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BMW und GM entwickeln gemeinsam Betankungstechnologie für Flüssigwasserstoff
Thu Apr 10 09:00:00 CEST 2003 Pressemeldung
Die BMW Group und General Motors/Opel haben ein offenes Konsortium zur Entwicklung einer standardisierten automobilgerechten Flüssigwasserstoff-Kupplung gegründet. Die beiden Partner laden andere Automobilhersteller und Lieferanten ein, hier ihren Beitrag zu leisten.
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Verena Koessner
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Verena Koessner
BMW Group
München, Detroit. Die BMW Group und General Motors/Opel haben ein offenes
Konsortium zur Entwicklung einer standardisierten automobilgerechten
Flüssigwasserstoff-Kupplung gegründet. Die beiden Partner laden andere
Automobilhersteller und Lieferanten ein, hier ihren Beitrag zu leisten.
"Wir wollen den Fortschritt bei der Speicherung und der Verteilung von
flüssigem Wasserstoff als Kraftstoff der Zukunft beschleunigen," sagte Dr.
Larry Burns, General Motors Vice President für Forschung, Entwicklung und
Planung. "Komprimierter und flüssiger Wasserstoff können mit vielversprechendem
Potenzial in Wasserstoff-Fahrzeugen genutzt werden. Flüssiger Wasserstoff
bietet Vorteile bezüglich der Kraftstoffverteilung sowie der Reichweite der
Fahrzeuge."
Laut Christoph Huss, Leiter der Wissenschafts- und Verkehrspolitik der BMW
Group, wird sich die Zusammenarbeit darauf konzentrieren, globale Standards zu
schaffen, Spezifikationen für Zulieferer zu erstellen und die technisch beste
und kostengünstigste Lösung zu finden.
"Wir gehen langfristig von einem flächendeckenden Netzwerk von 10.000
Wasserstoff-Tankstellen in Deutschland aus," sagte Huss. "Doch schon heute
müssen wir die Erarbeitung von Standards angehen, damit die Kunden nicht mit
verschiedenen Systemen konfrontiert werden. Die Normierung der Tankkupplung ist
eine absolute Notwendigkeit. Flüssigwasserstoff bietet die zweckmäßigste
Möglichkeit, Wasserstoff zu transportieren, bevor eine Infrastruktur von
Wasserstoff-Pipelines vorhanden sein wird. Indem wir uns zusammenschließen,
werden wir dazu beitragen, die Wasserstoff-Infrastruktur schneller voran zu
bringen.
Das Ziel von GM/Opel und BMW ist es, erschwingliche und begeisternde
Wasserstoff-Fahrzeuge um das Jahr 2010 verkaufen zu können. Um dieses Ziel zu
erreichen, müssen sich die beiden Unternehmen auf die Speicherung und den
Umgang mit der Technologie konzentrieren.
Die zu entwickelnde Flüssigwasserstoff-Kupplung lehnt sich an den
Richtlinienentwurf des European Integrated Hydrogen Project (EIHP) an. Die
Entwürfe des EIHP sind die Grundlage der entstehenden ECE Richtlinien für
wasserstoffbetriebene Fahrzeuge (ECE = Economic Commission of Europe der
Vereinten Nationen).
"BMW und GM wollen, dass dieses Betankungssystem - mit der Tankkupplung als
Kernkomponente - zum globalen Standard wird," sagte Huss.
Dr. Udo Winter, Chefingenieur für automobile Brennstoffzellen-Anwendungen bei
GM Fuel Cell Activities: "Nur mit Kooperationen bei der Entwicklung und der
Standardisierung von Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Technologien sowie dem
Aufbau von Partnerschaften mit der Zuliefererindustrie wird sich Wasserstoff
weltweit schnell als Kraftstoff der Zukunft durchsetzen".
Mit der Unterschrift unter diesen Entwicklungsvertrag sind die BMW Group, der
weltweit einzige Hersteller, der sich ausschließlich auf Premium-Fahrzeuge
konzentriert, und General Motors, der größte Automobilhersteller der Welt,
einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Realisierung und Vereinheitlichung von
Wasserstoff-Technologien voran gekommen.