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BMW Kompositionspreise der musica viva vergeben
Thu Nov 24 08:30:00 CET 2005 Pressemeldung
Zum vierten Mal wurden die BMW Kompositionspreise der musica viva vergeben. Die hochkarätig besetzte Jury international renommierter Komponisten entschied aus über einhundert Bewerbungen, die aus der ganzen Welt eingegangen waren. Ein 1. Preis wurde diesmal nicht vergeben.
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München. Zum vierten Mal wurden die BMW Kompositionspreise der musica viva
vergeben. Die hochkarätig besetzte Jury international renommierter Komponisten
entschied aus über einhundert Bewerbungen, die aus der ganzen Welt eingegangen
waren. Ein 1. Preis wurde diesmal nicht vergeben.
Ein 2. Preis, dotiert mit 7.500 Euro wird vergeben an die 1969 geborene und in
Berlin lebende Koreanerin Jin-Ah Ahn für ihr Stück "Yodong" für großes
Orchester. Der 3. Preis, dotiert mit je 5.000 Euro, wird zweimal vergeben:
Einmal an den Dresdner Carsten Hennig (Jahrgang 1967) für das Stück "Massen"
für großes Orchester sowie an den Schweizer Michael Pelzel (Jahrgang 1978) für
sein Stück "...meandre inonde..." für Solo-Klarinette und Orchester.
Ein Förderpreis mit 2.500 Euro geht an den 1978 in Zypern geborenen und in
Salzburg lebenden Marios Joannou Elia für sein Stück "Strophes" für elf Stimmen
und sechs Spieler.
Die prämierten Werke sind eigens für die musica viva komponiert und werden in
den bevorstehenden Spielzeiten in einem der musica viva-Konzerte des
Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks uraufgeführt.
Neben dem britischen Dirigenten Stefan Asbury gehörten dieses Jahr die
deutschen Komponisten Josef Anton Riedl, Enno Poppe und Jörg Widmann, die
Niederländerin Iris ter Schiphorst, der Österreicher Georg Friedrich Haas und
der Brite James Dillon der Jury an.
Die Preisträger:
Jin-Ah Ahn, 1969 in Chinju (Südkorea) geboren, besuchte zunächst die Seoul
Highschool of Art and Music mit Schwerpunkt Komposition. Es folgte ein
Kompositionsstudium an der Chung-Ang Universität bei In-Sun Cho, das sie an der
Hochschule für Künste Bremen bei Younghi Pagh-Paan weiterführte. Daneben
besuchte Sie Meisterkurse bei Klaus Huber.
Seit 1994 lebt und arbeitet die Komponistin Jin-Ah Ahn in Deutschland. In ihren
Werken setzt sie sich oft mit dem aktuellen Zeitgeschehen auseinander. Es
gelingt ihr auch, den Kontakt zur koreanischen Kultur lebendig zu halten. Ihre
Werke werden bei Konzerten sowie auf nationalen und internationalen Festivals
Neuer Musik in Europa und Asien gespielt. 2000 war sie Preisträgerin des DAAD
und 2004 Stipendiatin des Komponistenforums beim 54. Festival junger Künstler
Bayreuth. Seit 2005 ist sie Stipendiatin in der Musikakademie Rheinsberg.
Carsten Henning wurde 1967 in Dresden geboren. Er studierte von 1992 bis 1995
Filmmusik an der Filmakademie Baden/Württemberg und von 1997 bis 2002
Komposition bei Adriana Hölszky in Rostock und Salzburg.
Der Komponist war 2001 Stipendiat des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst
Mecklenburg / Vorpommern und 2004 Stipendiat der Villa Massimo in Rom. Seine
Werke kamen bei Festivals in ganz Europa zur Aufführung, darunter bei Gaudeamus
(Amsterdam), Manca (Nizza), ArtGenda (Stockholm), bei der Münchner Biennale,
bei Hören Sagen (Münster) und bei den Dresdner Tagen für zeitgenössische Musik.
2002 wurde Carsten Henning beim Internationalen Kompositionswettbewerb
Luxembourg für "Ausflug nach Sing-Sing" mit dem 2. Preis ausgezeichnet.
Der Schweizer Michael Pelzel, 1978 in Rapperswil geboren, studierte
Klavier/Orgel, Kirchenmusik und Komposition an der Musikhochschule Luzern. Seit
2003 studiert er Theorie und Komposition bei Prof. Detlev Müller-Siemens, Prof.
Georg Friedrich Haas und Prof. Guy Bovet. Er absolvierte Kompositionskurse bei
Hanspeter Kyburz (Berlin) und Klaus Huber (Bremen) und besuchte 2004 die
"Ferienkurse für Neue Musik" in Darmstadt. Schon 1999 gewann er den
"Anerkennungspreis" der helsana Versicherungen St. Gallen. Diverse Preise
folgten: 2003 Preisträger des "Kompositionswettbewerbs Neue Musik mit
historischen Instrumenten" im Rahmen der Ensemblia Mönchengladbach, 2003
Preisträger des Kompositionswettbewerbs "Wiener Sommer-Seminar" für neue Musik,
2004 Förderpreis der "Odd Fellows"-Stiftung Luzern, ebenfalls 2004 1. Preis
beim Kompositionswettbewerb um den Kurhessischen Medienpreis - um nur einige zu
nennen.
Marios Joannou Elia, 1978 auf Zypern geboren, studierte Komposition an der
Universität Mozarteum in Salzburg bei Boguslaw Schaeffer und bei Adriana
Hölszky und schloss mit Auszeichnung ab. Überdies studiert er Gitarre bei
Matthias Seidel und Marco Diaz Tamayo sowie Musikpädagogik bei Wolfgang Roscher
und studierte bei Karlheinz Stockhausen und Beat Furrer. In den Jahren
2001/2002 erhielt er als bester Student der Universität Mozarteum ein
Stipendium des Unterrichtsministeriums. Für 2006 hat der junge Komponist
bereits zwei große Aufträge: Für eine Produktion des Markgräflichen Opernhauses
Bayreuth anlässlich des Mozart-Jahres sowie zur Eröffnung der neuen Universität
Mozarteum in Salzburg. Marios Joannou Elia erhielt etliche Preise, darunter den
1. Preis beim Lutoslawski Award in Warschau, den 1. Preis beim österreichischen
Raiffeisen Klassik Preis sowie 2003 den Best National Entry Award beim EXPO
Kaatsheuvel.