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PressClub Deutschland · Artikel.

BMW Motorrad Motorsport - WSBK - Magny-Cours - Rennen

Das Team BMW Motorrad Motorsport erlebte beim Saisonfinale der FIM Superbike-Weltmeisterschaft 2012 einen aufregenden Rennsonntag, der gleichzeitig aber auch einer emotionalen Achterbahnfahrt ähnelte. Das Team mischte bis zum allerletzten Rennen im Kampf sowohl um die Fahrer- als auch um die Hersteller-Weltmeisterschaft mit. Doch am Ende fehlte das nötige Quäntchen Glück. Werksfahrer Marco Melandri, der mit zwei gebrochenen Rippen antrat, belegte im ersten Rennen Rang zwei. Damit wahrte er seine Chancen auf den Fahrertitel und die Chancen von BMW auf den Herstellertitel. Doch im zweiten Lauf beendete eine nasse Stelle auf dem Asphalt, auf der Marco die Kontrolle über seine BMW S 1000 RR verlor, alle Hoffnungen. Leon Haslam (GBR), der in Magny-Cours (FRA) sein letztes Rennwochenende als BMW Motorrad Werksfahrer bestritt, wurde im ersten Lauf Fünfter, stürzte im zweiten Rennen jedoch ebenfalls.

Magny-Cours
 

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Benjamin Titz
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Autor.

Benjamin Titz
BMW Group

Magny-Cours – Rennen.

Sonntag, 07. Oktober 2012.

 

 

Wetter: Vormittags Regen, danach bewölkt.

Temperatur: Luft: 17 – 20 °C, Strecke: 17 – 24 °C

Teilnehmende Fahrer: 19 von 12 Teams

Schnellste Runde Rennen 1: Sylvain Guintoli (Pata Racing Team) 1:53.143 min

Schnellste Runde Rennen 2: Davide Giugliano (Althea Racing) 1:39.237 min

 

 

Das Team BMW Motorrad Motorsport erlebte beim Saisonfinale der FIM Superbike-Weltmeisterschaft 2012 einen aufregenden Rennsonntag, der gleichzeitig aber auch einer emotionalen Achterbahnfahrt ähnelte. Das Team mischte bis zum allerletzten Rennen im Kampf sowohl um die Fahrer- als auch um die Hersteller-Weltmeisterschaft mit. Doch am Ende fehlte das nötige Quäntchen Glück. Werksfahrer Marco Melandri, der mit zwei gebrochenen Rippen antrat, belegte im ersten Rennen Rang zwei. Damit wahrte er seine Chancen auf den Fahrertitel und die Chancen von BMW auf den Herstellertitel. Doch im zweiten Lauf beendete eine nasse Stelle auf dem Asphalt, auf der Marco die Kontrolle über seine BMW S 1000 RR verlor, alle Hoffnungen. Leon Haslam (GBR), der in Magny-Cours (FRA) sein letztes Rennwochenende als BMW Motorrad Werksfahrer bestritt, wurde im ersten Lauf Fünfter, stürzte im zweiten Rennen jedoch ebenfalls.

 

In der Hersteller-Weltmeisterschaft sicherte sich BMW mit dem zweiten Gesamtrang das bisher beste Ergebnis. BMW sammelte 421 Punkte, 23,5 weniger als Sieger Aprilia. In der Fahrerwertung beendete Marco die Saison als Dritter mit 328,5 Punkten. Damit ist er der bisher bestplatzierte BMW Fahrer in dieser Meisterschaft. Leon wurde Achter mit 200 Zählern. Den Titel sicherte sich Max Biaggi (ITA) mit einem Vorsprung von 0,5 Punkten Vorsprung auf Tom Sykes (GBR) und 29 Zählern auf Marco. BMW Motorrad gratuliert Max Biaggi und Aprilia zum Titelgewinn.

 

In der Nacht und am Vormittag regnete es. Der Regen hörte zwar vor dem ersten Rennen auf, doch die Strecke war nach wie vor nass und die Bedingungen tückisch. Marco und Leon, die auf den Startplätzen vier und sieben standen, gingen mit der nötigen Umsicht in den ersten Lauf. Bei den gefährlichen Bedingungen riskierten sie nicht zu viel. Marco fiel um mehrere Positionen zurück, doch er arbeitete sich wieder nach vorn in Richtung Spitze, indem er Gegner überholte und von den Stürzen anderer Fahrer profitierte. Zur Rennmitte lag Marco bereits auf Rang drei, in der 13. Runde verbesserte er sich auf Platz zwei. In der Folge lieferte er sich mit Sykes und Sylvain Guintoli (FRA) einen packenden Kampf um die Spitze. Der französische Lokalmatador übernahm die Führung vor Marco und konnte sich in den verbleibenden Runden einen Vorsprung herausfahren. Marco sicherte sich ungefährdet den zweiten Rang. Leon rutschte um ein paar Positionen zurück, als er in Runde vier kurz von der Strecke abkam. Doch er machte diese Plätze wieder wett und beendete das Rennen auf Rang fünf.

 

Zum zweiten Rennen war die Strecke fast trocken, es gab jedoch noch feuchte Stellen. Leon hatte einen guten Start und verbesserte sich sofort auf Rang vier. Während der folgenden Runden kämpfte er um das Podium. Marco fiel auf den sechsten Platz zurück, hielt aber den Anschluss an die Spitzengruppe und bereitete sich darauf vor, sich wieder nach vorn zu kämpfen. Doch in der siebten Runde verlor er die Kontrolle über sein Hinterrad und stürzte. Kurz danach kam Leon abermals von der Strecke ab. Er verlor vier Positionen und reihte sich als Achter wieder ins Feld ein. In der 17. Runde war auch sein Rennen nach einem Sturz beendet. Der Sieg im zweiten Lauf ging an Sykes. Ayrton Badovini (ITA) vom BMW Motorrad Italia GoldBet SBK Team belegte die Plätze sechs und neun. Sein Teamkollege Michel Fabrizio (ITA) wurde im ersten Lauf Zwölfter, stürzte jedoch im zweiten Lauf.

 

BMW Motorrad Motorsport gratuliert Sylvain Barrier vom BMW Motorrad Italia GoldBet STK Team zu seinem bisher größten Erfolg: Der französische BMW S 1000 RR Fahrer krönte sich mit Platz zwei im heutigen Rennen zum Meister 2012 im FIM Superstock 1000 Cup.

 


Marco Melandri:
Rennen 1: 2., Abstand zu P1: 0:06.127 min / Schnellste Rennrunde: 1:54.081 min
Rennen 2: DNF / Schnellste Rennrunde: 1:39.430 min
„Nach den vergangenen beiden unglücklichen Rennwochenenden war es toll, heute wieder ein Rennen auf dem Podium zu beenden. Meine BMW S 1000 RR hat sehr gut funktioniert. In den ersten Runden von Lauf eins hatte ich noch Schwierigkeiten, den Reifen auf Temperatur zu bringen. Doch sobald er richtig gearbeitet hat, konnte ich ein gutes Tempo gehen. Es war trotzdem ein hartes Rennen, und ich wollte nicht zu sehr attackieren und zu viel riskieren. Leider ist die Strecke dann immer trockener geworden, was mir nicht entgegenkam. Als ich endlich an Tom vorbei war, war der Asphalt nicht mehr richtig nass, und bei diesen Bedingungen hatte ich keine Chance, an Sylvain dran zu bleiben. Er hat heute wirklich eine starke Leistung gezeigt.

 

Im zweiten Rennen herrschten sehr schwierige Bedingungen. Ich habe alles gegeben, aber ich konnte keine schnellen Richtungswechsel durchführen. Ursache für meinen Sturz muss eine nasse Stelle gewesen sein, auf der mir das Heck der RR weggerutscht ist. Jetzt habe ich große Schmerzen im Rücken und am Bein. Rückblickend muss ich sagen, dass wir eine großartige Saison hatten. Wir können stolz auf das sein, was wir erreicht haben. Zu Saisonbeginn lagen wir noch recht weit hinter der Spitze zurück. Wir haben den Rückstand schnell aufgeholt und bis zum Schluss mit den Jungs ganz vorn gekämpft. Wir haben Rennen gewonnen, wir hatten jedoch auch Pech, und ich habe Fehler gemacht. In diesem Jahr war alles möglich, und wir können zufrieden sein. Ich hoffe, dass wir im nächsten Jahr da weitermachen, wo wir jetzt aufgehört haben. Ein großer Dank an das gesamte Team in Deutschland und an der Strecke.”

 

 

Leon Haslam:
Rennen 1: 5., Abstand zu P1: 0:25.149 min / Schnellste Rennrunde: 1:54.646 min
Rennen 2: DNF / Schnellste Rennrunde: 1:39.594 min
„Im ersten Rennen hatte ich etwas mit der Haftung und der Elektronik zu kämpfen, und darüber hinaus habe ich ein paar Fehler gemacht. Platz fünf ist ein bisschen enttäuschend, denn ich weiß, dass ein Podiumsplatz möglich gewesen wäre. Im zweiten Rennen hatte ich einen guten Start, doch in manchen Kurven hatte ich Schwierigkeiten, in den ersten Gang zu schalten. Im letzten Streckenabschnitt bin ich auf einem Bergabstück zudem auch noch aus Versehen in den Leerlauf geraten. Ich musste die Bremse lösen, um nicht in Eugene Laverty zu fahren, und kam von der Strecke ab. Ich habe mich als Achter wieder eingereiht und versucht, der Gruppe um Max Biaggi zu folgen. Dann aber bin ich auf eine nasse Stelle geraten und wieder gestürzt. Ich bin etwas enttäuscht, dass die Saison so zu Ende ging, und es tut mir auch für meine Crew und das Team Leid, die das gesamte Jahr über einen herausragenden Job gemacht haben. Danke an all die Jungs. Max Biaggi war wieder die Konstanz in Person, Gratulation zu einem weiteren Weltmeistertitel. Aber es tut mir ein bisschen für Tom Leid, der in diesem Jahr tolle Rennen gezeigt hat. Es ist hart, wenn man die Weltmeisterschaft um einen halben Punkt verliert.“


 
Bernhard Gobmeier (BMW Motorrad Motorsport Direktor):
„Der letzte Rennsonntag der Saison 2012 war ein Wechselbad der Gefühle für uns. Marco hat sich das erste Rennen sehr gut eingeteilt – wie so oft in diesem Jahr. Das war wieder einmal eine absolute Meisterleistung. Leon beendete das Rennen solide auf Platz fünf. Im zweiten Lauf waren wir ein weiteres Mal vom Pech verfolgt. Sowohl Leon als auch Marco stürzten auf nassen Streckenabschnitten und konnten das Rennen nicht beenden. Der letzte Lauf des Jahres 2012 reflektiert jedoch nicht den Verlauf der Saison für BMW Motorrad Motorsport: Wir haben bis zum allerletzten Rennen des Jahres um die Weltmeisterschaft gekämpft. Das ist ein Erfolg, den wir alle uns zum Saisonstart nicht hätten träumen lassen. Wir alle sind stolz, dass wir in der Fahrerwertung auf einen hervorragenden dritten Platz und in der Herstellerwertung sogar auf einen fantastischen zweiten Rang vorgefahren sind. Diese Resultate sind ein Verdienst der gesamten Mannschaft. Jeder, der an diesem Projekt mitgewirkt hat, hat seinen Teil dazu beigetragen und kann stolz darauf sein. Deshalb gilt mein Dank nicht nur Marco und Leon, sondern allen Teammitgliedern in München, Stephanskirchen und an der Strecke. Glückwunsch auch an Tom Sykes und seine Mannschaft, die bis zum letzten Rennen unbändigen Siegeswillen bewiesen haben, und an Weltmeister Max Biaggi und Aprilia.“

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