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BMW Group bleibt operativ auf Kurs

Rückstellung für EU-Verfahren verbucht +++ Absatz wächst gegen den Trend – Marktanteile gewonnen +++ Vorleistungen für Mobilität der Zukunft nochmals erhöht +++ EBIT im Segment Motorräder wächst deutlich +++ Erfolgreiches Quartal für Segment Finanzdienstleistungen +++ Auslieferungen elektrifizierter Fahrzeuge weiter gesteigert +++ Technologieoffenheit zentral für Mobilität von morgen +++ Krüger: „Rechnen in zweiter Jahreshälfte mit Rückenwind“ +++

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Max-Morten Borgmann
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München. In einem herausfordernden Marktumfeld ist die BMW Group mit ihrem operativen Geschäft entsprechend ihrer Planungen in das Jahr 2019 gestartet. Dank der attraktiven und weiter verjüngten Modellpalette konnte das Unternehmen in den ersten drei Monaten bei den Auslieferungen an Kunden gegen den Markttrend einen neuen Höchstwert erzielen und damit in wichtigen Märkten Segmentanteile gewinnen. Dabei zeigte sich jedoch das Preisumfeld in mehreren Märkten angespannt.

 

„Der neue Bestwert beim Absatz im ersten Quartal unterstreicht, dass wir die richtigen Produkte auf der Straße haben, um unsere Kunden zu begeistern und neue zu gewinnen. Wir liegen operativ auf Kurs und rechnen insbesondere in der zweiten Jahreshälfte mit Rückenwind dank steigender Verfügbarkeit zahlreicher neuer Modelle. Gleichzeitig spüren wir die Vielzahl an Belastungen, die auf die gesamte Automobilbranche wirken. Dazu kommt die jüngst erforderlich gewordene Rückstellung im Zusammenhang mit dem laufenden Verfahren der EU-Kommission“, sagte Harald Krüger, Vorsitzender des Vorstands der BMW AG, am Dienstag in München. „In diesem herausfordernden Umfeld werden wir ohne Wenn und Aber weiter unseren eigenen BMW-Weg gehen. Wir fokussieren uns auf unseren Fahrplan für die Zukunft der Mobilität und setzen unsere Strategie NUMBER ONE > NEXT weiter konsequent um.“

 

Dazu setzt das Unternehmen auf noch schnellere Prozesse, schlankere Strukturen und damit auf eine höhere Effizienz. So will die BMW Group die erforderliche finanzielle Stärke absichern, um die individuelle und nachhaltige Premium-Mobilität auch im nächsten Jahrzehnt entscheidend zu gestalten und zu prägen.

 

E-Mobilität nimmt weiter Tempo auf

 

Schon heute ist die BMW Group ein führender Anbieter von elektrifizierten Fahrzeugen. Bis Jahresende sollen mehr als eine halbe Million elektrifizierte Fahrzeuge der BMW Group auf den Straßen unterwegs sein. Im ersten Quartal 2019 zeigte sich erneut, dass die breite Palette elektrifizierter Fahrzeuge bei den Kunden großen Anklang findet. Der BMW i3 konnte weiter zulegen und im ersten Quartal ein Absatzplus von 16,2% auf 9.227 Einheiten erzielen. Damit war es das bei weitem erfolgreichste erste Quartal aller Zeiten für das innovative Elektroauto, das im Jahr 2013 auf den Markt kam.

 

Die Plug-in-Hybrid Fahrzeuge der BMW Group sind ebenfalls sehr begehrt. So sind beispielsweise mehr als ein Viertel aller an Kunden ausgelieferten BMW 2er Active Tourer elektrifiziert, während fast 20% aller verkauften MINI Countryman über einen Plug-in-Hybrid-Antriebsstrang verfügen. In Norwegen, einem der weltweit führenden Märkte für elektrifizierte Fahrzeuge, machen reine Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeuge inzwischen rund drei Viertel des BMW und MINI Absatzes aus.

 

Anfang März wurden auf dem Genfer Automobilsalon die überarbeiteten und mit größerer elektrischer Reichweite ausgestatteten Plug-in-Hybrid-Versionen der BMW 3er, BMW 7er und BMW X5 Reihen sowie des neuen BMW X3 präsentiert. Im April folgte in Shanghai die überarbeitete Plug-in-Hybrid-Version des BMW X1 in der lokal für den chinesischen Markt produzierten Langversion. Bis Ende nächsten Jahres bringt die BMW Group mehr als zehn neue oder mit der vierten Technologie-Generation („Gen 4“) des elektrifizierten Antriebs überarbeitete Modelle auf den Markt.

 

Dazu gehören ab Ende 2019 auch der vollelektrische MINI Electric aus dem Werk Oxford sowie ab 2020 der BMW iX3, der im chinesischen Shenyang für den Weltmarkt gefertigt wird. Zusammen mit dem Elektro-Pionier BMW i3 sowie dem BMW i4 und dem BMW iNEXT wird das Unternehmen im Jahr 2021 über fünf voll elektrifizierte Modelle verfügen. Bis 2025 soll diese Zahl auf mindestens zwölf Modelle steigen. Zusammen mit dem wachsenden Angebot an Plug-in-Hybriden wird das Angebot dann mindestens 25 elektrifizierte Modelle umfassen.

 

Technologieoffenheit ist entscheidend

 

„Technologische Offenheit ist entscheidend, um auf die regulatorischen Anforderungen und Kundenwünsche in den verschiedenen Märkten vorbereitet zu sein. Denn die Einführung alternativer Antriebe vollzieht sich auch in den verschiedenen Weltregionen mit unterschiedlicher Geschwindigkeit“, betonte Krüger. „Technologieoffenheit heißt, dass wir unsere bereits sparsamen Verbrennungsmotoren weiter verbessern. Zudem treiben wir konsequent die E-Mobilität mit vollelektrischen Fahrzeugen wie auch Plug-in-Hybriden voran und investieren in neue Technologien wie die Brennstoffzelle“, unterstrich er weiter.

 

Auf diesem Weg in die Zukunft der Mobilität wurden auch im ersten Quartal 2019 substantielle Vorleistungen getätigt. Diese überstiegen wie erwartet nochmals das hohe Vorjahresniveau. Die Kosten für Forschung und Entwicklung lagen in den ersten drei Monaten bei 1.396 Mio. € und damit 8,4% über dem Vorjahreswert. Die Investitionen in Sachanlagen stiegen sogar um mehr als ein Drittel auf 999 Mio. € (2018: 734 Mio. € / +36,1%). Im Wesentlichen geschah dies im Zusammenhang mit der Modernisierung und Flexibilisierung unserer Werksstrukturen sowie dem Aufbau des Werks in Mexiko. Der hohe Anteil an elektrifizierten Fahrzeugen trägt zudem zu höheren Herstellkosten bei. Ungünstige Wechselkurseffekte und höhere Rohstoffpreise wirkten zwischen Januar und März ebenfalls dämpfend. Für eine zusätzliche Belastung sorgte eine Rückstellung in Höhe von rund 1,4 Milliarden Euro im Zusammenhang mit der Übermittlung der Beschwerdepunkte im Rahmen des laufenden Kartellverfahrens der EU-Kommission. Diese Rückstellung belastete die EBIT Marge im Segment Automobile im ersten Quartal um rund sieben Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

 

BMW Group will sich gegen Vorwürfe der EU-Kommission wehren

 

Auslöser für die Rückstellung ist, dass die BMW Group – wie am 05. April 2019 kommuniziert – aus den Beschwerdepunkten ableitet, dass die EU-Kommission mit überwiegender Wahrscheinlichkeit einen Bußgeldbescheid in signifikanter Höhe erlassen wird. Dies löst nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) eine Verpflichtung zur Bildung einer Rückstellung aus. Die Prüfung der Beschwerdepunkte und die Akteneinsicht werden einige Zeit in Anspruch nehmen. Deshalb lassen sich die finanziellen Auswirkungen zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschließend beurteilen. Die BMW Group hat aber bereits deutlich gemacht, dass sie sich gegen die Vorwürfe der EU-Kommission – wenn erforderlich – mit allen rechtlichen Mitteln zur Wehr setzen wird.

 

Die BMW Group sieht in diesem Verfahren den Versuch, die zulässige Abstimmung von Industriepositionen zu regulatorischen Rahmenbedingungen mit unerlaubten Kartellabsprachen gleichzusetzen. Nach bisherigen Erkenntnissen untersucht die Kommission, ob deutsche Automobilhersteller in technischen Arbeitskreisen bei der Entwicklung und Einführung von Technologien zur Verringerung von Emissionen in wettbewerbsbeschränkender Weise zusammengearbeitet haben. Dieser Sachverhalt ist aus Sicht der BMW Group nicht mit Kartelluntersuchungen beispielsweise zu Gebiets- und Preisabsprachen zu vergleichen.

 

Im Kern ging es den beteiligten Ingenieuren aus den Entwicklungsabteilungen der Hersteller um die Verbesserung von Technologien zur Abgasnachbehandlung. Anders als Kartellabsprachen zielten diese Gespräche, die industrieweit bekannt waren und keine „Geheimabsprachen“ zum Gegenstand hatten, nicht auf die Schädigung von Kunden oder Lieferanten ab.

 

Konzernergebnis durch Rückstellungen beeinflusst

 

Im ersten Quartal 2019 hat die BMW Group bei den Auslieferungen ihrer drei Premiummarken BMW, MINI und Rolls-Royce mit 605.333 Einheiten einen neuen Bestwert erzielt (2018: 604.629 / +0,1%). Entscheidenden Anteil an der positiven Entwicklung hatte dabei das Joint Venture BMW Brilliance Automotive in China. Der Konzernumsatz lag mit 22.462 Mio. € auf dem Vorjahresniveau (2018: 22.665 / -0,9%). Beeinflusst von den beschriebenen Faktoren wie den Rückstellungen im Zusammenhang mit dem EU-Verfahren lag das Ergebnis vor Finanzergebnis (EBIT) mit 589 Mio. € deutlich unter dem Vorjahreswert (2018: 2.707 Mio. € / -78,2%). Das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) belief sich entsprechend auf 762 Mio. € (2018: 3.139 Mio. € / -75,7%). Die EBT Marge des Konzerns betrug im ersten Quartal 3,4% (2018: 13,8%). Der Konzernüberschuss belief sich auf 588 Mio. € (2018: 2.282 Mio. € / -74,2%).

 

„Unser Anspruch ist und bleibt hoch: Wir wollen nachhaltig und profitabel wachsen. Mit Performance > NEXT steuern wir aktiv gegen die zahlreichen Zusatzbelastungen an und haben bereits tiefgreifende Entscheidungen getroffen. Disziplin und ein klarer Fokus auf konsequente Umsetzung bleiben dabei die zentralen Kriterien“, sagte Nicolas Peter, Mitglied des Vorstands der BMW AG, Finanzen. „Für uns sind Innovationsführerschaft und Profitabilität entscheidend, um weiterhin eine Spitzenposition in der Branche einzunehmen. Deswegen investieren wir weiter in die Zukunft. Vorleistungen, die wir heute in die Weiterentwicklung der Elektromobilität und das autonome Fahren tätigen, sind die Voraussetzung für den Geschäftserfolg von morgen.“

 

Im Rahmen von Performance > NEXT wird unter anderem die Dauer des Entwicklungsprozesses für neue Fahrzeugmodelle um bis zu ein Drittel verkürzt. Auf der Produktseite werden im Übergang zu den weiterentwickelten flexiblen Fahrzeugarchitekturen ab 2021 bis zu 50 Prozent der heutigen Antriebsvarianten entfallen. Darüber hinaus wird das Modellportfolio regelmäßig mit Blick auf zusätzliche Potentiale zur Komplexitätsreduzierung bewertet. Weiterhin werden unternehmensweit Synergie- und Effizienzpotentiale im indirekten Einkauf sowie bei Material- und Fertigungskosten gehoben. Bis Ende 2022 sollen insgesamt mehr als 12 Milliarden Euro Effizienzpotential gehoben werden.

 

Belastungen wirken speziell im Segment Automobile

 

Die beschriebenen Belastungen haben sich im ersten Quartal speziell auf das Ergebnis im Segment Automobile ausgewirkt. Der Umsatz erreichte zwischen Januar und März mit 19.213 Mio. € das Vorjahresniveau (2018: 19.326 Mio. € / -0,6%). Das EBIT belief sich angesichts der genannten Belastungen auf -310 Mio. € (2018: 1.881 Mio. €). Damit lag die EBIT - Marge bei -1,6% (2018: 9,7%). Ohne den Rückstellungseffekt lag die EBIT Marge bei 5,6%. Das Ergebnis vor Steuern betrug -27 Mio. € (2018: 2.281 Mio. €).

 

Weltweit lieferte die Marke BMW im ersten Quartal 519.307 (2018: 517.447 / +0,4%) Automobile aus und erzielte damit ihr bestes Resultat für die ersten drei Monate. Besonders beliebt waren dabei die BMW X Modelle – allen voran der BMW X3, der seit dem Sommer 2018 auch lokal produziert in China verfügbar ist und seinen Absatz im ersten Quartal mehr als verdoppeln konnte.

 

Im ersten Quartal wurden weltweit 84.820 (‑1,8%) MINI Fahrzeuge an Kunden übergeben. Auf der Shanghai Auto Show feierte der überarbeitete MINI Clubman im April seine Weltpremiere; unterdessen laufen die Vorbereitungen für den Marktstart des komplett neuen vollelektrischen MINI im Laufe dieses Jahres weiter. Die Produktion läuft Ende des Jahres in Oxford an.

 

Nachdem 2018 einen neuen Rekord in der 115-jährigen Geschichte der Marke Rolls-Royce bedeutete, setzte sich das Absatzwachstum der Marke im ersten Quartal 2019 weiter fort. Rund um den Globus wurden 1.206 Rolls-Royce Motor Cars an Kunden ausgeliefert (+49,4%), wobei alle Regionen ein Wachstum verzeichneten. Dies spiegelt die anhaltende Nachfrage nach allen Modellfamilien wider, wobei der Phantom weiterhin ein wichtiger Wachstumstreiber ist. Das Kundeninteresse am Cullinan ist ebenfalls außergewöhnlich hoch. So sind die Auftragsbücher bis weit ins vierte Quartal dieses Jahres hinein prall gefüllt.

 

BMW Group strebt weltweit ausgewogene Absatzverteilung an

 

Die BMW Group verfolgt ihre Strategie einer weltweit ausgewogenen Absatzverteilung und nutzt ihre hohe Flexibilität in Produktion und Vertrieb, um Nachfrageverschiebungen zwischen einzelnen Regionen ausgleichen zu können.

 

In Europa lagen die Auslieferungen mit 270.950 Automobilen im ersten Quartal auf dem Niveau des Vorjahres (2018: 270.725 / +0,1%). In Deutschland verzeichnete die BMW Group ein solides Wachstum auf 72.592 Einheiten (2018: 68.294 / +6,3%).

 

In Asien legte der Absatz der Marken BMW, MINI und Rolls-Royce im ersten Quartal leicht auf 217.200 Fahrzeuge zu (2018: 212.693 / + 2,1%). Einen großen Anteil daran hatte China: Dort wurden mit 168.663 Einheiten 10,2% mehr Fahrzeuge der drei Konzernmarken an Kunden ausgeliefert (2018: 153.094).

 

In der Region Amerika gingen die Auslieferungen zwischen Januar und März leicht auf 104.215 Einheiten zurück (2018: 106.348 / -2,0%). Auch in den USA lag der Absatz mit 83.158 Einheiten leicht niedriger (2018: 84.630 / -1,7%).

 

Segment Motorräder steigert Umsatz und Ergebnis deutlich

 

BMW Motorrad hat im ersten Quartal die Auslieferungen um 7,7% auf 38.606 (2018: 35.858) Motorräder und Maxi-Scooter steigern können. Damit wurde zum achten Mal in Folge ein neuer Bestwert in einem ersten Quartal erzielt. Entsprechend stieg der Umsatz um 11,8% auf 586 (2018: 524) Mio. €. Auch das EBIT legte deutlich auf 89 Mio. € zu (2018: 77 Mio. € / +15,6%). Die EBIT-Marge im Segment stieg im ersten Quartal auf 15,2% (2018: 14,7%).

 

Segment Finanzdienstleistungen mit erfolgreichem Jahresstart

 

Im Segment Finanzdienstleistungen ist der betreute Vertragsbestand zum 31. März 2019 um 0,5% auf 5.735.975 Verträge (31. Dezember 2018: 5.708.032) gestiegen. Im ersten Quartal wurden 469.624 (2018: 451.908 / +3,9%) Neuverträge mit Endkunden im Finanzierungs- und Leasinggeschäft abgeschlossen. Der Umsatz stieg um 8,9% auf 7.146 (2018: 6.561) Mio. €. Das Ergebnis vor Steuern legte deutlich um 13,4% auf 627 (2018: 553) Mio. € zu.

 

Zahl der Mitarbeiter auf Vorjahresniveau

 

Die Zahl der Mitarbeiter belief sich zum Ende des ersten Quartals auf 134.849 und lag damit auf dem Niveau vom 31. Dezember 2018 (134.682 / +0,1%). Die BMW Group stellt weiterhin gezielt Fachkräfte und IT-Spezialisten für zukunftsorientierte Themenfelder wie Digitalisierung, autonomes Fahren und Elektromobilität ein. Für 2019 wird dennoch eine Mitarbeiterzahl auf Vorjahresniveau angestrebt.

 

BMW Group bestätigt Ziele für Geschäftsjahr

 

Die BMW Group setzt sich auch in einem politisch und wirtschaftlich herausfordernden Umfeld ehrgeizige Ziele. Angesichts des jungen Produktportfolios mit neuen Modellen will das Unternehmen der führende Hersteller im Premiumsegment bleiben und strebt in allen großen Absatzregionen Wachstum an. Angesichts laufender Modellwechsel wird mit einer stärkeren zweiten Jahreshälfte gerechnet.

 

Die BMW Group wird auch 2019 umfassend in neue Technologien und Zukunftsthemen investieren. Unter anderem führt eine ambitionierte CO2-Gesetzgebung zu hohen Zusatzaufwendungen und steigenden Herstellkosten, die das Ergebnis dämpfen. Zusätzlich erwartet das Unternehmen Belastungen aus Währungseffekten und Rohstoffpreisen im mittleren bis höheren dreistelligen Millionenbereich. Gleichzeitig bleibt die weitere Entwicklung internationaler Handelskonflikte ein Unsicherheitsfaktor.

 

In diesem Umfeld geht die BMW Group davon aus, dass sie ihren Absatz erneut steigern kann und strebt im Segment Automobile ein leichtes Absatzplus an. Bei der EBIT-Marge bleibt ein Wert von 8-10% der grundsätzliche Anspruch, den die BMW Group in einem stabilen Umfeld anstrebt. Auf zahlreiche Rahmenbedingungen hat das Unternehmen aber nur bedingt Einfluss. Vorbehaltlich der Rückstellung für das laufende Kartellverfahren in Höhe von 1,4 Milliarden Euro bleibt der Zielkorridor für die EBIT-Marge von 6-8% unverändert. Da die Rückstellung sich allerdings mit 1,5 Prozentpunkten negativ auf die EBIT-Marge auswirkt, erwartet das Unternehmen für 2019 im Segment Automobile nun einen Wert zwischen 4,5 und 6,5%.

 

Im Segment Motorräder erwartet das Unternehmen angesichts der erneuerten Modellpalette einen soliden Anstieg der Auslieferungen. Die EBIT‑Marge soll wie 2018 im Zielkorridor von 8-10% liegen.

 

Neben den angeführten Belastungen wird auf Konzernebene der Wegfall einiger positiver Bewertungseffekte aus dem Jahr 2018 für einen deutlichen Rückgang des Finanzergebnisses sorgen. Daher dürfte das Konzernergebnis vor Steuern ebenfalls deutlich unter dem Vorjahreswert liegen.

 

Die Prognosen für das laufende Geschäftsjahr setzen voraus, dass sich die weltweiten wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen nicht wesentlich verändern werden. Sollten Sie sich verschlechtern, können Auswirkungen auf die Prognose nicht ausgeschlossen werden. Die BMW Group wird erforderliche Maßnahmen für Wachstum, Leistungssteigerung und Effizienz weiterhin konsequent umsetzen. Damit schafft das Unternehmen Freiräume für die Zukunftsgestaltung und sichert seine künftige Wettbewerbsfähigkeit. Dank ihrer operativen und finanziellen Stärke ist die BMW Group in der Lage, die Transformation erfolgreich zu gestalten und ihren Führungsanspruch in der Industrie auszubauen.

 

* * *


Die BMW Group im Überblick

1. Quartal
2019

1. Quartal 2018

Veränderung in %

Fahrzeug-Auslieferungen

    

Automobile

Einheiten

605.333

604.629

0,1

Davon:  BMW

Einheiten

519.307

517.447

0,4

 MINI

Einheiten

84.820

86.375

-1,8

 Rolls-Royce

Einheiten

1.206

807

49,4

Motorräder

Einheiten

38.606

35.858

7,7

 

Mitarbeiter 1                             (Vergleich mit 31.12.2018)

134.849

134.682

0,1

 

EBIT-Marge Segment Automobile 3

Prozent

-1,6

9,7

-11,3 %Pkt.

EBIT-Marge Segment Motorräder 3

Prozent

15,2

14,7

+0,5 %Pkt.

Umsatzrendite vor Steuern 3

Prozent

3,4

13,8

-10,4 %Pkt.

 

Umsatz 3

Mio. €

22.462

22.665

-0,9

Davon:   Automobile

Mio. €

19.213

19.326

-0,6

Motorräder

Mio. €

586

524

11,8

Finanzdienstleistungen3

Mio. €

7.146

6.561

8,9

Sonstige Gesellschaften

Mio. €

1

2

-50,0

Konsolidierungen3

Mio. €

-4.484

-3.748

-19,6

 

Ergebnis vor Finanzergebnis (EBIT) 3

Mio. €

589

2.707

-78,2

Davon:   Automobile

Mio. €

-310

1.881

-

Motorräder

Mio. €

89

77

15,6

Finanzdienstleistungen3

Mio. €

648

561

15,5

Sonstige Gesellschaften

Mio. €

4

9

-55,6

Konsolidierungen3

Mio. €

158

179

-11,7

 

Ergebnis vor Steuern (EBT) 3

Mio. €

762

3.139

-75,7

Davon:   Automobile

Mio. €

-27

2.281

-

Motorräder

Mio. €

87

78

11,5

Finanzdienstleistungen3

Mio. €

627

553

13,4

Sonstige Gesellschaften

Mio. €

-58

70

-

Konsolidierungen3

Mio. €

133

157

-15,3

 

Konzernsteuern auf das Ergebnis 3

Mio. €

-218

-857

74,6

Konzernüberschuss 3, 4

Mio. €

588

2.282

-74,2

Ergebnis je Aktie 2,3

 €

0,85/0,85

3,44/3,44

-75,3/-75,3

1 Ohne ruhende Arbeitsverhältnisse, ohne Mitarbeiter in Altersteilzeit und Freizeitphase, ohne Geringverdiener

2 Ergebnis je Aktie für Stamm-/Vorzugsaktien

3 Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund der Erstanwendung des IFRS 16 angepasst, siehe Textziffer [5] des Konzernanhangs zum 31. Dezember 2018.

4 Wert für Q1 2019 inkl. 44 Mio. € Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich

 

 

Bitte wenden Sie sich bei Rückfragen an:

 

Unternehmenskommunikation

 

Max-Morten Borgmann, Unternehmenskommunikation

Telefon: +49 89 382-24118, Max-Morten.Borgmann@bmwgroup.com

 

Mathias Schmidt, Leiter Unternehmens- und Kulturkommunikation

Telefon: +49 89 382-24544, Mathias.M.Schmidt@bmw.de

 

Internet: www.press.bmw.de

E-mail: presse@bmwgroup.com

 

 

Die BMW Group

 

Die BMW Group ist mit ihren Marken BMW, MINI, Rolls-Royce und BMW Motorrad der weltweit führende Premium-Hersteller von Automobilen und Motorrädern und Anbieter von Premium-Finanz- und Mobilitätsdienstleistungen. Das BMW Group Produktionsnetzwerk umfasst 30 Produktions- und Montagestätten in 14 Ländern; das Unternehmen verfügt über ein globales Vertriebsnetzwerk mit Vertretungen in über 140 Ländern.

Im Jahr 2018 erzielte die BMW Group einen weltweiten Absatz von mehr als 2.490.000 Automobilen und über 165.000 Motorrädern. Das Ergebnis vor Steuern im Geschäftsjahr 2018 belief sich auf 9,815 Mrd. €, der Umsatz auf 97,480 Mrd. €. Zum 31. Dezember 2018 beschäftigte das Unternehmen weltweit 134.682 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Seit jeher sind langfristiges Denken und verantwortungsvolles Handeln die Grundlage des wirtschaftlichen Erfolges der BMW Group. Das Unternehmen hat ökologische und soziale Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette, umfassende Produktverantwortung sowie ein klares Bekenntnis zur Schonung von Ressourcen fest in seiner Strategie verankert.

 

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CO2-Emissionen & Verbrauch.

Für Verbrauchsangaben zu Fahrzeugen mit neuer Typgenehmigung ab Sept. 2017 gilt: Die Angaben zu Kraftstoffverbrauch, CO2-Emissionen und Stromverbrauch werden nach dem vorgeschriebenen Messverfahren (EU-Verordnung 715/2007) in der jeweils geltenden Fassung ermittelt. Die Angaben beziehen sich auf ein Fahrzeug in Basisausstattung in Deutschland. Die Spannbreiten berücksichtigen Unterschiede in der gewählten Rad- und Reifengröße sowie der optionalen Sonderausstattung und können sich durch die Konfiguration verändern.

Die Angaben sind bereits auf Basis des neuen "WLTP Fahrzyklus" ermittelt und zur Vergleichbarkeit auf "NEFZ" zurückgerechnet. Bei den Fahrzeugen können für die Bemessung von Steuern und anderen fahrzeugbezogenen Abgaben, die auch den CO2-Ausstoß betreffen, andere als die hier angegebenen Werte gelten.

Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem "Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personen-kraftwagen" entnommen werden: https://www.dat.de/co2/.

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