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PressClub Österreich · Artikel.

Rede von Dr. Friedrich Eichiner, Mitglied des Vorstands der BMW AG, Finanzen, Telefonkonferenz Zwischenbericht zum 30. September 2011

Rede Dr. Eichiner, Telefonkonferenz Q3 2011

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Michael Ebner
BMW Group

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Autor.

Michael Ebner
BMW Group

Meine Damen und Herren,

 

auch ich wünsche Ihnen einen guten Morgen.

Wir konnten im dritten Quartal an das sehr erfolgreiche zweite Quartal anschließen. Mit unserer jungen und attraktiven Produktfamilie führen wir weiterhin im Premiumsegment.

 

Auch bei Umsatz und Ergebnis blieb die BMW Group auf Erfolgskurs: Der Umsatz stieg im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal um knapp 4% auf mehr als 16,5 Mrd. Euro.

 

Das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) beträgt im dritten Quartal mehr als 1,6 Mrd. Euro.

 

Der Überschuss des Konzerns beläuft sich auf rund 1,1 Mrd. Euro.

 

Jetzt zum Segment Automobile: Wir setzten im dritten Quartal mehr als 399.000 Neufahrzeuge ab, 9% mehr als im Vorjahreszeitraum.

 

Gute Zuwächse erzielten wir in Westeuropa und insbesondere in Deutschland, in Nordamerika sowie in Asien. In China ist unser Absatz im dritten Quartal  um 21% auf über 56.000 Einheiten gewachsen. Der Anteil Chinas am Absatz machte im dritten Quartal 14% aus. Unsere Absatzverteilung blieb in der globalen Betrachtung insgesamt sehr ausgeglichen.

 

Das Ergebnis vor Finanzergebnis im Segment betrug mehr als 1,8 Mrd. Euro. Die EBIT-Marge lag für diesen Zeitraum bei 11,9%.

 

Wir profitieren von den umgesetzten Profitabilitätsmaßnahmen. Unsere Effizienz ist weiter gestiegen. Wir erzielen bei den neu eingeführten BMW und MINI Modellen gegenüber den Vorgängern auf der Kosten- und auf der Leistungsseite Verbesserungen: beispielsweise durch sinkende Herstellungskosten und bessere Transaktionspreise.

 

Das dritte Quartal war wie bereits erwartet von den Anlaufkosten des neuen BMW 1er und der 3er Limousine belastet. Wir rechnen damit, dass der größere Teil der Kosten von insgesamt 500 Mio. Euro im vierten Quartal anfallen wird.

 

Die Nachfrage nach dem BMW 1er der ersten Generation ging vor dem Auslauf weniger stark zurück als erwartet. Wir konnten unsere Preise am Markt weitgehend konsequent durchsetzen und hatten weniger Belastungen.

Im dritten Quartal haben wir insgesamt knapp 437.000 Einheiten gefertigt. Die gute Auslastung der Produktionsanlagen führte zu einer sehr guten Fixkostendeckung.

Wir haben weiter umfassend investiert – unsere Investitionen in Sachanlagen sind im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Im Gesamtjahr werden unsere Investitionen auf dem Niveau des Vorjahres liegen. Die Zielquote von 7% des Umsatzes werden wir unterschreiten.

 

Wir legen weiterhin Wert auf einen effizienten Kapitaleinsatz – auch um damit Freiräume für Zukunftsinvestitionen zu erreichen und im Bereich effizienter Antriebe technologisch führend zu bleiben.

 

Unsere Forschung und Entwicklung haben wir im dritten Quartal weiter verstärkt. Trotz des Umsatzzuwachses stieg die F&E-Quote im dritten Quartal aufgrund neuer Entwicklungs- und Fahrzeugprojekte auf 5,0%.

 

Im Gesamtjahr wird die F&E-Quote aufgrund der effizienten Entwicklungsprozesse und der erwarteten guten Umsatzentwicklung am unteren Ende des Zielkorridors von 5-5,5% liegen.

 

Aus Währungs- und Rohstoffpreiseffekten ergab sich im dritten Quartal ein leicht negativer Saldo. Er belastete das Ergebnis in Höhe eines zweistelligen Millionenbetrags. Wir rechnen unverändert auch im vierten Quartal mit belastenden Effekten. Im Gesamtjahr sollte der Saldo aus Währungen und Rohstoffpreisveränderungen aber weitgehend ausgeglichen sein.

 

Die Nachfrage aus den Überseemärkten sowie die Markteinführung des BMW 1er und die Bevorratung des im Auslauf befindlichen 3ers haben unsere Vorräte ansteigen lassen: Um im vierten Quartal ausliefern zu können, haben wir Fahrzeuge auf den Seeweg gebracht.

Das Working Capital erhöhte sich entsprechend im dritten Quartal um rund 300 Mio. Euro. Zusammen mit den gestiegenen Investitionen wirkte es sich dämpfend auf den Free Cashflow aus.

 

Im dritten Quartal lag der Free Cashflow des Segments bei 462 Mio. Euro. Bereinigt um den Mittelabfluss für die Aquisition von ING Car-Lease betrug der Free Cashflow 711 Mio. Euro.

 

Zwischen Januar und September betrug der Free Cashflow unbereinigt rund drei Mrd. Euro. Wir rechnen auch im vierten Quartal mit einer positiven Entwicklung und einem Anstieg des Free Cashflow im Gesamtjahr auf über 3 Mrd. Euro.

 

Meine Damen und Herren,

 

auch das Segment Finanzdienstleistungen entwickelte sich weiterhin dynamisch.

 

Im dritten Quartal haben wir ein Vorsteuerergebnis von 354 Mio. Euro erzielt. Das ist ein Plus von 11,3% gegenüber dem Vorjahrsquartal.  Per September beträgt der Ergebnisbeitrag des Segments mehr als 1,5 Mrd. Euro.

 

Unsere Geschäftsentwicklung profitierte von der anhaltend guten Absatzdynamik an den Automobilmärkten und einem profitablen Neugeschäft. Stabile Gebrauchtwagenpreise und Kreditrisiken haben für ein günstiges Geschäftsumfeld gesorgt.

 

Die Kreditverlustquote ist per September mit 0,46% weiter stabil und gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 12 Basispunkte gefallen. Im dritten Quartal haben wir die Risikovorsorge nicht wie im Vorquartal angepasst und folglich keine positiven Ergebniseffekte gehabt.

 

Das Finanzierungs- und Leasinggeschäft entwickelte sich angesichts des wachsenden Automobilgeschäfts weiter sehr positiv. Insgesamt kamen mehr als 291.000 Neuverträge zum Abschluss.

 

Per September verringerte sich die Penetrationsrate gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Ursache dafür ist das seit Anfang 2011 aktive Finanzdienstleistungsgeschäft in China. 41% der Neufahrzeuge der BMW Group vermittelte das Segment Finanzdienstleistungen an Endkunden. Im Jahresverlauf waren die Penetrationsraten nahezu konstant.

 

Für 21% der abgesetzten Fahrzeuge wurden Leasingverträge abgeschlossen, für 20% Finanzierungsverträge.

 

Das bilanzielle Geschäftsvolumen insgesamt liegt per September bei nahezu 72 Mrd. Euro. Der Zuwachs von knapp 9% gegenüber dem Vorjahresende ist vor allem auf den Erwerb der ING Car Lease zurückzuführen.

 

Die Europäische Wettbewerbskommission hat im September 2011 die Zusammenlegung von ING Car Lease und unserem Flottenanbieter Alphabet genehmigt.  Das neue Unternehmen wird in insgesamt 18 Ländern vertreten sein. Es firmiert unter dem Namen Alphabet und gehört zu den fünf größten Flottendienstleistern in Europa.

Der Vertragsbestand im Flottengeschäft hat sich auf mehr als 460.000 Verträge erhöht. Wir betrachten Alphabet als ideale Basis für weiteres Wachstum bei modernen Mobilitätslösungen und –dienstleistungen, auch für Elektromobilität.

 

Meine Damen und Herren,

 

im Segment Motorräder konnten wir trotz eines rückläufigen Gesamtmarkts gute Zuwächse erzielen: Mit nahezu 29.000 Auslieferungen legten wir im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 6,5% zu.

Dieser Absatzzuwachs beruhte vornehmlich auf der Marke BMW.

 

Der Segment-Umsatz von 334 Mio. Euro steigerte sich um nahezu 15% gegenüber dem Vorjahresquartal.

Wir haben die Neuausrichtung der Husqvarna Gruppe eingeleitet, um neue und profitable Geschäftsfelder für die Marke zu erschließen. Diese Restrukturierung belastete den Ertrag des Segments.

 

Die BMW Group verfügt weiterhin über eine sehr solide Liquiditätsposition. Per 30. September hielten wir 10,9 Mrd. Euro an liquiden Mitteln vor.

Wir haben günstige Refinanzierungsmöglichkeiten genutzt und unsere Liquiditätsposition unter Berücksichtigung der Akquisition von ING Car Lease erhöht.

 

Zusätzlich konnten wir unseren Liquiditätspuffer durch eine neue Kreditlinie erhöhen. Diese haben wir kürzlich mit einer internationalen Bankengruppe zu attraktiven Konditionen und mit einer fünfjährigen Laufzeit und Verlängerungsoptionen abgeschlossen. Dadurch verfügen wir nun über eine Kreditzusage in Höhe von 6 Mrd. Euro, auf die wir bei Bedarf zurückgreifen können.

 

Mit diesen Aktivitäten besitzt die BMW Group eine solide Liquiditätsbasis für etwaige Unsicherheiten an den Kapitalmärkten.

 

Meine Damen und Herren,

 

nach unserer Einschätzung wird die positive Geschäftsentwicklung im vierten Quartal grundsätzlich weiter anhalten. Dazu wird auch der im September eingeführte, neue BMW 1er beitragen. Im vierten Quartal erwarten wir einen zusätzlichen Kostenblock im Zusammenhang mit der Markteinführung und dem Produktionsstart neuer Produkte. Wir wissen aber auch, dass das wirtschaftliche Umfeld von Unsicherheit geprägt ist und schwankungsanfällig bleibt.

 

Insgesamt sind wir jedoch sehr zuversichtlich, die Prognose für 2011 zu erfüllen: Wir rechnen mit mehr als 1,6 Mio. verkauften Fahrzeugen und erwarten eine EBIT-Marge von über 10% im Automobilsegment. Das Vorsteuerergebnis im Konzern wird deutlich über dem Vorjahresergebnis liegen.

 

Im Geschäftsfeld Financial Services rechnen wir mit einer anhaltend soliden Geschäftsentwicklung.

 

Unsere Strategie setzen wir weiter konsequent um. Wir sind insgesamt zuversichtlich, sehen aber auch gewisse Risiken und rechnen mit anhaltender Volatilität. Die hohe Staatsverschuldung, die Euro-Krise und Inflationstendenzen sind die Ursachen dafür. Wir bleiben aufmerksam. Wir haben verschiedene Szenarien modelliert und entsprechende Vorbereitungen getroffen.

 

Meine Damen und Herren,

 

wir nähern uns 2012 und damit der Ziellinie für unsere 2007 beschlossenen Strategieziele. Wir sind in der komfortablen Position, heute über unserem langfristigen Renditekorridor von 8-10% EBIT-Marge im Automobilsegment zu liegen. Wir haben hart dafür gearbeitet: Die BMW Group hat wesentliche Maßnahmen der Strategie Number ONE erfolgreich umgesetzt und ist heute profitabler als je zuvor. Unsere Finanzkraft hat deutlich zugenommen.

 

Wir werden weiter daran arbeiten, unsere Effizienz zu verbessern und uns damit noch robuster gegenüber Marktschwankungen aufstellen. Die heutigen Erträge aus dem operativen Geschäft nutzen wir auch, um die Zukunft des Unternehmens zu gestalten – mit neuen Technologien und innovativen Produkten, mit denen wir weiterhin führend im Premiumautomobilsegment bleiben wollen.

Damit sorgen wir dafür, dass die BMW Group auch künftig erfolgreich und ertragsstark sein wird.

 

Vielen Dank.

 

 

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CO2-Emissionen & Verbrauch.

Der Durchschnittswert der CO2-Emissionen aller immatrikulierten Neuwagen beträgt für das Jahr 2026 111 g/km. Die Berechnung beruht auf der Verordnung des UVEK über Angaben auf der Energieetikette von neuen Personenwagen (VEE-PLS) vom 02. Juli 2025. Die Verbrauchsangaben sind Normverbrauchs-Angaben gemäss dem WLTP (Worldwide harmonized Light vehicles Test Procedure), die zum Vergleich der Fahrzeuge dienen. In der Praxis können die Angaben jedoch je nach Fahrstil, Zuladung, Topografie und Jahreszeit teilweise deutlich abweichen.

Die Angaben zu Kraftstoffverbrauch, CO2-Emissionen und Stromverbrauch wurden nach dem vorgeschriebenen Messverfahren VO (EU) 2007 / 715 ermittelt. Für die Bemessung von Steuern und anderen fahrzeugbezogenen Abgaben, die (auch) auf den Verbrauch und/oder CO2-Ausstoss abstellen, können je nach Kantonaler Regelung teilweise andere als die hier angegebenen Werte gelten.

Damit Energieverbräuche unterschiedlicher Antriebsformen (Benzin, Diesel, Gas, Strom, usw.) vergleichbar sind, werden sie zusätzlich als sogenannte Benzinäquivalente (Masseinheit für Energie) ausgewiesen.

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