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BMW Masters: Golfsport in China weiter im Aufschwung. Rio 2016 und Weltklasse-Events wie die BMW Masters beflügeln den Golfsport im Land des Drachens.
Sun Oct 28 12:00:00 CET 2012 Pressemeldung
Shanghai. China gilt seit vielen Jahren als Golfsport-Nation der Zukunft. Angesichts der Einwohnerzahl von1,4 Milliarden Menschen hat das Land im Sport ein riesiges Potenzial. Bisher hat das „Reich der Mitte“ allerdings vergleichsweise wenige Weltklasse-Golfpros hervorgebracht. Auch die Pro-Kopf-Anzahl der Golfanlagen im Vergleich zur Bevölkerungszahl liegt deutlich niedriger als etwa in den USA oder in Großbritannien. Dies dürfte sich allerdings bald ändern. Der Golfsport in China befindet sich im Aufschwung – wie in dieser Woche die BMW Masters im Lake Malaren Golf Club Shanghai belegen. Auch die Olympischen Spiele haben daran einen Anteil.
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Shanghai. China gilt seit vielen Jahren als Golfsport-Nation der Zukunft. Angesichts der Einwohnerzahl von1,4 Milliarden Menschen hat das Land im Sport ein riesiges Potenzial. Bisher hat das „Reich der Mitte“ allerdings vergleichsweise wenige Weltklasse-Golfpros hervorgebracht. Auch die Pro-Kopf-Anzahl der Golfanlagen im Vergleich zur Bevölkerungszahl liegt deutlich niedriger als etwa in den USA oder in Großbritannien. Dies dürfte sich allerdings bald ändern. Der Golfsport in China befindet sich im Aufschwung – wie in dieser Woche die BMW Masters im Lake Malaren Golf Club Shanghai belegen. Auch die Olympischen Spiele haben daran einen Anteil.
Am 13. August 2009 schlug das IOC-Exekutivkomitee die Aufnahme des Golfsports in das olympische Programm vor, im Oktober desselben Jahres stimmte die Vollversammlung zu. Olympia hat in China einen hohen Stellenwert, was die Medaillenausbeute bei den „Heimspielen“ 2008 in Peking und der erneute Platz eins im Medaillenspiegel bei den Olympischen Spielen 2012 in London unterstreicht. Das geplante Qualifikationsformat – teilnahmeberechtigt sind die besten 15 Spieler der International Golf Federation (IGF) Rangliste unabhängig von ihrer Nationalität sowie 45 weitere Spieler aus Ländern, die weniger als zwei Athleten in den Top-15 haben – dürfte das Chinesische Olympische Komitee als Chance sehen, weiteres Edelmetall zu gewinnen. Insofern ist die Aufnahme des Golfsports ins olympische Programm mit einem Statuswechsel in China verbunden: vom Freizeitsport zu einer „richtigen“ Sportart. ZHANG Xiaoning (Director of Multi-Ball Games Administrative Centre of General Administration of Sport, Deputy Chairman & Secretary General of China Golf Association) sagt:
„Das herausragende Spielerfeld bei der BMW Masters wird einen großen Beitrag zur Weiterentwicklung des Golfsports in China leisten und junge Menschen dazu anregen, diesen Sport auszuüben.”
Der Aufschwung des Golfsports in China zeigte sich unter anderem im Juni auch auf internationalem Parkett, als der Chinese Andy Zhang mit 14 Jahren zum jüngsten Spieler avancierte, der jemals an der U.S. Open teilgenommen hat. Den neuen Stellenwert und die wachsende Popularität des Golfsports in China ist auch der European Tour und den besten Spielern der Welt nicht entgangen. Nicht umsonst ist bei der Premiere der BMW Masters ein Weltklassefeld am Start.
Der erfolgreichste chinesische Pro, Liang Wen Chong sagt: „Golf wird immer populärer und die China Golf Association verstärkt ihre Anstrengungen, das Niveau der Spieler anzuheben. Wer auch immer China bei den Olympischen Spielen 2016 vertritt, wird hoffentlich ein gutes Resultat erzielen. Ich konzentriere mich weiterhin auf meine Turniere und hoffe, dass ich mich bis 2016 für die Spiele qualifiziere – es wäre eine große Ehre, mein Land in Rio zu repräsentieren.“
Der europäische Ryder-Cup-Held Nicolas Colsaerts aus Belgien hat eine besondere Beziehung zu den Olympischen Spielen und kann es kaum erwarten, 2016 um Gold zu kämpfen. „In meiner Familie gibt es eine olympische Tradition, denn mein Ur-Großvater hat in den 1920er Jahren für Belgien Wasserball gespielt. Es würde mir also sehr viel bedeuten, ebenfalls bei Olympia anzutreten. In unserem Sport gibt es nur sehr wenige Gelegenheiten, für unser Heimatland zu starten. Ich wäre sehr gerne dabei, auch wegen der einzigartigen Atmosphäre im Olympischen Dorf und den vielen anderen schönen Dingen, die so ein Event mit sich bringt.“
Wer glaubt, die besten Golfer der Welt würden lukrative Turniere in Europa und den USA einem Start bei Olympia vorziehen, der irrt. Die Begeisterung von Weltstars wie Tennisspieler Roger Federer (SUI) oder dem „Dream Team“ der US-Basketballer für die fünf Ringe führt diese Theorie ad absurdum. Auch die Golfpros widersprechen vehement, wie etwa BMW Markenbotschafter Martin Kaymer: „Olympia ist für mich in den kommenden Jahren das übergeordnete Ziel. Etwas Schöneres gibt es nicht“, sagt der ehemalige Weltranglistenerste. „Ich werde mich akribisch darauf vorbereiten und möchte unbedingt die Chance haben, die erste Golfmedaille zu gewinnen.“
Der Weltranglistenfünfte Justin Rose pflichtet Kaymer bei: „Die Teilnahme an den Olympischen Spielen wäre definitiv ein Höhepunkt meiner Karriere. Sehen sie sich bloß Andy Murray im Tennis an. Dass er Gold in London gewonnen hat, war riesig. Wahrscheinlich war das sogar der wichtigste Moment seiner gesamten Karriere. Und das würde auch für jemanden wie mich gelten. Für dein Land zu spielen, ist das Größte – egal wann und wo.“