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Gelungenes Debüt: BMW Motorrad World Endurance Team kämpft mit der neuen BMW S 1000 RR beim Bol d’Or um das Podium.

Es war ein gelungenes Debüt für das BMW Motorrad World Endurance Team und die ganz neu entwickelte Langstreckenversion der BMW S 1000 RR in der FIM Endurance World Championship. Beim Bol d’Or in Le Castellet (FRA) kämpften Kenny Foray (FRA), Ilya Mikhalchik (UKR) und Julian Puffe (GER) bis zum Schluss um das Podium. Nach 311 Runden erreichten sie das Ziel als Vierte, nur vier Sekunden hinter den Top-3. Für einen Podiumserfolg sorgte das Team ERC Endurance.

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Le Castellet. Es war ein gelungenes Debüt für das BMW Motorrad World Endurance Team und die ganz neu entwickelte Langstreckenversion der BMW S 1000 RR in der FIM Endurance World Championship (FIM EWC). Beim Bol d’Or in Le Castellet (FRA) kämpfte das Fahrertrio Kenny Foray (FRA), Ilya Mikhalchik (UKR) und Julian Puffe (GER) bis zum Schluss um das Podium. Nach 311 Runden erreichten sie das Ziel auf dem vierten Rang, nur vier Sekunden hinter den Top-3. Für einen BMW Podiumserfolg sorgte das Team ERC Endurance mit den Fahrern Mathieu Gines, Julien Da Costa und Louis Rossi (alle FRA): Das BMW Kundenteam sicherte sich mit der in der FIM EWC bereits etablierten Vorgängerversion der RR den dritten Gesamtrang.

 

Mit der 83. Auflage des Bol d’Or begann die Saison 2019/20 in der FIM EWC, in der das neu formierte BMW Motorrad World Endurance Team als Werksmannschaft erstmals mit der neuen RR antritt. Die Entwicklung der Langstreckenversion des Motorrads für die FIM EWC hat erst vor wenigen Monaten begonnen. Der diesjährige Bol d’Or musste aufgrund extrem schlechten Wetters mit Regen und Sturm von 18:00 Uhr abends bis 6:00 Uhr morgens unterbrochen werden, sodass die tatsächliche Renndauer statt 24 Stunden nur knapp zwölf Stunden betrug.

 

Das BMW Motorrad World Endurance Team sorgte mit der neuen RR bereits früh für Aufsehen. Am Donnerstag stellte Mikhalchik mit einer Zeit von 1:53,669 Minuten einen zwischenzeitlichen neuen Rundenrekord für die FIM EWC in Le Castellet auf. Die Qualifying-Sessions, in denen auch Ersatzfahrer Bastien Mackels (BEL) im Einsatz war, endeten am Freitag mit einem hervorragenden vierten Startplatz für die #37 RR.

 

Als das Rennen am Samstagabend unterbrochen wurde, lag das BMW Motorrad World Endurance Team auf dem siebten Rang. Von dieser Position aus ging die #37 RR dann auch in den Re-Start am Sonntagmorgen. Bei abtrocknenden Bedingungen verbesserten sich Foray, Mikhalchik und Puffe schnell in die Top-3. Über lange Zeit lag die #37 sogar auf Rang zwei. In der Schlussphase trat jedoch ein technisches Problem auf. Schlussfahrer Mikhalchik konnte deshalb den fast sicheren Podiumsplatz nicht mehr verteidigen. Wenige Minuten vor der Zielflagge übernahm Gines, der zudem für einen neuen Rennrundenrekord beim Bol d’Or gesorgt hatte, mit der #6 RR den dritten Rang von Mikhalchik. Am Ende kam der Ukrainer als Vierter nur vier Sekunden hinter Gines ins Ziel.

 

Das Team Tecmas BMW GMC beendete den Bol d’Or ebenfalls in den Top-10: Camille Hedelin, Alexis Masbou und David Perret (alle FRA) belegten mit der #9 RR den neunten Rang. Der 15. Rang und Platz fünf in der Superstock-Klasse ging an die Mannschaft von GERT56 by GS YUASA mit Stefan Kerschbaumer (AUT), Lucy Glöckner (GER) und Pepijn Bijsterbosch (NED).

 

Stimmen nach dem Bol d’Or in Le Castellet.

 

Marc Bongers, BMW Motorrad Motorsport Direktor: „Es war ein turbulentes Auftaktrennen mit einem sehr guten Ergebnis. So einen Bol d‘Or hat wohl noch keiner erlebt. Das BMW Motorrad World Endurance Team stand einerseits vor einer zusätzlichen Herausforderung, da wir bei den Tests im Vorfeld noch kein gutes Regen-Set-up für Fahrwerk und Elektronik herausfahren konnten. Zudem musste Ilya im Rennen seine allerersten Erfahrungen mit Dunlop-Regenreifen machen. In dieser Hinsicht kam uns die Unterbrechung gelegen. Auf der anderen Seite könnte uns als ganz neuem Projekt entgegengekommen sein, dass Team und Maschine nicht den üblichen Belastungen einer kompletten 24-Stunden-Distanz ausgesetzt waren. Doch insgesamt muss man sagen: Mit unserem Speed, den Pit-Stopps, der Mannschaftsleistung und auch in Sachen Benzinverbrauch waren wir bei der Musik. Das zeigt, dass wir in der Kürze der Zeit eine super Basis entwickelt haben. Klar sind uns einige Plätze geschenkt worden durch die Probleme der Spitzenteams, aber das gehört bei 24-Stunden-Rennen dazu. Gegen Ende hatten wir mit einem kleinen technischen Problem zu kämpfen, das uns um vier Sekunden das Podium gekostet hat. Das wäre natürlich der Hammer gewesen, aber mit einem vierten Platz nach Hause zu kommen, ist trotzdem beachtenswert. Herzlichen Glückwunsch an unser Kundenteam ERC, das acht Minuten vor Schluss an uns vorbeigegangen ist und sich somit den Platz auf dem Podium gesichert hat.“

 

Werner Daemen, Team Manager BMW Motorrad World Endurance Team: „Es waren in der Tat schwierige Bedingungen. Es war das erste Mal, dass wir hier mitgefahren sind, und ehrlicherweise habe ich es niemals zu glauben gewagt, bereits vorne dabei zu sein. Man konnte sehen, dass wir eigentlich nur bei Regen ein Problem haben. Der zweite Platz wäre möglich gewesen, allerdings hatten wir in der letzten Rennstunde ein kleines technisches Problem. Deshalb sind wir leider Vierter geworden, mit vier Sekunden Rückstand auf das Podium. Auf der einen Seite bist du glücklich über das Erreichte, allerdings bist du auf der anderen Seite auch etwas enttäuscht, dass nicht mehr möglich war. Aber: Wir sind ein junges Team, und dieses Rennen lässt uns optimistisch in die Zukunft blicken.“

 

Kenny Foray: „Es ist ein neues Team, es ist ein neues Bike, und unter diesen Umständen ist unser Ergebnis wirklich gut. Wir haben das Podium nur knapp verpasst, weil wir in der Schlussphase ein technisches Problem hatten. Deshalb bin ich natürlich ein bisschen enttäuscht. Denn jeder im Team leistet fantastische Arbeit, und sie hätten den Podestplatz verdient gehabt. Aber das gehört zum Langstreckensport dazu, und wir werden uns weiter steigern.“

 

Julian Puffe : „Das Team hat in den vergangenen Wochen Tag und Nacht gearbeitet, um hier konkurrenzfähig zu sein, und wir haben am Ende mit Platz vier ein super Ergebnis erreicht. Meine beiden Teamkollegen haben einen tollen Job gemacht, und für unseren Einstand in der FIM EWC ist es ein fantastisches Resultat. Natürlich würde man gerne auf dem Podest stehen, gerade wenn es so knapp ist. Aber alles in allem können wir sehr zufrieden sein.“

 

Ilya Mikhalchik: „Ich bin sehr happy, dass wir das Rennen beendet haben. Dass wir sogar um das Podium kämpfen können, hätte ich nicht erwartet! Es ist ein nagelneues Bike, und somit hatten wir damit gerechnet, dass wir über eine so lange Renndistanz ein technisches Problem bekommen könnten. Wir konnten hier sehen, wie stark das Bike ist und wie gut das Team arbeitet. Es war unglücklich, dass es am Ende tatsächlich ein Problem gab. Deshalb wurde meine Pace langsamer. Aber insgesamt bin ich glücklich, dass wir so nah an das Podium heranfahren konnten.“

 

Bastien Mackels: „Es war klasse, dass ich ein Teil des Teams sein konnte, denn die Atmosphäre in dieser Mannschaft ist wirklich unglaublich. Es ist eines der besten Teams, für die ich je gefahren bin. Die BMW S 1000 RR ist einfach zu fahren und konkurrenzfähig. Es ist ein großartiges Projekt, und ich bin davon überzeugt, dass das Team bald mit um Siege kämpfen kann.“

 

Mathieu Gines (Team ERC Endurance): „Ich bin überglücklich. Das Bike war wirklich gut, das Team hat einen perfekten Job gemacht. Es war unglaublich. Meine Teamkollegen waren super unterwegs, und ich selbst habe auch alles gegeben. Es hat großen Spaß gemacht. Danke an das Team ERC Endurance und an BMW – ich hoffe, dass ich noch eine Menge weiterer Rennen mit ihnen bestreiten kann.“

 

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