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Von Mexiko nach Steyr: Harald Gottsche ist neuer Geschäftsführer des BMW Group Werks Steyr

+++ Harald Gottsche leitet seit Jänner die BMW Motoren GmbH Steyr und die weltweite Antriebsproduktion +++ Davor war Gottsche fünf Jahre lang Leiter des Fahrzeugwerks im Mexiko +++ Erste Eindrücke aus Steyr: gute Stimmung, großartiger Zusammenhalt +++ Fokus für 2026: Hochlauf der E-Motorenproduktion und Flexibilität +++

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Steyr. | Seit Anfang Jänner hat das BMW Group Werk Steyr einen neuen Geschäftsführer: Harald Gottsche wechselte von San Luis Potosí, Mexiko, nach Steyr und München. Zusätzlich zu seiner Werksleitungsfunktion in Steyr verantwortet er, wie auch bereits sein Vorgänger Klaus von Moltke, in Personalunion die weltweite Antriebsproduktion der BMW Group.

Harald Gottsche leitete in den vergangen fünf Jahren das BMW Group Werk im mexikanischen San Luis Potosí. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen sorgte Gottsche für ein stabiles Produktionsvolumen und verantwortete die Anläufe des BMW 2er Coupés und des BMW M2. Seit 2024 wird am Standort außerdem für die E-Mobilität investiert – das Fahrzeugwerk wird um eine Batteriemodul-Fertigung erweitert. Vor seinem Einsatz in Mexiko war Harald Gottsche in verschiedenen Leitungsfunktionen im Produktionsnetzwerk der BMW Group tätig, unter anderem als Leiter der Montage im Münchner Stammwerk und als Leiter des Produktionskonzepts Mittelklasse.

Prägende Erfahrungen in Mexiko

Wie die Erfahrungen der letzten fünf Jahre ihn in Hinblick auf seine neue Aufgabe beeinflussen, fasst Harald Gottsche so zusammen: „Das Fahrzeugwerk in San Luis Potosí wurde 2019 eröffnet. Es ist also ein junger Standort, mit einem im Durchschnitt auch sehr jungen Team. Hier in Steyr haben wir als Standort und in der Belegschaft viel Erfahrung – über 40 Jahre lang werden hier bereits Motoren produziert. Dieser Kontrast ist für mich in meiner Führungsaufgabe sehr spannend. Ich freue mich darauf, mit der hochqualifizierten Mannschaft hier in Steyr zusammenzuarbeiten.“

Der direkte Vergleich zwischen Mexiko und Europa prägt auch seinen Blick für die aktuellen Herausforderungen: „Sehr unterschiedlich sind auch die Rahmenbedingungen: Innerhalb der BMW Group verfolgen wir weltweit dieselben Standards, Prozesse und Qualitätsansprüche. Ein Werk der BMW Group produziert überall auf der Welt Premium-Produkte. Aber die äußeren Strukturen – von Arbeitszeit-Regelungen über Kosten bis hin zur Landeskultur – sind völlig unterschiedlich. In Mexiko spürt man einfach: Die Leute wollen das, was wir hier in Europa haben: einen hohen Lebensstandard, Wohlstand, einen verlässlichen Sozialstaat. Dafür sind sie bereit, hart zu arbeiten. Und das trifft nicht nur auf Mexiko zu, sondern auf viele Länder der Welt – nicht zuletzt auch China. Wenn man das einige Jahre hautnah erlebt hat, dann wird einem bewusst, wie sehr wir künftig als Wirtschaftsraum Europa unter Druck stehen werden. Dem müssen wir mit Innovation und Flexibilität begegnen,“ so Harald Gottsche.

Fokus für Steyr: Hochlauf der E-Motorenproduktion und Flexibilität

In seinen ersten Wochen führte Harald Gottsche unzählige Gespräche und absolvierte viele Kilometer zu Fuß innerhalb des Werks Steyr: „Mir ist es wichtig, die Menschen kennenzulernen. Und damit meine ich nicht nur die Führungsmannschaft, sondern auch unsere Montage-Mitarbeiterinnen, Instandhalter, etc. Darum habe ich im ersten Monat alle Bereiche des Werks zumindest einmal besucht. Mir ist dabei aufgefallen, wie gerne die Leute hier arbeiten. Die Stimmung ist gut. Der Zusammenhalt ist großartig. Gleichzeitig ist allen bewusst, dass die Automobilindustrie in Europa insgesamt stark gefordert ist.“

Mit Blick auf das laufende Jahr sieht der neue Werksleiter zwei Handlungsfelder, die er als besonders wichtig einstuft: „Wir haben einen steilen Hochlauf der E-Motorenproduktion im Werk Steyr vor uns. Dass dieser gut gelingt ist sehr wichtig, um unsere Kunden weltweit mit dem neuen BMW iX3 beliefern zu können – und auch mit den anderen Modellen der Neuen Klasse, die heuer noch auf den Markt kommen werden. Darüber hinaus bleibt die Produktion der Verbrennungsmotoren zentral für unser Unternehmen. Flexibel auf die weltweiten Bedarfsschwankungen von Verbrennungsmotoren und Elektromotoren reagieren zu können, ist ein echter Standortvorteil von Steyr.“

Harald Gottsche privat: Familienleben zwischen dem Pendeln

Harald Gottsche ist 52 Jahre alt, verheiratet und Vater von zwei erwachsenen Töchtern. Als Mexiko-Expat mit Wurzeln in der Oberpfalz (Bayern) sieht er dem Pendeln zwischen seinen nunmehr zwei Lebensschwerpunkten in München und Steyr gelassen entgegegen. Seine Arbeitswoche wird sich künftig zur Hälfte in Steyr und zur anderen Hälfte in München abspielen. Außerdem wird er regelmäßige zu den weiteren Standorten des globalen Antriebs-Netzwerks der BMW Group reisen. Gottsche: „So sehr ich Mexiko – die Natur, die Kultur, die Wärme und auch die regionale Küche – liebgewonnen habe, so sehr freue ich mich auch, wieder näher an der Heimat zu sein. Besonders schön ist es, dadurch meine Töchter wieder regelmäßig sehen zu können – und zwar nicht nur in Videocalls.“

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