PressClub Deutschland · Artikel.
BMW Motorrad Motorsport – 84. ISDE (Sixdays) Portugal.
Tue Oct 20 15:42:56 CEST 2009 Pressemeldung
BMW-Werksfahrer und Team Finnland fahren aufs Podium. Die Finnen sind eine der erfolgreichsten Mannschaften der "International Six Days Enduro", der ehemaligen Sechstage-Fahrt. Bei der 84. Ausgabe in Figueira da Foz (Portugal) bestand die Hälfte des finnischen Teams in der Trophy-Wertung aus BMW-Werksfahrern. Juha Salminen, Marko Tarkalla und Simo Kirssi vertraten allesamt die finnischen Farben auf ihrer BMW 450 X.
München. Die Finnen sind eine der
erfolgreichsten Mannschaften der "International Six Days
Enduro", der ehemaligen Sechstage-Fahrt. Bei der 84. Ausgabe in
Figueira da Foz (Portugal) bestand die Hälfte des finnischen
Teams in der Trophy-Wertung aus BMW-Werksfahrern. Juha Salminen, Marko
Tarkalla und Simo Kirssi vertraten allesamt die finnischen Farben auf
ihrer BMW 450 X.
Nach sechs anstrengenden Tagen im Westen der Iberischen
Halbinsel wurde die Mannschaft Gesamtdritter. Tarkalla und vor allem
Kirssi, der sich früh verletzte und mit gebrochenem Finger und
verletztem Kahnbein durch die Woche kämpfte, leisteten einen
wichtigen Beitrag zum Erfolg.
Nicht zuletzt aufgrund seiner Siege bei den letzten beiden
Runden der Enduro-Weltmeisterschaft kam Juha Salminen mit großen
Hoffnungen nach Portugal. Der mehrfache Weltmeister schaffte in der
E2-Klasse einen dritten Platz zum Auftakt, wurde aber schon am zweiten
Tag mit technischen Problemen zurückgeworfen. Der tiefe Sand
beanspruchte das Material enorm, und Salminen verlor wertvolle Zeit,
als sein Motor ausging und nicht wieder anspringen wollte. Der Finne
schaffte es noch bis zum Servicepunkt und gewann sogar den letzten
Spezialtest des Tages, aber am nächsten Morgen musste er
endgültig die Segel streichen.
Salminens Ausfall bedeutete einen frühen und herben
Rückschlag für das Team. Gemäß ISDE-Reglement
müssen mindestens fünf der sechs Fahrer die Veranstaltung in
Wertung beenden. Noch waren vier Tage zu fahren.
Der amtierende Cross Country Europameister Simo Kirssi nahm
erstmals an den "Six Days" teil. Kirssi startete wie
Salminen in der E2-Klasse und wurde ebenfalls früh vom Pech
eingeholt. Das 30-jährige BMW-Aushängeschild stürzte an
Tag eins. Diagnose: kleiner Finger und Kahnbein gebrochen. Den Rest
der Woche kämpfte Kirssi gegen die Schmerzen und das
anspruchsvolle Terrain. Aber Kirssi wollte seine Kollegen keinesfalls
hängen lassen und biss auf die Zähne. Am vierten Tag wurde
seine Moral ein weiteres Mal getestet, als er aufgrund einer
Falsch-Anweisung der finnischen Delegation wertvolle Zeit an einem
Kontrollpunkt verlor und zusätzlich zurückfiel. Dennoch:
Kirssi hielt in vorbildlicher Manier durch. Er konnte gar sein
Abschluss-Motocross gewinnen.
Marko Tarkalla verbrachte eine vergleichsweise unspektakuläre
Woche. Er wurde als Gesamtachter in der E3-Kategorie abgewunken.
Tarkalla produzierte Top-Ten Platzierungen am Fließband und
hatte damit einen erheblichen Anteil am Erfolg der finnischen Mannschaft.
Juha Salminen - Enduro 2: "Ich habe scheinbar
kein Glück bei den Six Days, dieses Jahr schon wieder nicht.
Keine Ahnung, was zum Ausfall geführt hat, aber es lag am Motor.
Bis dahin war alles prima. Die sandigen Verhältnisse waren
eigentlich gut für uns Finnen, ohne meinen Ausfall wäre
alles möglich gewesen. Natürlich ist das enttäuschend,
aber sowas kann passieren. Blöd nur, dass es immer mich trifft."
Simo Kirssi - Enduro 2: "Soviel steht fest, die
ISDE sind eine eigene Welt und nicht mit der Enduro-WM zu vergleichen.
Es wird jeden Tag schwieriger - wenn man verletzt ist sowieso. Nach
meinem frühen Sturz am ersten Tag war es ein einziger Kampf. Die
Streckenführung war brutal und es gab keinen Moment zum Ausruhen.
Ich habe meinen linken kleinen Finger bei dem Sturz gebrochen, danach
war es eine Herausforderung überhaupt im Rennen zu bleiben.
Abgesehen von meiner Verletzung lief alles okay: Das Motorrad ist
perfekt gelaufen und das Abschluss-Motocross war klasse."
Marko Tarkalla - Enduro 3: "Das war ein hartes
Stück Arbeit, aber es hat Spaß gemacht. Mein Speed war
nicht ganz so wie erhofft, dafür hatte ich kaum Probleme im Laufe
der Woche. Die Hitze und der tiefe Sand haben den Motorrädern
ganz schön zugesetzt."
Der Gesamtsieg der 84. ISDE ging an Frankreich vor Italien und Finnland.