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PressClub Belux · Artikel.

Produktion der BMW Group erreicht 2015 neue Bestwerte.

Weltweit mehr als zwei Millionen Fahrzeuge produziert, davon erneut über eine Million in Deutschland. BMW Group Werk Spartanburg wird größtes Werk nach Volumen. Umfangreiche Investitionen innerhalb des Produktionsnetzwerks.

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Christophe Weerts
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München. Bereits kurz vor Jahresende zeichnet sich ab, dass das Produktionsnetzwerk der BMW Group im Jahr 2015 neue Bestwerte erzielen wird. Die hohe Kundennachfrage und der Anlauf zahlreicher neuer Modelle, wie beispielsweise des neuen BMW 7er, hat zu einer sehr guten Auslastung des internationalen Werkeverbunds geführt. Oliver Zipse, Vorstand der BMW AG für Produktion, zeigt sich zufrieden: „Bereits im November ist das zweimillionste Fahrzeug der BMW Group vom Band gelaufen. Wir werden auch dieses Jahr wieder deutlich über eine Million Fahrzeuge in unseren deutschen Werken produzieren - schon zum fünften Mal in Folge.“

Kern des Produktionssystems der BMW Group sind robuste und zugleich hochflexible Fertigungsprozesse. Um dieses Ziel weiter zu unterstützen, ist in einem nächsten Schritt geplant, die Werke an der Frontantriebs- beziehungsweise Heckantriebsarchitektur der Fahrzeuge auszurichten. Oliver Zipse: „Dies wird die Produktivität unseres Produktionsnetzwerkes deutlich steigern. Die Werke sind aufgrund ihrer Ausrichtung auf eine Architektur effizienter und weniger komplex. Unser Ziel ist es, diesen Prozess im Rahmen neuer Modelleinführungen innerhalb der nächsten drei Jahre umzusetzen.“

 

Digitalisierung stärkt Innovationsfähigkeit

Die BMW Group Werke in Deutschland übernehmen mit ihrer Innovationskraft eine führende Rolle innerhalb des Netzwerkes und setzen Impulse für den weltweiten Verbund. Elemente des innovativen Produktionssystems finden sich bei der BMW Group in einer Vielzahl von Beispielen, wie der Digitalisierung, den Prozessbaukästen oder der intelligenten Mischbauweise. Sie sind ein wesentliches Merkmal für die Zukunftsfähigkeit des Produktionsnetzwerkes. Insbesondere die Digitalisierung, die in der Öffentlichkeit unter dem Schlagwort „Industrie 4.0“ diskutiert wird, leistet einen wichtigen Beitrag dazu, die Produktion wandlungsfähiger zu machen und wesentliche Effizienz- und Qualitätshübe zu ermöglichen. Komplexe Abläufe können durch den Einsatz IT-gestützter Technologien in der Produktion noch effektiver gestaltet werden: durch flexible Robotersysteme, intelligente Hilfsmittel für die Mitarbeiter, Simulation, automatisierte Datenerfassung und -analyse und vieles mehr.

Um die Zukunftsfähigkeit der deutschen Werke kontinuierlich auszubauen, investiert die BMW Group in den nächsten Jahren über eine Milliarde Euro in die bestehenden Standorte:

Im Stammwerk in München entsteht bis Mitte 2017 eine innovative Lackierstraße, die höchste Ansprüche sowohl hinsichtlich Wirtschaftlichkeit als auch effizienter Ressourcennutzung erfüllt. Der Neubau ist Bestandteil eines umfangreichen Investitionsprogramms, im Rahmen dessen die BMW Group bis 2018 über eine halbe Milliarde Euro in die Zukunftsfähigkeit des Werkes München investieren wird. Dieses Investitionspaket umfasst zudem die Erweiterungen des Karosseriebaus, der Fahrzeugmontage und der Logistik.

Am größten deutschen Produktionsstandort in Dingolfing investierte die BMW Group in den letzten drei Jahren alleine für den neuen BMW 7er mehr als eine halbe Milliarde Euro in neue, effiziente Produktionstechnologien. Der Standort hat sich unter anderem mit neuen Technologien wie CFK (Kohlenstofffaserverstärkter Kunststoff) und Elektrifizierung fit für die Zukunft gemacht. Auch dieses und nächstes Jahr fließen Investitionen im dreistelligen Millionen-Euro Bereich in den Standort, um ihn auf künftige Fahrzeugmodelle und Zukunftstechnologien vorzubereiten.

In Landshut tätigte die BMW Group im Jahr 2015 Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe, um die Komponentenfertigung für neue BMW Modelle zu ertüchtigen und den Standort strukturell weiterzuentwickeln. So entsteht dort bis zum Jahresende 2016 das neue Leichtbauzentrum des Unternehmens, für das die BMW Group rund 20 Millionen Euro investiert.

Im Motorradwerk in Berlin investiert das Unternehmen 100 Mio. Euro in den Werksausbau und in zukunftsfähige Strukturen. Alleine 50 Mio. Euro fließen in ein neues Logistikzentrum, das Ende 2017 in Betrieb genommen wird.

 

Internationalisierung des Produktionsnetzwerks schreitet voran

Weiterhin investiert die BMW Group in den Aus- und Aufbau von weltweiten Produktionskapazitäten, um den Erfolgskurs zukünftig fortsetzen zu können. Der Ausbau eines global vernetzten und flexiblen Produktionsnetzwerkes ist Voraussetzung für weiteres Wachstum und sorgt für eine ausbalancierte Wertschöpfungsverteilung.

Bis 2019 wird die BMW Group insgesamt 2,2 Mrd. US-Dollar in die NAFTA- Region investieren. Im BMW Group Werk Spartanburg, USA, entsteht derzeit ein neuer, hochmoderner Karosseriebau, der Teil des im Jahr 2014 angekündigten Investitionsprogramms in Höhe von einer Milliarde US-Dollar ist. 2015 wird die Jahresproduktion einen neuen Rekordwert von über 400.000 Einheiten erreichen. Gemessen am Produktionsvolumen ist damit das Werk Spartanburg das größte Werk im Produktionsnetzwerk der BMW Group. Ungefähr ein Fünftel aller BMW Automobile wird dort produziert.

Eine weitere Milliarde US-Dollar fließt in den Aufbau des neuen Werkes in Mexiko. Der Spatenstich ist für Sommer 2016 geplant, ab 2019 wird die Serienproduktion starten.

200 Millionen US-Dollar erhält das Joint Venture SGL Automotive Carbon Fibers, das in Moses Lake, USA, ein Carbonfaserwerk betreibt.

Mit den Werken in den USA, Mexiko und Brasilien verfügt die BMW Group künftig an wichtigen Standorten in Nord- und Südamerika über umfassende Produktionskapazitäten.

In China wird das Joint Venture BMW Brilliance Automotive Ltd. (BBA) bereits im Januar 2016 ein neues Motorenwerk mit eigener Gießerei eröffnen. Der neue Motorenstandort beliefert die in unmittelbarer Nachbarschaft liegenden BBA-Fahrzeugwerke Dadong und Tiexi mit Antriebseinheiten für die dort hergestellten BMW Automobile. Die Kapazität orientiert sich am Produktionsvolumen der beiden Automobilwerke.

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