PressClub Deutschland · Artikel.
Jahresüberschuss der BMW Group vor außerordentlichem Ergebnis mit 663 Mio. Euro deutlich über Vorjahr
Tue Mar 28 10:00:00 CEST 2000 Pressemeldung
Ausserordentliche Aufwendungen für Rover von 3.150 Mio. Euro / Stabile Dividende für 1999 / Absatzwachstum der BMW Group im ersten Quartal
Pressekontakt.
Torsten Julich
BMW Group
Tel: +49-89-382-28405
E-Mail senden
Autor.
Torsten Julich
BMW Group
· Ausserordentliche Aufwendungen für Rover von 3.150 Mio. Euro
· stabile Dividende für 1999
· Absatzwachstum der BMW Group im ersten Quartal
München. Für die BMW Group war 1999 operativ insgesamt ein erfolgreiches Jahr.
Das Segment BMW Automobile erreichte das bisher beste Ergebnis der
Unternehmensgeschichte. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg
trotz des 1999 rückläufigen Ergebnisses im Segment Rover Automobile um 4,7 %
auf 1.111 Mio. Euro (i.Vj. 1.061 Mio. Euro). Nach Abzug der ertragsabhängigen
und sonstigen Steuern in Höhe von 448 Mio. Euro beträgt der BMW Group
Jahresüberschuss vor außerordentlichem Ergebnis 663 Mio. Euro (i.Vj. 462 Mio.
Euro), dies ist der bisher höchste Jahresüberschuss des Unternehmens, ein Plus
von 43,5 % gegenüber dem Vorjahr. Für die notwendigen
Restrukturierungsmaßnahmen und weitere erkennbare Risiken bei Rover hat die BMW
Group deshalb umfangreiche Vorsorge getroffen. Diese außerordentlichen
Aufwendungen betrugen 3.150 Mio. Euro. Daraus resultiert ein Jahresfehlbetrag
von 2.487 Mio. Euro.
Prof. Dr.-Ing. Joachim Milberg, Vorstandsvorsitzender der BMW Group: "Die BMW
Group hat sich neu aufgestellt, und wir sind - auch in dieser neuen Form - gut
aufgestellt: mit einer ultrastarken Marke BMW, mit einer potentialstarken Marke
MINI, mit der exklusivsten Marke der Welt - Rolls-Royce - und somit verfügt die
BMW Group über Potential für überdurchschnittliches profitables Wachstum."
Zum Jahresergebnis der BMW Group sagte Dr. Helmut Panke, Finanzvorstand der BMW
Group: "Der Vorstand ist zuversichtlich, dass die BMW Group für 2000 einen
Jahresüberschuss ausweisen wird, der über dem des Jahres 1999 vor
außerordentlichem Ergebnis liegen wird."
Segment BMW Automobile erneut verbessert
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Segment BMW Automobile
wuchs gegenüber dem heraus-ragenden Vorjahreswert um weitere 5,1 % auf 2.106
Mio. Euro (i.Vj. 2.003 Mio. Euro) an. Hingegen erhöhten sich die durch Markt-
und Währungseinflüsse sowie durch die Restrukturierungsmassnahmen
hervorgerufenen Verluste im Segment Rover Automobile um 250 Mio. Euro auf 1.207
Mio. Euro (+ 26,1%). Im Segment BMW Motorräder verbesserte sich das Ergebnis
weiter; es stieg um 12,5 % auf 18 Mio. Euro (i.Vj. 16 Mio. Euro) an.
Zum letzten Mal berichtet die BMW Group über das Geschäftsfeld Flugtriebwerke.
Nachdem 1999 die Umwandlung vom Entwicklungs- zum Produktions-unternehmen
vollzogen wurde, reduzierte sich der Verlust bei BMW Rolls-Royce deutlich um
37,6 % auf 146 Mio. Euro (i.Vj. - 234 Mio. Euro). Seit Beginn des Jahres 2000
ist das Unternehmen eine Tochtergesellschaft von Rolls-Royce plc. und firmiert
nun unter Rolls-Royce Deutschland GmbH.
Die Finanzdienstleistungen entwickeln sich weiterhin positiv. Das Ergebnis in
diesem Segment der BMW Group erhöhte sich um 6 % auf 316 Mio. Euro (i.Vj. 298
Mio. Euro).
BMW Group 1999 mit Rekordumsatz
Im Geschäftsjahr 1999 erzielte die BMW Group einen Umsatz von 34.402 Mio. Euro
(i.Vj. 32.280 Mio. Euro). Dies entspricht einer Steigerung um 6,6 % gegenüber
dem Vorjahr. Im wesentlichen ist dies auf den gestiegenen Absatz der BMW
Fahrzeuge sowie den anhaltenden Trend zu höherwertiger Ausstattung
zurückzuführen.
Der Umsatz mit fremden und anderen Segmenten stieg bei BMW Automobile um 12 %
auf 24.610 Mio. Euro (i.Vj. 21.980 Mio. Euro).
Auch das Segment Rover Automobile erzielte mit einer Steigerung um knapp 2 %
auf 8.638 Mio. Euro (i.Vj. 8.466 Mio. Euro) einen höheren Umsatz als im Vorjahr.
Das Geschäft mit BMW Motorrädern erhöhte sich um 17,8 % auf 769 Mio. Euro
(i.Vj. 653 Mio. Euro) erneut kräftig. Dies gilt auch für das
Flugtriebswerksgeschäft der BMW Rolls-Royce GmbH: ihr Umsatz wuchs um 84,6 %
auf 683 Mio. Euro (i.Vj. 370 Mio. Euro). Das Geschäft mit den
Finanzdienstleistun-gen war ebenfalls erfolgreich: sie steigerten ihren Umsatz
im vergangenen Jahr um 6,6 % auf 6.153 Mio. Euro (i.Vj. 5.771 Mio. Euro).
Auslieferungen in 1999 auf hohem Vorjahresniveau
Die Automobilproduktion der BMW Group sank im Vergleich zum Vorjahr um knapp 5%
auf über 1.147.400 Einheiten. Dieser Rückgang ist auf die rückläufige Nachfrage
nach Rover Modellen und den forcierten Rover Lagerabbau zurückzuführen. Die
Produktion von Fahrzeugen der Marke BMW stieg dagegen weiter an. Die Anläufe
der BMW Modelle 3er Coupé, 3er touring, 3er Cabrio, X5 und Z8, des Rover 75 und
des Land Rover Discovery II wurden erfolgreich bewältigt.
Die Auslieferungen der BMW Group knüpften an das hohe Niveau des Vorjahres an.
Insgesamt wurden über 1.180.400 Fahrzeuge der Marken BMW, Rover, Land Rover, MG
und MINI verkauft. Zu den größten Absatzmärkten des Konzerns gehören
Deutschland, Großbritannien und die Vereinigten Staaten. Die am stärksten
wachsenden Marken der BMW Group war weiterhin Land Rover und BMW. Die
Auslieferung von Produkten der Marke Rover dagegen war 1999 weiter rückläufig.
Stabile Dividendenhöhe
Der Jahresüberschuss der BMW AG beläuft sich auf
269 Mio. Euro (i.Vj. 234 Mio. Euro); er wurde im operativen Geschäft
realisiert. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, den
Bilanzgewinn der BMW AG in Höhe von 269 Mio. Euro (i.Vj. 234 Mio. Euro) zur
Ausschüttung einer Dividende von 0,40 Euro je Stammaktie und von 0,42 Euro je
Vorzugsaktie im Nennbetrag von jeweils 1 Euro auf das dividendenberechtigte
Grundkapital
(622,2 Mio. Euro Stammaktien und 47,2 Mio. Euro Vorzugsaktien) zu verwenden.
Die Ausschüttungsquote bliebe damit auch nach der Umstellung auf die 1 Euro
Nennwert-Aktie unverändert bei 40 % für die Stammaktie und 42 % für die
Vorzugsaktie.
Das DVFA Ergebnis vor ausserordentlichen Aufwendungen beträgt 677 Mio. Euro
(iVj. 518 Mio. Euro).
Investitionen erneut aus Cash Flow finanziert
Die Investitionen der BMW Group lagen im vergangenen Jahr mit 2.155 Mio. Euro
(i.Vj. 2.179 Mio. Euro) nahezu auf Vorjahresniveau. Diese Mittel flossen in die
Vorbereitung neuer Modelle, in die Modernisierung und den Ausbau der Fertigung
sowie die Stärkung des internationalen Vertriebs. Mit dem Umfang der
Investitionen steht die BMW Group weiterhin mit an führender Stelle in der
Automobilbranche.
Die Investitionen wurden wie in den Vorjahren vollständig aus dem Cash Flow
(2.807 Mio. Euro) finanziert.
Die Entwicklung im 1. Quartal 2000
Nach ersten Hochrechnungen konnte die BMW Group die Auslieferungen an Kunden im
ersten Quartal 2000 um 4% auf rund 302.000 Fahrzeuge steigern. Die
außerordentlich positive Absatzentwicklung der Marke BMW setzte sich nach
diesen Hochrechnungen auch im ersten Quartal 2000 mit einem Anstieg von 8% auf
197.000 Automobile (i. Vj. 182.566 E.) fort. Wachstumsimpulse kommen weiterhin
insbesondere von der 3er Reihe. Die Auslieferungen des BMW 5er und 7er liegen
deutlich über den Auslieferungen ihrer jeweiligen Vorgängermodelle zum
vergleichbaren Zeitpunkt des Modellzyklus. Erfreuliches Wachstum für BMW
zeichnet sich derzeit vor allem in den asiatischen, nordamerikanischen sowie in
nahezu allen europäischen Märkten ab.
Land Rover wird den erfolgreichen Wachstumskurs der vergangenen Jahre aufgrund
der weiterhin hohen Nachfrage vor allem nach den Modellen Discovery und
Freelander auch im laufenden Geschäftsjahr fortsetzen. Nach ersten
Hochrechnun-gen ist der Absatz um weitere 4% auf rund 45.000 Fahrzeuge
(i. Vj. 43.127 E.) angestiegen. Die Marke Rover konnte das positive Wachstum
der letzten Monate im März nicht fortsetzen und wird per März mit rund 55.000
Fahrzeugen rund 7% unter dem Vorjahreswert (i. Vj. 58.577 E.) liegen.