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Startsignal für die neue Gießerei im BMW Group Werk Landshut
Fri Apr 26 11:00:00 CEST 2002 Pressemeldung
Mehr als 100 Mio. Euro Investitionen und 100 Arbeitsplätze - Innovative Fertigungstechnologie für BMW Motorkomponenten
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Michael Blabst
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Autor.
Michael Blabst
BMW Group
Presse-Information
26. April 2002
Startsignal für die neue Gießerei im BMW Group Werk Landshut
Mehr als 100 Mio. Euro Investitionen und 100 Arbeitsplätze.
Innovative Fertigungstechnologie für BMW Motorkomponenten
Landshut. Gemeinsam mit dem Niederbayerischen Regierungspräsidenten, Dr. Walter
Zitzelsberger, hat am Freitag, dem 26. April 2002, Dr. Norbert Reithofer,
Mitglied des Vorstandes der BMW AG, verantwortlich für die Produktion, das
offizielle Startsignal für die umfang-reiche Erweiterung der
Leichtmetallgießerei im BMW Group Werk Landshut gegeben. Um dem wachsenden
Bedarf an technologisch komplexen Motorkomponenten aus Leichtmetallguss gerecht
zu werden, investiert die BMW Group bis 2004 mehr als 100 Mio. Euro in ein
vollständig neues Gießereigebäude mit 100 hochqualifizierten Arbeitsplätzen und
inno-vativer Fertigungstechnologie zur Produktion von Zylinderköpfen und
Kurbelgehäusen für die BMW Automobilmotoren.
Die Investitionen in die Leichtmetallgießerei unterstreichen die Bedeutung
dieser Fertigungstechnologie in dem weltweiten Produktionsnetzwerk der BMW
Group. Die hier gefer-tigten Zylinderköpfe und Kurbelgehäuse sind elementare
Kernbauteile der BMW Automo-bilmotoren und entscheidende Grundlage für deren
Qualität und Leistungsfähigkeit. Dazu Dr. Norbert Reithofer: "Mit dem Ausbau
der Gießerei erhöhen wir unsere Fertigungskapazität und zugleich unsere
Innovationsstärke. Durch die enge Vernetzung mit den Entwick-lungsbereichen
treiben wir die Optimierung der Gusstechnologie zum Nutzen unserer Kun-den
kontinuierlich voran - in der Motorenentwicklung und beim Leichtbau wird die
BMW Leichtmetallgießerei in den nächsten Jahren entscheidende Impulse geben."
Neues Gießereigebäude mit weiterentwickelter Druckgusstechnologie
In dem neuen Gießereigebäude mit 100 hochqualifizierten Arbeitsplätzen und
einer Grund-fläche von mehr als 10.000 qm im Nordosten des Werksgeländes kommen
ab 2004 insge-samt sechs Druckgussmaschinen zum Einsatz: Jede einzelne Maschine
hat eine Schließkraft von rund 3.500 Tonnen und ein Gewicht von nahezu 300
Tonnen, allein die beiden Gussformhälften wiegen rund 40 Tonnen. Bei dem
prozessgesteuerten Gussverfahren wird das flüssige und rund 700 Grad heiße
Leichtmetall mit über 750 bar Druck und einer Geschwindigkeit von mehr als 40
Meter pro Sekunde in die geschlossene Stahlform eingepresst.
Die Druckgusstechnologie für Motorkomponenten wurde in den letzten beiden
Jahren im Innovations- und Technologiezentrum Leichtmetall (LITZ) des BMW Group
Werkes Lands-hut weiterentwickelt und kommt ab 2004 in dem neuen
Gießereigebäude zum Serienein-satz. Dazu der Leiter der Leichtmetallgießerei,
Johann Wolf: "Unsere Erkenntnisse aus dem LITZ werden wir in der neuen Gießerei
konsequent umsetzen und damit besonders im Leichtbau neue Maßstäbe für unsere
Motorkomponenten setzen." Im LITZ arbeiten seit 1999 Werkstoff- und
Fertigungsexperten gemeinsam mit der Fahrzeugentwicklung und den
Fertigungsbereichen an zukunftsweisenden Lösungsansätzen für die BMW
Komponentenfertigung.
Bei nahezu allen BMW Fahrzeugen, von den Motorrädern mit
Zweizylinder-Boxermotoren bis zu den Automobilen mit Vier-, Sechs-, Acht- und
Zwölfzylindermotoren, werden heute Zylinderköpfe oder Kurbelgehäuse aus der
Leichtmetallgießerei aus dem Werk Landshut eingesetzt. Ein Musterbeispiel für
die Leistungsfähigkeit der Gießerei ist die Fertigung der besonders leichten,
aber trotzdem extrem belastbaren Zylinderköpfe und Kurbelgehäuse für die
erfolgreichen BMW Formel 1 Motoren.
Auch im Umweltschutz setzt die Leichtmetallgießerei im BMW Group Werk Landshut
auf innovative Technologien: Bis Mitte des Jahres entsteht mit Investitionen
von 1,8 Mio. Euro für die bestehende Fertigung eine neue Reinigungsanlage, die
mit dem besonders effizienten und ressourcenschonenden Verfahren der
regenerativen Nachverbrennung arbeitet. Die BMW Leichtmetall-Gießerei ist damit
eine der ersten Gießereien weltweit, in der in diesem Umfang die regenerative
Nachverbrennung zur Reinigung der Abluft genutzt wird.
Erfolgsgeschichte Werk Landshut
Die Erweiterung der Leichtmetallgießerei ist ein weiterer Meilenstein in der
Erfolgsgeschich-te des BMW Group Werkes Landshut. Seit BMW im Jahr 1967 das
ehemalige Motorenwerk der Hans Glas GmbH in Landshut übernommen hat, ist die
Fertigung und damit die Anzahl der Mitarbeiter kontinuierlich gestiegen -
insgesamt arbeiten heute rund 3.300 Mitarbeiter im Werk Landshut, davon 1.250
in der Gießerei. Zu dem Fertigungsumfang zählen neben den Gusskomponenten auch
Gelenkwellen, Instrumententafeln, Stoßfänger und Aus-tauschmotoren für den
weltweiten Produktionsverbund der BMW Group.
Bitte wenden Sie sich bei Rückfragen an:
BMW Group Werk Landshut
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Nikolai Glies
e-mail: nikolai.glies@bmw.de
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