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Nie mehr Parkplatzsuche: Persönlichen Stellplatz online reservieren
Thu Jul 18 09:15:00 CEST 2002 Pressemeldung
ConnectedDrive Forschungsfahrzeuge als Teilprojekt von 'stadtinfoköln'
Pressekontakt.
Jochen Mueller
BMW Group
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Autor.
Jochen Mueller
BMW Group
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München. Die BMW Group erleichtert im Projekt 'stadtinfoköln' die
Parkplatzsuche in der Großstadt. Für zwei BMW Fahrer in Köln hat die
Parkplatzsuche sogar ganz ein Ende: Ein Druck aufs Knöpfchen und der gewünschte
Platz in einem Parkhaus wird online reserviert und später bargeldlos
abgerechnet. Insgesamt stehen über einen Parkinfo-Service Informationen zu 35
Parkhäusern in Köln zur Verfügung. Beim Parken am Straßenrand sorgt ein
elektronisches Parkticket auf einem Display hinter der Windschutzscheibe für
höchstmöglichen Komfort und sekundengenaue Abrechnung. Ein spezieller
Informationsdienst überprüft die Verkehrslage im gesamten Hauptstraßennetz in
Köln, damit das Navigationssystem die schnellste Route zum anvisierten
Parkplatz berechnen kann. In naher Zukunft steht zudem ein Park & Ride
Informationsdienst zur Verfügung, der den Fahrer je nach Verkehrssituation zum
nächstgelegenen Park & Ride Parkplatz führt. Und auch nach dem Parken ist der
Fahrer nicht alleine: Per Bluetooth Technologie kann er die Naviga
tionsdaten aus dem Auto auf einen PDA übertragen, um den restlichen Fußweg
zielsicher zu Fuß oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen zu
können.
'stadtinfoköln' wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.
Das Projekt verfolgt das Ziel, die Mobilität in Ballungsräumen auch zukünftig
aufrechtzuerhalten und gleichzeitig die Belastungen des innerstädtischen
Verkehrsaufkommens zu reduzieren.
BMW Group als fester Partner von 'stadtinfoköln'
Das derzeit im Rahmen des Projektes 'stadtinfoköln' erprobte Serviceangebot
demonstriert zahlreiche Vorteile, die Autofahrern zukünftig durch ein
intelligentes Mobilitätsmanagement in Ballungsräumen zur Verfügung stehen
werden. Die BMW Group beteiligt sich zusammen mit der Stadt Köln und weiteren
Partnern aus der Wirtschaft mit zwei ConnectedDrive Forschungsfahrzeugen -
einem 5er und einem X5 - am Projekt 'stadtinfoköln'. Zur Datenübertragung
nutzen diese BMW Fahrzeuge eine GPRS Mobilfunk-Verbindung für die Vernetzung
mit mobilen Online-Diensten auf einem speziellen BMW Server. Auf diesem Server
können die Forschungsfahrzeuge Parkplatzreservierungen im Projektparkhaus
vornehmen sowie die elektronischen Parktickets zum Parken am Straßenrand
anfordern.
Zudem sind der 5er und der X5 im 'stadtinfoköln' Projekt in der Lage, per
Bluetooth-Verbindung Navigationsdienste nach dem Parken auf einen PDA zu
überspielen und so für ein zuverlässiges Fußgängerrouting zu sorgen.
Das Ziel des BMW Group Engagements bei diesem Projekt lautet, dem Fahrer
praktisch alle Unbequemlichkeiten abzunehmen, die heute mit der Parkplatzsuche
in Ballungszentren verbunden sind. Zudem sorgt die Reduzierung des
Parkplatzsuchverkehrs für eine deutliche Verringerung der innerstädtischen
Verkehrsbelastung.
Dieses Ziel deckt sich mit der Philosophie des ConnectedDrive Konzeptes der BMW
Group. ConnectedDrive verknüpft und ergänzt die bisherigen Einzelbausteine
Telematik, Onlinedienste und Fahrerassistenzsysteme. Die daraus resultierenden
neuen Dienste und Assistenzsysteme treiben die Vernetzung von Fahrer, Fahrzeug
und Umwelt voran, sorgen für mehr Sicherheit, Komfort und Effizienz im
Straßenverkehr und bilden somit die Basis für die Vision der BMW Group vom
staufreien Fahren.
Parkplätze bequem finden und reservieren: Kommunikation zwischen Auto und
Parkhaus per Internet und Bluetooth.
Nachdem das Ziel in das BMW Navigationssystem eingegeben ist, kann sich der
Fahrer durch 'stadtinfoköln' einen Überblick über die aktuelle Parksituation
verschaffen: Der Parkinfo-Service prüft online via GPRS-Verbindung, ob und
welche der rund 30.000 Stellplätze in den 35 angeschlossenen Parkhäusern in
Köln noch frei sind. Das BMW Navigationssystem schlägt dem Fahrer dann die
seinem Ziel nächstgelegenen freien Plätze vor.
In einem Parkhaus in Köln ist es darüber hinaus heute schon möglich, schon vor
Fahrtantritt oder während der Fahrt online einen Parkplatz aus dem Auto zu
reservieren. Bei der Ein- und Ausfahrt des Parkhauses identifiziert sich das
Fahrzeug über eine Transponderkarte oder über eine Bluetooth-Verbindung, wobei
die Nummer der Transponderkarte an das Parksystem übergeben wird. Der Fahrer
kann diese Nummer bei der Einfahrt aber auch über eine Tastatur eingeben.
Schilder leiten den Fahrer dann in den Bereich für reservierbare Parkplätze.
LCD-Bildschirme mit der Transponderkartennummer oder dem Kennzeichen des
Fahrzeugs - sofern das Kennzeichen bei der Reservierung angegeben wurde -
weisen den Fahrer schließlich zu seinem reservierten Parkplatz. Nach der
Identifikation bei der Ausfahrt berechnet das System die exakte Standzeit und
die Parkgebühren, die bargeldlos vom Konto des Fahrers abgebucht werden.
Auch nach dem Parken lässt ConnectedDrive den Autofahrer nicht alleine: Per
Bluetooth kann der Fahrer eine Kartendarstellung samt Wegeliste des restlichen
Fußweges auf einen PDA übertragen, damit er per pedes das Ziel auch in einer
Fußgängerzone leicht erreichen kann. "Mit ConnectedDrive denken wir weiter als
'nur' an das Autofahren. Als vorausdenkendes Unternehmen wollen wir den Kunden
in allen Mobilitätsfragen unterstützen und ihm mit maßgeschneiderten Diensten
zur Seite stehen ", sagt Raymond Freymann, Leiter der Fahrzeugforschung der BMW
Group.
Bequemer und billiger: Elektronische Parkuhr und Parkrauminformationen für
bewirtschaftete Straßenparkplätze.
Nicht nur für das Parken in einem Parkhaus bietet der Parkinfo-Service im
Projekt 'stadtinfoköln' wichtige Vorteile. Auch für bewirtschaftete
Straßenparkplätze mit Parkscheinautomaten stehen dem Fahrer Parkinformationen
in verschiedenen Kölner Stadtteilen zur Verfügung. Über die Onlinedaten von
über 140 vernetzten Parkscheinautomaten und über ein speziell von BMW Group
Ingenieuren entwickeltes Prognosemodell kann der Fahrer jederzeit die aktuelle
Verfügbarkeit von Parkplätzen am Straßenrand abrufen. Nachdem der Fahrer sein
Auto dort abgestellt hat, fordert er online einen elektronischen Parkschein an.
Dieser wird dann bei den beiden BMW Forschungsfahrzeugen auf einem Display
hinter der Windschutzscheibe eingespielt. Das System hat mehrere Vorteile: Es
entfällt das Hin- und Herlaufen zu einem Parkscheinautomaten, die reale
Standzeit wird exakt abgerechnet und die Gebühr von einem Konto abgebucht.
Darüber hinaus gehört die oft lästige Suche nach dem passenden Kleingeld der
Vergangenheit an.
Staufrei zum reservierten Parkplatz: Detaillierte Verkehrsinfos für das gesamte
Kölner Hauptstraßennetz
Um staufrei zu seinem ausgewählten und reservierten Parkplatz in Köln zu
gelangen, kann der Fahrer in den BMW Forschungsfahrzeugen über einen speziellen
Informationsdienst nicht nur die Verkehrslage im gesamten Hauptstraßennetz
überprüfen. Ihm stehen mit diesem Dienst auch zusätzliche Informationen zu
Baustellen, aktuellem Straßenwetter oder Veranstaltungen zur Verfügung, die bei
der Zielführung durch das Navigationssystem berücksichtigt werden.
Park & Ride Info für effiziente Auslastung des individuellen und öffentlichen
Verkehrs
Zukünftig wird in die beiden ConnectedDrive Forschungsfahrzeuge ein weiterer
Dienst im Projekt 'stadtinfoköln' integriert: Die Park & Ride-Info gibt dem
Fahrer Ausweichempfehlungen über den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in
Köln inklusive Fahrpreis, Fahrplan, Umsteigeempfehlungen und sogar einem
Reisezeitvergleich. Auch hier können die Informationen auf einen PDA übertragen
werden, so dass diese dem Nutzer zur Verfügung stehen, wenn er sein Auto
abgestellt hat und etwa mit der U-Bahn zu seinem Ziel weiterfährt. Mit diesem
kooperativen Verkehrsmanagement reduziert die BMW Group das innerstädtische
Verkehrsaufkommen und sorgt für eine optimalere Auslastung der Verkehrswege.
Im Projekt 'stadtinfoköln' arbeitet die BMW Group mit der Stadt Köln und
mehreren Industriepartnern zusammen. Das Projekt wird vom Bundesministerium für
Bildung und Forschung gefördert mit dem Ziel, Verkehrsmittelübergreifende
Informationen und Dienstleistungen bereitzustellen. Ende Juni 2002 wurde eine
erste Testphase abgeschlossen, jetzt folgt eine Evaluationsphase, bei der mit
Probanden die Nutzerakzeptanz und ihr Mobilitätsverhalten untersucht werden.