PressClub Deutschland · Artikel.
BMW Motorrad Motorsport - WSBK - Misano - Rennen
Sun Jun 10 19:55:37 CEST 2012 Pressemeldung
Das Team BMW Motorrad Motorsport hat in der FIM Superbike-Weltmeisterschaft einen weiteren Podiumsplatz errungen. In Lauf zwei in Misano (ITA) wurde Leon Haslam (GBR) Dritter vor seinem viertplatzierten Teamkollegen Marco Melandri. Damit nahm ein für das Team zunächst mehr als schwieriger Rennsonntag ein glückliches Ende. Im ersten Rennen blieben beiden Werksfahrern die Topplatzierungen verwehrt, um die sie in der Anfangsphase gekämpft hatten.
Pressekontakt.
Benjamin Titz
BMW Group
Tel: +43-662-8383-5310
E-Mail senden
Autor.
Benjamin Titz
BMW Group
Misano – Rennen.
Sonntag, 10. Juni 2012.
Wetter: Mittags bewölkt, nachmittags sonnig.
Temperatur: Luft: 25 – 27 °C, Strecke: 28 – 41 °C
Teilnehmende Fahrer: 24 von 14 Teams
Schnellste Runde Rennen 1: Carlos Checa (Althea Racing) 1:36.080 min
Schnellste Runde Rennen 2: Max Biaggi (Aprilia Racing Team) 1:36.557 min
Das Team BMW Motorrad Motorsport hat in der FIM Superbike-Weltmeisterschaft einen weiteren Podiumsplatz errungen. In Lauf zwei in Misano (ITA) wurde Leon Haslam (GBR) Dritter vor seinem viertplatzierten Teamkollegen Marco Melandri. Damit nahm ein für das Team zunächst mehr als schwieriger Rennsonntag ein glückliches Ende. Im ersten Rennen blieben beiden Werksfahrern die Topplatzierungen verwehrt, um die sie in der Anfangsphase gekämpft hatten.
In der ersten Hälfte von Lauf eins zeigten beide Fahrer eine herausragende Leistung. Von den Startplätzen sechs und 13 aus kämpften sich Leon und Marco schnell nach vorn. Nach drei Runden lagen beide bereits innerhalb der Top 5. Dabei fuhr Marco eine Rundenzeit von 1:36.100 Minuten, die vorübergehend ein neuer Streckenrekord war. Zur Rennmitte lag Leon auf dem zweiten Rang, sein Teamkollege war Vierter, nicht einmal eine halbe Sekunde hinter der Spitze. Doch wie einige Mitbewerber bekamen dann beide massive Schwierigkeiten mit dem Reifenabrieb. Leon und Marco kämpften mit stumpfen Waffen und verloren Position um Position. Marco rutschte zurück auf den 18. Platz und musste nach 22 Runden aufgeben. Leon rettete Platz zwölf ins Ziel.
Für das zweite Rennen trafen beide Crews eine andere Reifenwahl, und sie konnten das Blatt wieder wenden. Leon mischte vom Start weg in der Spitzengruppe mit. Von etwas weiter hinten startete Marco eine Aufholjagd, nachdem er sich in der ersten Runde bereits auf Platz neun verbessert hatte. Ab der sechsten Runde lieferte sich Leon einen packenden Kampf um den zweiten Platz; zunächst mit Tom Sykes (GBR) und dann über die gesamte zweite Rennhälfte mit Jonathan Rea (GBR). Leon kam als Dritter ins Ziel, nur wenige Zehntelsekunden hinter dem Zweitplatzierten Rea. Marco kämpfte sich durch das Feld nach vorn und hatte sich nach 14 Runden auf Platz vier verbessert. Diese Position hielt er über die verbleibenden zehn Umläufe. Da Ayrton Badovini und Michel Fabrizio (beide ITA) vom BMW Motorrad Italia GoldBet SBK Team Fünfter und Sechster wurden, kamen insgesamt vier BMW S 1000 RR innerhalb der Top 6 ins Ziel. Im ersten Lauf war Ayrton Elfter, Michel belegte Platz 14. Der Sieger hieß in beiden Rennen Max Biaggi (ITA).
In der Fahrerwertung ist Marco mit 155,5 Punkten Vierter, Leon liegt mit 123 Zählern auf Rang sechs. In der Herstellerwertung belegt BMW mit 197 Punkten den dritten Rang, 25,5 Punkte hinter Spitzenreiter Ducati. Das Team BMW Motorrad Motorsport reist nun ins spanische Motorland Aragón und wird dort am 19. und 20. Juni zwei Tage lang testen. Die nächsten Rennen der Superbike-Weltmeisterschaft 2012 finden dann am 1. Juli an gleicher Stelle statt.
Im FIM Superstock 1000 Cup sicherten Sylvain Barrier (FRA) und Lorenzo Baroni (ITA) vom BMW Motorrad Italia GoldBet STK Team sowie Michele Magnoni (ITA / G.M Racing) der BMW S 1000 RR einen Dreifachsieg. Markus Reiterberger (GER) vom Team Alpha Racing belegte mit seiner RR den zehnten Rang.
Leon Haslam:
Rennen 1: 12., Abstand zu P1: 00:22.082 min / Schnellste Rennrunde: 1:36.419 min
Rennen 2: 3., Abstand zu P1: 00:05.731 min / Schnellste Rennrunde: 1:37.100 min
„Erneut waren wir in der Lage, um das Podium zu kämpfen. Im ersten Rennen hatten wir schlichtweg Pech mit dem Reifen. Wir waren absolut chancenlos. Zu Beginn des Rennens mischten wir im Kampf um die Top-Platzierungen mit, ehe wir Schwierigkeiten mit dem Reifen hatten und plötzlich drei bis vier Sekunden pro Runde langsamer waren. Der Reifen war unfahrbar. Auf der einen Seite bin ich mit vier Punkten nach diesen Schwierigkeiten zufrieden, auf der anderen Seite bin ich frustriert, dass wir nach der starken Anfangsphase keine Podestplatzierung einfahren konnten. Das gelang uns dann im zweiten Rennen.
Die Jungs haben hart gearbeitet: Wir haben das Setup angepasst und einen anderen Reifen ausgewählt, der definitiv besser funktionierte. Ich hatte über lange Strecken einen spannenden Zweikampf mit Johnny. Ich war mir sicher, ihn überholen zu können, aber scheinbar dauerte es zu lange, bis ich an Tom vorbeikam. Und in einigen Kurven war Johnny schneller als ich, das machte Überholen schwierig. Johnny ist ein perfektes Rennen gefahren, und ich musste zurückstecken, was ich natürlich nicht gerne tue. Ich bin glücklich, wieder auf dem Podium zu sein. Ein großes Dankeschön an BMW. Kommende Woche geht es für uns nach Aragon, wo wir zwei weitere Testtage haben. Wir werden an einigen Dingen feilen und mit den verschiedenen Reifen einige Kilometer abspulen.“
Marco Melandri:
Rennen 1: DNF / Schnellste Rennrunde: 1:36.100 min
Rennen 2: 4., Abstand zu P1: 00:07.004 min / Schnellste Rennrunde: 1:37.109 min
„In Lauf eins haben wir uns für den schmaleren Reifen entschieden, und das Gripniveau war ganz okay. Nach neun oder zehn Runden fiel es jedoch unvermittelt und dramatisch ab. Ein paar Runden später war der Reifen komplett verbraucht. Es war unmöglich weiterzufahren, deshalb kam ich in die Box.
Im zweiten Rennen nutzten wir den breiteren Reifen. Das war der Reifen, den ich eigentlich vorgezogen hätte, aber wir hatten vor den Rennen nur einen zum Ausprobieren zur Verfügung. Das Chattering war massiver als mit dem schmaleren Reifen, aber uns fehlte die Gelegenheit, das Thema in den Griff zu bekommen. Also konzentrierten wir uns für Rennen eins auf die Arbeit mit dem schmalen Reifen. Im zweiten Lauf war das Motorrad deutlich besser kontrollierbar, und das Gripniveau war deutlich höher. Leider war das Chattering nach wie vor massiv, und Überholen war schwierig. In Runde vier war ich hinter Carlos, und in der vierten Kurve fühlte ich mich sicher auf der Bremse. Ich versuchte ihn zu überholen, und wir fuhren Seite an Seite. Also ging ich davon aus, dass er mich sah. Aber als wir begannen, uns in die Kurve zu legen, schien er mich nicht zu sehen, denn er berührte mein Bein mit seiner Schulter und stürzte. Es tut mir wirklich leid, denn Carlos ist ein feiner Kerl und ein großartiger Sportsmann.
Hier in Misano fuhr ich die Rennen mit einem speziellen Helmdesign. Wir werden auf Ebay in den kommenden Tagen eine Auktion organisieren und das Geld den Menschen in der Emilia Romagna spenden, die unter dem Erdbeben zu leiden haben. Folgt mir auf Twitter und erfahrt die Details!“
Bernhard Gobmeier (BMW Motorrad Motorsport Direktor):
„Es war ein schwieriges Wochenende für uns. Das Wetter hatte uns bereits in der Superpole einen Streich gespielt. Im ersten Rennen sah es zunächst sehr gut für uns aus, beide Fahrer waren stark unterwegs und wir lagen auf den Plätzen zwei und vier, und Marco hat sogar zwischenzeitlich einen neuen Streckenrekord aufgestellt. Doch da die Asphalttemperaturen gegenüber gestern etwas kühler waren, haben wir den falschen Reifen gewählt, der ab Rennmitte vollkommen abgebaut hat. Im zweiten Rennen haben wir eine andere Reifenwahl getroffen. Damit waren wir bereits in Australien erfolgreich und auf dem Podium. Die Erwartungen haben sich mit den Plätzen drei und vier erfüllt. Mit etwas besseren Startpositionen wäre auch noch mehr drin gewesen.
Dass im zweiten Rennen vier RR in die Top 6 gefahren sind, freut mich besonders. Alle waren von der gesamten Performance her sehr eng beieinander, und wir konnten zeigen, dass wir mit BMW als Marke ganz vorn dabei sind. Einen herzlichen Glückwunsch senden wir an unsere Langstrecken-Kollegen, das BMW Motorrad France Team Thevent, das an diesem Wochenende den Weltmeisterschaftslauf in Doha gewonnen hat. Dass sie in diesem Acht-Stunden-Rennen einen so souveränen Sieg einfahren konnten, freut uns ganz besonders. Gratulation auch an die BMW Fahrer im FIM Superstock 1000 Cup, die heute mit der RR einen Dreifachsieg feiern konnten.“