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PressClub Deutschland · Artikel.

BMW Motorrad GoldBet SBK Team - WSBK - Portimao - Vorschau

Am kommenden Wochenende (7. bis 9. Juni) gibt das BMW Motorrad GoldBet SBK Team im Süden der iberischen Halbinsel Gas. Im „Autódromo Internacional do Algarve“ bei Portimão (POR) wird die sechste Runde der FIM Superbike-Weltmeisterschaft 2013 ausgetragen. An den bisherigen fünf Rennwochenenden haben die beiden Werksfahrer Marco Melandri (ITA) und Chaz Davies (GBR) mit ihren BMW S 1000 RR insgesamt sieben Podiumsplatzierungen eingefahren, darunter drei Siege.

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Matthias Schepke
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Autor.

Matthias Schepke
BMW Group

Portugal – Portimão.

Vorschau.

 

 

7. – 9. Juni 2013

6. von 15 WM-Rennwochenenden

 

 

München/Mailand, 3. Juni 2013. Am kommenden Wochenende (7. bis 9. Juni) gibt das BMW Motorrad GoldBet SBK Team im Süden der iberischen Halbinsel Gas. Im „Autódromo Internacional do Algarve“ bei Portimão (POR) wird die sechste Runde der FIM Superbike-Weltmeisterschaft 2013 ausgetragen. An den bisherigen fünf Rennwochenenden haben die beiden Werksfahrer Marco Melandri (ITA) und Chaz Davies (GBR) mit ihren BMW S 1000 RR insgesamt sieben Podiumsplatzierungen eingefahren, darunter drei Siege.

 

In der Fahrerwertung belegt Marco aktuell mit 127 Punkten den vierten Platz. Chaz folgt direkt dahinter und ist Fünfter mit 112 Zählern. In der Herstellerwertung liegt BMW mit 175 Punkten auf Rang drei, der Rückstand auf die Spitze beträgt 33 Zähler. In der vergangenen Woche hat das BMW Motorrad GoldBet SBK Team im spanischen „Motorland Aragón“ einen Zwei-Tages-Test absolviert. Zur Vorbereitung auf die nächsten Rennwochenden haben Marco und Chaz dabei verschiedene neue Einstellungen und überarbeitete Komponenten getestet.

 

Nach einer vierwöchigen Pause wird auch der FIM Superstock 1000 Cup fortgesetzt. In Portimão wird die vierte Runde der Saison ausgetragen. Das BMW Motorrad GoldBet STK Team und die Fahrer Sylvain Barrier (FRA) und Greg Gildenhuys (RSA) möchten mit der neuen BMW HP4 weitere Erfolge feiern. Nachdem sie beim letzten Rennen in Monza (ITA) in einen schweren Unfall verwickelt waren, sind bei Fahrer wieder fit und gerüstet für das Rennwochenende in Portugal.

 

 

Portimão aus Fahrersicht:

Marco Melandri:

„Portimão ist, ähnlich wie Assen und Donington, eine technisch recht anspruchsvolle Strecke. Es gibt ein paar sehr langsame Ecken, aber auch einige sehr schnelle Kurven. Es geht bergauf und bergab, und es gibt auch ein paar blinde Kuppen. Insgesamt hat Portimão ein einmaliges Layout, und deshalb ist es nicht einfach, eine gute Abstimmung zu finden. Zudem ist die Strecke recht uneben. Wir müssen uns also noch an manchen Bereichen feilen, um konkurrenzfähig zu sein. Da Überholen dort schwierig ist, wird es wichtig für uns sein, eine gute Qualifikation zu fahren.“

 

 

Chaz Davies:

„Portimão ist ein großartiger Kurs. Wegen seines Charakters ist es eine meine absoluten Lieblingsstrecken. Zwar ist es dort nicht einfach, die richtige Abstimmung zu finden, doch ich fahre immer sehr gern auf dieser Strecke und war dort in der Vergangenheit auch stark. Der Kurs macht Spaß, denn es gibt viele Anstiege und Gefälle, die zum Teil recht steil sind. Ich freue mich auf das Wochenende. Am wichtigsten ist, dass wir nicht mit denselben Schwierigkeiten wie bei den letzten Rennen zu kämpfen haben. Dann lautet mein Plan, eine gute Qualifikation zu fahren und um einen Podiumsplatz zu kämpfen.“

 

 

Portimão aus sportlicher Sicht:

Serafino Foti (Sportdirektor BMW Motorrad GoldBet SBK Team):

„Nach den Rennen in Donington haben wir vergangene Tage einen positiven Zwei-Tages-Test im spanischen Aragón absolviert. Auch wenn uns das Wetter etwas beeinträchtigt hat, konnten Marco und Chaz neue Ideen testen, die uns am nächsten Rennwochenende in Portimão weiterhelfen werden. Die portugiesische Strecke ist technisch sehr anspruchsvoll, es geht bergauf und bergab. Für unsere Fahrer ist es wichtig, mit einer guten Basis zu starten, damit sie ihre Arbeit dann über das Wochenende in Ruhe fortsetzen können. Wir sind zuversichtlich, dass wir an den beiden Testtagen die Lösungen gefunden haben, die wir gesucht haben. Jetzt konzentrieren wir uns auf die nächsten Rennen.“

 

 

Portimão aus technischer Sicht:

Andrea Dosoli (Technischer Direktor BMW Motorrad GoldBet SBK Team):

„Das gesamte Team freut sich auf die nächsten Rennen in Portimão. Es ist eine Strecke, auf der wir in der Vergangenheit ein gutes Tempo gehen, aber aufgrund einer Reihe unglücklicher Umstände nicht die erwarteten Ergebnisse holen konnten. Es ist für alle unsere Jungs eine arbeitsreiche Zeit. Nach Donington haben wir in Aragón einen wichtigen Test absolviert. Dort konnten wir die Schwierigkeiten, die wir in England hatten, zum Teil beheben und zum anderen Teil besser verstehen. Die Ergebnisse dieser Arbeit möchten wir nun in Portimão sehen. Unsere Mitbewerber werden immer stärker. Deshalb müssen wir konzentriert bleiben und noch härter arbeiten, um die Performance unserer Maschine zu steigern. Nur so können wir sicherstellen, dass unser Paket konkurrenzfähig bleibt und unseren Fahrern die Chance geben, Rennen zu gewinnen.

 

Die portugiesische Rennstrecke hat einige Höhenunterschiede mit mehreren Bergauf- und Bergabpassagen. Deshalb ist viel harte Arbeit nötig, nicht nur, um die richtige Chassisabstimmung zu finden, sondern auch die passenden Fahrdynamikstrategien. Wir müssen den besten Kompromiss zwischen Handling und Stabilität finden und versuchen, unsere Performance so konstant wie möglich zu halten. Die Charakteristik der Strecke sollte unserer RR liegen, so wie sie das bereits in der Vergangenheit getan hat.”

 

 

Portimão aus Pirelli-Sicht:

Da die FIM Superbike-Weltmeisterschaft erstmals im Juni in Portimão gastiert, bringt Pirelli eine breite Auswahl an Reifenvarianten mit. Ein Teil der Mischungen kam bereits in Phillip Island und Monza zum Einsatz und soll gerade bei hohen Temperaturen optimal arbeiten. Die Piloten der Superbike-Klasse können zwischen jeweils vier verschiedenen Vorder- und Hinterreifentypen wählen. Dazu kommen wie üblich die Qualifikations-, Intermediate- und Regenreifen. Zu den Vorderreifen gehört der Standard-SC1 R426, der bereits bei den bisherigen fünf Saisonrunden zum Einsatz kam und sich bestens für niedrige Außentemperaturen und/oder mittelraue Streckenbeläge eignet. Dazu kommen drei verschiedene SC2-Mischungen. Der Standard-SC2 R982, der ebenfalls schon die ganze Saison über benutzt wird, ist wegen seiner soliden Lauffläche wie gemacht für hohe Temperaturen. Der R1220 und der R753 sind Weiterentwicklungen und wurden bereits in Phillip Island und Monza eingesetzt. Sie sind robuster als der Standard-SC2 und damit auf aggressivem Asphalt widerstandsfähiger. Der R753 eignet sich besonders für Fahrer, die stark bremsen.

 

Bezüglich der Hinterreifen stellt Pirelli je zwei SC0- und SC1-Varianten zur Verfügung. Der Standard-SC0 (R1261) hat sich als beste Option für hohe Temperaturen erwiesen. bietet auf glattem Asphalt maximalen Oberflächenkontakt und bei hohen Temperaturen höchstmögliche Traktion. Dazu kommt, dass seine Leistung bei Wärmeabbau stabiler ist. Eine Alternative zum Standardreifen bildet der S502, eine SC0-Weiterentwicklung mit einer weichen Mischung, die speziell bei hohen Temperaturen über eine größere Leistungsstabilität verfügt. Bei den beiden SC1-Typen handelt es sich ebenfalls um Entwicklungsreifen. Der R1255 ist eine Mediummischung und war bereits in Phillip Island im Einsatz. Er sollte robuster und konstanter sein als die Standardvarianten, die normalerweise benutzt werden, und Hitze besser ableiten. Der S514 gab sein Debüt in Monza. Er hat dieselbe Mischung wie der Standard-SC1, hat aber einen verstärkten Mittelstreifen. Zudem wurden in der Innenstruktur andere Materialien verwendet, um die Arbeitstemperatur besonders niedrig zu halten. Da in Portimão hohe Temperaturen möglich sind, die zu Blasenwurf führen können, kommt derselbe Superpole-Reifen zum Einsatz wie in Monza: der S516 mit einer verstärkten Mitte.

 

 

Hintergrund:

Portimão ist eine 50.000 Einwohner zählende Küstenstadt an der Algarve im Süden Portugals. Sie liegt knapp 300 Kilometer südlich der Hauptstadt Lissabon und rund 70 Kilometer westlich von Faro. Die Touristen lieben die malerische Region wegen ihrer zahlreichen Strände, beeindruckenden Felsklippen, Golfplätze und vielen weiteren Freizeitmöglichkeiten. In der Rennsportszene hat Portimão ebenfalls einen guten Ruf. Denn das „Autodrómo Internacional do Algarve“ begeistert mit seinem einmaligen Layout Automobil- und Motorradrennfahrer gleichermaßen. Der Kurs gehört zum „Algarve Motor Park“, in dem auch eine Kartbahn und eine Rennfahrerschule angesiedelt sind.

 

Die Strecke liegt im hügeligen Hinterland von Portimão und wurde im Herbst 2008 mit dem Saisonfinale der Superbike-WM eingeweiht. Auch zahlreiche andere Motorrad- und Automobilmeisterschaften tragen dort ihre Rennen aus. Aufgrund des anspruchsvollen Layouts und der meist guten Wetterbedingungen ist Portimão auch eine beliebte Teststrecke.

 

Einige Rennfahrer zählen Portimão zu den schönsten Strecken der Welt. Bergauf- und Bergabpassagen, einige Richtungs- und Gefällewechsel, Kuppen, teils unübersichtliche Passagen, viele langgezogene, schnelle Kurven und ein verwinkeltes Infield machen die Strecke zu einer Herausforderung für Fahrer und Teams. Die Piloten müssen recht aggressiv agieren, Fahrkönnen und körperliche Fitness spielen eine entscheidende Rolle. Die Teams müssen bei der Abstimmung den richtigen Kompromiss finden. Beim Herausbeschleunigen aus den Kurven ist ein gutes Lenkverhalten gefragt. Zudem können die Vorderräder der PS-starken Superbikes auf den Kuppen leicht den Bodenkontakt verlieren. Eine Schlüsselstelle ist die letzte Kurve: Hier gilt es, genügend Geschwindigkeit mit auf die fast einen Kilometer lange Start-Ziel-Gerade zu nehmen.

 

 

Zahlen und Fakten:

Strecke/Datum

Autodrómo Internacional do Algarve / 9. Juni 2013

Startzeit Lauf 1 (lokal/MESZ)

12:00 Uhr / 13:00 Uhr

Startzeit Lauf 2 (lokal/MESZ)

15:30 Uhr / 16:30 Uhr

Runde/Renndistanz

4,592 km / 101,024 km (22 Runden)

Kurven

6 Linkskurven, 9 Rechtskurven

Sieger

2012

Lauf 1 (16 Rd.): Tom Sykes, Kawasaki Racing Team, 31:42,011 Min.

Lauf 2: Eugene Laverty, Aprilia Racing Team, 38:35,105 Min.

Schnellste Rennrunde 2012

Eugene Laverty, Aprilia Racing Team, 1:44,578 Min.

Daten 2012

 

Topspeed: 302,5 km/h (Max Biaggi, Lauf 2)

Längste Volllastpassage: 10,5 sec / 751 m

Schnellste Kurve: Kurve 15, 4. Gang, 148 km/h

Maximale Verzögerung: 310 km/h - 112 km/h

 

Fahrer

Marco Melandri

Chaz Davies

Geburtstag

07.08.1982

10.02.1987

Geburtsort

Ravenna / Italien

Knighton / Großbritannien

Nationalität

Italiener

Brite

Wohnort

Ravenna / Italien

Presteigne, Powys / Großbritannien

Familienstand

Verlobt

In einer Beziehung

Größe

1,66 m

1,83 m

Gewicht

60 kg

70 kg

WSBK-Debüt

2011, Phillip Island (AUS)

2012, Phillip Island (2012)

Rennen gestartet

61

34

Polepositions

1

0

Siege

11

3

Podiumsplätze

31

6

Schnellste Rennrunden

8

1

Bester WM-Platz

2. (2011)

9. (2012)

WM-Punkte 2013

127

112

 

BMW Motorrad Motorsport

WSBK-Debüt

2009, Phillip Island (AUS)

Rennen gestartet

117

Polepositions

1

Siege

9

Podiumsplätze

30

Schnellste Runden

9

WM-Punkte 2013

175

WM-Platzierungen

2. (2012), 421 Punkte

4. (2011), 311 Punkte

6. (2010), 201 Punkte

6. (2009), 141 Punkte

 

 

 

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