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BMW Group Werk Steyr bringt modernste Leistungselektronik nach Österreich.
Tue Oct 13 17:00:00 CEST 2026 Pressemeldung
Die BMW Group investiert bis 2029 mehr als einhundert Millionen Euro in die E-Motorenproduktion im Werk Steyr. Neben Prozessverbesserungen in der bestehenden Fertigung entsteht eine Hightech-Produktion für Inverter-Komponenten. Der Standort vertieft so seine Wertschöpfung und stärkt seine Wettbewerbsfähigkeit im Bereich hocheffizienter elektrischer Antriebe.
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Susanne Tsitsinias
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Susanne Tsitsinias
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Steyr | Mitten im erfolgreichen Hochlauf der Gen6-Elektromotoren für die Neue Klasse stellt das BMW Group Werk Steyr bereits die Weichen für die Zukunft. Am Standort wird bis 2029 eine hochmoderne Fertigung für Leistungselektronik und Inverter-Komponenten aufgebaut. Das Unternehmen stärkt so die technologische Kompetenz des Werks, erhöht die Wertschöpfung am Standort und verankert weiteres Schlüssel-Know-how für die Elektromobilität in Österreich.
Herzstück der im Wettbewerbsumfeld einzigartigen und hocheffizienten Gen6-Elektromotoren ist ein Leistungsmodul im Inverter. Künftig verantwortet das BMW Group Werk Steyr die vorgelagerte Lieferkette und die Montage dieses zentralen und hochkomplexen Bauteils selbst. Zusätzliche Effizienzsteigerungen will das Werk durch Prozessoptimierungen im bestehenden Produktionssystem erreichen.
Harald Gottsche, Geschäftsführer der BMW Motoren GmbH: „Mit dem Einstieg in die E-Antriebsfertigung haben wir gezeigt, dass wir in Steyr Transformation beherrschen. Durch die hauseigene Fertigung des Leistungsmoduls steigen wir nun noch tiefer in die Elektrotechnik ein und können die Komponenten wie z.B. Halbleiter flexibel auf den Weltmärkten beschaffen. Das verbessert unsere Wettbewerbsposition und verringert Abhängigkeiten in einem geopolitisch sensiblen Technologiefeld.“
Bis zum Produktionsstart im Sommer 2029 investiert die BMW Group über einhundert Millionen Euro in das Werk Steyr, unter anderem für eine neue Montagelinie in einem neuen Sauberraum und die dazugehörige Infrastruktur. Mit der Erweiterung gehen auch neue, anspruchsvolle Fertigungsprozesse einher. So wird zum Beispiel erstmals überhaupt bei der BMW Group Großflächenlöten und Ultraschallschweißen zum Einsatz kommen, um die zehn Einzelteile des Leistungsmoduls zusammenzubauen.
Helmut Hochsteiner, Leiter der E-Antriebsfertigung im Werk Steyr: „Der Aufbau neuer Kompetenzen im Zuge der Transformation zur E-Mobilität am Standort, zum Beispiel für die Inverterfertigung, ist gelungen, und unser Beitrag für den Erfolg der Neuen Klasse unbestritten. Nun freuen wir uns, diese Erfahrungen für den nächsten Schritt einzusetzen. Neben dem Aufbau und der Integration neuer Anlagen bereiten wir die Qualifizierung unserer Mitarbeitenden für die neuen Umfänge vor“.
Seit dem Jahr 2022 wird das Werk Steyr konsequent zu einem zentralen Standort für Elektromobilität im Produktionsnetzwerk der BMW Group ausgebaut. Gleichzeitig liefert das Werk weiterhin jedes Jahr über eine Million Benzin- und Dieselmotoren in die BMW Group Fahrzeugwerke weltweit.
Harald Gottsche: „Wir sind ein starker Motor für Österreich. Unsere Produktion und die 4.700 Mitarbeitenden sowie das dichte Lieferantennetzwerk der BMW Group tragen substanziell zur Wertschöpfung im Land bei. Wir investieren in Technologien und Kompetenzen, die den Industriestandort langfristig wettbewerbsfähig machen und damit Arbeitsplätze im Land halten. Dass die österreichische Bundesregierung und das Land Oberösterreich uns bei unserem nächsten Vorhaben unterstützen, bestätigt unsere Strategie und unterstreicht die Bereitschaft der Politik, die Wertschöpfung zukunftsträchtiger Innovationen im Rahmen der Industriestrategie 2035 zu fördern.“
„Die heutige Investitionsentscheidung von BMW macht Mut und zeigt: Auch eine Industrie mitten in der Transformation hat in Österreich Zukunft. Mit Fleiß, Innovationskraft und internationaler Ausrichtung setzen wir auf die richtigen Stärken, um im globalen Wettbewerb erfolgreich zu sein. Dass sich Steyr konzernintern durchgesetzt hat, bestätigt auch den klaren Fokus unserer Industriestrategie: Schlüsseltechnologien wie Chips und Halbleiter stärken, technologische Abhängigkeiten reduzieren und Wertschöpfung nach Österreich holen. Denn unser Anspruch ist klar: Die Autos der Zukunft sollen nicht nur in Europa fahren, sondern auch hier produziert werden. Das sichert Wertschöpfung, Wohlstand und vor allem Arbeitsplätze,“ so Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer.
„Oberösterreich ist auch in herausfordernden Zeiten ein attraktiver Wirtschafts-, Arbeits- und Innovationsstandort – und BMW in Steyr ist dafür ein Paradebeispiel. Hier treffen höchste technologische Kompetenz, qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der Mut zu neuen Technologien aufeinander. BMW zeigt zugleich, wie wir mit Technologieoffenheit Zukunft gestalten: mit Elektromobilität und neuen Technologien ebenso wie mit der bekannten Stärke bestehender Antriebe. Für uns gilt: Innovation statt Verbote und Offenheit statt Scheuklappen. So sichern wir Wertschöpfung und Arbeitsplätze und stärken unseren Industrie- und Innovationsstandort im internationalen Wettbewerb. Danke an BMW für das klare Bekenntnis zu Steyr und Oberösterreich“, sagte Landeshauptmann Thomas Stelzer bei der Standortverkündung in Steyr.
Auf einen Blick: Fragen und Antworten zur Fertigung von Leistungselektronik im BMW Group Werk
1) Welche Funktion hat das Leistungsmodul im Elektroantrieb?
Das Leistungsmodul ist das Herzstück des Inverters. Der Inverter
steuert die Energieübertragung zwischen Hochvoltbatterie und
Elektromotor und trägt damit wesentlich zur Effizienz und
Leistungsfähigkeit des elektrischen Antriebs bei.
2) Was produziert das BMW Group Werk Steyr künftig im Bereich Leistungselektronik?
Das BMW Group Werk Steyr baut bis 2029 eine neue Fertigung für Leistungselektronik und Inverter-Komponenten auf. Künftig übernimmt der Standort die vorgelagerte Lieferkette und die Montage des Leistungsmoduls im Inverter der Gen6-Elektromotoren für die Neue Klasse.
3) Wie viel investiert die BMW Group in die neue Produktion in Steyr und wann startet sie?
Die BMW Group investiert bis 2029 mehr als 100 Millionen Euro in das Werk Steyr. Der Produktionsstart ist für Sommer 2029 geplant.
4) Warum fertigt das BMW Group Werk Steyr das Leistungsmodul künftig selbst?
Die Eigenfertigung erhöht die Wertschöpfung und stärkt die Elektrotechnik-Kompetenz in Steyr. Gleichzeitig können Komponenten wie Halbleiter flexibler beschafft und Abhängigkeiten reduziert werden.
5) Welche neuen Fertigungstechnologien kommen dabei zum Einsatz?
Für die Montage des Leistungsmoduls werden erstmals überhaupt in der BMW Group Großflächenlöten und Ultraschallschweißen eingesetzt, um die Einzelteile des Leistungsmoduls zusammenzubauen. Parallel bereitet das Werk die Qualifizierung der Mitarbeitenden für die neuen Produktionsumfänge vor.
6) Welche Bedeutung hat die Investition für den BMW Standort Steyr und Österreich?
Die neue Fertigung stärkt Steyr als Standort für Elektromobilität und erhöht die industrielle Wertschöpfung in Österreich. Gleichzeitig baut das Werk seine Kompetenzen für hocheffiziente elektrische Antriebe weiter aus.