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Team BMW Motorsport fährt bei den 24 Stunden von Spa auf die Plätze drei und vier.
Sun Aug 01 20:33:43 CEST 2010 Pressemeldung
Das Team BMW Motorsport hat beim 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps (BE) die Plätze drei und vier belegt. Dirk Werner (DE), Dirk Müller (DE) und Dirk Adorf (DE) legten insgesamt 540 Runden und knapp 3.400 Kilometer zurück, ehe der BMW M3 GT2 mit der Startnummer 79 am Sonntag mit Werner am Steuer als Dritter und Sieger in der GTN-Klasse die Ziellinie überquerte. Das zweite Auto mit der Nummer 78 und den Fahrern Jörg Müller (DE), Uwe Alzen (DE) und Pedro Lamy (PT) kämpfte sich nach zwei Reparaturstopps noch bis auf Platz vier nach vorn.
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Ingo Lehbrink
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Spa-Francorchamps, 1. August 2010. Das Team BMW Motorsport hat beim 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps (BE) die Plätze drei und vier belegt. Dirk Werner (DE), Dirk Müller (DE) und Dirk Adorf (DE) legten insgesamt 540 Runden und knapp 3.400 Kilometer zurück, ehe der BMW M3 GT2 mit der Startnummer 79 am Sonntag mit Werner am Steuer als Dritter und Sieger in der GTN-Klasse die Ziellinie überquerte. Das zweite Auto mit der Nummer 78 und den Fahrern Jörg Müller (DE), Uwe Alzen (DE) und Pedro Lamy (PT) kämpfte sich nach zwei Reparaturstopps noch bis auf Platz vier nach vorn.
Dennoch war die Enttäuschung beim Team BMW Motorsport groß, denn der 22. Gesamtsieg für BMW in Spa-Francorchamps war buchstäblich zum Greifen nah. Nach einer erfolgreichen Startphase fuhren die beiden BMW M3 GT2 zeitweise auf den Plätzen eins und zwei, ehe heftige Regenfälle am Samstagabend für schwierige Bedingungen sorgten. Zwar hörte es relativ bald wieder auf zu regnen, dennoch blieb es noch lange zu nass, um auf Trockenreifen zu wechseln. Nachdem die 7,004 Kilometer lange Strecke wieder abgetrocknet war, festigte die Startnummer 79 ihre Spitzenposition und erarbeitete sich mit konstant schnellen Zeiten im letzten Renndrittel den nötigen Vorsprung auf die späteren Sieger im BMS Porsche 911 GT3 RS.
Mit einem Vorsprung von mehr als zwei Runden im Rücken fuhr Schlusspilot Werner dem Sieg entgegen, als 40 Minuten vor dem Rennende links vorne die Spurstange brach und er in die Reifenstapel einschlug. Zwar schaffte es Werner zurück in die Box, aber die notwendige Reparatur warf den BMW M3 GT2 kurz vor dem Ziel auf den dritten Platz zurück. Nach zwei längeren Reparaturstopps lag der BMW M3 GT2 mit der Nummer 78 teilweise bis zu neun Runden hinter dem Schwesterauto auf Rang 14, kämpfte sich aber wieder auf den vierten Platz zurück.
„Wir haben im Motorsport schon alles erlebt“, sagte BMW Motorsport Direktor Mario Theissen nach dem packenden Langstreckenklassiker. „Es gab Rennen, in denen wir als Außenseiter am Ende ganz oben auf dem Treppchen jubeln durften. Hier ist es anderes gelaufen. Wir waren bestens vorbereitet. Das Team hat sehr gut harmoniert und im Verlauf des Wochenendes exzellente Arbeit geleistet. Wir haben das Rennen dominiert, und dann am Ende wegen eines vergleichsweise kleinen technischen Defekts in den letzten 40 Minuten den Sieg noch verloren. Das ist bitter für die ganze Mannschaft, insbesondere nach einem 24-Stunden-Rennen, bei dem jeder rund um die Uhr auf den Beinen ist. Das ist aber auch ein Teil des Sports, solche Dramen gehören dazu. Man muss sie wegstecken, beim nächsten Mal noch besser vorbereitet antreten und hat dann hoffentlich auch wieder das Glück auf seiner Seite. Trotzdem sind die Plätze drei und vier angesichts des starken Teilnehmerfelds ein gutes Resultat, auf das alle Teammitglieder stolz sein dürfen. Während hier in Spa-Francorchamps viele enttäuschte Gesichter zu sehen waren, wurde beim BMW Team RBM in Brünn gejubelt. Dort errang Andy Priaulx den 50. Sieg für BMW in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft. Insgesamt war dies also ein erfolgreiches Wochenende für uns.“
Damit bleibt es bei BMW bei 21 Gesamtsiegen bei diesem Langstreckenrennen, das in diesem Jahr zum 63. Mal ausgetragen wurde. Kein anderer Hersteller hat bei den 24 Stunden von Spa häufiger gewonnen als BMW. 45 Jahre nach dem ersten Triumph für BMW durch Pascal Ickx (BE) und Gérard Langlois (BE) mit einem BMW 1800 ti und 25 Jahre nach dem ersten Sieg für Schnitzer Motorsport bei einem 24-Stunden-Rennen überhaupt, verpassten BMW und die Mannschaft von Teammanager Charly Lamm (DE) in Belgien den 22. Sieg denkbar knapp. Beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring (DE) hatten Jörg Müller, Augusto Farfus, Uwe Alzen und Pedro Lamy triumphiert. In Spa kämpften nun die damals geschlagenen Teamkollegen bis zum Schluss um den Sieg.
Dirk Werner (Startnummer 79):
„Die Enttäuschung ist sehr groß. Ich hatte
bereits etwas Tempo herausgenommen, um die Führung ohne
unnötiges Risiko ins Ziel zu bringen, als plötzlich die
Spurstange brach und ich im Reifenstapel landete. Ich kam zwar noch in
die Box zurück, aber der Sieg war weg. Das Auto war wirklich
klasse, vor allem im Trockenen. Wir hatten wirklich ein tolles Rennen
– bis auf die letzten 40 Minuten.“
Dirk Müller (Startnummer 79):
„Wir
haben während dieses Wochenendes als Team sehr gut
zusammengearbeitet. Unser Auto lief ohne jedes technisches Problem,
und wir konnten umsetzen, was wir uns vorgenommen hatten. Was dann
passiert ist, habe ich in meinem Leben noch nicht erlebt. Mit nur drei
Fahrern haben wir die Herausforderung Spa dennoch sehr gut gemeistert.“
Dirk Adorf (Startnummer 79):
„Es war
für mich etwas Besonderes, für BMW bei diesem Klassiker
antreten zu können. Erst hat uns das Wetter nicht in die Karten
gespielt. Als es dann jedoch wieder trocken wurde, konnten wir eine
tolle Performance zeigen. Ich hatte großartige Teamkollegen, und
wir haben uns keine Fehler erlaubt. Wäre uns das Malheur in der
dritten Rennstunde passiert, hätten wir aufholen können. So
kurz vor Schluss kann man jedoch nicht einfach nichts mehr tun.“
Jörg Müller (Startnummer 78):
„Dieses Rennen war wirklich nicht einfach. Die
Kühlung im Cockpit hat zunächst nicht korrekt funktioniert,
so dass es für uns Fahrer wirklich anstrengend war. Aber wir
haben dennoch unseren Rhythmus gefunden und im Rennverlauf
kontinuierlich Boden gutgemacht. Das war in diesem Jahr schon das
dritte 24-Stunden-Rennen, bei dem ich am Start war. Und ich kann nur
sagen: Das Rennen hier war das härteste von allen.“
Pedro Lamy (Startnummer 78):
„In der Anfangsphase lief es für uns nicht nach
Plan. Bei zwei längeren Reparaturstopps haben wir Zeit verloren,
die wir im Rennverlauf nicht mehr aufholen konnten. Das ist sehr
schade, denn mit diesem Auto wäre eine Menge möglich
gewesen. Aber so ist der Rennsport. Mal bestimmt man das Geschehen,
und dann steht man doch nicht ganz oben. Das Pendel schlägt
sicher auch wieder in die andere Richtung aus.“
Uwe Alzen (Startnummer 78):
„Das war
eines der härtesten Rennen in meiner Karriere. Wir hatten ein
paar Probleme mit der Luftzufuhr im Cockpit, so dass die ohnehin schon
anstrengende Strecke von Spa zu einer noch größeren
Herausforderung wurde. Wir haben uns nach den längeren
Boxenstopps zu Beginn noch toll durch das Feld gekämpft. Für
die Kollegen im anderen Auto tut es mir sehr leid, dass sie so kurz
vor dem Ziel noch den Sieg aus der Hand geben mussten.“