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BMW Group unterstreicht Vorreiterposition bei nachhaltiger Automobilproduktion
Wed Feb 19 09:00:00 CET 2003 Pressemeldung
1.000.000stes Automobil im BMW Werk Dingolfing mit wegweisendem Pulverklarlack gefertigt - umweltfreundliche Lackiertechnologie wird zukünftig auch in den Werken Regensburg und Leipzig zum Einsatz kommen.
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Autor.
Verena Koessner
BMW Group
1.000.000stes Automobil im BMW Werk Dingolfing mit wegweisendem
Pulverklarlack gefertigt - umweltfreundliche Lackiertechnologie wird zukünftig
auch in den Werken Regensburg und Leipzig zum Einsatz kommen.
München. Gestern lief im BMW Werk Dingolfing das 1.000.000ste mit
Pulverklarlack beschichtete Automobil vom Band, ein BMW 7er. Anfang der 90er
Jahre, als die Lackspezialisten des Dingolfinger Werks zusammen mit den
Wissenschaftlern des Forschungs- und Innovationszentrums München mit der
Entwicklung und Erprobung dieser Technologie begannen, war der langfristige
Erfolg noch nicht abschätzbar. Heute markiert Pulverklarlack als
ressourcenschonende Technologie im automobilen Lackierprozess immer noch eine
weltweite Ausnahmestellung. Das Verfahren wird seit über fünf Jahren im größten
Automobilstandort der BMW Group - BMW Werk Dingolfing - in der Serienfertigung
sehr erfolgreich eingesetzt. Neben der Schonung von Ressourcen, wird mittels
dieser Technologie höchste Farbbrillanz und Fahrzeuganmutung erreicht..
Die BMW Group wird den Einsatz dieser Technologie in ihrem Produktionsnetzwerk
schrittweise ausweiten. Als nächstes wird Pulverklarlack am Standort Regensburg
zum Einsatz kommen. Im Zuge der Erweiterung dieses Werks wird bis Mitte 2004
etwa die Hälfte der täglichen Automobilproduktion darauf umgestellt sein. Bis
spätestens 2006 wird die gesamte Regensburger Produktionskapazität mit
Pulverklarlack beschichtet sein. Ebenso erfolgt im sich gerade im Aufbau
befindlichen BMW Werk Leipzig von Anfang an mit Beginn der Serienproduktion in
2005 der ausschließliche Einsatz dieser einzigartigen Beschichtungstechnologie.
"Wir setzen unser Know-how nicht nur für Innovationen in unseren Fahrzeugen,
sondern auch zur Entwicklung außergewöhnlich leistungsfähiger Technologien bei
der Automobilproduktion ein. Am Beispiel Pulverklarlack zeigt sich die
Technologieführerschaft der BMW Group im Hinblick auf eine nachhaltige,
ressourcenschonende Fertigung", so Dr. Norbert Reithofer, Produktionsvorstand
der BMW AG.
Klarlack - Schutz und Glanz in Pulverform unschlagbar!
Der Klarlack stellt die letzte Funktionsschicht eine Fahrzeuglackierung dar.
Vereinfacht ausgedrückt ist diese Schicht für den Schutz der lackierten
Fahrzeugoberfläche wie auch für die brillante Anmutung des Automobils
verantwortlich. Als Pulverklarlack appliziert, ist er aus Umweltgesichtspunkten
unschlagbar. So wird bei der Applikation weder Wasser noch Lösemittel
benötigt. Dementsprechend entstehen keine Abwässer. Auch chemische
Reinigungsmittel zur Säuberung der Lackieranlagen gehören der Vergangenheit an.
Hinzu kommt ein sprühnebelarmer Auftrag, der mit Hilfe des direkten
Material-Recyclings in einem kreislaufgeführten System eine Nutzungsgrad des
Pulvers von über 97 Prozent ermöglicht. Abfall gibt es somit faktisch kaum.
Doch damit nicht genug: an einer weiteren Verbesserung und Verfeinerung der
Technologie wird stetig gearbeitet.
"Clean Production"
Der Einsatz von Pulverklarlack ist nur eine von vielen Maßnahmen, die die
BMW Group für eine nachhaltige Fahrzeugproduktion, als "Clean Production"
bezeichnet, einsetzt. So konnte durch den Einsatz kreislaufgeführter Systeme,
gepaart mit modernster Anlagentechnik, eine deutliche Reduktion im Verbrauch
von Energie und Prozessabwasser erreicht werden.
Ein Beispiel: Das durchschnittlich pro Fahrzeug bei der BMW Group anfallende
Prozessabwasser sank von 1,3 Kubikmeter 1996 - ohnehin schon sehr niedrig - auf
rund 1 Kubikmeter im Jahr 2002. Auch der Energieverbrauch pro produzierter
Einheit lies sich durch den konsequenten Einsatz von beispielsweise
Wärmerückgewinnungs-Anlagen und stromsparender Fertigungstechnologie in diesem
Zeitraum um gut 20 Prozent senken.
Mehr zur Produktion und Nachhaltigkeit im Internet:
www.bmwgroup.com/production
www.bmwgroup.com/sustainability/
www.bmw-werk-dingolfing.de
www.bmwgroup.com dann "Aktuelles Lexikon"