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Konsortium für neuen Bordnetz-Standard im Fahrzeug gegründet
Thu Jan 25 09:45:00 CET 2001 Pressemeldung
Audi, BMW, Infineon, YAMAR Electronics und iQ POWER als Initiatoren des Konsortiums / Technologie der Powerline Kommunikation soll die Verkabelung im Auto vereinfachen.
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Torsten Julich
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Torsten Julich
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Audi, BMW, Infineon, YAMAR Electronics und iQ POWER als Initiatoren des
Konsortiums / Technologie der Powerline Kommunikation soll die Verkabelung im
Auto vereinfachen.
München. Die Unternehmen Audi und BMW, der Halbleiter-Hersteller Infineon
Technologies sowie das israelische Unternehmen YAMAR Electronics und die
Münchner Technologie-Firma iQ POWER geben mit dem DC-BUS-Konsortium den Beginn
einer gemeinsamen neuen Initiative bekannt. Ziel der Unternehmen in dem DCBA
(DC-BUS Allianz) genannten Konsortium ist es, die stromführenden Leitungen im
Auto auch für die kraftfahrzeuginterne Kommunikation zu nutzen. Auf diese Weise
soll der Zunahme an Kosten, Gewicht und Komplexität einer immer umfangreicher
werdenden Verkabelung in Fahrzeugen entgegen gewirkt werden. Bereits heute ist
nach der Karosserie und dem Motor der Kabelbaum in einem Fahrzeug die Baugruppe
mit dem größten Einzelgewicht und dem größten Kostenaufwand. Der Name des
Konsortiums leitet sich aus dem englischen Wort für Gleichstrom "Direct
Current" (DC) ab, wie er in Fahrzeugen verwendet wird.
Dem DCBA-Konsortium sollen schon bald weitere Automobilhersteller und
Systemlieferanten angehören, sagt Peter Braun, CEO von iQ POWER
(http://www.iqpower.com). Dem Münchner Unternehmen wurde die Steuerung der
Initiative übertragen.
Hersteller wie DaimlerChrysler, Fiat, General Motors, Renault, Volkswagen oder
auch die Lastwagenhersteller MAN und Mack Trucks haben bereits ihr Interesse an
einer Teilnahme an dem Konsortium bekundet. Außerdem liegen bereits
schriftliche Zusagen vor, unter andem von dem französischen Hersteller PSA
Peugeot-Citroën.
Der Zeitplan sieht vor, daß bereits Ende 2001 der Halbleiterhersteller Infineon
dem Konsortium erste Vorserienmuster (B-Muster) der DC-BUS-Elektronik zur
Verfügung stellen wird. Um die ehrgeizigen Ziele zu erreichen, wird jedoch eine
"Kerngruppe von fünf oder sechs Automobil- sowie ein Halbleiterhersteller die
Technologie und Spezifikation zusammen mit YAMAR und iQ POWER bis zur
Vorserienrienreife vorantreiben", sagt Braun. Anfang Februar wird entschieden,
welche Unternehmen zu den jetzigen Gründungsmitgliedern als Kerngruppe der
Initiative noch hinzukommen und welche Unternehmen als assoziierte Mitglieder
aufgenommen werden. Ende Januar läuft für die Unternehmen die
Entscheidungsfrist aus.
Ziel der Initiative ist es, international einen neuen Standard zu schaffen, der
mit den heute in Fahrzeugen verwendeten Datenprotokollen wie etwa CAN
(Controller-Area-Network) und LIN (Local Interconnect Network) kompatibel ist
und
sowohl bei den heutigen 14 Volt wie auch den kommenden 42 Volt-Bordnetzen
funktioniert. In Form eines offenen Standards wird die neue DC-BUS-Technologie
später allen Unternehmen in der Automotive-Branche wie Fahrzeughersteller,
Zulieferanten und Entwicklungspartnern zur Verfügung stehen.
Die Kerngruppe und die assoziierten Partner der Initiative gewinnen jedoch
einen markanten Knowhow- und Zeitvorsprung im Markt, sagt Braun. Außerdem
besteht zwischen den Unternehmen YAMAR und iQ POWER bereits eine exklusive
Vereinbarung, wonach iQ POWER den DC-BUS in Zusammenhang mit seiner
intelligenten Fahrzeugbatterie (iQ-Batterie) als einziges Unternehmen verwenden
darf.
Basis-Technologie für den neuen Standard ist der patentrechtlich geschützte
DC-Datenbus, den das israelische Unternehmen YAMAR Electronics
(http://www.yamar.com) entwickelt hat. Mit dem DC-BUS sind
Datenübertragungsraten von 250 Kilobit pro Sekunde und mehr über die
Stromleitungen möglich.
Umfangreiche Tests bei Automobilherstellern bestätigen die technischen und
wirtschaftlichen Vorteile, die sich aus der Technologie ergeben.
"BMW sieht in dem DC-BUS und der damit verbundenen Allianz einen weiteren,
deutlichen Schritt in Richtung hin zu `offenen Systemen' im Kraftfahrzeug.
Dementsprechend hoch ist auch der Stellenwert, den BMW der technischen
Realisierung des DC-BUS und der Gründung des DC-BUS-Konsortiums einräumt",
erklärt Dr. Germar Triftshäuser, Projektleiter Powerline-Communication bei BMW.
Auch für Audi bedeutet die Einführung der DC-BUS Allianz einen Fortschritt in
Richtung Standardisierung von Übertragungstechniken im Kraftfahrzeug. Darüber
hinaus bietet der DC-BUS technologisch und wirtschaftlich die Möglichkeit, als
redundantes Bussystem oder zur Übertragung von diagnoserelevanten Fahrzeugdaten
in künftige Fahrzeugkonzepte integriert zu werden, so Stefan Brunner,
verantwortlich bei Audi für Diagnosekonzepte.
"Als einer der führenden Halbleiterhersteller für die Automobilelektronik und
Gründungsmitglied des CD-BUS Konsortiums ist Infineon in besonderem Maße daran
interessiert, bei dieser innovativen Technologie aktiv ganz vorne mitzuwirken
und unseren Partnern aus der Automobilindustrie für zukünftige Systeme Lösungen
anbieten zu können", sagt Claus Geisler, Vice President & General Manager
Automotive Power bei Infineon.
iQ POWER Technology:
Administrator für das DC-BUS Konsortium
Peter E. Braun
Telefon: (49) 089 614 483-23
e-Mail: peter.braun@iqpower.com
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