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BMW Motorrad GoldBet SBK Team - WSBK - Nürburgring - Vorschau
Tue Aug 27 13:56:25 CEST 2013 Pressemeldung
Nach der Sommerpause startet die FIM Superbike-Weltmeisterschaft 2013 mit dem Heimspiel von BMW Motorrad in den Endspurt. Am kommenden Wochenende (30. August bis 1. September) wird auf dem berühmten Nürburgring (GER) die zehnte von insgesamt 14 Saisonrunden ausgetragen. BMW reist als Dritter der Herstellerwertung (276 Punkte) in die Eifel. In diesem Jahr haben die beiden Werksfahrer des BMW Motorrad GoldBet SBK Teams, Marco Melandri (ITA) und Chaz Davies (GBR), mit ihren BMW S 1000 RRs bereits fünf Siege und insgesamt zehn Podiumsplatzierungen geholt.
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Matthias Schepke
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Autor.
Matthias Schepke
BMW Group
Deutschland – Nürburgring.
Vorschau.
30. August – 1. September 2013
10. von 14 WM-Rennwochenenden
München/Mailand, 27. August 2013. Nach der Sommerpause startet die FIM Superbike-Weltmeisterschaft 2013 mit dem Heimspiel von BMW Motorrad in den Endspurt. Am kommenden Wochenende (30. August bis 1. September) wird auf dem berühmten Nürburgring (GER) die zehnte von insgesamt 14 Saisonrunden ausgetragen.
BMW reist als Dritter der Herstellerwertung (276 Punkte) in die Eifel. In diesem Jahr haben die beiden Werksfahrer des BMW Motorrad GoldBet SBK Teams, Marco Melandri (ITA) und Chaz Davies (GBR), mit ihren BMW S 1000 RRs bereits fünf Siege und insgesamt zehn Podiumsplatzierungen geholt. In der Fahrerwertung ist Marco aktuell Vierter mit 221 Punkten, direkt gefolgt von Chaz, der mit 180 Zählern den fünften Rang belegt. Chaz verbindet mit dem Nürburgring sehr gute Erinnerungen. Der Waliser hat dort seinen ersten Sieg in der Superbike-Weltmeisterschaft gefeiert. Er gewann im vergangenen Jahr den zweiten Lauf, nachdem er in Rennen eins den dritten Rang auf dem Podium belegt hatte.
Im FIM Superstock 1000 Cup hat Sylvain Barrier vom BMW Motorrad GoldBet STK Team beim Heimspiel von BMW Motorrad seinen ersten „Matchball“. Der Franzose hat mit seiner BMW HP4 fünf der bisher sieben Rennen dieser Saison gewonnen. Er führt die Fahrerwertung mit einem Vorsprung von 36 Zählern an und hat am kommenden Wochenende die Chance auf den vorzeitigen Titelgewinn. In der Herstellerwertung führt BMW ebenfalls, mit einem Vorsprung von 26 Punkten auf den nächsten Verfolger. Sylvains Teamkollege Greg Gildenhuys (RSA) fährt zum ersten Mal auf dem Nürburgring. Er wird den anspruchsvollen Kurs erst kennenlernen und dann ebenfalls versuchen, ein gutes Resultat einzufahren.
Der Nürburgring aus Fahrersicht:
Marco Melandri:
„Ich mag den Nürburgring sehr. Es ist eine schnelle und flüssige Strecke, und abgesehen von den engen ersten Kurven liegt der Kurs meinem Fahrstil sehr gut. Leider habe ich keine guten Erinnerungen an das vergangene Jahr. Aber dieses Jahr wird anders, und die Vergangenheit zählt nicht. Ich habe die Pause wirklich genossen. Es war wichtig, sich eine Auszeit zu nehmen, sich zu erholen und sich mit Training auf die Rennen am kommenden Wochenende vorzubereiten.“
Chaz Davies:
„Die Sommerpause hat gutgetan. In der ersten Woche habe ich Urlaub in Südfrankreich gemacht, die anderen beiden Wochen habe ich zuhause verbracht und trainiert. Das Wetter war gut und ich konnte etwas ausspannen. Ich habe neue Kraft getankt und freue mich jetzt auf den Nürburgring. Es ist eine berühmte, aber schwierige Strecke. Sie ist technisch und bietet viele verschiedenen Herausforderungen und eine Menge unterschiedlicher Kurvenvarianten. Deshalb macht sie wirklich Spaß. Am Rennwochenende dauert es immer etwas, bis sie sauber ist und bis genug Gummi von den Motorradreifen auf dem Belag liegt. Im vergangenen Jahr war es am Sonntag recht heiß, und ich erinnere mich, dass es vor allem im zweiten Rennen recht rutschig war, aber das schien mir gut zu liegen. Vergangenes Jahr lief es am Nürburgring fantastisch für mich. In Lauf eins wurde ich Dritter, und im zweiten Rennen habe ich mir meinen ersten Sieg geholt. Es war ein großartiges Wochenende. Es war gleichzeitig auch mein erstes Doppelpodium in der Superbike-Weltmeisterschaft. Damit schien der Knoten geplatzt zu sein, und ich hoffe, dass ich das in diesem Jahr wiederholen kann.“
Der Nürburgring aus sportlicher Sicht:
Serafino Foti (Sportdirektor BMW Motorrad GoldBet SBK Team):
„Die Sommerpause hat allen sehr geholfen, die Akkus wieder aufzuladen. Im September haben wir drei knapp aufeinander folgende Rennwochenenden. Das wird für das Team sehr anstrengend, und wir müssen erholt und konzentriert sein, um unser Bestes geben zu können. Wir arbeiten hart an der Vorbereitung auf die Rennen auf dem Nürburgring, die auch unser Heimspiel sind. Wir sind sehr zuversichtlich, denn unsere Fahrer mögen diese Strecke. Marco führte das Rennen im vergangenen Jahr an, stürzte dann aber unglücklicherweise. Chaz war dort im vergangenen Jahr sehr stark unterwegs, er gewann eines der beiden Rennen und stand im anderen auf dem Podium. Deshalb erwarten wir uns für dieses Wochenende ein gutes Ergebnis. Auf alle Fälle müssen wir so viele Punkte wie möglich sammeln, wenn wir in der Gesamtwertung die Lücke an die Spitze schließen wollen.
Im Superstock-Cup führt Sylvain zwar mit 36 Punkten Vorsprung, doch wir müssen kühlen Kopf bewahren und konzentriert bleiben. Es läuft sehr gut für Sylvain und das Team, und diesen Trend müssen wir am Nürburgring fortsetzen.“
Der Nürburgring aus technischer Sicht:
Andrea Dosoli (Technischer Direktor BMW Motorrad GoldBet SBK Team):
„Nach der Sommerpause geht es für uns nun am Nürburgring weiter. Wir haben die Pause nicht nur dafür genutzt, dass jeder im Team seine Batterien wieder aufladen konnte. Sondern wir haben auch die Schwierigkeiten, die wir beim letzten Rennen hatten, behoben und uns intensiv auf das Heimspiel von BMW Motorrad vorbereitet. Im vergangenen Jahr kamen wir als Meisterschaftsführende an den Nürburgring, aber wir haben nicht das erreicht, was wir uns vorgenommen hatten. In diesem Jahr reisen wir ohne diesen Druck dorthin, und mit dem klaren Ziel, eine starke Leistung abzuliefern. Wir sind zuversichtlich, nicht nur wegen der Performance, die unser Paket bisher gezeigt hat, sondern auch weil unsere RR auf dieser Strecke in der Vergangenheit gut funktioniert hat.
Der Kurs bietet eine Kombination aus engen und schnellen, flüssigen Abschnitten. Bezüglich der Fahrwerksabstimmung muss man den richtigen Kompromiss finden. Auch die niedrige Haftung spielt hier eine Rolle. Wir haben während der Saison viel Entwicklungsarbeit geleitet. Nun sind wir gespannt, wie sehr wir damit die Performance unserer Maschine auf dieser technischen Strecke verbessert haben. Beide Fahrer mögen den Kurs, und sie haben dort in der Vergangenheit starke Ergebnisse geholt. Deshalb sind wir sicher, dass die Fans und die BMW Mitarbeiter, die uns vor Ort die Daumen drücken werden, tolle Rennen erleben werden.“
Der Nürburgring aus Pirelli-Sicht:
Aus Reifensicht lässt sich die Strecke als sehr rutschig charakterisieren, und damit als eine Strecke, die nur wenig Grip bietet. Darüber hinaus müssen die Fahrer immer mit enormen Klimaunterschieden rechnen, die durch die umliegenden Wälder noch größer werden. Diese Temperaturdifferenzen und die signifikanten Unterschiede zwischen dem Vormittag und dem Nachmittag können sogar zu Problemen mit Kaltriss führen. Deshalb bringt Pirelli neben dem SC0, der mehr Grip bietet als die anderen Mischungen, auch zwei SC1-Varianten mit, die im Falle von kühleren Temperaturen widerstandsfähiger sind.
In der Superbike-Klasse können die Fahrer zwischen jeweils drei verschiedenen Trockenreifen für vorn und für hinten wählen. Wie bei allen bisherigen Runden der Saison 2013 bringt Pirelli die Vorderreifen-Typen R426 und R982 mit in die Eifel. Beim R426 handelt es sich um einen SC1-Reifen in einer weichen Mischung, der sich bestens für niedrige Außentemperaturen und/oder einen mittelrauen Streckenbelag eignet. Der R982 ist der SC2-Standardreifen. Er ist ideal für hohe Außentemperaturen, da er über eine solide Lauffläche verfügt. Dazu kommt als dritte Option eine neue SC1-Spezifikation, der S283. Er kam bisher nicht zum Einsatz und sollte eine höhere Widerstandsfähigkeit bieten als der Standard-SC1. Bei den Hinterreifen steht wieder der Standard-SC0 R1261 zur Wahl, den Pirelli in Moskau und Silverstone nicht dabei hatte. Dieser Slickreifen in einer weichen Mischung ist ideal für glatten Asphalt und hohe Temperaturen. Dazu kommen zwei SC1-Varianten. Der Entwicklungsreifen R1431 kam erstmals in Imola zum Einsatz und wurde dann in Russland und Silverstone von allen Piloten genutzt. Dieser Reifen soll gleich viel Grip bieten wie die SC1-Variante R828, dabei aber widerstandsfähiger gegen Abrieb sein. Der R828 ist die dritte Option für das Rennwochenende am Nürburgring. Er wurde bereits bei den ersten drei Runden sowie in Imola und in Silverstone eingesetzt.
Hintergrund:
Das Heimspiel von BMW Motorrad findet auf einem der berühmtesten Kurse der Welt statt: dem Nürburgring in der Eifel. Er wurde 1927 eröffnet und ist die älteste permanente Rennstrecke Deutschlands. Berühmt-berüchtigt ist die über 20 Kilometer lange Nordschleife, auf der bis in die 1970er-Jahre hinein auch die Formel 1 gastierte. Sie ist als „Grüne Hölle“ weltweit bekannt und heute noch Schauplatz für Automobil-Langstreckenläufe, unter anderem für das berühmte 24-Stunden-Rennen. Die meisten Serien, darunter die Superbike-WM und die Formel 1, fahren inzwischen jedoch auf der 1984 eröffneten Grand-Prix-Strecke. Sie wurde in den vergangenen Jahrzehnten mehrfach umgebaut und modernisiert. Die Superbike-WM gastiert dort seit 1998.
Der Eifelkurs fügt sich in die hügelige Landschaft ein und ist eine echte Berg- und Talbahn. Die technisch anspruchsvolle Strecke bietet eine Mischung aus interessanten Kurvenkombinationen, unterschiedlichsten Kurvenvarianten, schnellen Abschnitte und Zonen, in denen stark gebremst wird. Der Belag ist recht glatt, und auf der von Wäldern umgebenen Strecke können die Asphalttemperaturen je nach Tageszeit enorm schwanken. Die Fahrer und Teams stehen vor der schwierigen Aufgabe, bei der Abstimmung den richtigen Kompromiss zu finden. Zu den berüchtigten Tücken des Nürburgrings gehört auch das unberechenbare Wetter, das sich innerhalb kürzester Zeit vollkommen ändern kann.
Der Nürburgring liegt etwa 80 Kilometer südlich von Köln auf dem Gebiet der Verbandsgemeinde Adenau. Die Region gehört zu den Motorsportzentren Deutschlands: Mehrere Rennteams und Zulieferer haben sich hier angesiedelt. Auch das BMW Testzentrum Nürburgring hat hier seine Heimat. Da auf der Nordschleife und im Umland optimale Bedingungen herrschen, ist die Region bereits seit den 1960er-Jahren wichtiger Teststandort für BMW. Fast alle anderen namhaften Hersteller sind diesem Beispiel inzwischen gefolgt. Zu den Sehenswürdigkeiten gehört die Nürburg, die über der Strecke thront.
Zahlen und Fakten:
Strecke/Datum | Nürburgring / 01. September 2013 |
Startzeit Lauf 1 (lokal/MESZ) | 12:00 Uhr / 12:00 Uhr |
Startzeit Lauf 2 (lokal/MESZ) | 15:30 Uhr / 15:30 Uhr |
Runde/Renndistanz | 5,137 km / 102,740 km (20 Runden) |
Kurven | 6 Linkskurven, 10 Rechtskurven |
Sieger 2012 | Lauf 1: Max Biaggi, Aprilia Racing Team, 38:52,751 Min. Lauf 2: Chaz Davies, ParkinGO MTC Racing, 39:00,327 Min. |
Schnellste Rennrunde 2012 | Max Biaggi, Aprilia Racing Team, 1:55,267 Min. |
Daten 2012
| Topspeed: 276,9 km/h (Eugene Laverty, Lauf 2) Längste Volllastpassage: 8,5 sec / 532 m Schnellste Kurve: ADVAN-Bogen, 6. Gang, 244 km/h Maximale Verzögerung: 286 km/h - 54 km/h |
Fahrer | Marco Melandri | Chaz Davies |
Geburtstag | 07.08.1982 | 10.02.1987 |
Geburtsort | Ravenna / Italien | Knighton / Großbritannien |
Nationalität | Italiener | Brite |
Wohnort | Ravenna / Italien | Presteigne, Powys / Großbritannien |
Familienstand | Verlobt | In einer Beziehung |
Größe | 1,66 m | 1,83 m |
Gewicht | 60 kg | 70 kg |
WSBK-Debüt | 2011, Phillip Island (AUS) | 2012, Phillip Island (2012) |
Rennen gestartet | 68 | 41 |
Polepositions | 1 | 0 |
Siege | 13 | 3 |
Podiumsplätze | 33 | 7 |
Schnellste Rennrunden | 8 | 2 |
Bester WM-Platz | 2. (2011) | 9. (2012) |
WM-Punkte 2013 | 221 | 180 |
BMW Motorrad Motorsport | |
WSBK-Debüt | 2009, Phillip Island (AUS) |
Rennen gestartet | 124 |
Polepositions | 1 |
Siege | 11 |
Podiumsplätze | 33 |
Schnellste Runden | 10 |
WM-Punkte 2013 | 276 |
WM-Platzierungen | 2. (2012), 421 Punkte 4. (2011), 311 Punkte 6. (2010), 201 Punkte 6. (2009), 141 Punkte |