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Erweiterte Einsetzbarkeit biogener Kraftstoffe in BMW Group Automobilen.
Thu Feb 07 14:15:00 CET 2008 Pressemeldung
E10 Kraftstoff auch in älteren BMW einsetzbar, sowie bei MINI und Rolls-Royce.
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Michael Ebner
BMW Group
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Autor.
Michael Ebner
BMW Group
E10 Kraftstoff auch in älteren BMW einsetzbar, sowie bei MINI und Rolls-Royce.
Salzburg. Alle BMW Automobile ab Zulassungsdatum Januar 1998 können mit den
neuen Ottokraftstoffen betankt werden. Ein unbedenklichen Einsatz von E10
Kraftstoffen in BMW Fahrzeugen sämtlicher früherer Baujahre, sofern deren
Betriebsanleitung nicht ausdrücklich die Verwendung von Super Plus Kraftstoff
vorschreibt, ist ebenfalls möglich. Unbedenklich ist der Einsatz von E10 auch
in allen MINI Modellen nach dem Relaunch der Marke im Jahr 2000. Außerdem
können alle Rolls-Royce Automobile ab 2003, dem Launch des aktuellen Phantom
Modells, mit E10 betankt werden.
Als E10 werden neue Ottokraftstoffe mit 10% Ethanolanteil klassifiziert, deren
Einführung die österreichischen Raffinerien noch 2008 für Normal- und
Superbenzin planen.
Auch der neue Dieselkraftstoff B7 mit 7% Rapsmethylesteranteil kann in allen
jemals gebauten BMW Diesel-Modellen mit und ohne serienmäßigen oder
nachgerüsteten BMW Partikelfiltern eingesetzt werden. Das gleiche gilt für alle
MINI Diesel seit dem Relaunch der Marke im Jahr 2000.
Somit ergeben sich für die weit überwiegende Mehrheit der BMW Group Kunden
keine Veränderungen, wenn die neuen Kraftstoffe eingeführt werden. Sie führen
vielmehr und ohne dass Nachrüstungen nötig wären in allen E10 und B7 tauglichen
BMW Group Fahrzeugen zu einer weiteren willkommenen Reduzierung der CO2
Emissionen. Denn der biogene Anteil im Kraftstoff hatte einst beim Heranwachsen
als Pflanze CO2 gebunden.
"Die Einsetzbarkeit von Kraftstoffen mit einem sinnvoll limitierten Bio-Anteil
in unseren Fahrzeugen ist uns sehr wichtig. Sie ist ein substanzieller Baustein
unserer globalen Entwicklungsstrategie BMW EfficientDynamics für weniger CO2
Emissionen, ohne dabei BMW typische Dynamik aufzugeben. Wir können eben beides
gleichzeitig." sagt Dr.-Ing. Klaus Draeger, im BMW Vorstand verantwortlich für
Entwicklung.
Kraftstoffe mit einem noch höheren Bio-Anteil, wie zum Beispiel E85 oder reines
Bio-Diesel würden die Anwendbarkeit in der Praxis auf wenige Fahrzeuge
beschränken. Auch würden höhere Bio-Anteile in diesen Alternativkraftstoffen
der ersten Generation die heutige globale Konkurrenzsituation zwischen
Nahrungs- und Kraftstoffproduktion weiter anspannen, was unverantwortlich wäre.
Erst Biokraftstoffe der zweiten Generation bieten hier weitere Chancen, sind
aber heute noch nicht hinreichend verfügbar. Eine Verwendung von E85 oder
reinem Bio-Diesel in BMW Triebwerken ist deshalb nicht vorgehalten und auch
nicht verträglich.
Generell befürwortet BMW den Einsatz von alternativen Kraftstoffen, weil sie
helfen, die Abhängigkeit von kohlenstoffbasierten Energieträgern wie Öl und
Erdgas zu mindern und damit die Zeit bis zur Verfügbarkeit einer CO2-freien
Mobilität, wie sie BMW Wasserstofffahrzeuge schon heute demonstrieren, zu
strecken.