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PressClub Deutschland · Artikel.

BMW Motorrad International GS Trophy 2020 Ozeanien. Tag 5. Auf den Höhen der Rocky Mountains.

Zusammenfassung von Tag 5. Lage: Punakaiki Beach Wetter: Sonne/Wolken, 21 °C Kurs: 360 km, von Pelorus Bridge nach Punakaiki Beach Gelände: Bergpfade 180 km, Asphalt 180 km Tests: SP13: ‚Emirates Challenge‘, SP14: ‚Rab Challenge‘ Die drei bestplatzierten Teams: 1. Südafrika, 2. Frankreich, 3. Italien

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Punakaiki Beach, Neuseeland. Die BMW Motorrad International GS Trophy 2020 nahm heute die größtmögliche Wendung, denn die Südinsel wartete mit einer besonders anspruchsvollen Herausforderung auf: mit Bergen! Die Nordinsel war durchgängig hügelig. Auf der Südinsel aber mussten die GS Fahrer heute zwei richtige Berge überwinden, und das auf echten Bergpfaden und nicht auf Schotterpisten. Wie versprochen, erreichte die Fahrintensität ein neues Niveau.

Der Morgen begann mit einem steilen, gewundenen und steinigen Aufstieg zum Mount Richmond, der 20 km lang durch einen naturbelassenen Wald führte, bis die Fahrer oberhalb der Wolkenbasis den 754 m hohen Maungatapu Saddle erreichten, wo sie der erste Test des Tages, die ‚Emirates Challenge‘, erwartete. Dabei mussten alle Fahrer aller Teams eine anspruchsvolle Trial-Strecke zwischen Felsen und Büschen bewältigen und sich dabei drei zentrale Flugdaten merken, die den Ordnern am Ende mitzuteilen waren: Flugnummer, Boardingzeit und Sitznummer!

Die Bergabfahrt war nicht weniger anspruchsvoll, und darum freuten sich die Fahrer über eine Kaffeepause in Nelson, der Hauptstadt der Tasman-Bay-Region, die für ihre spektakuläre Fischerei ebenso bekannt ist wie für den Anbau lokaler Obst- und Weinsorten. Die mühevolle Überquerung eines weiteren Berges ließ die Kaffeepause allerdings schnell in Vergessenheit geraten. Dieser Berg stellte sogar noch höhere technische Anforderungen an die Fahrer als der erste: Sie waren in westlicher Richtung unterwegs nach Murchison, einem am Ende der Buller Gorge gelegenen Städtchen – und das auf der einzigen Zufahrtsstraße, die über die Gipfel der Bergkette zur Westküste führte.

Nach einem so anstrengenden Morgen versetzte der Nachmittag die Fahrer in eine deutlich besinnlichere Stimmung, denn nun konnten sie auf Asphalt eine wunderschöne Fahrt durch die Schlucht genießen, die an der Westküste und der Tasmanischen See endete. Hier gelangten sie zu einer am Ozean entlangführenden, atemberaubenden Straße, die von Kalksteinfelsen und einem Regenwald gesäumt ist, in dem es die wunderschönen, typisch neuseeländischen Nikau-Palmen in großer Zahl gibt.

Das Ziel der Fahrer war Punakaiki Beach, berühmt für seine hohen Kalksteinfelsen, die wegen ihrer verschiedenen Schichten auch Pancake Rocks genannt werden. Ein besonderes Naturschauspiel bietet sich bei Flut, wenn Meerwasser aus einem Luftloch viele Meter hoch in die Luft sprüht. Und hier folgte der zweite Test des Tages: die ‚Rab Challenge‘. Diese sorgte für reichlich Gelächter: Die Teams mussten am Strand entlanglaufen, ihre Stiefel ausziehen, ihren Rab Schlafsack auspacken, in ihn hineinkriechen, dann rückwärts hinauskriechen, den Schlafsack zusammenrollen, die Stiefel wieder anziehen und zu ihrem Teamkollegen zurücklaufen, der als Nächster an der Reihe war.

Insgesamt war es anstrengender Tag, der das Fahrkönnen vieler Fahrer in besonderer Weise auf die Probe stellte – und nicht wenige waren gestürzt. Da aber alle aufstanden und weitermachten, konnten sie sich am Ende des Tages mit dem Gefühl belohnen, eine tolle Leistung vollbracht zu haben. Ein perfekter Tag.

 

Fahrerzitate:

 

Lisa Taylor, Int. Frauenteam II:

„Der heutige Tag war traumhaft. An den Bergen faszinierte mich besonders das Grün der Bäume und der sonstigen Vegetation. Bei mir zu Hause, in der Wüste Arizonas, bekomme ich so viel Grün nicht oft zu sehen! Als wir zur ersten Sonderetappe in die Berge hinauffuhren, konnten wir auf die Wolken hinunterschauen. Das war wunderschön. Später fuhren wir an dieser großartigen Küste entlang. Die Wellen brandeten auf den Strand. Auch das war wunderschön. Und in dieser herrlichen Umgebung sind wir Motorrad gefahren und hatten eine unglaublich schöne Zeit.“

 

Manuel Febres, Team Mexiko:

„Die International GS Trophy ist ein fantastisches Event. Ich genieße jeden Tag – mit großartigen Fahrerlebnissen und tollen Menschen. Es ist beeindruckend, wie es BMW Motorrad gelungen ist, Menschen aus aller Welt für dieses Event zu gewinnen. Das war die beste Erfahrung meines Lebens (Man beachte: Manuel ist erst 19 Jahre alt!). Der heutige Tag hat mir am besten gefallen. Er war technisch sehr anspruchsvoll und die Berge erfordern ein besonderes Fahrkönnen – aber gerade diese Art zu fahren liebe ich ganz besonders. Ein großartiger Tag!"

 

Shakeel Basha, Team Indien:

„Der heutige Tag war großartig. Er bescherte mir die beste Offroadfahrt meines Lebens. Und das sage ich, obwohl ich bei einer der Bergabfahrten gestürzt bin, weil ich einen Fehler gemacht hatte! Es war sehr anstrengend. Auf Asphalt fahre ich nicht immer gern, weil ich schnell müde werde, an Essen und an Zuhause denke. Auf dem Trail war ich dagegen voll beschäftigt und hatte nur den einen Gedanken: ‚Bloß nicht stürzen!‘. Das Team Indien ist sehr stolz darauf, in diesem Jahr wieder mit dabei zu sein. Dieses Mal wollen wir besser abschneiden als beim letzten Mal, als wir nur den letzten Platz belegten. Wir werden das schaffen. Wir unternehmen keine Abenteuertouren wie Fahrer aus anderen Ländern, aber wir lernen jedes Mal dazu. Wir werden wiederkommen und uns steigern, bis wir Südafrika erfolgreich herausfordern können!“

 

BMW Motorrad International GS Trophy 2020 Ozeanien.

Tag 5, Gesamtwertung:

1. Südafrika 277

2. Frankreich 266

3. Italien 247

4. Südkorea 233

5. Russland 212

6. Niederlande 208

7. Brasilien 205

8. Australien 192

9. USA 190

10. Argentinien 186

11. Nahost 186

12. Lateinamerika 185

13. Skandinavien 168

14. Mexiko 165

15. Großbritannien 164

16. Japan 151

17. Indien 141

18. Malaysia 141

19. Thailand 136

20. Int. Frauenteam I 108

21. Nordafrika 106

22. Int. Frauenteam II 58

 

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