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BMW Motorrad Motorsport Direktor Marc Bongers: In Assen wurde die Leidenschaft für den Rennsport geweckt.

Die WorldSBK gastiert mit ihrer zweiten Saisonrunde im niederländischen Assen. Für BMW Motorrad Motorsport Direktor Marc Bongers ist das eine ganz besondere Veranstaltung. Im umfassenden Interview spricht Bongers über seine frühe Begeisterung für den Rennsport, sein eigenes aktives Engagement in den Niederlanden, seinen beruflichen Werdegang, die Entwicklung von BMW Motorrad Motorsport – und er gibt besondere Einblicke in die niederländische Küche.

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Assen. Die FIM Superbike World Championship (WorldSBK) gastiert am kommenden Wochenende mit ihrer zweiten Saisonrunde im niederländischen Assen. Für BMW Motorrad Motorsport Direktor Marc Bongers ist das eine ganz besondere Veranstaltung. Assen ist das Heimspiel des gebürtigen Niederländers, und die Rennstrecke hat bereits in seiner Kindheit eine wichtige Rolle für ihn gespielt. Im umfassenden Interview spricht Bongers über seine frühe Begeisterung für den Rennsport, sein eigenes aktives Engagement in den Niederlanden, seinen beruflichen Werdegang, die Entwicklung von BMW Motorrad Motorsport – und er gibt besondere Einblicke in die niederländische Küche.

 

Marc Bongers im Interview.

 

Marc, Assen ist Ihr Heimrennen. Was bedeutet für Sie als Niederländer Motorradrennsport in Assen?

 

Marc Bongers: „Assen ist für mich immer etwas Besonderes, nicht nur, weil ich Niederländer bin. Sondern auch, weil die Atmosphäre dort immer toll ist. Es gibt viele Fans, es ist immer gut besucht, man spürt den Enthusiasmus. Und ich nehme mir auch immer die Zeit, um mir ein paar Spezialitäten an der Pommes-Bude zu holen. Zum Beispiel Pommes Oorlog, das sind Pommes Frites mit Mayonnaise, Erdnusssauce und Zwiebeln. Und normalerweise auch noch ein Broodje Frikadel.“

 

In welchem Alter sind Sie zum ersten Mal auf Motorradrennsport in Assen aufmerksam geworden?

 

Bongers: „Ich glaube, das war, als ich etwa zehn Jahre alt war. Im Seitenwagen-Team von Bonovo action fährt ja Bennie Streuer, und ich kann mich sehr gut daran erinnern, dass ich mit meinem Vater seinen Vater in Assen habe Rennen fahren sehen. Ich war schon immer rennsportbegeistert, egal ob zwei, drei oder vier Räder. Ich bin auch schon als Heranwachsender immer Mofa und Moped gefahren, und als ich 17 oder 18 war, habe ich in der niederländischen 50-ccm-Meisterschaft 4-Stunden-Rennen bestritten – auch in Assen. Die Rundenzeiten weiß ich nicht mehr auswendig, aber wenn sie gut gewesen wären, hätte ich jetzt vielleicht einen anderen Job (lacht). Wir haben sehr viel selbst gemacht. Zusammen mit einem Freund habe ich die Mopeds in der Garage selbst getunt und daran gefeilt. Damals hat dann auch das technische Studium schon angefangen, und meine Ingenieursleidenschaft ist erwacht. Man hat versucht, sich Sachen auszudenken, um das Motorrad zu verbessern. Auch damals sind wir auf der Gerade schon mit 160 km/h gefahren. Für 50 ccm ist das nicht schlecht.“

 

Ab wann wussten Sie, dass Sie den Motorsport zu Ihrem Beruf machen möchten?

 

Bongers: „Ich würde sagen, als ich 15 Jahre alt war. Das wusste ich schon vor meiner Berufsausbildung. Ich habe das allerdings überhaupt nicht aus meiner Familie. Meine Familie und auch mein direktes Umfeld hatten nichts mit Motorsport zu tun. Mittlerweile ist das Interesse durch meine Aufgaben natürlich schon da. Aber ich wusste es sehr früh und hatte auch Freunde, die diese Begeisterung teilten und die teilweise auch im Motorsport tätig sind.“

 

Welche Stationen haben Sie dann auf Ihrem beruflichen Werdegang bis heute durchlaufen?

 

Bongers: „Studiert habe ich an der Fachhochschule für Kraftfahrzeugtechnik in den Niederlanden. Danach war ich eine Zeit lang bei Hartge BMW, einem BMW Veredler im Saarland. Dann bin ich nach England gezogen und habe für zwei Jahre bei Ascari gearbeitet. Die nächste Station war Lotus, wo ich für ein paar Jahre tätig war. Es hat mir dort sehr gut gefallen, allerdings war ich dort nicht im Rennsport tätig. Und dann habe ich einen Anruf aus der Schweiz bekommen, von einem ehemaligen Praktikanten, dass Sauber Leute für das Formel-1-Team sucht. Das war damals Sauber-Ferrari. Es war schon immer mein Traum, in die Formel 1 zu kommen. Daraufhin habe ich meine Zelte bei Lotus abgebrochen und gesagt: Diese Chance muss ich wahrnehmen. Das war im Jahr 2000, und seitdem war ich wirklich fest im Motorsport und habe auch nichts anderes mehr gemacht. Bei Sauber hatte ich zudem meine ersten Erfahrungen mit dem Profi-Motorrad-Rennsport, weil dort teils die Entwicklung der ersten 4-Takt GP-Motoren der neuen Ära stattgefunden hat. 2005 habe ich zu BMW Williams nach München gewechselt. Aus diesem Team wurde im Jahr darauf das BMW Sauber F1 Team – so habe ich wieder mit den alten Schweizer Kollegen zusammengearbeitet. Als BMW Ende 2009 das Engagement in der Formel 1 beendet hat, war für mich klar, dass es mir sowohl bei BMW als auch in Bayern sehr gut gefällt. Auch aus persönlichen Gründen mit meiner damaligen Freundin – und heutigen Frau – und der Familie. Für mich ist Bayern ganz klar meine neue Heimat. Ich habe dann die Chance bekommen, zu BMW Motorrad zu wechseln, direkt in das damalige World-Superbike-Projekt.“

 

Auch bei BMW Motorrad haben Sie ja dann verschiedene Stationen durchlaufen...

 

Bongers: „Genau. Ich war zunächst als Ingenieur in der Superbike-Weltmeisterschaft tätig. 2012 und 2013 habe ich dann den Kundensport betreut. Im Jahr 2016 habe ich die technische Leitung von BMW Motorrad Motorsport übernommen. Als Dr. Markus Schramm als neuer Leiter BMW Motorrad kam und die Entscheidung getroffen hat, mit BMW M als Werksengagement wieder in die Superbike-Weltmeisterschaft einzusteigen, habe ich die Verantwortung von BMW Motorrad Motorsport komplett übernommen. Es ist ein absoluter Traumjob. Ich mache es sehr gern, außer natürlich, wenn wir schwierige Rennwochenenden erleben. Aber das gehört dazu, und ich glaube, das macht auch den Reiz des Motorsports aus. Die Emotionen, dass es dieses Auf und Ab gibt, und dass man sehr schnell die Ergebnisse seiner Arbeit sieht.“

 

BMW Motorrad Motorsport ist in den vergangenen Jahren enorm gewachsen. Von 2014 bis 2018 lag der Fokus auf dem Kundensport. Heute starten in der Superbike-Weltmeisterschaft WorldSBK vier Werksmotorräder in zwei Teams, und in der Langstrecken-Weltmeisterschaft FIM EWC gehört das Werksteam zu den absoluten Top-Mannschaften. Dazu kommen weiterhin die Kundenteams, die rund um den Globus erfolgreich sind. Wie bewerten Sie die Entwicklung von BMW Motorrad Motorsport in den vergangenen Jahren?

 

Bongers: „Ich bewerte sie als eindeutig sehr positiv. Das Aufgabengebiet ist extrem gewachsen. Es ist sehr schön zu sehen, wie wir auch in der Außenwirkung mit BMW M viel stärker wahrgenommen werden. Natürlich ist es ein langer Weg zum Erfolg, das Feld in der Superbike-WM ist hart umkämpft. Aber es war auch eine tolle Erfahrung, das Langstreckenprojekt auf die Beine zu stellen. BMW Motorrad Motorsport wächst, und mit den Ergebnissen in diesen Engagements wächst auch der Kundensport. Man sieht auch, dass das Interesse an unserem Produkt, der BMW M 1000 RR, bei der die Projektleitung in unserer Motorsportabteilung läuft, sehr groß ist. Das macht einen persönlich sehr stolz. Es ist toll, das über die Jahre wachsen zu sehen. Und ich bin davon überzeugt, dass es auch weiterhin wachsen wird.“

 

Wie wichtig ist neben den Werksengagements der Kundensport?

 

Bongers: „Die Werksengagements sind natürlich das Pinnacle, und auch im Bereich Kundensport verfolgen viele, welche Erfolge dort erzielt werden. Auf der Basis dieser Erfolge entscheiden die Kunden dann, ob sie BMW fahren möchten oder nicht. Das ist eine klassische Pyramide, und natürlich ist der Kundensport extrem wichtig für die nationalen Märkte. Wir hatten eine Zeit lang einen Anteil an Gridshare verloren, aber seit wir diese Werksengagements betreiben und die entsprechenden Produkte zur Verfügung stellen, sieht man, dass der Gridshare in nationalen Meisterschaften, aber auch im Hobbyrennsport, wieder extrem wächst. Und diese privaten Fahrer und Teams sind natürlich alle Markenbotschafter für uns – und das macht das alles rund. Seitens BMW Motorrad Motorsport unterstützen wir die privaten Teams in vielen Bereichen mit einem breiten Supportangebot.“

 

Sie kennen durch Ihr berufliches Engagement viele Rennstrecken weltweit – welche davon sind Ihre Lieblingsrennstrecken?

 

Bongers: „Durch die Engagements auf vier und auf zwei Rädern gibt es viele Strecken, die ich gesehen habe. Ich freue mich extrem, dass Phillip Island wieder zurück im WorldSBK-Kalender ist. Das ist immer ein geniales Event mit einer tollen Atmosphäre. Aber – und das liegt nicht nur daran, dass ich Niederländer bin – Assen steht definitiv ganz weit oben auf der Liste.“

 

Assen steht nun am kommenden Wochenende auf dem Programm, und damit schließen wir den Kreis. Sie hatten eingangs über Pommes Oorlog und Broodje Frikadel gesprochen. Mit welchen weiteren niederländischen Spezialitäten kann man Sie begeistern?

 

Bongers: „Die Niederländer haben nicht unbedingt eine klassische eigene Küche, aber es gibt es ein paar Spezialitäten, die meine Mutter immer macht. Dazu gehört zum Beispiel eine Ofenschüssel mit einer Lage Speck, Hackfleisch, Sauerkraut, Bananen und Kartoffelpüree. Das ist ein Stück Heimat für mich.“

 

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