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Die DTM-Saison 2013 im BMW Motorsport Rückblick.
Sun Oct 20 20:58:10 CEST 2013 Pressemeldung
Hinter BMW Motorsport liegt eine erfolgreiche zweite DTM-Saison seit dem Comeback in dieser Serie im vergangenen Jahr. Mit fünf Siegen, zwölf Podestplätzen, vier Polepositions und vier schnellsten Rennrunden hat der BMW M3 DTM auch 2013 seine Leistungsfähigkeit eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Kein anderer DTM-Hersteller hat in der abgelaufenen Saison mehr Triumphe gefeiert als BMW.
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München (DE), 20. Oktober 2013. Hinter BMW Motorsport liegt eine
erfolgreiche zweite DTM-Saison seit dem Comeback in dieser Serie im
vergangenen Jahr. Mit fünf Siegen, zwölf Podestplätzen, vier
Polepositions und vier schnellsten Rennrunden hat der BMW M3 DTM auch
2013 seine Leistungsfähigkeit eindrucksvoll unter Beweis gestellt.
Kein anderer DTM-Hersteller hat in der abgelaufenen Saison mehr
Triumphe gefeiert als BMW.
Nach zehn packenden Rennen steht für die Marke wie schon im
Vorjahr der Gewinn des Herstellertitels zu Buche. Insgesamt sammelten
die acht BMW Fahrer 369 Punkte. Bei den Teams belegte das BMW Team RBM
mit insgesamt 148 Zählern den zweiten Platz. In der Fahrerwertung war
Augusto Farfus (BR) mit 116 gewonnenen Punkten als Gesamt-Zweiter der
bestplatzierte BMW Vertreter, Marco Wittmann (DE) vom BMW Team MTEK
schloss die Saison als erfolgreichster Neueinsteiger in die DTM ab.
In unserem DTM-Rückblick schauen wir noch einmal auf die
Höhepunkte und besonderen Geschichten einer ereignisreichen Saison
2013 aus Sicht von BMW Motorsport.
Titelverteidigung geglückt: BMW gewinnt Herstellertitel 2013.
Wie schon im vergangenen Jahr beendete BMW die Saison 2013 in
Hockenheim (DE) als erfolgreichster Hersteller in der DTM. Mit 369
Punkten liegt die Marke 22 Zähler vor Audi und 103 Punkte vor
Mercedes-Benz auf Platz eins der Gesamtwertung. „Die Titelverteidigung
bei den Herstellern bedeutet uns sehr viel“, sagt BMW Motorsport
Direktor Jens Marquardt. „In der DTM treten drei ehrgeizige
Premium-Automobilhersteller im direkten Wettbewerb auf der Strecke
gegeneinander an. Dass wir uns dank einer insgesamt starken
Mannschaftsleistung wie schon 2012 gegen unsere Konkurrenten
durchgesetzt haben, ist fantastisch. Dieser Titel ist eine schöne
Belohnung für die harte Arbeit, die bei BMW Motorsport und bei unseren
Teams im Jahresverlauf geleistet wurde.“ Das erfolgreichste Wochenende
der Saison erlebte BMW beim Rennen in Spielberg (AT). Auf dem Red Bull
Ring schafften gleich fünf BMW M3 DTM den Sprung in die Top-Ten und
sammelten nicht weniger als 70 Zähler für die Herstellerwertung. Mehr
Punkte an nur einem Wochenende konnte keine andere Marke im
Saisonverlauf auf sich vereinen.
Augusto Farfus: Der Durchstarter aus
Curitiba.
Egal, in welcher Rennserie er angetreten ist:
Binnen kürzester Zeit gehörte Augusto Farfus (BR) immer zu den
Schnellsten. In der FIA World Touring Car Championship feierte er für
BMW Sieg um Sieg, auf der Langstrecke bewies er langen Atem und gewann
die 24 Stunden auf dem Nürburgring (DE). Auch der DTM hat Farfus seit
seinem Debüt 2012 seinen Stempel aufgedrückt. Bereits bei seinem
zweiten Rennen am Lausitzring (DE) startete er im Vorjahr aus Reihe
eins, bei seinem neunten Auftritt in der Serie gewann er in Valencia
(ES) sein erstes Rennen. Die Trophäe für den erfolgreichsten Rookie
war ihm am Saisonende sicher. Gleich zu Beginn seines zweiten
DTM-Jahres machte Farfus mit dem Sieg in Hockenheim deutlich, dass er
sich für 2013 noch mehr vorgenommen hatte. Im Jahresverlauf startete
der Brasilianer am Nürburgring (DE) von der Poleposition und errang
drei Laufsiege, einen mehr als der neue DTM-Champion Mike Rockenfeller
(DE), dem er im Titelkampf bis zum neunten Rennen in Zandvoort (NL)
Paroli bot. An vier DTM-Wochenenden blieb Farfus ohne Punkte, erwies
sich aber dennoch als „Rockys“ schärfster Verfolger.
Farfus stammt aus Curitiba (BR) im brasilianischen Bundesstaat Paraná. Obwohl seine Heimatstadt eine eigene Rennstrecke besitzt, trat er schon früh den Weg ins ferne Europa an, um sein Talent im Formel- und anschließend auch im Tourenwagensport unter Beweis zu stellen. 2007 verpflichtete ihn BMW Motorsport als Werksfahrer für die FIA WTCC, in der er zehn Siege für die Marke feierte. Spätestens nach der Saison 2013 ist klar, dass Farfus auch in der DTM zu den stärksten Fahrern überhaupt zählt. So wie in jeder Serie, in der er bisher gefahren ist.
51 Siege für die Ewigkeit: der BMW M3 in der
DTM.
Als Augusto Farfus in Zandvoort als Sieger die
Ziellinie überquerte hatte, konnte er nicht nur seinen persönlich
vierten Triumph in der DTM bejubeln. Zugleich war es ein Jubiläumssieg
für den BMW M3: Zum insgesamt 50. Mal bescherte der erfolgreichste
Tourenwagen der Welt einem BMW Piloten einen DTM-Sieg. Timo Glock ließ
beim Saisonfinale in Hockenheim Triumph Nummer 51 folgen. Den Anfang
hatte Harald Grohs (DE) in Hockenheim (DE) am 29. März 1987 gemacht.
Gleich beim ersten Auftritt des neuen BMW M3 fuhr der Deutsche als
Sieger über die Ziellinie, der spätere Champion Eric van de Poele (BE)
sorgte als Zweiter für einen Doppelerfolg. Es folgten Siege in Serie,
erreicht von Fahrern wie Steve Soper (GB), Fabien Giroix (FR), Johnny
Cecotto (VE), Joachim Winkelhock (DE), Christian Danner (DE) und
Roberto Ravaglia (IT), der 1989 den zweiten Fahrertitel für den BMW M3
errang. Nach dem DTM-Comeback von BMW in der Saison 2012 errangen die
BMW Piloten bis heute zehn weitere Triumphe mit dem BMW M3 DTM. Bruno
Spengler (CA) feierte im vergangenen Jahr sensationell den dritten
DTM-Fahrertitel für die Ikone des Tourenwagensports. 2014 beginnt eine
neue Ära: BMW Motorsport schickt im BMW M4 DTM einen neuen
Herausforderer an den Start.
Aus dem Stand schnell: Marco Wittmann ist „Rookie des
Jahres“.
Wie Augusto Farfus in der vergangenen Saison
sicherte sich auch 2013 ein BMW Fahrer die Auszeichnung „Rookie des
Jahres“: Nach zehn DTM-Rennen ist Marco Wittmann der beste Neuling in
der Tourenwagenserie. Schon in seinem ersten Jahr war der BMW Team
MTEK Pilot konstant schnell unterwegs. An seinem dritten
Rennwochenende kam er erstmals in den Genuss einer Sektdusche in der
DTM: In Spielberg stand er beim historischen Dreifachsieg von BMW als
Zweitplatzierter neben Sieger Bruno Spengler (CA) und seinem
Teamkollegen Timo Glock (Platz 3, DE) erstmals auf dem Treppchen. Auch
seine erste Poleposition konnte Wittmann in diesem Jahr feiern: Im
Qualifying zum vorletzten Lauf in Zandvoort sicherte er sich am Steuer
seines Ice-Watch BMW M3 DTM in 1:30,894 Minuten den ersten Startplatz.
Insgesamt drei Mal schaffte der schnelle Rookie 2013 den Sprung ins
Top-4-Qualifying. Zudem konnte er gleich in seiner Debütsaison zwei
schnellste Rennrunden – in Spielberg und Zandvoort – verbuchen.
Wittmann hat sein Handwerk in der Formel BMW gelernt. 2012 verstärkte
der talentierte Youngster das DTM-Fahreraufgebot als Test- und
Entwicklungspilot und stieg 2013 zum BMW Einsatzfahrer auf. Nach
Gesamtplatz acht in diesem Jahr ist der 23-Jährige schon jetzt
top-motiviert für die kommende Saison. Mit der Erfahrung von zehn
DTM-Rennen will er sich in seinem zweiten Jahr weiter steigern.
Keiner stoppt schneller: BMW Team Schnitzer gewinnt „Best Pit
Stop Award“.
Präzision und Geschwindigkeit, darauf
kommt es bei einem Boxenstopp an. Denn jede Sekunde kann über Sieg und
Niederlage entscheiden. Umso wichtiger ist es, dass bei den beiden
Pflicht-Boxenstopps im Verlauf eines DTM-Rennens alles perfekt läuft.
Die stärkste Leistung beim Reifenwechsel hat in dieser Saison die Crew
vom BMW Team Schnitzer gezeigt. In fünf von zehn Rennen konnte die
Mannschaft um Teamchef Charly Lamm (DE) jeweils den schnellsten
Reifenwechsel absolvieren. Am Nürburgring (DE) und in Moskau (RU)
gelang dem Team aus Freilassing (DE) sogar der Doppelpack: Bruno
Spengler und Dirk Werner landeten jeweils auf den Plätzen eins und
zwei in der Wertung für den schnellsten Boxenstopp. Mit dieser
Leistung sicherte sich das BMW Team Schnitzer im 50. Jahr seines
Bestehens den „Best Pit Stop Award 2013“, den Reifenhersteller Hankook
alljährlich auslobt. „Dem BMW Team Schnitzer bedeutet diese
Auszeichnung viel“, sagt Lamm. „Nicht nur auf der Strecke, sondern
auch in der Boxengasse geht es in der DTM extrem eng zu. Wenn man dann
über das Jahr bei den Boxenstopps die beste Leistung aller Teams
zeigen kann, dann ist das eine schöne Belohnung für die harte
Trainingsarbeit. Ein großes Dankeschön geht an die Mannschaft, die
2013 wirklich eine starke Vorstellung abgeliefert hat. Und natürlich
auch vielen Dank an Hankook im Namen des gesamten Teams. Es ist schön,
dass mit dem Best Pit Stop Award auch die Arbeit der Mechaniker mit
einem Preis wertgeschätzt wird.“
Nur geborgt: Bruno Spengler will 2014 die Nummer eins
zurück.
Im vergangenen Jahr gelang Bruno Spengler die
Sensation: Gleich in seinem ersten Jahr in Diensten von BMW Motorsport
krönte er sich erstmalig zum DTM-Champion. Die Mission
Titelverteidigung 2013 verlief für den Kanadier allerdings nicht nach
Plan. Nachdem Spengler seinen BMW Bank M3 DTM drei Mal in Folge von
Kollisionen vorzeitig in der Garage abstellen musste, hatte er nach
dem achten Rennen in Oschersleben (DE) keine Chance mehr, den Triumph
aus dem Vorjahr zu wiederholen. Dabei war ihm als amtierender Champion
ein überzeugender Start in die Saison gelungen. Auf den zweiten Platz
in Brands Hatch (GB) ließ der BMW Team Schnitzer Pilot im nächsten
Rennen in Spielberg (AT) seinen 14. DTM-Sieg folgen. Spengler
dominierte den Lauf in der Steiermark von Beginn an und übernahm
danach mit 53 Punkten die Führung in der Fahrerwertung, die er bis zum
Lauf am Norisring (DE) verteidigen konnte. Am Ende belegte er mit 82
Zählern den dritten Platz. „So ist der Rennsport, man kann nicht immer
alles planen“, sagte Spengler. „Natürlich hätte ich gerne meinen Titel
verteidigt, aber es hat einfach nicht sollen sein. Mike Rockenfeller
hat eine sensationelle und fehlerlose Saison gezeigt, er ist verdient
Champion geworden.“
Historischer Triumph: BMW Dreifachsieg in
Spielberg.
Beim dritten Saisonrennen auf dem Red Bull
Ring (AT) schrieben drei BMW Piloten Geschichte: In Spielberg (AT)
überquerte Bruno Spengler, der von der Poleposition gestartet war,
nach 47 Runden als Sieger die Ziellinie. Mit einem Rückstand von 1,550
Sekunden kam Marco Wittmann auf Platz zwei. Dahinter machte Timo Glock
(DE, DEUTSCHE POST BMW M3 DTM), den ersten BMW Dreifachsieg seit dem
DTM-Comeback der Marke 2012 perfekt. Wittmann und Glock, die beiden
Rookies vom BMW Team MTEK, standen nach ihrem erst dritten Rennen zum
ersten Mal auf dem Treppchen. Zum zehnten Mal in der DTM-Geschichte
war das Podium damit komplett von BMW Piloten besetzt. Wittmann gelang
zudem in 1:25,505 Minuten die schnellste Runde des Rennens. Augusto
Farfus und Dirk Werner sammelten auf den Plätzen sechs und acht
ebenfalls wertvolle Punkte. Mit fünf BMW unter die ersten Acht wurde
das Rennen in der Steiermark für die Marke zum erfolgreichsten
DTM-Lauf des Jahres.
Triumph beim Finale: Glock feiert Sieg in der
Premierensaison.
91 Mal war Timo Glock in der Formel 1
angetreten und stand dort drei Mal auf dem Podium, ehe er für die
Saison 2013 zu BMW Motorsport zurückkehrte, um in der DTM an den Start
zu gehen. Glock nahm die neue Herausforderung top-motiviert in
Angriff, lernte Rennen für Rennen dazu und feierte auf Anhieb Erfolge.
Nach seinem ersten Besuch auf dem Podium in Spielberg gelang dem
31-Jährigen beim Saisonfinale in Hockenheim der große Wurf: Im
DEUTSCHE POST BMW M3 DTM holte er im Regen-Roulette auf der 4,574
Kilometer langen Strecke seinen ersten Sieg in der DTM. „Es ist
unglaublich, wie gut mein Auto das ganze Wochenende über war“, meint
Glock. „Vielen Dank an meine Jungs für die tolle Arbeit – vor allem
auch bei den Boxenstopps. Ebenfalls vielen Dank an BMW, dass sie mir
als ehemaligem Formel-1-Fahrer diese Chance in der DTM gegeben haben.
Ich freue mich, dass ich dieses Vertrauen heute rechtfertigen konnte.“
Statistik: BMW Erfolge in der DTM.
Titel
Volker Strycek BMW 635 CSi 1984
Eric van de Poele BMW M3 1987
Roberto Ravaglia BMW M3 1989
Bruno Spengler BMW M3 DTM 2012
Siege:
59
Podestplätze:
209
Fünffachsiege:
2
Vierfachsiege:
2
Dreifachsiege:
10
Doppelsiege:
16
Erster Sieg:
11. März 1984, Zolder (BE), Harald Grohs (BMW 635 CSi)
Jüngster Sieg:
20. Oktober 2013, Hockenheim (DE), Timo Glock (BMW M3 DTM)
Polepositions:
39
Schnellste Rennrunden:
72