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Standorte - Hinwil.
Mon Jan 14 08:00:00 CET 2008 Pressemeldung
Die Standorte des BMW Sauber F1 Teams im Überblick - Hinwil.
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Joerg Kottmeier
BMW Group
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Autor.
Joerg Kottmeier
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Zwei Jahre gaben sich die Verantwortlichen des BMW Sauber F1 Teams Zeit, um den Aufbau des Teams abzuschließen. Dazu gehörte auch die Vergrößerung der Fabrik. Der Erweiterungsbau wurde direkt an das seit 1992 bestehende Gebäude angegliedert, wodurch die Fläche von ursprünglich 6 900 Quadratmeter auf 15 600 Quadratmeter (ohne Windkanal) wuchs. So entstand Platz für zusätzliche Maschinen und Prüfstände sowie für die neuen Mitarbeiter. Von 275 im Juni 2005 stieg deren Zahl bis Ende 2007 auf rund 420. Nicht wenige von ihnen arbeiteten bis vor kurzem in angemieteten Büro- und Industrieräumen in der nahen Umgebung.
Die Konzeption dieses auch optisch attraktiven Baus unterlag streng praktischen Gesichtspunkten. Er ist so ausgelegt, dass kurze Wege und optimale Arbeitsabläufe gewährleistet sind. Effizienz hat Priorität. So verbindet beispielsweise eine geschlossene Brücke das Konstruktionsbüro und den Windkanal. Im Erdgeschoss befindet sich die Lastwagen-Halle. Daneben ist Platz für große Produktionsanlagen, wie etwa die Portalfräsmaschinen. Diese werden allerdings erst nach Abschluss der ersten Rennen der Saison 2008 umgezogen, weil man bei der Teileproduktion für den F1.08 keinen Zeitverlust in Kauf nehmen will. Ebenfalls im Parterre stehen die Autoklaven, wogegen kleinere Maschinen im ersten Stock Platz finden.
Optisch interessant ist die zweite Etage gestaltet. Dort ist die Kohlefaser-Abteilung untergebracht, und in der Mitte werden die Formel-1-Rennwagen gewartet. Dieser zentrale Teil ist als Atrium ausgebildet, sodass die Rennwagen auch vom dritten Stock zu sehen sind. Dort befinden sich die Administration, das Konstruktionsbüro sowie die Fahrzeug-Elektronik.
Direkt neben dem Neubau steht der hochmoderne Windkanal, der im Frühjahr 2004 in Betrieb genommen wurde. Das 65 Meter lange, 50 Meter breite und 17 Meter hohe Gebäude besticht durch seine mit Glas verkleidete Fassade. Hier befinden sich die Arbeitsplätze einer ganzen Reihe von Spezialisten: Neben den Aerodynamikern sind dies Modelldesigner und Modellbauer, CFD-Ingenieure sowie andere Mitarbeiter der Aerodynamikabteilung. Deren Gesamtzahl stieg von 35 zu Sauber-Zeiten auf nunmehr über 80. Seit Oktober 2006 arbeitet das BMW Sauber F1 Team, genau wie die anderen Topteams, im Dreischichtbetrieb rund um die Uhr.
Im Erdgeschoss des Windkanalgebäudes fand „Albert2“ Platz. Der Supercomputer des Teams wurde im Dezember 2006 vorgestellt. Die 21 Tonnen schwere Anlage für CFD-Berechnungen basiert auf Intel-Technologie und ist eine der leistungsstärksten in der Formel 1. Albert2 verfügt über 256 Knoten mit je zwei Intel Xeon 5160 Prozessoren, von denen wiederum jeder zwei Kerne besitzt. Daraus ergeben sich insgesamt 1024 Kerne. Die Kapazität des Hauptspeichers beträgt 2 048 GByte, die maximale Rechenleistung 12 288 GFlops; das sind
12 288 000 000 000 Fließkomma-Operationen pro Sekunde.
Genutzt werden die enormen technischen Möglichkeiten von Albert2 für Analysen im Bereich der Aerodynamik. Mit seiner Hilfe berechnen die Spezialsten Teile für den Formel-1-Renner. Dabei werden Gitternetz-Modelle verwendet, die oft aus mehr als 100 Millionen Zellen bestehen. CFD spielt insbesondere eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Front-, Heck- und Zusatzflügeln, sowie auch bei der Motor- und Bremskühlung.