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BMW Motorrad WorldSBK Team holt mit der neuen BMW M 1000 RR sein bisher bestes Teamergebnis in der WorldSBK.

Die neue BMW M 1000 RR hat in der FIM Superbike World Championship ihr Potenzial gezeigt: Beim Saisonauftakt 2021 im MotorLand Aragón (ESP) hat das BMW Motorrad WorldSBK Team sein bisher bestes Teamergebnis eingefahren. Tom Sykes (GBR) und Michael van der Mark (NED) beendeten Rennen zwei am Sonntagnachmittag auf den Positionen vier und fünf, nur eineinhalb Sekunden hinter den Podiumsplätzen.

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Alcañiz. Die neue BMW M 1000 RR hat in der FIM Superbike World Championship ihr Potenzial gezeigt: Beim Saisonauftakt 2021 im MotorLand Aragón (ESP) hat das BMW Motorrad WorldSBK Team sein bisher bestes Teamergebnis eingefahren. Tom Sykes (GBR) und Michael van der Mark (NED) beendeten Rennen zwei am Sonntagnachmittag auf den Positionen vier und fünf, nur eineinhalb Sekunden hinter den Podiumsplätzen. Van der Mark hatte bereits im Superpole Race am Vormittag mit einer starken Aufholjagd überzeugt. Jonas Folger (GER) aus dem BMW Satellitenteam Bonovo MGM Racing komplettierte den erfolgreichen Sonntag mit Rang acht.

 

Nachdem es am Freitag und Samstag sonnig und warm war, startete der Sonntag mit Regen. Zum Superpole Race am Vormittag war die Strecke teils feucht, stellenweise trocknete sie jedoch ab. Das machte die Reifenwahl zu einer schwierigen Aufgabe. Van der Mark entschied sich für Slicks – und fuhr damit in dem 10-Runden-Sprintrennen von Startplatz 15 auf Rang fünf nach vorne. Zudem sorgte der Niederländer mit seiner BMW M 1000 RR für die schnellste Rennrunde. Sykes lag auf Regenreifen von Startplatz drei aus zunächst in den Top-5, fiel dann aber weit zurück und steuerte in der achten Runde die Box an, da Startplatz zehn für das zweite Rennen ohnehin gesichert war.

 

Zum Start von Rennen zwei am Nachmittag waren die Bedingungen ähnlich wechselhaft. Van der Mark (Startplatz fünf) und Sykes (Startplatz zehn) entschieden sich beide für Intermediate-Reifen. Van der Mark kämpfte vom Start weg in der Führungsgruppe und übernahm in Runde sechs sogar kurzzeitig die Führung. Danach verteidigte er rundenlang den zweiten Platz gegen Jonathan Rea (GBR / Kawasaki). Erst wenige Umläufe vor Schluss konnte Rea und später auch sein Teamkollege Alex Lowes (GBR) vorbeigehen. Unterdessen hatte sich Sykes immer weiter nach vorn gearbeitet und war schließlich hinter van der Mark. In Runde 16 von 18 wechselten die Positionen der beiden, sodass Sykes als Vierter vor seinem fünftplatzierten Teamkollegen ins Ziel kam.

 

Folger beendete das Superpole Race von Startplatz 18 aus auf Rang 13. Seine große Stunde schlug dann in Rennen zwei. Er und sein Team Bonovo MGM Racing entschieden sich für Slicks. Zunächst musste Folger sich zurückhalten und fiel sogar noch zurück, doch dann startete er seine Aufholjagd durchs Feld. In der letzten Runde hatte Folger sich bis auf den sechsten Platz hinter den beiden Fahrern aus dem BMW Werksteam nach vorn gearbeitet. Kurz vor der Zielflagge büßte er durch einen kleinen Fehler noch zwei Positionen ein und wurde Achter. Eugene Laverty, im Einsatz für das BMW Satellitenteam RC Squadra Corse, belegte im Superpole Race den 16. Platz und beendete Rennen zwei auf Position 17.

 

Stimmen nach Rennen zwei im MotorLand Aragón.

 

Marc Bongers, BMW Motorrad Motorsport Direktor: „Wir sind höchst zufrieden. Wir haben im Winter so viel Arbeit in das Projekt gesteckt, und bei den Tests war es sehr schwer zu beurteilen, wo man wirklich steht. Das Wochenende hier hat am Freitag auch schwierig für uns angefangen, und dass wir es noch so drehen konnten, ist super. Zwar waren es außergewöhnliche Bedingungen, aber es war sehr erfreulich zu sehen, dass wir das ganze Rennen über mit den Kawasakis, die der Maßstab sind, kämpfen konnten. Natürlich haben wir zwischenzeitlich auch mit dem Podium geliebäugelt, aber es ist auch so klasse, dass wir jetzt mit zwei oder sogar drei Motorrädern zeigen konnten, dass das Potenzial da ist. Es ist ein starkes Ergebnis, auf das wir aufbauen werden. Wir sind super happy, die Arbeit hat sich gelohnt, aber wir werden nicht aufhören, sondern weiterarbeiten.“

 

Shaun Muir, Teamchef BMW Motorrad WorldSBK Team: „Ein großartiger Tag. Gestern hatten wir teilweise zu kämpfen, deshalb war ich mit dem Rennausgang zufrieden. Heute konnte ich mir nicht ganz vorstellen, dass wir uns noch steigern können. Aber im verregneten Warm-up am Morgen war Michael auf Anhieb schnell, obwohl er zum ersten Mal mit der BMW M 1000 RR im Nassen gefahren ist. Im Superpole Race war Michael sehr stark unterwegs, und es war schön, ihn auf Platz fünf zu sehen. Er lernt an jedem Tag, an dem er auf das Bike steigt, dazu. Tom hatte im Superpole Race ein Problem mit dem Hinterreifen und musste aufgeben. Dennoch gingen wir von den Plätzen fünf und zehn ins zweite Rennen. Dieses Rennen war wirklich aufregend. Es war toll, um die Führung zu kämpfen und die meiste Zeit über nie außerhalb der Top-3 oder Top-4 zu sein. Beide BMW haben für Aufsehen gesorgt, und das ist eine Bestätigung für die Arbeit des gesamten BMW Motorrad WorldSBK Teams. Nun geht es nach Estoril, und wir können zuversichtlich sein, dass wir in der weiteren Saison ein Wörtchen mitreden werden.“

 

Tom Sykes, BMW Motorrad WorldSBK Team: „Es war wirklich ein bittersüßer Tag. Unser Superpole Race war definitiv ein Rennen zum Vergessen, und ich will hier gar nicht näher ins Detail gehen. Das hat sich leider auf unsere Startposition für Rennen zwei ausgewirkt. Ich wollte das zweite Rennen eigentlich mit Slicks fahren, aber nach heute Vormittag haben wir uns entschieden, mit den Intermediates auf Nummer sicher zu gehen. Insgesamt hieß es nach einem guten Start erst einmal etwas abwarten. Ich konnte sehen, was die Jungs vor mir gemacht haben, aber angesichts der Reifen, die wir aufgezogen hatten, habe ich eine andere Strategie versucht. Ich wollte ein Gefühl dafür bekommen, wo die BMW M 1000 RR funktioniert und wo wir uns verbessern mussten. Leider haben wir das Podium heute knapp verpasst, aber wenn man sich die Ergebnisse anschaut, die wir hier im vergangenen Jahr geholt haben, war das eine riesige Verbesserung.“

 

Michael van der Mark, BMW Motorrad WorldSBK Team: „Heute Morgen hatten wir ein nasses Warm-up, und es war das erste Mal, dass ich mit der BMW M 1000 RR im Regen gefahren bin. Und um ehrlich zu sein: Ich habe mich von der ersten Runde an sehr gut gefühlt. Im Superpole Race herrschten dann wechselhafte Bedingungen, aber ich habe mich für den Slick entschieden, und am Ende war das die richtige Wahl. Allerdings hat es weiterhin immer mal wieder geregnet, weshalb ich stellenweise langsamer machen musste. Doch es war dennoch ein gutes Ergebnis für uns. Die Reifenwahl für Rennen zwei am Nachmittag war wieder eine Lotterie, und ich wusste schon auf dem Weg zum Start, dass ich die falsche Wahl getroffen habe, da die Strecke so schnell trocknete. Trotzdem haben wir einen guten Start hingelegt, hatten unglaubliche Duelle und haben die Führung übernommen. Doch ich wusste, dass ich den Reifen zu viel abverlange, und am Ende sind ein paar Jungs an mir vorbeigekommen. Doch wir können mit den beiden fünften Plätzen zufrieden sein, und am wichtigsten ist die Erfahrung, die ich mit der BMW M 1000 RR gesammelt habe.“

 

Jonas Folger, Bonovo MGM Racing: „Mit dem achten Platz im zweiten Rennen sind wir absolut happy. Es ist klasse, dass wir das nach dem schwierigen Wochenende noch geschafft haben. Es waren sehr schwierige Bedingungen, und wir haben lange nicht gewusst, ob Regenreifen oder Slicks die bessere Wahl sind. Wir haben uns dann für den Slick entschieden. Diese Wahl haben nur sehr wenige getroffen, Sieger Scott Redding war darunter, und wir sind die gleiche Rundenzeit gefahren wie Scott. Das Wetter ist uns natürlich entgegengekommen, aber wir sind absolut zufrieden. Am Schluss bin ich im Duell gegen Toprak Razgatlioglu leider weit gegangen, sonst hätten wir vielleicht noch den sechsten Platz einfahren können. Aber auch der achte Platz war das absolute Highlight gegenüber dem Rest des Wochenendes, von daher sind wir sehr happy.“

 

Eugene Laverty, RC Squadra Corse: „Es war leider kein guter Tag. Wir hatten in allen Sessions Probleme. Im langen Rennen hatte ich vorne einen Regenreifen drauf, aber die anderen Fahrer Intermediates oder Slicks. Deshalb hatte ich keine Chance, weiter vorn anzukommen. Es war sehr enttäuschend, aber jetzt konzentriere ich mich schon auf Estoril. Ich sagte, dass Aragón und Estoril im vergangenen Jahr die schwierigsten Strecken für unser Bike waren. Es wird also eine Herausforderung, aber wir haben hier gestern im Qualifying einen guten Job gemacht. Das gibt uns Grund für Optimismus. In Estoril müssen wir unseren Fortschritt aufs Papier bringen, denn hier konnten wir nicht die Ergebnisse holen, die wir uns erwartet hatten.“

 

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