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PressClub Österreich · Artikel.

Rede von Dr. Friedrich Eichiner, Mitglied des Vorstands der BMW AG, Finanzen, Telefonkonferenz Quartalsbericht zum 31. März 2016

Rede Dr. Eichiner Q1 2016

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Finanzen, Zahlen und Fakten zum Unternehmen

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Michael Ebner
BMW Group

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Meine Damen und Herren,

 

auch von meiner Seite einen guten Morgen! Die BMW Group ist gut in das Jahr 2016 gestartet. In den ersten drei Monaten ist der Automobilabsatz unserer Konzernmarken auf über 550.000 Fahrzeuge gestiegen. Sowohl bei den Auslieferungen als auch beim Vorsteuerergebnis im Konzern wurden neue Bestwerte für ein erstes Quartal erreicht. Die EBIT-Marge im Automobilsegment liegt mit 9,4% im Zielkorridor.

 

Das Unternehmen schließt an ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2015 an. Es hat sich auch für 2016 anspruchsvolle Ziele gesetzt. Wir verfolgen weiterhin unsere Guidance für das Gesamtjahr. In einem volatilen Marktumfeld hat das erste Quartal unsere Erwartungen erfüllt.

 

In Europa ist die Nachfrage nach unseren Premiummarken hoch. Vor allem die BMW X Modelle sind nach wie vor sehr begehrt. Mit ihrem attraktiven Produktportfolio ist die BMW Group gut aufgestellt.

 

In China hat sich der Absatz in diesem Jahr nach einem schwächeren Geschäftsjahr 2015 per März wieder spürbar belebt. Dabei kommen unter anderem die Modellüberarbeitung der 3er Limousine sowie die X Modelle bei den Kunden gut an. Das Unternehmen hat auch von der guten Entwicklung des Gesamtmarkts profitiert. Im weiteren Jahresverlauf erwarten wir zusätzliche Absatzimpulse durch den neuen, lokal produzierten X1. Auch die volle Verfügbarkeit des neuen 7er sollte sich in den nächsten Monaten positiv auswirken. Die BMW Group hat sich gemeinsam mit ihrer chinesischen Handelsorganisation auf die veränderten Rahmenbedingungen im Markt eingestellt. Insgesamt sehen wir in China weiterhin Wachstumspotenzial.

 

Der US-amerikanische Automobilmarkt hat insgesamt ein hohes Niveau erreicht. Unter anderem aufgrund des niedrigen Ölpreises setzt sich der Trend zu SUVs in Nordamerika weiter fort. Die BMW Group hat frühzeitig die Weichen gestellt und ist dabei, die Produktionskapazitäten für die X Modelle zu erweitern. Der veränderten Nachfrage nach Limousinen haben wir in unseren Planungen Rechnung getragen. Die getroffenen Maßnahmen werden die Absatzsituation im zweiten Halbjahr positiv beeinflussen.

 

Jetzt zur Ergebnisentwicklung im Konzern. Die Umsatzerlöse betragen im ersten Quartal 20,85 Mrd. € und bewegen sich damit auf dem Niveau des Vorjahres. Gegenüber dem hohen Vorjahreswert haben Umrechnungseffekte in einigen Hauptwährungen den Umsatz reduziert. Bereinigt um diesen Faktor sind die Umsatzerlöse leicht gestiegen. Das Vorsteuerergebnis der BMW Group hat sich im Berichtszeitraum auf 2,37 Mrd. € erhöht. Damit liegt es um 4,4% leicht über dem Vorjahreswert. Die EBT-Marge auf Konzernebene beträgt 11,4%. Unsere Profitabilität erreicht damit weiterhin das hohe Niveau des Vorjahres.

 

Die BMW Group tätigt weiterhin Investitionen zur Stärkung ihrer Zukunftsfähigkeit. In Produkte, Anlagen und übrige immaterielle Vermögenswerte hat das Unternehmen im ersten Quartal insgesamt 405 Mio. € investiert. Darin sind die aktivierten Entwicklungskosten nicht mehr enthalten. Die Investitionen fallen im ersten Quartal üblicherweise niedriger aus.

 

Investitionen sind vor allem in die Vorbereitung für den Anlauf kommender Modelle geflossen. Wie im März angekündigt, haben wir die Investitionsquote neu definiert. Die aktivierten Entwicklungskosten werden wie erwähnt nicht mehr berücksichtigt. Der neue Zielwert für die Investitionsquote beträgt weniger als 5% vom Umsatz. Im ersten Quartal liegt sie saisonal bedingt bei 1,9%. Im Gesamtjahr sollte die Quote auf Vorjahresniveau liegen. 2015 betrug ihr Wert 4,2%.

 

Die Forschungs- und Entwicklungsleistungen (HGB) betragen im ersten Quartal 974 Mio. €. Das entspricht einem Zuwachs von 5,2% gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Schwerpunkte der F&E Tätigkeit lagen in den ersten drei Monaten auf der Entwicklung neuer Fahrzeuge sowie der Weiterentwicklung von Zukunftstechnologien wie Fahrerassistenzsystemen. Zudem arbeiten wir konsequent an der weiteren Elektrifizierung der Fahrzeugflotte. Im ersten Quartal wurden der 3er und der 2er Active Tourer als Hybridmodelle auf den Markt gebracht. Die Plug-in-Hybridvariante des neuen 7er wird noch im Sommer kommen. Damit stärkt das Unternehmen seine Wettbewerbsfähigkeit und seine strategische Ausrichtung auf nachhaltige Mobilität weiter.

 

Die Forschungs- und Entwicklungsquote liegt im ersten Quartal bei 4,7%. Wie üblich wird sie im Jahresverlauf ansteigen. Im Gesamtjahr sollte sie auf dem Niveau des Vorjahres liegen. 2015 betrug die Quote 5,6%.

 

Zum 31. März verfügt die BMW Group weiterhin über eine solide Liquiditätsposition. Sie beläuft sich zum Stichtag auf 11,2 Mrd. €. Die hohe Liquidität ist Ausdruck unserer Flexibilität und finanziellen Stärke. Das Unternehmen hat sein Refinanzierungsportfolio noch weiter diversifiziert. In den letzten zwei Monaten hat die BMW Group zu attraktiven Konditionen die jeweils erste öffentlich platzierte Anleihe in China und den Vereinigten Staaten begeben.

 

Nun zur Geschäftsentwicklung der einzelnen Segmente, zuerst zum Automobilsegment. Die Umsatzerlöse betragen im ersten Quartal 18,81 Mrd. € und liegen damit auf dem hohen Niveau des Vorjahres. Im Berichtszeitraum haben sich Umrechnungseffekte einiger Hauptwährungen dämpfend ausgewirkt. Das EBIT im Segment beträgt im ersten Quartal 1,76 Mrd. € und liegt damit leicht unter dem Vorjahreswert. Dämpfend wirken sich ein höherer Personalaufwand sowie gestiegene Abschreibungen und Marketingkosten aus. Die EBIT-Marge im Automobilsegment liegt bei 9,4%. Damit bewegt sie sich wie im Vorjahr in der oberen Hälfte des Zielkorridors von 8-10%. Wie erwartet gestaltet sich das Preisumfeld auch 2016 herausfordernd. Im Vergleich zum Vorjahr hat es sich im ersten Quartal leicht verschlechtert. Der Fahrzeugmix beinhaltet in den ersten drei Monaten einen leicht höheren Anteil an kompakten Fahrzeugen.

 

Der Ergebnisbeitrag des chinesischen Joint Ventures BBA im At-equity-Ergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr geringer ausgefallen. Dies ist vor allem auf Vorleistungen für den Anlauf neuer Fahrzeuge zurückzuführen. Im Laufe des Jahres werden der lokal produzierte neue X1 sowie der 2er Active Tourer für positive Impulse sorgen. Das At-equity-Ergebnis im ersten Quartal enthält auch initiale Aufwendungen im Zusammenhang mit der Beteiligung an dem Kartendienst HERE. Das Finanzergebnis des Segments liegt im ersten Quartal bei -29 Mio. €. Insgesamt hat es sich im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 131 Mio. € verbessert. Positiv hat sich hier vor allem die Marktbewertung von Rohstoff- und Währungsderivaten ausgewirkt. Das Ergebnis vor Steuern im Segment hat solide auf 1,73 Mrd. € zugelegt. Dies entspricht einem Zuwachs um 6,1%.

 

Betrachten wir kurz den Kapitalfluss im Segment. Bedingt durch einen um 971 Mio. € stärkeren Aufbau des Working Capital ist der Free Cashflow im Segment Automobile auf 532 Mio. € gesunken. Wie angekündigt erwarten wir für das Gesamtjahr einen Free Cashflow, der bei über 3 Mrd. € liegen soll. Das Nettofinanzvermögen im Segment Automobile beläuft sich zum 31. März auf 17,5 Mrd. €.

 

Wir kommen nun zum Segment Finanzdienstleistungen. BMW Group Financial Services hat im ersten Quartal seinen Wachstumskurs fortgesetzt. Der Fokus liegt weiterhin auf einem profitablen Neugeschäft und einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Leasing und Finanzierung. Im Berichtszeitraum wurden über 410.000 neue Finanzierungs- und Leasingverträge mit Endkunden abgeschlossen, 7,5% mehr als im Vorjahr. Das Neugeschäftsvolumen hat entsprechend solide auf 12,46 Mrd. € zugelegt. Der Vertragsbestand mit Endkunden hat sich zum Stichtag auf 4,40 Mio. Verträge erhöht. Dies entspricht einem Zuwachs von 8,1% im Vorjahresvergleich. Erneut hat die Region Asien/Pazifik deutlich um 18,3% zugelegt. Die Regionen Amerika sowie Mittlerer Osten/Afrika haben solide Wachstumsraten erzielt. In der EU-Bank ist der Vertragsbestand in der Kundenfinanzierung um 3,5% gewachsen.

 

Die Penetrationsrate, also der Anteil von BMW Group Neufahrzeugen, die durch das Segment Finanzdienstleistungen verleast oder finanziert werden, beträgt zum 31. März 46,1%. Damit liegt sie um 1,2 Prozentpunkte über dem Wert des entsprechenden Vorjahreszeitraums.

 

Das Vorsteuerergebnis des Segments hat sich in den ersten drei Monaten auf 570 Mio. € erhöht. Dies entspricht einem Anstieg um 2,0%. Die Risikosituation im Segment ist entsprechend unserer Erwartungen gegenüber dem Vorjahr weitgehend stabil geblieben. Im Premiumsegment der europäischen Gebraucht-wagenmärkte war im ersten Quartal 2016 ein leichter Preisanstieg zu beobachten. In Nordamerika gingen die Preise leicht zurück. Bei den Kreditrisiken konnte die Situation weiter verbessert werden. Mit 0,29% liegt die Verlustquote für das gesamte Kreditportfolio weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Für das laufende Jahr erwarten wir eine anhaltend stabile Entwicklung der Restwert- und Kreditrisiken. Das Segment betreibt ein umfassendes und vorausschauendes Risikomanagement. Es trifft für seine Geschäftsrisiken in adäquatem Umfang Vorsorge.

 

Nun zum Segment Motorräder. Das Segment hat seinen Erfolgskurs nach dem Rekordjahr 2015 im ersten Quartal dieses Jahres fortgeführt. Mit einem Absatzwachstum von 7,7% ist BMW Motorrad der bisher beste Start in die neue Motorradsaison gelungen. Weltweit konnten über 33.000 BMW Motorräder an Kunden übergeben werden – so viele wie noch nie zuvor in einem ersten Quartal. Zuwächse waren vor allem in Asien und Europa zu verzeichnen. Die positive Geschäftsentwicklung im Segment wird getragen von unserem starken Modellportfolio. Besonders die Reiseenduro BMW R 1200 GS und ihr Schwestermodell BMW R 1200 GS Adventure stießen im ersten Quartal auf hohe Nachfrage. Sehr begehrt waren auch die Modelle BMW S 1000 RR sowie die BMW S 1000 XR.

 

Die Umsatzerlöse des Segments sind auf einen neuen Höchstwert für ein erstes Quartal gestiegen. Sie betragen 582 Mio. € und liegen damit um 2,6% über dem Vorjahreswert. Das Segment-EBIT ist im Berichtszeitraum aufgrund höherer Fixkosten für Projekte zur Umsetzung der Strategie auf 94 Mio. € zurückgegangen. An den anspruchsvollen Zielen bis 2020 wird weiter intensiv gearbeitet. Entsprechend erwarten wir daher weiterhin insgesamt eine positive Entwicklung im Segment Motorräder.

 

Abschließend kommen wir noch zum Ausblick für den Konzern. Die BMW Group strebt auch 2016 ein profitables und nachhaltiges Wachstum an. Die positive Geschäftsentwicklung der ersten drei Monate wird sich unserer Einschätzung nach im weiteren Jahresverlauf fortsetzen. Wir halten an den Zielen für 2016 fest. Dabei legen wir als Prämisse stabile Rahmenbedingungen im weiteren Jahresverlauf zugrunde.

  • Die BMW Group strebt im Gesamtjahr einen leichten Anstieg des Vorsteuerergebnisses gegenüber dem Vorjahr an.
  • Bei Absatz und Umsatzerlösen im Segment Automobile wird mit leichten Zuwächsen gerechnet.
  • Wir halten im Automobilsegment am Ziel einer EBIT-Marge im Korridor von 8-10% fest.
  • Angesichts der neuen, attraktiven Modelle wird bei BMW Motorrad mit einem leichten Anstieg der Auslieferungen gegenüber dem Vorjahr gerechnet.
  • Im Segment Finanzdienstleistungen erwarten wir eine Eigenkapitalrendite auf Vorjahresniveau und damit über dem Zielwert von mindestens 18%.

Ich möchte betonen: Alle Ziele setzen voraus, dass die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stabil bleiben. Sollten die wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten weltweit allerdings stärker als erwartet zunehmen, können Auswirkungen auf die Prognose nicht ausgeschlossen werden.

 

In den kommenden Monaten und Jahren werden wir unsere Strategie NUMBER ONE > NEXT Schritt für Schritt umsetzen und so die Weichen für die Zukunft stellen. Wir investieren gezielt in neue Technologien und Antriebe und damit in die Wettbewerbsfähigkeit der BMW Group. Mit seinen flexiblen Strukturen und einer attraktiven Modellpalette ist das Unternehmen gut aufgestellt.

 

Die BMW Group steht für Innovationskraft und finanzielle Stärke. Mit unserem Ansatz eines global ausgewogenen, nachhaltigen Wachstums können wir Schwankungen auf einzelnen Märkten gut ausgleichen. Gerade in Zeiten hoher Volatilität kann das Unternehmen so flexibel auf veränderte Rahmenbedingungen reagieren. Ihre Finanzkraft, ihre attraktiven Premiummarken und -produkte sowie ihre hohe Flexibilität bilden die tragfähige Basis für den langfristigen Erfolg der BMW Group.

 

Vielen Dank.

 

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