren, und die Jungs in der Garage haben das Auto rechtzeitig wieder startklar bekommen. Heute Morgen hat es definitiv nicht danach ausgesehen. Auch Bruno Spengler hat ein super Ergebnis geholt. Bei ihm ist die Performance definitiv da, und wir wissen, dass da noch mehr geht. Wir sind sehr glücklich, dass er bei uns im Team ist und sich so wohlfühlt. Timo Glock konnte ebenfalls einen Punkt holen, den wir gerne mitnehmen.“

Marco Wittmann (#11 Schaeffler BMW  M4 DTM, BMW Team RMG, Startplatz: 18., Rennergebnis: 1., Fahrerwertung: 2., 68 Pkt.):

„Ich bin super-happy. Was für ein grandioses Rennen. Vor allem nach dem Pech in Zolder in beiden Läufen haben wir heute endlich wieder das Glück auf unserer Seite gehabt. Ich war natürlich total enttäuscht darüber, im Qualifying keine Runde fahren zu können. Wir mussten volles Risiko gehen, da ich vom letzten Startplatz ins Rennen gegangen bin. Wir haben früh gestoppt, ohne sicher zu sein, ob wir mit nur einem neuen Reifensatz über die komplette Renndistanz kommen werden. Die letzten fünf, sechs Runden waren natürlich kritisch, aber am Ende hat es geklappt. Wir haben den Sieg nach Haus gebracht. Das ist großartig, gerade für mein Team, das viel investieren musste, um nach dem Qualifying das Auto startklar zu bekommen. Danke an mein Team: Das war einfach super!“

Bruno Spengler (#7 BMW Bank M4 DTM, BMW Team RMG, Startplatz: 6., Rennergebnis: 4., Fahrerwertung: 7., 36 Pkt.):

„Gratulation ans Team und an Marco Wittmann. Das war eine perfekte Strategie, und er ist sehr gut gefahren. Bei uns war leider etwas Pech dabei, vom Speed her wäre das Podium drin gewesen. Die letzten Rennen verliefen etwas anders. Man musste mit dem Safety Car spielen und etwas Glück haben. Uns hat davon ein wenig gefehlt. Das Auto war aber gut, ich hatte einen super Start und einen guten Boxenstopp. Dafür ein großes Danke ans Team. Jetzt freue ich mich auf morgen.“

Timo Glock (#16 BMW M4 DTM, BMW Team RMR, Startplatz: 10., Rennergebnis: 10., Fahrerwertung: 11., 21 Pkt.):

„Es war ein schwieriges und vor allem auch verrücktes Rennen mit Marco Wittmann als Sieger. Es hat sich wieder gezeigt, wenn man von den hinteren Startplätzen ins Rennen geht, dass man in der ersten Runde stoppen sollte, um eine Chance auf den Sieg zu haben. Was mein Rennen betrifft, bin ich zwar mitgefahren, aber das Auto war nicht ganz so in der Balance, wie ich es gerne hätte. Warum das so war, kann ich leider noch nicht wirklich erklären.“

Bart Mampaey (Teamchef BMW Team RBM):

„Es war das fünfte Safety Car im fünften Rennen. Dieses Mal konnte Marco Wittmann davon profitieren. Gleichzeitig war es ein eindrucksvolles Rennen von ihm. Deshalb zunächst herzlichen Glückwunsch an ihn, das BMW Team RMG und BMW. Wir haben das Rennen mit zwei Fahrzeugen in den Punkten beendet, mit Philipp Eng auf Platz sieben und Sheldon van der Linde auf Rang neun. Natürlich haben wir uns nach den Startpositionen fünf und sieben etwas mehr erhofft. Deshalb müssen wir weiterhin hart arbeiten und mit den heißen Bedingungen möglichst gut umgehen. Bei Joel Eriksson hatten wir leider ein technisches Problem. Das müssen wir uns anschauen und feststellen, was wir für morgen tun können, um einen weiteren Schritt nach vorne zu machen und stärker zurückzukommen.“ 

Philipp Eng (#25 ZF BMW M4 DTM, BMW Team RMR, Startplatz: 7., Rennergebnis: 7., Fahrerwertung: 3., 65 Pkt.):

„Platz sieben ist natürlich kein Traumergebnis. Aber wenn man um die Meisterschaft in der DTM fahren will, ist es an solchen Tagen wie heute wichtig, dass man trotzdem Punkte sammelt. Im Qualifying habe ich keine wirklich schnelle Runde zusammenbekommen, und beim Re-Start habe ich mich selbst ein, zwei Mal in keine gute Position manövriert. Aber das Team hat mich mit Hilfe einer guten Strategie wieder nach vorne gebracht. Insgesamt bin ich mit dem Punkterfolg zufrieden. Glückwunsch an Marco Wittman zu einer fantastischen Aufholjagd und dem Sieg.“

Joel Eriksson (#47 CATL BMW M4 DTM, BMW Team RBM, Startplatz: 12., Rennergebnis: DNF, Fahrerwertung: 12., 20 Pkt.):

„Wir hatten einen guten Start, und auch die ersten beiden Runden liefen ziemlich gut. Allerdings hatten wir dann ziemlich schnell technische Probleme, die uns zur Rennaufgabe gezwungen haben. Nichtsdestotrotz werden wir uns nun direkt wieder auf morgen konzentrieren und alles geben. Den Speed haben wir definitiv.“

Sheldon van der Linde (#31 Shell BMW M4 DTM, BMW Team RBM, Startplatz: 5., Rennergebnis: 9., Fahrerwertung: 10., 23 Pkt.):

„Es hat alles ganz gut angefangen, schon im Qualifying als bester BMW Fahrer. Zu Beginn des Rennens habe ich versucht, um die Führung mitzukämpfen. Vielleicht habe ich mir hier die Reifen kaputtgemacht. Das Ergebnis ist für mich enttäuschend, da sicher mehr drin gewesen wäre. Aber ich lerne immer wieder dazu. Jetzt konzentriere ich mich voll auf morgen.“

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