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BMW Motorrad GoldBet SBK Team - WSBK - Imola - Rennen
Sun Jun 30 19:49:19 CEST 2013 Pressemeldung
Beim Heimspiel des BMW Motorrad GoldBet SBK Teams in Imola (ITA) haben beide Werksfahrer ihre bisher besten Ergebnisse auf dieser Strecke geholt. Lokalmatador Marco Melandri (ITA) belegte mit seiner BMW S 1000 RR in beiden der heutigen Rennen im „Autodromo Enzo e Dino Ferrari“ den vierten Rang. Sein Teamkollege Chaz Davies (GBR) wurde Sechster und Fünfter. Im Rennen des FIM Superstock 1000 Cups 2013 holte sich Sylvain Barrier (FRA) mit der BMW HP4 des BMW Motorrad STK Teams seinen dritten Saisonsieg. Als Führender der Fahrerwertung hat Sylvain nun 95 Punkte, er baute seinen Vorsprung an der Spitze auf zwölf Punkte aus. Sein Teamkollege Greg Gildenhuys (RSA) wurde Zehnter.
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Matthias Schepke
BMW Group
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Autor.
Matthias Schepke
BMW Group
Imola – Rennen.
Sonntag, 30. Juni 2013.
Wetter: Sonnig.
Temperatur: Luft: 25 –28 °C, Strecke: 46 – 54 °C
Teilnehmende Fahrer: 18 von 12 Teams
Schnellste Runde Rennen 1: Tom Sykes (Kawasaki Racing Team) 1:47.274 min (Rd. 13)
Schnellste Runde Rennen 2: Tom Sykes (Kawasaki Racing Team) 1:47.507
min (Rd. 3)
Beim Heimspiel des BMW Motorrad GoldBet SBK Teams in Imola (ITA) haben beide Werksfahrer ihre bisher besten Ergebnisse auf dieser Strecke geholt. Lokalmatador Marco Melandri (ITA) belegte mit seiner BMW S 1000 RR in beiden der heutigen Rennen im „Autodromo Enzo e Dino Ferrari“ den vierten Rang. Sein Teamkollege Chaz Davies (GBR) wurde Sechster und Fünfter. Nach sechs Rennwochenenden der FIM Superbike-Weltmeisterschaft 2013 liegt Marco in der Fahrerwertung mit 182 Punkten auf dem vierten Platz. Direkt dahinter folgt Chaz mit 154 Punkten auf Rang fünf. In der Herstellerwertung belegt BMW aktuell mit 237 Punkten den dritten Platz. Der Sieg ging heute in beiden Rennen an Tom Sykes (GBR). Das BMW Motorrad GoldBet SBK Team bleibt in Imola und nimmt morgen am offiziellen Dorna-Test teil.
Beim Start des ersten Rennens machten beide BMW Werksfahrer Positionen gut. Marco verbesserte sich von Startplatz sieben auf Rang fünf, Chaz von Platz zehn auf Rang sieben. In der Anfangsphase des Rennens hielten beide den Anschluss an die Spitze. Als Sylvain Guintoli (FRA) in der sechsten Runde ausschied, übernahmen Marco und Chaz die Plätze vier und sechs. Bis zur 18. Runde blieb Marco dicht hinter dem Drittplatzierten Eugene Laverty, aber es ergab sich keine Gelegenheit, den Iren zu überholen. Dann wurde Marco vom von hinten herannahenden Jonathan Rea (GBR) überholt und fiel zurück auf Rang fünf. Er übernahm aber schnell wieder Platz vier, da Rea kurz darauf stürzte. Nun versuchte Marco, an Laverty vorbeizugehen und Rang drei zu übernehmen. Dabei kam er aber weit nach außen, und so beendete er das Rennen als Vierter. Unterdessen lieferte sich Chaz im Verlauf des Rennens mehrere Zweikämpfe, vor allem mit seinem britischen Landsmann Leon Camier. Chaz rutschte zunächst zurück auf Platz acht, als er von Rea und Michel Fabrizio (ITA) überholt wurde, doch in Runde 14 ging es für den Waliser wieder weiter nach vorn. Er überholte Camier und war nun Siebter. Nach Reas Sturz übernahm er Platz sechs, und er verteidigte diese Position bis ins Ziel.
Auch zu Beginn des zweiten Rennens arbeiteten sich beide Fahrer nach vorn. Nach der ersten Runde lagen Marco und Chaz auf den Positionen sechs und sieben. Nach fünf Runden hatten sie sich nach Stürzen von Davide Giugliano (ITA) und Laverty auf die Ränge vier und fünf verbessert. Bis zur Rennmitte heftete sich Marco an die Fersen des Drittplatzierten Guintoli, dahinter folgte Chaz. Dann verlor Marco nach vorn etwas an Boden, während Chaz von hinten immer näher kam. In der vorletzten Runde überholte Chaz seinen Teamkollegen und war nun Vierter, doch in der Schlussrunde wechselten die Positionen zwischen den beiden erneut. Bis zur letzten Kurve lieferten sich die beiden BMW Werksfahrer einen spannenden Kampf um Platz vier, den Marco am Ende knapp für sich entschied.
Im Rennen des FIM Superstock 1000 Cups 2013 ging der Sieg einmal mehr an Sylvain Barrier vom BMW Motorrad STK Team. Der Franzose fuhr mit seiner BMW HP4 ein kluges und kontrolliertes Rennen und sicherte sich damit seinen dritten Saisonsieg. Als Führender der Fahrerwertung hat Sylvain nun 95 Punkte, er baute seinen Vorsprung an der Spitze auf zwölf Punkte aus. Sein Teamkollege Greg Gildenhuys (RSA), der zum ersten Mal auf der Strecke in Imola ein Rennen bestritt, zeigte ebenfalls eine starke Leistung. Er trotzte den Schmerzen in seiner gebrochenen linken Ferse und fuhr von Startplatz 17 aus als Zehnter in die Top 10.
Marco Melandri:
Rennen 1: 4., Abstand zu P1: 0:10.323 min /
Schnellste Rennrunde: 1:48.098 min (Rd. 2)
Rennen 2: 4., Abstand zu P1: 0:13.120 min / Schnellste Rennrunde: 1:48.327 min (Rd. 3)
„Auf dieser Strecke hat unser Motorrad Schwierigkeiten. Ich denke nicht, dass wir heute eine Chance auf den Sieg hatten, von daher ist dieses Ergebnis das Beste, was wir erreichen konnten. Das erste Rennen war sehr hart. Normalerweise lege ich das Bike in schnellen Richtungswechseln auf die andere Seite um, indem ich kurz Gas gebe. Damit hatte ich heute Schwierigkeiten, und mehr war einfach nicht drin. Während wir in den vorherigen Rennen mit neuen Reifen teilweise Probleme hatten, hatten wir nun hier in Imola stattdessen mit den gebrauchten Reifen zu kämpfen. Das Rennen war sehr anstrengen, und danach war ich wirklich müde.
Im zweiten Lauf haben wir versucht, das Problem mit ein paar Änderungen an der Vorderradaufhängung zu beheben, aber es wurde nicht besser. Das Bike war weiterhin nervös, und je mehr ich versucht habe, zu attackieren, umso unruhiger ist es geworden. In der Schlussphase des Rennens hat Chaz mich überholt, und es war sehr schwierig, den vierten Platz zurückzuerobern. Wenn er nicht einen Fehler gemacht hätte, dann wäre er sehr wahrscheinlich vor mir ins Ziel gekommen. Das Positive ist, dass ich mit den heutigen Ergebnissen meinen Rückstand auf die Aprilia-Fahrer verringert habe.“
Chaz Davies:
Rennen 1: 6., Abstand zu P1: 0:19.531 min /
Schnellste Rennrunde: 1:48.602 min (Rd. 3)
Rennen 2: 5., Abstand zu P1: 0:13.630 min / Schnellste Rennrunde: 1:48.359 min (Rd. 14)
„Das erste Rennen war schwierig. Ich konnte nicht so aus den Kurven herausbeschleunigen, wie ich wollte. Überall anders schien das Bike gut zu funktionieren, aber am Kurvenausgang habe ich es nicht richtig unter Kontrolle bekommen. Mal bin ich gerutscht, bevor der Grip gegriffen hat. Das hat das Motorrad nervös gemacht. Mal war die Beschleunigung einfach nicht gut genug. Ich habe jedes Mal eine Motorradlänge verloren, und musste auf den Geraden richtig Gas geben, um das wieder wettzumachen – bis zur nächsten Kurve. Am Ende war das Bike einfacher zu fahren als zur Rennmitte, die Haftung war konstanter. Es schien, als ob das Bike besser wurde, je länger das Rennen gedauert hat.
Dieses Wissen haben wir genutzt, um das Motorrad noch etwas besser zu machen. Das ist uns gelungen, und ich konnte zumindest mit Marco im vorderen Feld mitkämpfen und hatte auch am Ende die Jungs auf den Podiumsplätzen noch in Sichtweite. Der Zweikampf mit Marco am Schluss hat Spaß gemacht. In der vorletzten Runde habe ich ihn überholt und dann eine Weile hinter mir gehalten. Doch als es bergauf ging, hatte er richtig viel Schwung und ging oben in der ‚Piratella‘ wieder an mir vorbei. In der letzten Kurve machte er dann etwas die Tür auf, und ich versuchte, innen durchzuschlüpfen. Dabei ist mir jedoch leider das Heck weggerutscht. Das war zwar schade, Spaß gemacht hat es aber trotzdem. Ich ärgere mich nur, dass ich beim Herausbeschleunigen aus langsamen Kurven immer noch zu viel Zeit verloren habe. Aus irgendeinem Grund habe ich früher an Grip verloren und konnte nicht so Gas geben, wie ich wollte. Das hat mich auf den Geraden Zeit gekostet, deshalb müssen wir morgen daran arbeiten. Wir werden uns bei Test auf dieses Thema konzentrieren, und ich bin zuversichtlich, dass wir etwas finden werden.“
Andrea Buzzoni (Leiter BMW Motorrad WSBK):
„Dieser
Sonntag hat mit dem Sieg in der Superstock-Klasse sehr gut begonnen.
Sylvain ist ein perfektes Rennen gefahren, das er sich beeindruckend
clever eingeteilt hat. Mit diesem Ergebnis hat er seine Führung in der
Gesamtwertung weiter ausgebaut. Es war zudem das erste Mal, dass wir
mit der neuen HP4 mit dem elektronischen Dämpfungssystem in Imola
gefahren sind. Dieses Ergebnis spiegelt die hervorragende Arbeit des
Teams wider.
In der Superbike-Klasse hatten wir ein schwieriges Wochenende. Das erreichte Ergebnis entspricht nicht unserer Zielsetzung. Doch uns ist auf einer Strecke, die den Eigenschaften unseres Bike nicht entgegenkommt, eine gewisse ‚Schadensbegrenzung‘ gelungen. In der Fahrerwertung haben wir dank der heutigen Resultate sowohl mit Marco als auch mit Chaz den Rückstand auf die Aprilia-Fahrer verkürzt. Morgen steht für uns ein Testtag an, den wir nutzen werden, um verschiedene neue Dinge auszuprobieren. Wir haben viele Ideen. Die Chance, auf einer schwierigen Strecke zu testen, wird uns helfen, uns für die nächste Runde in Moskau zu verbessern.“
Andrea Dosoli (Technischer Direktor BMW Motorrad GoldBet SBK Team):
„Wir hatten mit einem schwierigen Wochenende gerechnet. Zusammenfassend können wir sagen, dass wir unsere Leistung mit jeder Session gesteigert haben, und dass Marco in beiden Rennen nah am Podium dran war. Dies galt im zweiten Rennen auch für Chaz. Es ist jedoch klar, dass bei unserem Paket auf dieser Strecke noch Verbesserungsbedarf besteht. Marco fühlt sich mit dem Chassis nicht ganz wohl, er kann nicht so schnell in die Kurven gehen wie die anderen. Daran werden wir beim morgigen Test arbeiten. Chaz hat sich seit Freitag in jeder Session verbessert. Er hat über das Wochenende einen guten Job gemacht. Er hat ebenfalls sein bisher bestes Ergebnis auf dieser Strecke geholt, aber wir sind sicher, dass für ihn noch viel mehr drin ist, wenn wir ihm ein besseres Paket zur Verfügung stellen können. Deshalb werden wir mit beiden Fahrern hart arbeiten und versuchen, unser Gesamtpaket weiter zu verbessern. Wir müssen weitere Fortschritte machen, um eine starke zweite Saisonhälfte zu fahren.“