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Rekordjahr 2000 im BMW Werk Berlin: So viele Motorräder und Automobilkomponenten produziert wie nie zuvor
Tue Feb 06 12:00:00 CET 2001 Pressemeldung
320 neue Arbeitsplätze - Internationale Spitzenposition im Arbeits- und Umweltschutz - Das einmillionste BMW Motorrad aus Berlin
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Verena Koessner
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Verena Koessner
BMW Group
München. Aufgrund der hohen Nachfrage nach BMW Motorrädern und Automobilen hat
das BMW Werk Berlin im vergangenen Jahr neue Rekordwerte in der Produktion von
Motorrädern und Automobilkomponenten erreicht sowie 320 neue Arbeitsplätze
geschaffen. Dazu der Leiter von BMW Motorrad und des Werkes Berlin, Marco v.
Maltzan, am Dienstag, 6. Februar 2001, auf der Pressekonferenz anlässlich der
Fertigung des einmillionsten BMW Motorrades aus Berlin: "In den letzten fünf
Jahren haben wir im Werk Berlin kontinuierlich unsere Produktion erhöht und so
insgesamt 600 neue Arbeitsplätze geschaffen - damit hat der Standort Berlin in
einzigartiger Weise von der großen Begeisterung unserer Kunden für die BMW
Motorräder und Automobile profitiert".
Bei BMW Motorrad sind in 2000 mit insgesamt 74 397 Einheiten so viele
Motorräder von den Montagebändern gerollt wie nie zuvor. Der neue Bestwert
entspricht einer Steigerung von 7,6 Prozent gegenüber der Gesamtproduktion von
69 157 Einheiten in 1999, einschließlich der bis Ende des Jahres im
italienischen Noale gefertigten F 650 und F 650 ST. Für die Motorradfertigung
im Werk Berlin bedeutet der neue Bestwert sogar eine Steigerung von 26,2
Prozent gegenüber der Vorjahresproduktion von 58 946 Motorrädern.
Besonders erfreulich ist der Erfolg des neuen Einzylindermodells F 650 GS: Bis
zum Jahresende haben die 85 Mitarbeiter an dem neu errichteten Montageband 17
343 Einheiten der F 650 GS montiert; bereits im Mai wurde dabei wegen der hohen
Nachfrage die Fertigung von täglich ein auf zwei Schichten ausgedehnt. Das
Vorgängermodell F 650 und die F 650 ST wurden bis zum planmäßigen Auslauf des
Vertrages Ende 1999 in einer Kooperation bei dem italienischen
Motorradhersteller Aprilia in Noale montiert.
Von der R-Baureihe mit Zweizylinder-Boxermotor haben die Berliner Mitarbeiter
im vergangenen Jahr 47 680 Motorräder gefertigt, von der K-Baureihe mit
Vierzylinder-Reihenmotor 9 374 Einheiten. Wegen der hohen Nachfrage wurde in
diesen Fertigungsbereichen an insgesamt acht Zusatzschichten gearbeitet.
Rekordwerte in der Automobil-Komponentenfertigung
Als Zulieferer von Komponenten für die weltweite BMW Automobil- und
Motorenfertigung hat das Werk Berlin im Jahr 2000 von dem Absatzrekord von 822
000 ausgelieferten BMW Automobilen profitiert und bei allen Komponenten neue
Bestwerte erreicht: So haben im vergangenen Jahr 1,8 Mio. Nockenwellen (1999:
1,5 Mio.), 4,7 Mio. Bremsscheiben (4,3 Mio.) und 1 Mio. Längslenker (840 000)
das Werk
Berlin in Richtung der Montagewerke im BMW Produktionsverbund verlassen.
320 neue Arbeitsplätze in 2000
Aufgrund der Rekordwerte in der Produktion ist die Zahl der Mitarbeiter im BMW
Werk Berlin im vergangenen Jahr insgesamt um 320 von 2 080 auf 2 400 gestiegen.
Seit 1995 hat sich damit die Zahl der Mitarbeiter von damals rund 1 800 um 600
erhöht.
In der Motorradfertigung arbeiten jetzt 1 690 Mitarbeiter, das sind 160 mehr
als im Vorjahr. Besonders gefragt waren dabei Fachkräfte für die Fertigungs-
und Logistikbereiche. In der Automobil-Komponentenfertigung ist die Zahl der
Mitarbeiter in 2000 von 550 auf 710 gestiegen, ebenfalls 160 mehr als im
Vorjahr.
Der größere Bedarf an Mitarbeitern beruht hier zum einen auf der gestiegenen
Produktion und zum anderen auf dem Ausbau der Komponentenfertigung: Wie bereits
im November 2000 angekündigt, wird BMW bis 2002 in diesem Bereich insgesamt 100
Mio. DM in neue Fertigungsanlagen investieren.
Internationale Spitzenposition im Arbeits- und Umweltschutz
Das integrierte Managementsystem zum Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutz im
Werk Berlin ist jetzt bei einer Routineüberprüfung durch einen unabhängigen
Gutachter erneut bestätigt worden. Bereits seit drei Jahren ist das BMW Werk
als einziges Motorradwerk der Welt nach den drei international wichtigsten
Normen für Arbeits- und Umweltschutz (EG-Öko-Audit, ISO 14001 und British
Standart 8800) zertifiziert und validiert. Innerhalb der BMW Group sind seit
1999 alle Produktionswerke weltweit jeweils einzeln und vor Ort nach den
strengsten internationalen Umweltrichtlinien zertifiziert.
Made in Berlin - made by BMW:
Das einmillionste BMW Motorrad aus Berlin rollt vom Montageband im BMW Werk
Das einmillionste BMW Motorrad aus Berlin rollt am Dienstag, dem 6. Februar
2001, vom Montageband im BMW Werk Berlin. Die R 1150 RT mit der
Fahrgestellnummer ZE 72399 dokumentiert die gemeinsame Erfolgsgeschichte der
BMW Motorräder und des BMW Werkes in Berlin-Spandau. Vor etwas mehr als 30
Jahren entstanden
hier 40 Motorräder am Tag; heute verlassen bis zu 400 Motorrädertäglich die
Berliner Werkshallen - zur Freude der Motorradfahrer auf der ganzen Welt. Die
berühmte Berliner Luft in den Reifen ist genauso zum Markenzeichen der BMW
Motorräder geworden, wie das weiss-blaue Emblem auf dem Tank.
Seit 1923 bis heute wurden in München, Noale und Berlin insgesamt 1 445 961 BMW
Motorräder gebaut.
Das einmillionste Motorrad aus Berlin ist als Einzelstück mit einer aufwendigen
Smoke-Lackierung in den Farben phönixgrau-metallic und frostblau-metallic
versehen. Diese edle und klassisch-elegante Lackiertechnik wurde in der
Lackiererei im Werk Berlin verwirklicht und erinnert an die serienmäßig mit
dieser Technik lackierte BMW R 90 S aus den siebziger Jahren. Im Frühjahr wird
das einmillionste Motorrad aus Berlin weltweit per Internet versteigert, der
Erlös kommt einem karitativen Zweck zu Gute.
1967: Die erste Berliner BMW
Das erste BMW Motorrad aus Berlin - eine BMW R 60/2 - ist 1967 vom Montageband
gerollt. Die Motorradgeschichte im Werk Berlin begann aber in dem ehemaligen
Werk für Flugzeugmotoren schon 1949: Ab diesem Zeitpunkt wurden hier bereits
die ersten Teile für die damals in München ansässige Motorradfertigung
produziert. Im Laufe der Jahre erfolgte dann die stufenweise Verlagerung der
Motorradfertigung von
München nach Berlin. So wurde zum Beispiel 1958 der Rahmenbau in Betrieb
genommen und 1967 die Motorradmontage eingeweiht. Der letzte Schritt der
Verlagerung erfolgte 1969: Mit dem Aufbau der Motorenmontage und der Fertigung
der erfolgreichen BMW R 75/5 ist das Werk Berlin endgültig zum Motorradwerk
geworden - der einzigen BMW Produktionstätte für Motorräder weltweit.
Motorradfertigung immer auf dem technologisch neuesten Stand
Mit der Entwicklung der Motorräder hat sich auch die Motorradfertigung im Werk
Berlin in den letzten drei Jahrzehnten ständig weiterentwickelt: Für die
anfangs 40 Motorräder am Tag reichten 1967 in der Montage 30 Mitarbeiter, die
an zwölf Stationen am Montageband die Einzelteile der Motorräder in Handarbeit
zusammenfügten. Die Teile wurden fast ausschließlich selber im Werk gefertigt -
insgesamt arbeiteten damals knapp 400 Mitarbeiter in der Motorradfertigung.
Neben der fortlaufenden Modernisierung erfolgte 1983 ein umfangreicher Ausbau:
Mit der Einführung der K-Baureihe investierte BMW rund 500 Mio. DM in ein
vollständig neues Montagegebäude und Montagesystem sowie in eine
hochautomatisierte Fertigungsstraße für Motorkomponenten. Zehn Jahre später hat
das Unternehmen mit der Einführung der neuen Boxergeneration die Montage und
die mechanische Fertigung von Motor- und Fahrwerkskomponenten nochmals
modernisiert und erweitert. Für die Montage des neuen Einzylindermotorrades F
650 GS, das im Frühjahr 2000 seine Weltpremiere in Berlin hatte, wurde ein
weiteres Montageband im Werk aufgebaut.
Heute fertigen insgesamt 1 690 Mitarbeiter täglich bis zu 400 Motorräder aus
drei Baureihen mit Ein-, Zwei- oder Vierzylindermotor; allein in 2000 sind
insgesamt 74 397 Motorräder von den Berliner Montagebändern gerollt. Die
verschiedenen Fertigungsbereiche im Werk, wie die Motorenmontage, die
mechanische Fertigung von Motor- und Fahrwerkskomponenten sowie die Lackiererei
und der Rohbau von Rahmen- und Fahrwerksteilen beliefern zusammen mit externen
Zulieferern die drei Montagebänder. Die Produktionsmethoden reichen von der
hochautomatisierten und bis auf einen tausendstel Millimeter präzisen Fertigung
von Motor- und Fahrwerkskomponenten in den Bearbeitungszentren der mechanischen
Fertigung bis hin zur Endmontage der Motorräder per Hand, die ausschließlich
von Facharbeitern ausgeführt wird. Eine Arbeitstechnik hat sich allerdings seit
dem allerersten BMW Motorrad von 1923 nicht verändert: Die farbigen Zierlinien
auf den Tanks und Schutzblechen verschiedener Modelle werden noch immer von
geschickten Mitarbeite
rinnen und Mitarbeitern mit ruhiger Hand aufgetragen.
Historie der Motorradproduktion im Werk Berlin
Bitte entnehmen Sie dem angehängten Dokument (Download) eine Übersicht der im
Werk Berlin hergestellten Baureihen, ihrer jeweiligen Bauzeiträume und
Stückzahlen.