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BMW Motorrad GoldBet SBK Team - WSBK - Silverstone - Vorschau
Mon Jul 29 18:39:05 CEST 2013 Pressemeldung
Am kommenden Wochenende macht das BMW Motorrad GoldBet SBK Team mit den BMW Werksfahrern Marco Melandri (ITA) und Chaz Davies (GBR) im britischen Silverstone Station. Auf der berühmten Strecke wird am kommenden Wochenende (2. bis 4. August) die neunte Runde der FIM Superbike-Weltmeisterschaft 2013 ausgetragen. Für Chaz ist dies nach den Rennen Ende Mai in Donington das zweite Heimspiel der Saison.
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Matthias Schepke
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Autor.
Matthias Schepke
BMW Group
Großbritannien – Silverstone.
Vorschau.
02. – 04. August 2013
9. von 15 WM-Rennwochenenden
München/Mailand, 29. Juli 2013. Am kommenden Wochenende macht das BMW Motorrad GoldBet SBK Team mit den BMW Werksfahrern Marco Melandri (ITA) und Chaz Davies (GBR) im britischen Silverstone Station. Auf der berühmten Strecke wird am kommenden Wochenende (2. bis 4. August) die neunte Runde der FIM Superbike-Weltmeisterschaft 2013 ausgetragen. Für Chaz ist dies nach den Rennen Ende Mai in Donington das zweite Heimspiel der Saison.
Mit seinem Sieg am vergangenen Rennwochenende in Russland hat sich Marco in der Fahrerwertung auf den dritten Platz verbessert. Er hat nun 207 Punkte auf seinem Konto, 32 Zähler weniger als der Spitzenreiter. Chaz, der mit seiner BMW S 1000 RR in Russland Zweiter wurde, liegt mit 174 Punkten auf dem fünften Rang. In der Herstellerwertung hat BMW in der bisherigen Saison 262 Punkte gesammelt und belegt mit 38 Zählern Rückstand auf die Spitze den dritten Platz. Nachdem BMW Motorrad Motorsport vergangene Woche bekanntgegeben hat, sich mit Ablauf der Saison 2013 aus der FIM Superbike-Weltmeisterschaft zurückzuziehen, konzentriert sich die Mannschaft weiter darauf, in den verbleibenden Rennen dieses Jahres weitere Topergebnisse zu holen.
In Silverstone ist nach einer fünfwöchigen Pause auch der FIM Superstock 1000 Cup wieder dabei. Dabei stehen für das BMW Motorrad GoldBet STK Team mit den Fahrern Sylvain Barrier (FRA) und Greg Gildenhuys (RSA) an diesem Rennwochenende – anders als üblich – gleich zwei Rennen an. BMW führt derzeit in beiden Wertungen. Sylvain, der mit der neuen BMW HP4 drei der bisher fünf Läufe dieses Jahres gewonnen hat, führt die Fahrerwertung mit einem Vorsprung von zwölf Punkten an. In der Herstellerwertung liegt BMW ebenfalls vorn, mit einem Vorsprung von fünf Zählern auf den nächsten Verfolger.
Silverstone aus Fahrersicht:
Marco Melandri:
„Silverstone ist eine großartige und schnelle Strecke, die gleichzeitig wegen der Tempowechsel und wegen des unebenen Belags sehr schwierig ist. Ich fahre dort aber trotzdem wirklich gern. Ich hoffe, dass das Wetter, das in Großbritannien immer unberechenbar ist, dieses Mal gut sein wird. Ich bedaure die Entscheidung von BMW, aber leider bin ich an solche Situationen schon gewöhnt. Ich mache mir keine großen Sorgen, denn für uns Fahrer findet sich immer eine Lösung. Allerdings ist dies natürlich in einer so wichtigen Phase der Saison nicht gerade gut für die Stimmung. Ich hoffe, dass mir meine Erfahrung helfen wird, damit umzugehen.“
Chaz Davies:
„Natürlich bedaure ich die Entscheidung von BMW Motorrad, doch in diesem Jahr haben wir noch eine lange Saison mit vielen Rennen vor uns, in denen wir weiter erfolgreich sein möchten. Deshalb bleiben wir konzentriert und setzen unsere harte Arbeit fort. Für uns geht es nun zu meinem Heimspiel in Silverstone. Selbst wenn dies nicht meine absolute Lieblingsstrecke ist, fahre ich gern dort. Dort warten ganz eigene Herausforderungen auf uns, denn der Kurs ist recht schnell und breit. Zudem gibt es dort spezielle Kurven, wie man sie sonst auf keiner anderen Strecke findet. Der Kurs ist vollkommen flach, aber es ist sehr schwierig, das Motorrad richtig abzustimmen, vor allem ein Superbike, da der Belag so uneben ist. Die Abstimmung der Aufhängung erfordert viel Arbeit, und manchmal kann man richtig liegen, aber manchmal kann man auch falsch liegen. Für die Crews ist dieser Kurs eine echte Herausforderung. Ich freue mich auf mein Heimrennen. Die Superbikes sind in Großbritannien sehr populär, und ich hoffe, dass viele Fans kommen und uns anfeuern.“
Silverstone aus sportlicher Sicht:
Serafino Foti (Sportdirektor BMW Motorrad GoldBet SBK Team):
„Wir akzeptieren die strategische Entscheidung, die das Unternehmen getroffen hat. Ich möchte BMW Motorrad für das hohe Leistungsniveau, das wir erreicht haben, und für die großartige Performance in der bisherigen Saison danken. Unsere Fahrer leisten tolle Arbeit, und so werden sie auch bis zum Ende der Saison weitermachen. Sie konzentrieren sich auf die Gegenwart, denn die Ergebnisse die wir jetzt holen, sind die Basis, auf der wir unsere Zukunft aufbauen werden. Dies gilt auch für alle Jungs im Team. Sie werden weiterhin mit vollem Einsatz arbeiten, und ich bin sicher, dass die Entscheidung keinerlei Einfluss haben wird, denn sie sind wirkliche Profis. Wir fahren in diesem Jahr in Silverstone auf demselben Layout wie 2011, und das ist ganz anders als die Strecke in Moskau. Doch wir werden unser Bestes geben und wir werden konkurrenzfähig sein.“
Silverstone aus technischer Sicht:
Andrea Dosoli (Technischer Direktor BMW Motorrad GoldBet SBK Team):
„Nach dem emotional sehr schwierigen Rennwochenende in Moskau musste das Team zudem die strategische Entscheidung von BMW zur Zukunft des Superbike-Projekts verstehen und verarbeiten. Die vergangenen Tage waren für uns alle nicht gerade einfach, doch ich bin sicher, dass alle weiter so hart arbeiten wie gewohnt. Sie sind Profis und hoch motiviert, in jedem Rennen die Ergebnisse zu holen, die wir alle verdienen. In Moskau waren beide Fahrer sowohl im Trockenen als auch im Regen recht schnell. Das ist ein sehr wichtiger Aspekt für das nächste Rennen in Silverstone, wo sich das Wetter schnell ändern kann. das haben wir im vergangenen Jahr gesehen.
Die britische Strecke ist einer der längsten Kurse im Kalender. Es gibt sehr schnelle Kurven, in denen die Piloten mit einem sanften und flüssigen Rhythmus fahren können. Es ist aber auch ein technischer Kurs, auf dem der seitlichen Haftung eine große Bedeutung zukommt, vor allem in den langgezogenen Kurven. Die Motorräder beider Fahrer haben wir nach dem erfolgreichen Einsatz in Russland praktisch unverändert gelassen. Mit dieser Basis werden wir das Wochenende beginnen und dann vor allem an der Abstimmung arbeiten. Sowohl das Team als auch die Fahrer freuen sich auf die Rennen in Silverstone. Unser klares Ziel lautet, unsere in Moskau gezeigten Leistungen zu bestätigen. Beide Fahrer sind gut in Form, und sie werden noch eine Extraportion Motivation mitbringen, denn es ist Chaz‘ Heimspiel, und auch für Marco ist es eine Art zweites ‚Heimrennen‘, da er früher in England gelebt hat.“
Silverstone aus Pirelli-Sicht:
In Silverstone gibt es einige sehr schnelle Geraden und Hochgeschwindigkeitsabschnitte, auf denen im Zentrum des Vorderreifens lokal hoher Druck herrscht (vor allem im Bereich ‚Stowe‘). Dazu kommen sehr technische, schnelle Kurven, in denen die Seiten enorm belastet werden (wie in ‚Becketts‘) und wo die Räder häufig durchdrehen. Diese Eigenheiten, kombiniert mit den zahlreichen Vertiefungen im Asphalt, dem eher niedrigen mechanischen Grip und dem aggressiven Belag, spielen bei der Reifenwahl eine Schlüsselrolle. Die größte Unbekannte ist sicherlich das Wetter, das wie in England üblich, sehr wechselhaft ist und im Sommer einige Überraschungen bereithalten könnte.
Die Fahrer in der Superbike-Klasse können in Silverstone zwischen zwei verschiedenen Vorderreifen und drei unterschiedlichen Hinterreifen wählen. Dazu kommen wie üblich die Qualifikations-, Intermediate- und Regenreifen. Für vorne hat Pirelli den Standard-SC1 R426 in einer weichen Mischung im Gepäck. Dieser Reifen ist ideal für niedrige Außentemperaturen und/oder einen mittelrauen Streckenbelag. Die andere Option ist der Standard-SC2 R982, der sich bestens für hohe Außentemperaturen eignet, da er über eine solide Lauffläche verfügt. Beide Reifen waren bisher bei jeder Runde dieser Saison im Einsatz. Zu den verschiedenen Typen Hinterreifen gehört der neue Entwicklungsreifen R1431 in einer SC1-Mischung, der in Imola sein Debüt gegeben hatte und ich Russland von allen Fahrern eingesetzt wurde. Diese Variante soll gleich viel Grip bieten wie der Standard-SC1, dabei aber widerstandsfähiger gegen Abrieb sein. Damit die Performance dieses Typs besser evaluiert werden kann, bringt Pirelli auch den SC1-Reifen R828 mit nach Silverstone. Dieser Reifen war bereits bei den ersten drei Saisonrunden dabei und wurde im Motorland Aragón von allen Fahrern benutzt. Bei der dritten Slick-Option für hinten handelt es sich um den R1301, einen SC2-Entwicklungsreifen. Er sollte vor allem bei niedrigeren Temperaturen ideal sein, da er besser gegen Kaltriss geschützt ist.
Hintergrund:
Das Örtchen Silverstone in der britischen Grafschaft Northamptonshire hat zwar nur rund 2.000 Einwohner – doch es ist aus der Geschichte des Motorsports nicht wegzudenken. Nach dem zweiten Weltkrieg entstand auf dem Gelände einer früheren Luftwaffenbasis eine Rennstrecke, die heute zu den traditionsreichsten und berühmtesten der Welt gehört. Silverstone ist das „Home of British Motor Racing“, viele Rennteams und Zulieferer haben sich in der Region angesiedelt. 1950 fand hier der erste Formel-1-WM-Lauf überhaupt statt, Kurvennamen wie „Maggotts“, „Becketts“, „Copse“ und „Stowe“ sind weltweit ein Begriff.
2010 wurde mit einem umfangreichen Umbau eine neue Ära am „Silverstone Circuit“ eingeläutet. Dabei entstand mit der stadionartigen „Silverstone Arena“ ein neuer Streckenabschnitt. Ein Jahr später wurde zwischen den Kurven „Club“ und „Abbey“ der imposante neue Boxenkomplex „Silverstone Wing“ eingeweiht. Die Superbike-WM fuhr in den Jahren 2002 bis 2007 in Silverstone, und ist seit 2010 wieder Gast auf dem britischen Traditionskurs. In diesem Jahr schlägt die Superbike-WM ihre Zelte wieder im alten, früher genutzten Fahrerlager auf. In der Folge ändert sich auch der Verlauf einer Runde. Gestartet wird nun wieder auf der „National Pits Straight“ zwischen den Kurven „Woodcote“ und „Corpse“.
Der „Silverstone Circuit“ gehört zu den längsten, flüssigsten und schnellsten Kursen im Kalender der Superbike-WM. Die flache Strecke bietet eine technisch anspruchsvolle Kombination aus vielen schnellen Kurven und mehreren langen Geraden, und Stop-and-Go-Passagen. Aufgrund dieses Layouts kommt der Motorleistung der BMW S 1000 RR eine große Bedeutung zu, doch auch eine sensible Gasannahme ist wichtig. Zu den Tücken der Strecke gehören die vielen Bodenwellen, die an einigen Stellen lauern. Dazu kommt das unberechenbare, typisch britische Wetter: Innerhalb von Minuten können sich Sonne und Regen abwechseln.
Zahlen und Fakten:
Strecke/Datum | Silverstone / 04. August 2013 |
Startzeit Lauf 1 (lokal/MESZ) | 12:00 Uhr / 13:00 Uhr |
Startzeit Lauf 2 (lokal/MESZ) | 15:30 Uhr / 16:30 Uhr |
Runde/Renndistanz | 5,902 km / 106,236 km (18 Runden) |
Kurven | 7 Linkskurven, 11 Rechtskurven |
Sieger 2012 | Lauf 1: Loris Baz, Kawasaki Racing Team, 40:46,128 Min. Lauf 2 (8 Rd.): Sylvain Guintoli, Pata Racing Team, 19:42,051 Min. |
Schnellste Rennrunde 2012 | Ayrton Badovini, BMW Motorrad Italia GoldBet, 2:06,764 Min. |
Daten 2012
| Topspeed: 301,1 km/h (Marco Melandri, Michel Fabrizio, Lauf 1) Längste Volllastpassage: 8,3 sec / 570 m Schnellste Kurve: Ireland, 3. Gang, 183 km/h Maximale Verzögerung: 303 km/h - 113 km/h |
Fahrer | Marco Melandri | Chaz Davies |
Geburtstag | 07.08.1982 | 10.02.1987 |
Geburtsort | Ravenna / Italien | Knighton / Großbritannien |
Nationalität | Italiener | Brite |
Wohnort | Ravenna / Italien | Presteigne, Powys / Großbritannien |
Familienstand | Verlobt | In einer Beziehung |
Größe | 1,66 m | 1,83 m |
Gewicht | 60 kg | 70 kg |
WSBK-Debüt | 2011, Phillip Island (AUS) | 2012, Phillip Island (2012) |
Rennen gestartet | 66 | 39 |
Polepositions | 1 | 0 |
Siege | 13 | 3 |
Podiumsplätze | 33 | 7 |
Schnellste Rennrunden | 8 | 2 |
Bester WM-Platz | 2. (2011) | 9. (2012) |
WM-Punkte 2013 | 207 | 174 |
BMW Motorrad Motorsport | |
WSBK-Debüt | 2009, Phillip Island (AUS) |
Rennen gestartet | 122 |
Polepositions | 1 |
Siege | 11 |
Podiumsplätze | 33 |
Schnellste Runden | 10 |
WM-Punkte 2013 | 262 |
WM-Platzierungen | 2. (2012), 421 Punkte 4. (2011), 311 Punkte 6. (2010), 201 Punkte 6. (2009), 141 Punkte |