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PressClub Deutschland · Artikel.

BMW Motorrad GoldBet SBK Team - WSBK - Imola - Vorschau

Das BMW Motorrad GoldBet SBK Team bereitet sich auf sein nächstes Heimspiel vor. Die siebte Runde der FIM Superbike-Weltmeisterschaft 2013 wird am kommenden Wochenende (28. bis 30. Juni) im berühmten „Autodromo Enzo e Dino Ferrari“ in Imola (ITA) ausgetragen. In dieser Saison haben die beiden Werksfahrer Marco Melandri (ITA) und Chaz Davies (GBR) mit ihren BMW S 1000 RR bisher insgesamt vier Siege geholt. In Imola wird zudem die fünfte Runde des FIM Superstock 1000 Cups 2013 ausgetragen. Sylvain Barrier (FRA) vom BMW Motorrad GoldBet STK Team reist als Führender in der Fahrerwertung nach Italien. Sein Teamkollege Greg Gildenhuys (RSA) arbeitet daran, wieder vollkommen fit zu werden, nachdem er sich eine Fraktur in der linken Ferse zugezogen hatte.

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Matthias Schepke
BMW Group

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Autor.

Matthias Schepke
BMW Group

Italien – Imola.

Vorschau.

 

 

28. – 30. Juni 2013

7. von 15 WM-Rennwochenenden

 

 

München/Mailand, 24. Juni 2013. Das BMW Motorrad GoldBet SBK Team bereitet sich auf sein nächstes Heimspiel vor. Die siebte Runde der FIM Superbike-Weltmeisterschaft 2013 wird am kommenden Wochenende (28. bis 30. Juni) im berühmten „Autodromo Enzo e Dino Ferrari“ in Imola (ITA) ausgetragen. Die Rennabteilung des BMW Werksteams ist in Crespellano beheimatet, nur 60 Kilometer von Imola entfernt.

 

In dieser Saison haben die beiden Werksfahrer Marco Melandri (ITA) und Chaz Davies (GBR) mit ihren BMW S 1000 RR bisher insgesamt vier Siege geholt. In der Herstellerwertung belegt BMW derzeit mit 211 Punkten den zweiten Rang. In der Fahrerwertung ist Marco mit 156 Punkten Vierter. Auch für ihn ist Imola das Heimspiel, da er ganz in der Nähe lebt. Direkt hinter ihm folgt Chaz als Fünfter mit 133 Punkten. Nach dem Rennsonntag bleiben die Teams der Superbike-WM in Imola, um am Montag einen eintägigen offiziellen Dorna-Test zu absolvieren.

 

In Imola wird zudem die fünfte Runde des FIM Superstock 1000 Cups 2013 ausgetragen. Sylvain Barrier vom BMW Motorrad GoldBet STK Team reist als Führender in der Fahrerwertung nach Italien. Der Franzose feierte bei der letzten Runde in Portimão (POR) seinen zweiten Saisonsieg auf der neuen, mit DDC ausgestatteten BMW HP4. Damit setzte er sich in der Meisterschaft wieder an die Spitze. Sein Teamkollege Greg Gildenhuys (RSA) arbeitet daran, wieder vollkommen fit zu werden, nachdem er sich am Rennwochenende in Monza (ITA) eine Fraktur in der linken Ferse zugezogen hatte.

 

 

Imola aus Fahrersicht:

Marco Melandri:

„Wir kommen in einer entscheidenden Phase der Saison nach Imola. Aus technischer Sicht haben wir den richtigen Weg gefunden, und ich möchte bei meinem Heimrennen in Imola auf das Podium fahren. Ich mag diese Strecke wirklich. Sie ist schwierig, recht technisch und anspruchsvoll, auch für die Fahrer. Man hat keine Gelegenheit, zwischendurch einmal Luft zu holen, und die drückende Hitze, die derzeit herrscht, wird nicht gerade hilfreich sein. Körperlich fühle ich mich gut. Nach Portimão konnte ich endlich zum ersten Mal in diesem Jahr ohne irgendwelche Probleme trainieren. Nun möchte ich mir das zurückholen, was mir bisher aufgrund verschiedener unglücklicher Umstände verwehrt blieb.“

 

 

Chaz Davies:

„Meine Zielsetzung für Imola lautet, auf das Podium zurückzukehren. Die vergangenen Rennen waren aus verschiedenen Gründen etwas schwierig, aber auch wenn sie das waren, haben wir dabei eine Menge dazugelernt. Diese wertvollen Erkenntnisse können auch bei anderen Rennen hilfreich für uns sein. Wichtig ist, dieses Wissen umzusetzen und es zu nutzen, um bessere Ergebnisse zu holen. Ich denke, dass wir gute Chancen haben, wieder auf das Podium zu fahren. Mir gefällt Imola recht gut. Es mag zwar vielleicht nicht die tollste Strecke im Kalender sein, aber sie passt gut zu meinem Fahrstil, und ich habe dort immer schon gute Ergebnisse geholt. Imola ist auch deshalb schön, weil es eine dieser typischen alten italienischen Strecken ist, die in einem Park und nah an der Stadt liegen. Deshalb freue ich mich schon darauf.“

 

 

Imola aus sportlicher Sicht:

Serafino Foti (Sportdirektor BMW Motorrad GoldBet SBK Team):

„Es gibt mindestens zwei Gründe, warum Imola für uns eine besondere Veranstaltung ist. Erstens ist die Teamwerkstatt nur ein paar Kilometer entfernt, was Imola zu unserem Heimspiel macht, dem zweiten der Saison. Zweitens ist es ein Italien-Rennen, zu dem traditionell viele begeisterte Zuschauer kommen. Vor allem Marco, der ganz in der Nähe lebt, ist hier von Freunden und Fans umringt. Die Strecke in Imola ist alles andere als einfach. Der Kurs ist technisch sehr anspruchsvoll und für die Fahrer und die Bikes eine Herausforderung.

 

Auch deshalb ist es wichtig, dass Chaz sich nach seinem Sturz in Portimão, bei dem er sich eine Ellbogenverletzung und einige Prellungen zugezogen hat, wieder erholt hat und fit ist für dieses anstrengende Rennen. Wir sind gut vorbereitet und konzentriert. Wir wissen, dass das auch für unsere Gegner gilt und dass sie ebenfalls angreifen werden, aber wir sind recht optimistisch. Das Rennwochenende in Portimão verlief positiv. Die Ergebnisse und die allgemeine Performance erlauben uns, zuversichtlich in die weitere Saison zu gehen, auch wenn wir von Rennen zu Rennen denken müssen.

 

Sylvain hatte in Portimão ein perfektes Wochenende. Er hat gewonnen und ist in der Superstock-Meisterschaft wieder in Führung gegangen. So muss er nun weitermachen. Greg geht es wieder besser, und in Imola wird er sicher stärker sein. Wir wissen natürlich, dass Imola für einige unserer Gegner ein Heimspiel ist. Es wird ein schwieriges Wochenende, aber wir sind optimistisch.“

 

 

Imola aus technischer Sicht:

Andrea Dosoli (Technischer Direktor BMW Motorrad GoldBet SBK Team):

„Die beiden rennfreien Wochenenden nach Portimão waren für alle im Team wichtig, um neue Energie zu tanken und um sich auf eine wichtige und arbeitsreiche Veranstaltung vorzubereiten. Mit den Rennen in Imola und dem Dorna-Test am Montag geht die erste Saisonhälfte zu Ende, und wir alle arbeiten konzentriert und sind entschlossen, eine gute Leistung abzuliefern. Das ‚Autodromo Enzo e Dino Ferrari‘ ist eine technische Rennstrecke. Es gibt Bergauf- und Bergabpassagen, und der Rhythmus wird durch zahlreiche langsame und schnelle Schikanen unterbrochen. Das Layout ist schwierig und anspruchsvoll, sowohl für die Fahrer als auch für die Bikes. Die blinde ‚Piratella‘-Kurve und der Abschnitt mit den ‚Acque Minerali‘ sind etwas ganz Spezielles. Auf dieser Strecke ist das Handling ebenso wichtig wie eine gute Bremsstabilität in Kombination mit einem ruhigen Drehmomentverlauf.

 

Unsere BMW S 1000 RR hat sich dort bereits in der Vergangenheit als konkurrenzfähig erwiesen, zum Beispiel mit dem Doppelpodium im vergangenen Jahr. Deshalb sind wir zuversichtlich, dass wir beiden Fahrern ein starkes Paket zur Verfügung stellen können, das zudem über einige technische Updates in den Bereichen Motor und Chassis verfügt, die wir kürzlich in Aragón getestet haben. Um an die Spitze des Klassements aufzuschließen, setzen wir unsere harte Arbeit fort und verbessern unsere Bikes weiter. Wir freuen uns auf das Rennwochenende in Imola, denn in Portimão haben wir gesehen, dass der Weg, den wir in der Entwicklung eingeschlagen haben, der richtige ist – auch wenn wir aufgrund der Umstände weniger Punkte geholt haben, als unser Potenzial erlaubt.

 

Neben all der Konzentration auf den Rennsport erinnern wir uns bei der Rückkehr nach Imola natürlich an den tragischen Unfall, den Joan Lascorz dort im vergangenen Jahr hatte. Und wir denken auch an die italienische Fahrerin Alessia Polita, die sich bei der jüngsten Runde der italienischen Meisterschaft in Misano eine ähnliche, schwere Verletzung zugezogen hat. Ich habe mich gefreut zu hören, dass Joan sein Team kürzlich beim Testen besucht hat, und unsere Gedanken sind in diesen schweren Zeiten bei Alessia und ihrer Familie.“

 

 

Imola aus Pirelli-Sicht:

Seit im Jahr 2011 rund 70 Prozent der Strecke in Imola neu asphaltiert wurden, bietet der Belag wieder viel mechanischen Grip, was zuvor nicht der Fall war. Dies führte jedoch auch zu einer wesentlich höheren Belastung der Hinterreifen, vor allem bei mittleren und niedrigen Temperaturen. Da die Rennen in diesem Jahr Ende Juni ausgetragen werden, können jedoch hohe Temperaturen erwartet werden. Deshalb, und da das Produkt bezüglich der mechanischen Widerstandsfähigkeit massiv verbessert wurde, kann Pirelli darauf verzichten, SC2-Typen  mit nach Imola zu bringen. Stattdessen hat der Hersteller zwei Varianten an SC1-Hinterreifen im Gepäck: den Standard-SC1 und eine verstärkte Variante. Bei sehr hohen Temperaturen wird der Effekt der besonderen Beanspruchung der Hinterreifen aufgehoben. In diesem Fall kann der SC0 eingesetzt werden, der bezüglich der Haftung alle Ansprüche erfüllt. Bei der Wahl ihrer Vorderreifen können sich die Fahrer in Imola dank der Streckeneigenheiten weitgehend an ihren Vorlieben und ihrem Fahrstil orientieren. Aufgrund des extrem technischen Layouts ist die Wahl des Vorderreifens immer ein Kompromiss, es gibt jedoch weder bei den weichen noch bei robusteren Reifen besonders kritische Aspekte zu bedenken.

 

In der Superbike-Klasse können die Fahrer jeweils zwischen drei verschiedenen Vorder- und Hinterreifen wählen. Dazu kommen wie üblich die Qualifikations-, Intermediate- und Regenreifen. Zu den Vorderreifen gehört der Standard-SC1 R426 in einer weichen Mischung. Er eignet sich bestens für niedrige Außentemperaturen und/oder einen mittelraue Streckenbelag. Der Standard-SC2 ist optimal für hohe Außentemperaturen, denn er verfügt über eine besonders solide Lauffläche. Die dritte Option für die Front ist die SC2-Entwicklungsmischung R753. Als Alternative zum Standard-SC2 ist er robuster und damit auf aggressivem Asphalt widerstandsfähiger. Bei den Hinterreifen steht unter anderem der Standard-SC0 R1261 zur Wahl. Er ist ideal für glatten Asphalt und hohe Temperaturen, da er maximalen Oberflächenkontakt bietet und seine Leistung bei Wärmeabbau stabiler ist. Außerdem hat Pirelli den Standard-SC1 R828 in einer Mediummischung im Gepäck. Die dritte Option für hinten ist der neue Entwicklungsreifen R1431 in einer SC1-Mischung, der bisher noch nicht eingesetzt wurde. Er soll gleich viel Grip bieten wie der Standard-SC1, dabei aber widerstandsfähiger gegen Abrieb sein. Zudem bringt Pirelli für den Dorna-Test am Montag rund 600 zusätzliche Reifen mit nach Imola, darunter verschiedene neue Entwicklungsvarianten.

 

 

Hintergrund:

Imola ist eine knapp 70.000 Einwohner zählende Stadt in der oberitalienischen Emilia-Romagna und liegt rund 40 Kilometer südöstlich von Bologna. Mit dem Motorsport ist Imola schon seit vielen Jahrzehnten eng verbunden. Die ersten Rennen dort wurden schon in den 1940er-Jahren ausgetragen, damals noch auf öffentlichen Straßen. 1952 wurde am Stadtrand von Imola ein permanenter Kurs eröffnet, der heute neben Monza eine der geschichtsträchtigsten und berühmtesten italienischen  Rennstrecken gehört. Zu Ehren des früh verstorbenen Sohnes von Enzo Ferrari erhielt der Kurs bei seiner Eröffnung 1952 den Namen „Autodromo Dino Ferrari“. Nach Enzo Ferraris Tod 1988 wurde er in „Autodromo Enzo e Dino Ferrari“ umbenannt.

 

Die Formel 1 gastierte über Jahrzehnte in Imola, erlebte dort 1994 aber eines ihrer traurigsten Wochenenden, als Roland Ratzenberger und Ayrton Senna tödlich verunglückten. Der erste Motorrad-Grand-Prix in Imola wurde 1967 ausgetragen. Die Superbike-WM startet seit 2001 auf dem oberitalienischen Kurs. Die bisher letzte umfangreiche Renovierung des Kurses und der Boxengebäude fand 2006 statt, Teile der Strecke wurden 2011 abermals neu asphaltiert.

 

Der Stop-and-Go-Kurs ist technisch sehr anspruchsvoll. Es gibt Bergauf- und Bergabpassagen sowie langsame und schnelle Schikanen, in denen das Bike gut bremsen und einlenken muss. Die Richtungswechsel sind recht anspruchsvoll. Um richtig aus den Kurven herausbeschleunigen zu können, braucht man zudem ein Motorrad, das in den niedrigen Drehzahlen leistungsstark ist.  In den Schikanen lauern tückische Randsteine, die dafür sorgen, dass das Motorrad beim Überfahren unruhig wird – hier ist also Stabilität gefragt.

 

Gutes Lenkverhalten ist auch auf den Kuppen im schnellen Abschnitt mit den beiden Kurven „Acque Minerali“ wichtig. Die Strecke ist stellenweise sehr eng. Deshalb ist das Überholen in Imola recht schwierig, und die Piloten müssen sehr aggressiv fahren, wenn sie Positionen gut machen wollen. Da der Kurs mehrfach neu asphaltiert wurde, gibt es vier verschiedene Beläge und das Gripniveau ändert sich mehrfach. Zudem ist die Strecke ist stellenweise sehr uneben.

 

 

Zahlen und Fakten:

Strecke/Datum

Autodromo Enzo e Dino Ferrari Imola / 30. Juni 2013

Startzeit Lauf 1 (lokal/MESZ)

12:00 Uhr / 12:00 Uhr

Startzeit Lauf 2 (lokal/MESZ)

15:30 Uhr / 15:30 Uhr

Runde/Renndistanz

4,936 km / 103,656 km (21 Runden)

Kurven

10 Linkskurven, 6 Rechtskurven

Sieger

2012

Lauf 1: Carlos Checa, Althea Racing, 38:06,264 Min.

Lauf 2: Carlos Checa, Althea Racing, 37:57,571 Min.

Schnellste Rennrunde 2012

Tom Sykes, Kawasaki Racing Team, 1:47,552 Min.

Daten 2012

 

Topspeed: 287,6 km/h (Marco Melandri, Lauf 2)

Längste Volllastpassage: 5,55 sec / 378 m

Schnellste Kurve: Variante Tamburello, 3. Gang, 150,4 km/h

Maximale Verzögerung: 277 km/h - 96 km/h

 

Fahrer

Marco Melandri

Chaz Davies

Geburtstag

07.08.1982

10.02.1987

Geburtsort

Ravenna / Italien

Knighton / Großbritannien

Nationalität

Italiener

Brite

Wohnort

Ravenna / Italien

Presteigne, Powys / Großbritannien

Familienstand

Verlobt

In einer Beziehung

Größe

1,66 m

1,83 m

Gewicht

60 kg

70 kg

WSBK-Debüt

2011, Phillip Island (AUS)

2012, Phillip Island (2012)

Rennen gestartet

63

36

Polepositions

1

0

Siege

12

3

Podiumsplätze

32

6

Schnellste Rennrunden

8

1

Bester WM-Platz

2. (2011)

9. (2012)

WM-Punkte 2013

156

133

 

BMW Motorrad Motorsport

WSBK-Debüt

2009, Phillip Island (AUS)

Rennen gestartet

119

Polepositions

1

Siege

10

Podiumsplätze

31

Schnellste Runden

9

WM-Punkte 2013

211

WM-Platzierungen

2. (2012), 421 Punkte

4. (2011), 311 Punkte

6. (2010), 201 Punkte

6. (2009), 141 Punkte

 

 

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