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Team Principal Shaun Muir im Portrait: Perfektionist, Manager, Macher – Zu Besuch beim ROKiT BMW Motorrad WorldSBK Team in Guisborough.

Die Kleinstadt Guisborough liegt im Nordosten Englands. Mitten in diesem Ort schlägt das Herz für den Rennsport, denn hier ist der Sitz des ROKiT BMW Motorrad WorldSBK Teams. Teamchef Shaun Muir, der aus Guisborough stammt, hat hier vor über 20 Jahren sein Unternehmen Shaun Muir Racing gegründet.

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Guisborough. Die Kleinstadt Guisborough liegt im Nordosten Englands. Mitten in diesem Ort schlägt das Herz für den Rennsport, denn hier ist der Sitz des ROKiT BMW Motorrad WorldSBK Teams. Teamchef Shaun Muir, der aus Guisborough stammt, hat hier vor über 20 Jahren sein Unternehmen Shaun Muir Racing gegründet. Bei einem Besuch am Stammsitz werfen wir einen Blick hinter die Kulissen des Teams, das seit 2019 als Werksteam gemeinsam mit BMW Motorrad Motorsport in der FIM Superbike World Championship (WorldSBK) antritt. Wir erfahren, wie das Team über die Jahre immer weiter gewachsen ist, wie viele Bereiche die tägliche Arbeit außerhalb der Rennwochenenden umfasst und was Teamchef Muir unermüdlich antreibt.

 

„Ja, ich bin Perfektionist. Ich versuche bei allem, was ich mache, stets mein Bestes zu geben“, so beschreibt sich Muir selbst. Diese Lebenseinstellung spielt in allen Bereichen seiner Arbeit eine wesentliche Rolle. Aus einer motorsportverrückten Familie stammend, fing Muir selbst mit zehn oder elf Jahren mit dem Motocross-Fahren an. Dort fuhr er in der nationalen Meisterschaft, ehe er auf die Rundstrecke wechselte und dort in der British Superbike Championship fuhr. Ein Verletzung bedeutete ein jähes Ende seiner Karriere als aktiver Rennfahrer, doch es war der Beginn von Shaun Muir Racing. „Nachdem ich wegen der Verletzung ein Jahr lang pausieren musste, stellte sich die Frage, wie ich zurückkommen kann“, erinnert sich Muir. „Und zu diesem Zeitpunkt entschied ich mich für das Teammanagement und dafür, zu versuchen, mein eigenes Team aufzubauen.“

 

Aus der BSB in die WorldSBK.

Ab 2002 trat Shaun Muir Racing in der British Superbike, Supersport und Superstock Championship an und war auch bei großen Road Racing Events wie der Isle of Man TT, dem Ulster Grand Prix, dem North West 200 und dem Macau Grand Prix erfolgreich. Nach dem zweiten Titelgewinn in der British Superbike Championship 2015 erfolgte 2016 der Aufstieg in die WorldSBK. „Das war für uns ein natürlicher Schritt“, so Muir. „Aber wir wussten, dass wir einen gewissen Weg vor uns hatten. Wir mussten das WorldSBK Racing verstehen, das Reisen, die Strecken kennenlernen, und auch die organisatorische Seite, wie man ein WM-Team führt.“ Hier begann auch die Zusammenarbeit mit BMW Motorrad Motorsport, denn seine WorldSBK-Debütsaison 2016 absolvierte Shaun Muir Racing als Kundenteam. Trotz des Wechsels zu einem anderen Hersteller zur Saison 2017 brach der Kontakt zwischen Guisborough und München nie ganz ab, unter anderem auch aufgrund von Kooperationen im Road Racing. Und so wurde Shaun Muir Racing beim werksseitigen Wiedereinstieg 2019 das BMW Motorrad WorldSBK Team.

 

Seither ist das Team enorm gewachsen. „Am Anfang war es ein Team von etwa 20 Leuten, bestehend aus Mitarbeitern von SMR und BMW Motorrad Motorsport. Und nun sind es über 30“, berichtet Muir. „Ursprünglich hatten wir pro Bike zwei Mechaniker, einen Reifenmann und einen Crewchief. Nun sind es drei Mechaniker, der Reifenmann und der Crewchief sowie zwei Daten-Ingenieure. Dazu kommen weitere Ingenieure, ein Koordinator für die Ersatzteile und zusätzliche Mechaniker bei uns in Guisborough. Und gleichzeitig ist das Team auch in den nicht-technischen Bereichen gewachsen, die PR- und Marketingabteilungen ebenso wie das VIP-Catering. 2019 hatten wir vielleicht 50 oder 60 VIP-Gäste, heute sind es 120. Alles wird größer und entsprechend sind wir auch gewachsen.“

 

Ein großes Projekt mit zwei starken Partnern. Anders als in einigen anderen Teams haben die Fahrer bei BMW Motorrad Motorsport heute alle direkte Werksverträge. Auch das weitere Schlüsselpersonal in der Box steht bei BMW Motorrad Motorsport unter Vertrag, zum Beispiel die Crewchiefs und die Dateningenieure. SMR steuert die weiteren Mitarbeiter für die operative Arbeit bei, von den Truckies über die Mechaniker bis hin zum Cateringpersonal. „Diese über die Jahre entwickelte Struktur ist ein großer Schritt“, so Muir. „Sie ermöglicht uns bei SMR, uns um das Operative zu kümmern, und BMW hat die starke Führungsrolle im technischen Entwicklungsprogramm inne.“

 

Perfektionismus an der Rennstrecke und im Alltag.

Während der Europasaison reisen die Rennbikes und die Trucks meistens von einer Rennstrecke direkt weiter zur nächsten und kehren nur hin und wieder nach Guisborough zurück. Dort steht die Arbeit bei SMR jedoch auch im Alltag nicht still. „Die Organisationsarbeit geht hier bei uns im Workshop in Großbritannien weiter, mit dem Teammanagement und Koordinationsteam, bestehend aus drei, vier Leuten“, so Muir. „Und dazu kommt natürlich die Vorbereitung auf das nächste Rennen. Unsere Mechaniker bereiten eine Menge an Teilen vor, die wir dann mit an die Strecke nehmen, nicht nur für uns, sondern auch für das Bonovo action BMW Racing Team. Die Jungs bereiten hier das Material, das wir bekommen vor. Wir haben eine Art Dummy-Bike, an dem wir das Material verbauen und schauen, ob alles passt, und gegebenenfalls wird es umgeformt, neu bearbeitet und neu angepasst. So stellen wir sicher, dass alles zu 100 Prozent passt, bevor alles verpackt und zum nächsten Rennen gebracht wird. Hier wird also einiges an Arbeit geleistet, auch wenn die Bikes gar nicht hier sind.“

 

Was im Workshop und auch an der Rennstrecke auffällt, ist das Thema Perfektionismus, das Muir eingangs bereits angesprochen hat. Alles ist hochprofessionell, sei es die Werkstatt in Guisborough, die Trucks, die Garage an der Rennstrecke oder auch die Hospitality. „Schon als wir als Privatteam in die WorldBSK eingestiegen sind, war es mir immer wichtig, den Hersteller zu repräsentieren“, erklärt Muir. „Wir sind stolz auf die Verantwortung, die Marke BMW Motorrad zu repräsentieren. Deshalb möchten wir die Dinge immer zum besten und höchstmöglichen Level verbessern. Mit jedem neuen Sponsor, den wir an Bord haben, ist mein Ziel, das zu reinvestieren, in noch bessere Ausrüstung und noch besseres Material. Unser Workshop hier ist mein ganzer Stolz und meine Freude. Und was wir hier machen, möchte ich auch an der Rennstrecke umsetzen. Nicht nur in Bezug auf das Aussehen der Box, sondern auch in Bezug auf die Qualität der Mechaniker, den Auftritt des Teams, die Werkzeuge, die Motorhomes und die Hospitality. Als Werksteam muss alles auf höchstem Niveau sein, und so schaue ich jedes Jahr aufs Neue, was noch verbessert werden kann. Das ist mir wirklich sehr wichtig.“

 

Das Know-how des Unternehmers.

Ein großer Vorteil für Muir ist seine langjährige Erfahrung als Geschäftsmann mit einem eigenen Bauunternehmen. „Ich habe in den vergangenen Jahren sowohl ein erfolgreiches Bauunternehmen als auch ein WorldSBK-Team geführt“, berichtet er. „Und ich habe die ganze Zeit gemerkt, dass meine Leidenschaft, meine Energie und meine Bemühungen ganz in das Rennteam geflossen sind. Also habe ich mich über die vergangenen drei Jahre aus dem Bauunternehmen zurückgezogen und bin dort nur noch als Berater tätig. Meine ganze Konzentration liegt nun auf dem Rennteam. Doch es ist sehr viel Geschäftssinn nötig, um ein Rennteam zu führen. Und der muss daher kommen, dass man auch ein Unternehmen besitzt und führt. Ich denke, dass die meisten Teambesitzer oder Teammanager auch grundsätzlich erfolgreiche Unternehmer sind. Das ist sehr wichtig. Da geht es nicht nur darum, ein Unternehmen zu führen. Es geht auch um das Managen von Dingen, das Koordinieren von Personal, die Fähigkeit, mit Sponsoren zu verhandeln, Budgets zu verwalten, Konten zu koordinieren und so weiter. Du verantwortest sehr viele Aspekte. Und ich denke, dass die Erfahrung hier enorm wichtig ist.“

 

Als Unternehmer hat Muir auch gelernt, sich Herausforderungen zu stellen. Eine der größten Herausforderungen im Rennsport sei, das Team auch in schwierigen Zeiten neu zu motivieren und den Fokus des Teams neu auf den Erfolg auszurichten. „Da kann man leicht den Kopf hängen lassen und aufgeben“, weiß er. „Doch man muss auch wissen, wie man mit schwierigen Zeiten umgeht. Man braucht nur einen Funken Hoffnung, einen kleinen Erfolg und einen Schritt in die richtige Richtung, um wieder neuen Schwung zu bekommen und diese Stärke mit allen zu teilen. Und wir wissen, dass wir es schaffen können, wenn wir alle zusammenarbeiten und gemeinsam stark sind.“ Wie eingeschworen das Team ist, zeigt sich auch in der Tatsache, dass es Crewmitglieder gibt, die schon seit 18 oder 20 Jahren bei SMR arbeiten.

 

Das Ziel, das alle anstreben, ist in der WorldSBK auf die Siegerstraße einzubiegen. „Dies ist auch eine Sache, mit der wir uns meiner Meinung nach von manchen anderen Team abheben. Wir alle bei SMR und BMW Motorrad Motorsport haben ein gemeinsames Ziel, das wir noch nicht erreicht haben, aber haben alle Weichen gestellt, um dieses Ziel zu erreichen. Ich denke, dass wir eines der am besten koordinierten Teams und das richtige Paket haben, um es zu schaffen.“

 

 

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