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Die BMW Group Mobile Tradition auf der Mille Miglia 2005
Wed May 18 12:45:00 CEST 2005 Pressemeldung
Mit 12 PS auf die Mille Miglia: Reichle/Lapp gehen mit BMW Isetta 250 an den Start+++Isetta und BMW 507 feiern 50. Geburtstag+++Alexander Zanardi auf BMW 507 dabei+++22 BMW Teams am Start +++ Boni/Barzizza auf BMW 328 fahren um den Damenpokal
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Andreas Klugescheid
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Autor.
Andreas Klugescheid
BMW Group
Die BMW Group Mobile Tradition auf der Mille Miglia 2005
Mit 12 PS auf die Mille Miglia: Reichle/Lapp gehen mit BMW Isetta 250 an den
Start+++Isetta und BMW 507 feiern 50. Geburtstag+++Alexander Zanardi auf BMW
507 dabei+++22 BMW Teams am Start +++ Boni/Barzizza auf BMW 328 fahren um den
Damenpokal
München/Brescia. Es ist wieder soweit: am 19. Mai finden sich die Traumwagen
vergangener Epochen in Brescia ein. Was dann folgt, ist ein italienisches
Phänomen, ohne das die Klassikwelt deutlich ärmer wäre: Hunderttausende von
Zuschauern begleiten die PS-starken Boliden auf den tausend Meilen von Brescia
über Ferrara und Rom wieder zurück an den Ausgangsort. Getragen vom
einzigartigen Enthusiasmus der jubelnden Fans zieht damit eine Karawane von
automobilhistorischen Pretiosen durch Landschaften, die ihresgleichen suchen.
Dies ist die richtige Bühne, um zwei ganz besondere Jubiläen authentisch zu
begehen: Sowohl der BMW 507 als auch die BMW Isetta feiern dieses Jahr ihren
50. Geburtstag. Und obschon sich beide Automobile in ihrem Charakter deutlich
unterscheiden, vereint sie doch ein besonderes Privileg: Sie sind auf der Mille
Miglia startberechtigt, nachdem sie in den fünfziger Jahren die klassische
Ausgabe des Rennens durch Nord- und Mittelitalien fuhren.
Für die BMW Group Mobile Tradition übernimmt es das Team Jörg Reichle/Holger
Lapp, auf einer BMW Isetta 250 der großvolumigen Konkurrenz die Zähne zu
zeigen. Der Leiter der BMW Group Mobile Tradition, Holger Lapp, und der
Journalist Jörg Reichle bewegen das weiß - blaue "bubble car" in
unmodifiziertem Zustand - weder am Motor noch am Fahrwerk wurden
Tuningmaßnahmen durchgeführt. Das zweite von der Münchner Klassiksparte
eingesetzte Team trägt einen klingenden Namen - Giorgia und Luca Ferrari fahren
eine BMW Isetta 300. Ist der Einsatz der Isetten für die BMW Group Mobile
Tradition noch Neuland, so haben Mercandanti/Mercandanti schon seit einigen
Jahren die Herzen der Zuschauer erobert. Damit ist neben den beiden
Werksisetten noch eine dritte, private Isetta mit im Teilnehmerfeld dabei.
Als Präsident der italienischen Tochtergesellschaft der BMW Group bestreitet
Marco Saltalamaccia im BMW 507 die Neuauflage des Klassikers. Sein Partner im
Team hat Motorsporterfahrung auf höchstem Niveau: Der ehemalige Formel-1 Pilot
und aktuelle WTCC Fahrer Alexander Zanardi bewegt zusammen mit Saltalamaccia
den V8 Roadster, der vielen als eines der schönsten Autos gilt. Zanardi hatte
in den letzten Jahren durch sein Comeback auf BMW Tourenwagen von sich Reden
gemacht. Ein zweiter BMW 507 (Trucco/Domenico - Italdesign) ergänzt das
Starterfeld der 50-jährigen.
Wie gewohnt zeigt die BMW Mobile Tradition auch wieder Schätze aus den 30er
Jahren. So startet Michael Ramstätter, Leiter Öffentlichkeitsarbeit von Europas
größtem Automobilclub ADAC, zusammen mit Richard Gaul, dem Pressechef der BMW
Group, in einem klassisch - schönen BMW 327 Cabriolet. Die überaus
erfolgreiche Geschichte des BMW 328 bilden gleich vier Teilnehmerfahrzeuge ab:
Franca Boni und Monica Barzizza nehmen auch dieses Jahr wieder den Damenpokal
fest ins Visier und sind für Platzierungen unter den ersten 15 gut. Aus den USA
angereist, bewegen Kurt Liedtke (CEO Bosch USA) und Michael Klein (CEO Murray's
Discount Auto Parts) einen BMW 328 in der Serienausfühurng. Eine Hommage an den
Gesamt - und Teamsieg von BMW bei der Mille Miglia 1940 stellen zwei weitere
Fahrzeuge dar: Das BMW 328 Mille Miglia Coupé, Original Siegerwagen der Mille
Miglia 1940, wird pilotiert durch Professor Burkhard Göschel, Vorstand für
Entwicklung und Einkauf der BMW AG - zusammen mit seinem Copiloten Jürgen
Kübler ein erfahrenes Team. Prinz Leopold von Bayern teilt das Cockpit mit
Chris Bangle, dem Chefdesigner der BMW Group. Ihr Fahrzeug war 1940 maßgeblich
am Teamsieg beteiligt; der BMW 328 Mille Miglia Roadster belegte damals den 3.
Platz der Gesamtwertung.
Das Team der BMW Group Mobile Tradition wird erneut ergänzt durch zahlreiche
private Teams. Damit ist das Feld der teilnehmenden BMW erneut ein
faszinierendes Abbild der Automobilhistorie - in einem Leistungsspektrum von 12
bis 150 Pferdestärken.
Weitere Informationen zur aktuellen Auflage der Mille Miglia
sind unter http://www.millemiglia.it zu finden.
Die Isetta auf der Mille Miglia
Es war die Sensation der Mille Miglia 1954: Am 1. Mai gingen in der Klasse
Turismo Serie Speziale unter 70 Startern auch sieben Iso Isetta an den Start.
Das Teilnehmerfeld wurde - wenig überraschend - dominiert von über dreißig FIAT
500, aber auch der Renault 4 CV mit 747 ccm war mit 20 Exemplaren gut
vertreten. Die Iso Isetta hatte mit ihrem 236 ccm - Motorchen nur eine Chance:
durchhalten. Tatsächlich belegte die bestplatzierte Isetta Rang 30 in ihrer
Klasse - weniger überzeugendes Spurtvermögen als vielmehr zahlreiche Ausfälle
der Konkurrenz sorgten für dieses gute Resultat. Wie groß jedoch der Abstand
zum Sieger Ascari war, verdeutlicht ein Vergleich der Zeiten: Ascari passiert
nach 11 Stunden, 26 Minuten und 10 Sekunden die Ziellinie, während die Isetta
mit 22 Stunden, 04 Minuten und 52 Sekunden fast doppelt so lange für die Runde
durch Nord - und Mittelitalien benötigte. Damit errang das Fahrerteam M.
Cipolla/L. Brioschi Rang 175 in der Gesamtwertung - vier Konkurrenten (darunter
drei weitere Isetten) sind noch langsamer.
Die 22. Mille Miglia von 1955 sieht nur noch vier Iso Isetten am Start. Bei
strahlendem Sonnenschein machten sich die vier Fahrzeuge auf den Weg - um mit
Bestzeiten im Vergleich zum Vorjahr das Ziel in Brescia zu erreichen. Erneut
setzte Mario Cipolla die Maßstäbe im Feld der Isettafahrer. Die Verbesserung
auf 20 Stunden, 04 Minuten und 52 Sekunden rührte unter anderem daher, dass
sich Cipolla zur Verbesserung des Leistungsgewichtes entschlossen hatte, seinen
Beifahrer aus dem Fahrzeug zu entfernen. Zum Vergleich: Die Sieger der Mille
Miglia 1955 - Moss/Jenkinson - waren gerade einmal zehn Stunden früher über
die Ziellinie gefahren......
Die Mille Miglia 1955 bedeutete gleichzeitig das Ende dieses heroischen
Kapitels im Motorsport. Spätere Einsätze der Isetta auf der Mille Miglia sind
jedenfalls nicht bezeugt. Trotzdem hinterließ die Isetta durchaus einen guten
Eindruck. Giovanni Lurani schrieb im gleichen Jahr: "Das kleine Isetta "bubble
car" und sein fähiger Lenker Mario Cipolla erreichten ein außerordentlich
interessantes Ergebnis. Ihre Durchschnittsgeschwindigkeit lag nämlich um rund 2
km/h über dem Schnitt, den Minoja bei seinem Sieg während der ersten jemals
ausgetragenen Mille Miglia in 1927 fuhr."