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BMW Group Fahrzeuge umweltfreundlich verwertbar
Mon Mar 10 10:45:00 CET 2008 Pressemeldung
Mit einem industriellen Großversuch unter Verwendung von 501 Vorserienfahrzeugen hat die BMW Group nachgewiesen, dass sie die hohen zukünftigen Anforderungen an Wiederverwertbarkeit, Recyclingfähigkeit und Verwertbarkeit bereits heute erfüllt. Die gesetzliche Grundlage dafür ist u. a. die EU-Richtlinie 2005/64/EG. Gemäß dieser Richtlinie müssen Neufahrzeuge spätestens ab Dezember 2008 mindestens bis zu 85 Prozent recyclingfähig und bis zu 95 Prozent verwertbar sein. Dies dient als Nachweis, dass die Recyclingquoten 2015 erreicht werden können.
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Wieland Brúch
BMW Group
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Autor.
Wieland Brúch
BMW Group
München. Mit einem industriellen Großversuch unter Verwendung von 501
Vorserienfahrzeugen hat die BMW Group nachgewiesen, dass sie die hohen
zukünftigen Anforderungen an Wiederverwertbarkeit, Recyclingfähigkeit und
Verwertbarkeit bereits heute erfüllt. Die gesetzliche Grundlage dafür ist u. a.
die EU-Richtlinie 2005/64/EG. Gemäß dieser Richtlinie müssen Neufahrzeuge
spätestens ab Dezember 2008 mindestens bis zu 85 Prozent recyclingfähig und bis
zu 95 Prozent verwertbar sein. Dies dient als Nachweis, dass die
Recyclingquoten 2015 erreicht werden können.
Die Vorbehandlung der Fahrzeuge und Demontage von Bauteilen zur
Wiederverwendung wurde im BMW Group Recycling- und Demontagezentrum (RDZ)
durchgeführt. Hierzu gehören die Neutralisierung der pyrotechnischen
Komponenten durch gezieltes Auslösen und die sortenreine Entnahme aller
Flüssigkeiten im Fahrzeug. In dem aktuellen Großversuch wurden ausschließlich
die Komponenten demontiert, die als Gebrauchtteil weiterverwendet werden
können. Diese sind je nach Erhaltungszustand beispielsweise Räder oder Front-
und Heckleuchten. Das Schreddern der Restkarosserien und die
verfahrenstechnische Aufbereitung der dabei anfallender Materialfraktionen
mittels der Post-Shredder-Technologie erfolgte bei Partnerbetrieben. Mit diesen
Prozessen können Metalle und metallhaltige Verbunde weitestgehend vollständig
unmittelbar bzw. nach einer weiteren Aufbereitung als Sekundärrohstoff genutzt
werden. Von besonderer Bedeutung sind die Kunststoffabfälle als ein Gemisch
verschiedener Kunststoffarten. Die anfallenden Produkte wurden als Rezyklate
für die Herstellung neuer Bauteile sowie als Ersatz für konventionelle
Reduktionsmittel, wie z. B. Koks und Schweröl, im Hochofen eingesetzt. Damit
werden Materialkreisläufe effizient und ökologisch geschlossen. Der hohe Anteil
von wieder verwendeten und wirtschaftlich verwerteten Materialien zeigt die
Bedeutung der Altfahrzeuge als Rohstoffressource.
Die ersten Arbeitsschritte des Großversuchs wurden im RDZ durchgeführt. Hier
konzentriert sich seit 1994 das Engagement der BMW Group zur stetigen
Optimierung des Recyclings. Der zertifizierte Entsorgungsfachbetrieb ist heute
eine der international führenden Einrichtungen ihrer Art. Darüber hinaus
liefert das RDZ als Entwicklungsplattform wichtige Ansätze für Demontage- und
Trockenlegungstechniken und für künftige Recyclingkonzepte. Auch bei der
Konstruktion und Entwicklung ihrer Fahrzeuge nimmt die BMW Group viele
Maßnahmen vorweg, die schließlich einer effizienten und ökologischen
Wiederverwertung der Produkte dienen. Diesen Ansatz fasst die BMW Group unter
dem Begriff Design for Recycling zusammen. Alle flüssigkeitsführenden Bauteile
in den Fahrzeugen sind beispielsweise so ausgelegt, dass sich vor der Demontage
Betriebsflüssigkeiten wie Öl, Kraftstoff, Bremsflüssigkeit und Kühlmittel
schnell und einfach entnehmen lassen. Auch werden pyrotechnische Komponenten so
konzipiert, dass sie über eine zentrale Steckverbindung gezielt ausgelöst
werden können. Dadurch vereinfacht und verkürzt sich der Demontage- und
Verwertungsprozess erheblich.
Weitere Informationen zum Recycling Strategie der BMW Group unter
www.bmwgroup.com/recycling. Fahrer die ihren BMW oder MINI kostenlos und
fachgerecht recyceln lassen wollen finden dazu Informationen unter
www.bmw.de/recycling bzw. www.mini.de/recycling.