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2002 erfolgreichstes Geschäftsjahr der BMW Group
Wed Mar 19 12:00:00 CET 2003 Pressemeldung
+++ Investitionen auf Rekordniveau +++ 2003 Absatzsteigerung bei allen Marken erwartet +++
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Verena Koessner
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Investitionen auf Rekordniveau
2003 Absatzsteigerung bei allen Marken erwartet
München. Auf Basis der konsequenten Umsetzung ihrer
Premiummarken-Strategie hat die BMW Group 2002 bei Absatz,
Umsatz und Ertrag erneut die Spitzenwerte des Vorjahres übertroffen.
Trotz eines schwierigen Marktumfelds und in einer Phase
substanzieller Vorleistungen für die Einführung neuer Modelle konnte
das Unternehmen damit das erfolgreichste Geschäftsjahr seiner
Geschichte erzielen.
"Das Jahr 2002 hat damit die Leistungsfähigkeit der BMW Group
erneut unter Beweis gestellt", so Dr. Helmut Panke, Vorsitzender des
Vorstands der BMW AG, auf der Bilanzpressekonferenz des
Unternehmens am 19. März in München. "Mit den finanziellen
Vorleistungen im Rahmen der Produkt- und Marktoffensive schafft die
BMW Group die Grundlage für die Fortführung der erfolgreichen
Unternehmensentwicklung in den kommenden Jahren. In Abhängigkeit
von der Lösung der Irak-Krise in einem überschaubaren Zeitraum
gehen wir davon aus, im laufenden Jahr bei allen Marken
Absatzsteigerungen erreichen zu können."
Investitionen um 15,0% gesteigert
Im Jahr 2002 investierte die BMW Group in die Ausweitung der
Produktpalette und die Verbreiterung der Marktaktivitäten 3.184 Mio.
Euro in materielle und immaterielle Vermögensgegenstände. Hinzu
kommen gemäß IAS aktivierte Entwicklungsaufwendungen in Höhe von
858 Mio. Euro. Der Anstieg des Investitionsvolumens um insgesamt
15,0% im Vergleich zum Vorjahr (3.516 Mio. Euro) auf 4.042 Mio. Euro
spiegelt wider, dass sich die BMW Group in einer entscheidenden
Phase der Umsetzung ihrer Produkt- und Marktoffensive befindet.
Inklusive der aktivierten Entwicklungsaufwendungen ist die
Investitionsquote im Jahr 2002 auf 9,6% gestiegen und liegt damit über
dem bisherigen Höchstwert aus dem Jahr 2001 (9,1%).
Wie in den vergangenen Jahren finanzierte die BMW Group die
Investitionen vollständig aus dem Cashflow. Dieser stieg im Jahr 2002
um 4,1% auf 4.374 Mio. Euro (Vj. 4.202 Mio. Euro).
Neue Höchstwerte bei Absatz, Umsatz und Ertrag
Die BMW Group hat 2002 erstmals mit den Marken BMW und MINI die
Absatzmarke von einer Million Einheiten übertroffen. Insgesamt wurden
1.057.344 Automobile an Kunden ausgeliefert (+16,7% / Vj. 905.657
Einheiten). Davon entfielen 913.225 Einheiten auf die Marke BMW
(+3,7% / Vj. 880.677 Einheiten) und 144.119 Einheiten auf die Marke
MINI (Vj. 24.980 Einheiten).
Den Gesamtumsatz erhöhte die BMW Group im Jahr 2002 um 9,9%
auf den Spitzenwert von 42.282 Mio. Euro (Vj. 38.463 Mio. Euro). Das
Vorsteuerergebnis des Konzerns (Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit) erreichte mit einem Plus von 1,7% ebenfalls einen
Höchstwert von 3.297 Mio. Euro (Vj. 3.242 Mio. Euro). Der
Jahresüberschuss nach Steuern wuchs um 8,3% auf 2.020 Mio. Euro
(Vj. 1.866 Mio. Euro) und lag damit erstmals über der Marke von 2,0
Mrd. Euro.
Ergebnisanstieg in allen Segmenten
Die positive Ergebnisentwicklung wurde von allen Geschäftsfeldern
getragen. Im Segment Automobile betrug das Ergebnis vor Steuern
2.883 Mio. Euro und lag damit um 3,3% über dem Wert des Vorjahres
(2.792 Mio. Euro). Bereinigt um einmalige Erträge aus
Immobilienverkäufen in Höhe von 75 Mio. Euro ergibt sich für das
Vorjahr ein Vergleichswert von 2.717 Mio. Euro und damit eine
Steigerung von 6,1%. Im Segment Motorräder wurde mit einem
Ergebnis von 60 Mio. Euro (Vj. 59 Mio. Euro) eine Steigerung von
1,7% erreicht. Das Segment Finanzdienstleistungen erzielte ein neues
Rekordergebnis von 422 Mio. Euro, das entspricht einem Plus von
8,2% gegenüber dem Vorjahr (390 Mio. Euro).
Dividende auf Vorjahresniveau vorgeschlagen
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, den
Bilanzgewinn der BMW AG in Höhe von 351 Mio. Euro zur
Ausschüttung einer gegenüber dem Vorjahr unveränderten Dividende
von 0,52 Euro je Stammaktie und 0,54 Euro je Vorzugsaktie im
Nennwert von jeweils 1 Euro auf das dividendenberechtigte
Grundkapital (622,2 Mio. Stammaktien und 50,6 Mio. Vorzugsaktien zu
je 1 Euro Nennwert) zu verwenden.
Mehr als 5.000 neue Arbeitsplätze geschaffen
Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung hat die BMW Group im
Jahr 2002 vor allem in den operativen Bereichen Entwicklung,
Produktion und Vertrieb weltweit 5.132 neue Arbeitsplätze geschaffen.
Dies entspricht einem Zuwachs von 5,3%. Zum 31. Dezember 2002
waren weltweit 101.395 Mitarbeiter bei der BMW Group beschäftigt.
Bereinigt um Ausgliederungen ergibt sich für das Jahresende 2001 ein
vergleichbarer Personalstand von 96.263 Mitarbeitern. Etwa drei
Viertel der Mitarbeiter der BMW Group sind in Deutschland
beschäftigt. Hier wuchs die Belegschaft um 3.280 Mitarbeiter auf
insgesamt 76.143, ein Plus von 4,5%.
Im Jahr 2002 hat die BMW Group weitere 370 Ausbildungsplätze
geschaffen. Aktuell erlernen fast 4.200 (+9,7%) junge Menschen einen
Beruf bei der BMW Group.
BMW Group weltweit mit hohem Wachstum
Wie bereits in den vorangegangenen Jahren entwickelte sich die
weltweite Nachfrage nach Automobilen der BMW Group im Jahr 2002
deutlich besser als der Gesamtmarkt und die Premium-Segmente
insgesamt. In nahezu allen wichtigen Automobilmärkten konnte die
BMW Group ihren Marktanteil weiter ausbauen. Absatzstärkster Markt
war im Jahr 2002 weiterhin Deutschland, wo die BMW Group ihren
Automobilabsatz im Vorjahresvergleich um 5,0% auf 258.170
Fahrzeuge steigern konnte und sich damit erneut gegen einen
rückläufigen Gesamtmarkt behauptete (Marke BMW -2,4% auf
235.149 Fahrzeuge; 23.021 Fahrzeuge der Marke MINI).
In den übrigen Ländern Westeuropas wuchs der Automobilabsatz der
BMW Group im Vorjahresvergleich um 19,7% auf 368.878 Fahrzeuge.
Davon entfielen 291.041 Automobile auf die Marke BMW (+1,0%) und
77.837 auf die Marke MINI. In den Ländern Osteuropas konnte sich die
BMW Group den überwiegend negativen Tendenzen auf den Märkten
entziehen und verzeichnete ebenfalls erfreuliche Wachstumsraten.
Im nordamerikanischen Markt war die BMW Group im Jahr 2002 so
erfolgreich wie nie zuvor. Von den 256.622 in den USA verkauften
Automobilen entfielen 232.032 (+8,9%) auf die Marke BMW und
24.590 auf die Marke MINI.
Damit wuchs der Automobilabsatz der BMW Group in den USA im
Jahr 2002 um 20,4%.
Auch in Asien befindet sich die BMW Group weiter auf
Wachstumskurs, der Absatz konnte um 28,4% auf 78.436 Fahrzeuge
gesteigert werden (Marke BMW +11,0% auf 67.797 Fahrzeuge, Marke
MINI 10.639 Fahrzeuge). In Japan wurde mit einem Plus von 26,3% auf
45.275 Automobile eine kräftige Absatzsteigerung erreicht (BMW
-0,7% auf 35.604 Fahrzeuge; MINI 9.671 Fahrzeuge). Auf den sich
dynamisch entwickelnden chinesischen Märkten stieg der Absatz der
BMW Group um 41,4% auf 15.473 Automobile. Ein weiterer
asiatischer Markt mit überdurchschnittlich hohen Wachstumsraten war
im Jahr 2002 Südkorea, wo die BMW Group 5.101 Automobile
absetzte und damit einen Zuwachs von 87,7% erreichte.
Marke BMW deutlich über dem Rekordwert des Vorjahres
Im Jahr 2002 wurden insgesamt 913.225 BMW Automobile an Kunden
ausgeliefert, das sind 3,7% mehr als im Vorjahr. Dieser Zuwachs
wurde getragen von der starken Nachfrage nach den Modellen der
BMW 3er Reihe (+5,1% auf 561.249 Einheiten), dem Sports Activity
Vehicle BMW X5 (+22,1% auf 100.906 Einheiten) und der BMW 7er
Reihe (+63,4% auf 53.504 Einheiten). Der Absatz des neuen BMW 7er
lag im ersten Jahr nach dem Modellwechsel mit 50.961 Fahrzeuge um
gut 4% über dem des Vorgängermodells im ersten vollen
Produktionsjahr. Zusätzlich wurden noch 2.543 Fahrzeuge des
Vorgängermodells an Kunden ausgeliefert. Ende Juni lief im Werk
Spartanburg der letzte BMW Z3 Roadster vom Band. Insgesamt
wurden von diesem Modell in sieben Produktionsjahren fast 300.000
Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert. Der neue BMW Z4 wurde im
Herbst auf dem nordamerikanischen Markt eingeführt. Bis zum
Jahresende 2002 konnten schon mehr als 3.800 Fahrzeuge dieses
Modells an Kunden ausgeliefert werden. Die BMW 5er Baureihe
entwickelte sich in Hinblick auf den Produktzyklus überdurchschnittlich
robust. Mit 172.323 Fahrzeugen lag der Absatz im Jahr 2002 um
lediglich 11,1% unter dem Vorjahreswert.
MINI weltweit erfolgreich eingeführt
Mit der Marke MINI hat die BMW Group auch im Bereich der
Kleinwagen ein Premium-Automobil erfolgreich positioniert. Im Jahr
2002 wurden weltweit 144.119 Automobile der Marke MINI abgesetzt
und damit die Erwartungen der BMW Group deutlich übertroffen. Nach
der erfolgreichen Markteinführung auf den außereuropäischen Märkten
sind Automobile der Marke MINI inzwischen in mehr als 70 Märkten
weltweit erhältlich. Besonders erfreulich ist die Entwicklung in
Nordamerika. Nach einem hervorragenden Start im Jahr 2002 sind die
USA mit 24.590 Einheiten nach Großbritannien (34.715 Fahrzeuge)
bereits der zweitgrößte Absatzmarkt für Automobile der Marke MINI.
Besonders ausgeprägt ist beim MINI die Nachfrage nach
leistungsstärkeren Motorvarianten und Sonderausstattungen. Führend
im Modellmix ist der MINI Cooper mit einem Anteil von rund 56% am
gesamten Absatz der Marke MINI, gefolgt vom MINI One mit knapp
26% und vom erst seit Mitte des Jahres 2002 erhältlichen MINI Cooper
S mit mehr als 18%.
Zehnter Absatzrekord in Folge für BMW Motorräder
Das Segment Motorräder steigerte im Jahr 2002 den Absatz um 8,1%
und übertraf damit zum zehnten Mal in Folge den Vorjahreswert (2001:
95.327 Einheiten). Insgesamt wurden 103.020 Einheiten verkauft,
davon 92.599 BMW Motorräder und 10.421 BMW C1. Die positive
Entwicklung wurde insbesondere durch den Motorradabsatz in Italien
(+27,2%, 12.910 Motorräder), Frankreich (+12,8%, 8.133 Motorräder)
und Spanien (+18,4 %, 4.181 Motorräder) getragen. In Deutschland,
dem größten Markt für BMW Motorräder, wurde im Jahr 2002 ein
Marktanteil von über 18% erreicht. Auch außerhalb Europas konnten in
zum Teil rückläufigen Märkten hohe Zuwachsraten erzielt werden.
Die Absatzspitzenreiter im Jahr 2002 waren die BMW Motorräder mit
Boxermotor, allen voran wieder die R 1150 GS, von der inklusive der
Modellvariante Adventure 18.085 Einheiten an Kunden ausgeliefert
wurden.
Financial Services weiter mit positiver Geschäftsentwicklung
Das Segment Finanzdienstleistungen setzte im Geschäftsjahr 2002 die
positive Geschäftsentwicklung weiter fort. Das Geschäftsvolumen des
Segments lag im Jahre 2002 bei 26,5 Mrd. Euro und damit um 4,7%
über dem Vorjahreswert von 25,3 Mrd. Euro. Im Neugeschäft wurde mit
insgesamt 1.382.148 Vertragszugängen im Jahr 2002 ein Zuwachs
von 14,3% gegenüber dem Vorjahr erreicht. Insgesamt konnte bei der
Neuwagen-Finanzierung ein stetiger Anstieg im Verlauf des Jahres
verzeichnet werden. Rund 46% der Neuverträge entfielen dabei auf
Finanzierungen im Kundengeschäft. Im Jahr 2002 wurden hier 641.638
Verträge abgeschlossen, das sind 18,3% mehr als im Vorjahr. In der
Händlerfinanzierung konnte die Anzahl neuer Verträge im Vergleich
zum Vorjahr um 11,0% auf 740.510 Verträge gesteigert werden.
36,1% der weltweit abgesetzten Neufahrzeuge der BMW Group
wurden im Jahr 2002 über das Segment Finanzdienstleistungen
finanziert oder geleast.
Ausbau des Produkt- und Markenportfolios
Im Jahr 2003 wird das Unternehmen so viele neue Produkte vorstellen,
wie nie zuvor. Den Auftakt bildete zu Jahresbeginn der neue
Rolls-Royce Phantom, mit dem die BMW Group ihr Produktportfolio im
absoluten Top-Segment abgerundet und den Ausbau des
Markenportfolios abgeschlossen hat. Bei der Marke MINI wird die
BMW Group im Jahr 2003 in Europa eine Variante mit Dieselmotor
einführen. Für die Marke BMW geht im Jahr 2003 der neue BMW 5er
an den Start. Hinzu kommen die Einführung des BMW Z4 in Europa
und Asien sowie drei aktualisierte BMW 3er Varianten im ersten
Quartal 2003. Außerdem werden zum Jahresende mit dem BMW X3
und dem BMW 6er Coupé zwei neue Modellreihen vorgestellt. Im Jahr
2004 folgen dann unter anderem der BMW 5er Touring, das BMW 6er
Cabrio und die neue BMW 1er Modellreihe.
Mit der Erweiterung der Produktpalette und dem Ausbau der
Marktpräsenz insbesondere im asiatischen Raum schafft die BMW
Group die Voraussetzung für eine weiterhin erfolgreiche
Geschäftsentwicklung. Diese Expansion mit den entsprechenden
Vorleistungen erfolgt in einem vergleichsweise kurzen Zeitraum und
kennzeichnet in besonderem Maß das Geschäftsjahr 2003.
Ausblick 2003
Eine konkrete Prognose der Geschäftsentwicklung ist zu Beginn des
Jahres 2003 vor dem Hintergrund der angespannten weltpolitischen
Lage kaum möglich. In Abhängigkeit von der Lösung der Irak-Krise in
einem überschaubaren Zeitraum geht die BMW Group davon aus, auch
im Jahr 2003 bei allen Marken Absatzsteigerungen erreichen zu
können.
Die außerordentlichen Vorleistungen für die genannten Maßnahmen
der Produkt- und Marktoffensive werden im Segment Automobile
erbracht, das damit im Jahr 2003 durch besondere Aufwendungen
geprägt ist. Dennoch strebt die BMW Group an, auf Konzernebene das
Ergebnis des Jahres 2002 zu erreichen und wird damit in dieser Phase
des Übergangs in eine neue Größenordnung ihre Leistungsfähigkeit
abermals unter Beweis stellen.
** Im angehängten Download Dokument finden Sie neben dem Text
der Pressemeldung auch eine Tabelle mit den wesentlichen Daten zum
Geschäftsjahr 2002.