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BMW AG vereinbart Kooperation mit SFT für neuen BMW "X3"
Wed Oct 31 09:00:00 CET 2001 Pressemeldung
Zusammenarbeit bei Entwicklung und Produktion
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Verena Koessner
BMW Group
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Autor.
Verena Koessner
BMW Group
München. Die BMW AG und SFT (Steyr-Daimler-Puch
Fahrzeugtechnik AG & Co. KG), Graz (Österreich), eine Tochter des
Magna Konzern, haben Kooperationsverträge über die
Serienentwicklung und Fertigung des neuen BMW "X3" Sports Activity
Vehicle vereinbart. Das von Ingenieuren der BMW Group erarbeitete
detaillierte Fahrzeugkonzept wurde an SFT zur Serienentwicklung
übergeben. Gestern wurde in München der entsprechende
Fertigungsvertrag unterzeichnet.
Die BMW Group optimiert durch diese Kooperation zur Realisierung
des BMW "X3" Projektes eigene Ressourcen und forciert die
Produktoffensive. Mit der Firma SFT hat die BMW Group einen Partner
gefunden, der langjährige Erfahrung in der Umsetzung von
Fahrzeugprojekten hat.
"Wer alleine arbeitet addiert, wer intelligent kooperiert, der
multipliziert." so Prof. Dr.-Ing. Joachim Milberg, Vorstandsvorsitzender
der BMW AG. "Die Kooperation mit SFT steigert die Schnelligkeit
sowie die Flexibilität unseres Unternehmens und ist ein weiterer
Meilenstein in der konsequenten Umsetzung unserer Produktoffensive."
Der BMW "X3" erweitert die X-Familie und ist eine eigenständige
Neuentwicklung. Wie bei allen BMW Fahrzeugen werden Teileumfänge
aus dem BMW Baukasten verwendet. Zudem werden
Kernkompetenzfelder wie Design, Motorenbau, Einkauf und
Kundendienst sowie die Freizeichnung des Gesamtfahrzeuges
weiterhin in der alleinigen Verantwortung der BMW Group liegen.
Dr.-Ing. Burkhard Göschel, Mitglied des Vorstands BMW AG,
Entwicklung und Einkauf: "Wir stellen schon im Entwicklungsprozess
sicher, dass der "X3" durch und durch ein BMW sein wird.
Teilkomponenten, bei denen BMW einen Know-how Vorsprung hat,
werden weiterhin ausschließlich von BMW Ingenieuren entwickelt."
Um SFT in den weltweiten BMW Entwicklungsverbund zu integrieren,
werden Mitarbeiter von SFT bei der BMW Group geschult. Weitere
Details zum Produkt werden in gewohnter Weise vor Markteinführung
veröffentlicht.
Für die Fertigung wird SFT in Graz eine neue Montagehalle errichten.
Für Lackiererei und Rohbau werden die bestehenden Anlagen
angepasst. Die projektbezogenen Aufwendungen belaufen sich auf
rund Euro 500 Millionen. In der Produktion werden rund 2.500
Mitarbeiter beschäftigt sein. Der BMW "X3" wird in Graz für die
Weltmärkte produziert werden. Die dortigen Fertigungsanlagen sind für
eine Kapazität von über 300 Fahrzeugen pro Tag ausgelegt. Die
Produktion wird flexibel auf die Nachfrage ausgerichtet. Die
Serienproduktion soll im Jahr 2004 aufgenommen werden.
SFT hat in den renommierten Qualitätsuntersuchungen der
J.D. Power & Associates regelmäßig Bestnoten erhalten. Für die
Serienentwicklung wird SFT rund 400 Ingenieure beschäftigen.
"Der BMW Auftrag ist eine weitere Anerkennung unserer
Gesamtfahrzeugkompetenz, die sich gerade am Standort Graz auf
eine 100-jährige Tradition und Erfahrung in der Automobiltechnik stützen kann",
erklärt Siegfried Wolf, President & CEO Magna Steyr, der Muttergesellschaft von
SFT.
BMW Group in Österreich
Für den Wirtschaftsstandort Österreich spielt die BMW Group bereits
heute eine wichtige Rolle. Insgesamt wurden durch das Engagement
der BMW Group in Österreich bereits über 8.000 direkte und indirekte
Arbeitsplätze geschaffen und rund Euro 2 Mrd. investiert.
Im Vorjahr überstiegen die Exporte der BMW Group in Österreich die
Importe um über 55% (Exporte: Euro 2,2 Mrd., Importe: Euro 1,4 Mrd.).
In Steyr (Oberösterreich) befindet sich das 1979 gegründete und heute
größte Motorenwerk des BMW Konzerns. Im Jahr 2000 produzierten
rund 2.500 Mitarbeiter mehr als 620.000 Vier- und Sechszylinder
Benzin- und Dieselmotoren. Dies entspricht rund zwei Drittel aller
weltweit verbauten BMW Motoren. Gleichzeitig ist der Standort auch
das Diesel-Kompetenzzentrum des Konzerns.
Die Vertriebsgesellschaft der BMW Group in Österreich, BMW Austria
(gegründet 1978), konnte im Jahr 2000 11.675 Automobile und 1.891
Motorräder an Kunden ausliefern.