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BMW beim Festival of Speed
Tue Jul 02 14:00:00 CEST 2002 Pressemeldung
Das Festival of Speed im südenglischen Goodwood zählt neben der Mille Miglia und dem Concorso d'Eleganza Villa d'Este zu einem der Topevents im Klassikkalender 2002.
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Verena Koessner
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Verena Koessner
BMW Group
München. Lord March ruft, und alle, alle kommen: Das "Festival of Speed" im
südenglischen Goodwood zählt neben der Mille Miglia und dem Concorso d'Eleganza
Villa d'Este zu einem der Topevents im Klassikkalender 2002. Damit findet zum
zehnten Mal das Revival des famosen Rennens statt, das der Großvater des
amtierenden Earl of March 1948 ins Leben rief und das seit 1993 wieder
ausgetragen wird. Die BMW Group beteiligt sich auch dieses Jahr wieder mit
einer Reihe von Pretiosen aus der Sammlung der BMW Mobile Tradition. Zwischen
dem 12.07. 2002 und dem 14.07. 2002 sind BMW Motorräder und Sportwagen auf der
Rennstrecke im historischen Park von Goodwood House zu bestaunen - pilotiert
von großen Namen des Motorsports.
Das Goodwood Festival of Speed genießt einen herausragenden Ruf für die
Liebhaber des Rennsports: Nur hier kann der Zuschauer sich an 100 Jahren
Rennsportgeschichte in Aktion erfreuen. Rund 100 000 Besucher verfolgen die
Zweikämpfe der Motorräder und Sportwagen aller Klassen und Alterskategorien,
die sich auf der rund drei Kilometer langen Piste hautnahe Duelle liefern. Dies
ist durchaus wörtlich zu verstehen: Bei einer Streckenbreite von kaum drei
Metern wird es häufig genug sehr eng. Spektakuläre Überholmanöver sind daher
ein Kennzeichen des Spektakels.
Die BMW Group, vertreten durch die Mobile Tradition, geht in verschiedenen
Rennklassen an den Start zum Hügel vor Goodwood House:
Zum 75-jährigen Jubiläum der Mille Miglia, dem historischen Langstreckenrennen
der Vorkriegszeit, präsentieren sich drei BMW 328 Sportversionen - zwei
Roadster und ein Coupé - die in den Jahren 1938 bis 1940 speziell für diese
Veranstaltung aufgebaut wurden. Beim Coupé handelt es sich um das
Siegerfahrzeug von 1940, in dem das Team Hanstein/Bäumer einen der größten
Erfolge der BMW Vorkriegsgeschichte errang. Pilotiert werden die Fahrzeuge von
Jim Proffit, dem Besitzer des Siegerfahrzeuges von 1940, Giuliano Cané, dem
siebenfachen Gewinner der Mille Miglia Storica sowie vom Team Dr. Costantino
Franchi - dem Organisator der historischen Mille Miglia - und Dr. Michael Ganal
- dem für Vertrieb und Marketing verantwortlichen Mitglied des Vorstandes der
BMW AG.
Ebenfalls 75 Jahre ist es her, seit am Nürburgring zum ersten Mal ein Rennen
gestartet wurde: Neben dem BMW 2000 TI, mit dem Hubert Hahne 1966 erstmalig den
Rundenrekord für Tourenwagen unter 10 Minuten drückte, ist in dieser Klasse
auch der BMW X5 Le Mans am Start, ein Experimentalfahrzeug auf Basis des BMW
X5, ausgerüstet mit dem 700 PS starken ungedrosselten Motor und der Bremsanlage
des Siegerfahrzeugs von Le Mans 1999. Dieser Versuchsträger war bisher erst
einmal im Fahreinsatz, als "Strietzel" Stuck 2001 in einer Zeit von 7:49:92 um
die alte Nordschleife peitschte. Mit Hubert Hahne und Hans-Joachim Stuck sind
in Goodwood zwei Nürburgring-Legenden am Start.
Doch BMW ist in weiteren Kategorien präsent, um die Vielfalt der eigenen
Motorsportgeschichte zu demonstrieren: "Rallye-Professor" Rauno Aaltonen geht
mit einem BMW 2002 Gr. 2 an den Start, Hubert Hahne ist mit einem Chevron BMW
B21, der 1972 an der Sportwagen-Weltmeisterschaft teilnahm, unterwegs. Die
siebziger Jahre werden durch Marc Surer und seinem March BMW 792, mit dem er
1979 Formel-2-Europameister wurde, und durch Bruno Giacomelli in seinem 1979er
BMW M1-Procar komplettiert. Einmal wurde bisher der Titel eines
Tourenwagen-Weltmeisters vergeben; dieser ging 1987 an Roberto Ravaglia. In
Goodwood bewegt Andreas Bovensiepen das Siegerfahrzeug, einen BMW M3 (E-30) und
damit den erfolgreichsten Tourenwagen aller Zeiten.
Zu guter letzt wird noch ein weiteres Jubiläum in Goodwood zelebriert:
Williams, als einer der erfolgreichsten Rennställe der Formel 1, feiert
25-jähriges Bestehen. Zum Gratulieren kommt Ralf Schumacher (bzw. Juan Pablo
Montoya), um im FW 23 der letzten Saison die Glückwünsche zu überbringen.
Komplettiert wird das Auto-Starterfeld durch den BMW Alpina Roadster V8 und das
BMW M3 Cabrio, die im Schaulauf der Supersportwagen zeigen, dass der Markenwert
Dynamik nicht nur den BMW Rennsport-Piloten vorbehalten ist.
Dass sich die BMW Rennsportgeschichte nicht auf vier Räder beschränkt, zeigt
ein Querschnitt erfolgreicher BMW Rennsportmotorräder: Die R 51 RS des
ungarischen Meisters von 1939 dokumentiert die Zeit, in der BMW Motorräder
allein durch ihre schwarze Lackierung bei ihren Fans für Identifikation
sorgten. Das Privatengagement der siebziger Jahre demonstrieren Helmut Dähne
und Herbert Enzinger mit der R 90 S, die 1976 die Production TT gewann, bzw.
dem Motorrad, welches 1990 in der Battle of Twin für Aufsehen sorgte. Das
jüngste BMW Rennsport-Engagement zeigen der aktuelle Langstrecken-Weltmeister
Brian Morrison auf einer BMW Boxer Cup R 1100 S sowie BMW
Motorrad-Rennsport-Chef Berthold Hauser auf einer BMW R 900 RR.
Zuschauer, die sich abseits der Rennstrecke ein Bild über die BMW
Motorsportgeschichte machen wollen, haben die Möglichkeit, sich im BMW Pavillon
- übrigens dem einzigen seiner Art beim Goodwood Festival of Speed - näher mit
der bayerischen Erfolgsgeschichte auf zwei und vier Rädern zu befassen.
Publikumsmagnet der BMW Motorsport-Ausstellung wird auch in diesem Jahr wieder
der aktuelle Formel1 des BMW-Williams-Teams sein. Technisch Interessierten
geben die ausgestellten Motoren einen Überblick über 25 Jahre BMW
Hochleistungsmotoren.
Aus den fünfziger Jahren wird das Gespann präsentiert, mit dem das Duo
Kraus/Huser 1950 die deutsche Motorrad-Meisterschaft errang sowie die aus Georg
Meiers Vorkriegs-BMW abgeleitete Solomaschine des Jahres 1952. Die BMW R 68 -
der erste deutsche "100-Meilen-Renner", also ein Serienmotorrad mit einer
Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h, und sehr erfolgreich bei
Geländewettbewerben - feiert in diesem Rahmen ihr 50-jähriges Jubiläum.
Ein weiteres Jubiläum sind "25 Jahre BMW Junior Team": Ein viertel Jahrhundert
ist es her, dass BMW den Rennsport-Nachwuchs demonstrativ förderte: Zeugen
dieses Engagements sind der BMW 320 Gruppe 5, mit dem das Gründungsteam Eddie
Cheever, Marc Surer und Manfred Winkelhock 1977 an den Start ging. Der March
BMW Formel 2 von Bruno Giacomelli zeigt, dass die BMW Förderung schon damals
auch den Formel-Rennsport nicht ausschloss.
Im symbolträchtigen Jahr 2002 darf der Urvater der kompakten und sportlichen
BMW Limousinen natürlich nicht fehlen: Mit dem Schnitzer 2002 Turbo Gruppe 4
wird einer der potentesten Vertreter dieses Kult-Autos präsentiert, der seine
ästhetische Ergänzung in der Studie des italienischen Designers Pietro Frua von
1969 findet. Das Bindeglied zur heutigen 3er Reihe im Motorsport ist der BMW
3.0 CSL, der als sich "Batmobil" bei spektakulären Tourenwagenrennen der
siebziger Jahre in die Erinnerungen der Fans eingebrannt hat.
Aus den frühen Siebzigern ist auch Helmut Dähnes BMW RS 750 auf Basis der
legendären /5 Baureihe, mit der er sich vor allem bei Langstreckenrennen der
Armada von Werksrennmaschinen stellte. Wie lange enge Beziehungen halten
können, zeigt sich in Helmut Dähnes aktuellem Engagement für den BMW Boxer-Cup,
wo er sich der weitaus jüngeren Konkurrenz mit Bravour stellt.
Selbstverständlich können die Fans im BMW Pavillon auch den aktuellen "BMW
Renner" aus der Nähe betrachten.
Einen traurigen Hintergrund hat die ausgestellte BMW R 650 RR, handelt es sich
doch hierbei um das Trainingsmotorrad von John Deacon, der einen Monat nach
seinem spektakulären Auftritt beim letztjährigen "Festival of Speed" bei der
Master-Rallye tödlich verunglückte. Mit diesem Motorrad und dem aktiv
eingesetzten Dakar-Boxer erweisen die Bayerischen Motoren Werke einem
tadellosen Sportsmann ihre Reverenz.