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PressClub Deutschland · Artikel.

BMW Motorrad International GS Trophy 2022 Southeast Europe. Tag 1.

Herzlich willkommen bei der GS Trophy in Albanien.

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Zusammenfassung von Tag 1.

Lage: Burg von Berat, Albanien

Wetter: Sonne/Wolken, 28º C

Kurs: 200 km: Von Kavaje zur Burg von Berat

Geländearten: 65 km Asphalt, 135 km-Gelände

Tests: SP1: ‚Welcome Trial‘, SP2: Holta Enduro-Runde

Die drei bestplatzierten Männerteams:
1. Vereinigtes Königreich, 2. Thailand, 3. Südafrika

Die drei bestplatzierten Frauenteams:
1. Deutschland, 2. Südafrika, 3. Mexiko

 

Burg von Berat, Albanien. Die BMW Motorrad International GS Trophy 2022 legte heute einen spektakulären Start hin. Die Teilnehmer:innen brachen vom Basislager in Kavaje an der Adria in Richtung Landesinneres auf, durchquerten die Küstenebene des westlichen Tieflands und stellten sich dann einer anspruchsvollen Fahrt in den Bergen, bevor sie schließlich das atemberaubende UNESCO-Weltkulturerbe, die Burg von Berat, erreichten.

 

Wie immer bei diesem Event waren die GS-Trophy-Fahrer:innen schon vor dem Morgengrauen wach und hatten ihre Zelte vor dem Aufruf zum Frühstück um 6:00 Uhr abgebrochen, um für den Start um 7:00 Uhr gewappnet zu sein. Die Teams starteten paarweise im Abstand von fünf Minuten. Keine 15 Minuten später mussten sie sich bereits ihrer ersten Sonderprüfung, dem „Welcome Trial“ auf einem zerklüfteten Bergrücken oberhalb der Küste, stellen. Michael Littlewood vom Team Mexiko absolvierte als erster GS-Trophy-Fahrer eine Wertungsetappe und brachte damit den Wettbewerb ins Rollen. Das mexikanische Team war offensichtlich gut vorbereitet: Mit einer Kombination aus Schnelligkeit und Präzision setzte es einen Maßstab, den die folgenden 20 Teams toppen mussten.  

 

Danach folgten die Teams auf ihrer Fahrt in östlicher Richtung ins Landesinnere Albaniens einem Mix aus Straßen und Trails. Eine tolle Fahrt! Das Tiefland war nicht so flach, wie man vielleicht erwarten würde, sondern hügelig und das erwartete Flachland beschränkte sich auf die Flussebenen. Die ländliche Kultur Albaniens brachte die GS-Fahrer:innen zum Staunen. Hier bot sich eine Landwirtschaft, wie sie vor der Mechanisierung betrieben wurde. Kleine Felder, auf denen Mais oder Obst angebaut werden. Das Land wird mit Sensen, Spitzhacken und Schaufeln bearbeitet und die Erzeugnisse werden mit Schubkarren oder Karren transportiert. Wo das Land nicht eben ist, hüten Hirten Schafe, Ziegen und Kühe. Für die Personenbeförderung sind immer noch Pferde und Esel üblich. Es wundert also nicht, dass 41 % der albanischen Bevölkerung in der Landwirtschaft beschäftigt sind. Die Menschen sind freundlich, und da heute Sonntag ist, ein Ruhetag, winken und jubeln sie den vorbeifahrenden GS-Fahrer:innen freudig zu - besonders die Kinder. Mit jedem weiteren Kilometer überraschten und begeisterten die albanischen Landschaften und Menschen mehr.   

 

In den Bergen wurde die Fahrt zunehmend anspruchsvoll, da die Trails immer steilere Hänge hinauf- und hinunterführten. Die felsigen Trails mit losen Steinen, Sand und Auswaschungen erforderten absolute Aufmerksamkeit, vor allem dort, wo sie an Felskanten vorbeiführten. Eine besondere Steigung brachte die GS Trophy fast zum Stillstand: Starke Steigungen, hohe Felsstufen und loser Schotter machten ein Vorgehen erforderlich, bei dem sowohl Einsatzbereitschaft als auch eine gute Linienwahl nötig waren. Gelang dies nicht, war Teamwork gefragt, um gemeinsam oben anzukommen.

 

Danach kamen die GS-Fahrer:innen zu ihrer zweiten Sonderprüfung, der „Holta Enduro-Runde“. Bei dieser Etappe mussten die Fahrer:innen nacheinander ein Flussbett mit Felsen, Steinen, Schlamm und Wasser überwinden. Dabei folgten sie einem Kurs, der zweimal den Wasserlauf kreuzte und durch Schlamm wie auch über Steinbänke führte.

 

Den letzten Tagesabschnitt konnten die Fahrer:innen auf einer zweistündigen Trail-Fahrt über Pisten genießen, die sich durch Täler bergab und bergauf schlängeln. Wie immer mussten die Teilnehmer:innen bis zum Schluss konzentriert bleiben, denn Auswaschungen, Rinnen und Felsstufen konnten Unachtsame leicht ins Straucheln bringen.

 

Ziel war die fantastische Burg von Berat, eine ummauerte Festung auf einem Hügel mit einer Geschichte, die ebenso auf das Römische wie auf das Byzantinische Reich zurückgeht. Genauso beeindruckend ist die sie umgebende Stadt Berat. Die Berge, die sich unmittelbar im Osten erheben wie unter anderem der Tomorr (2416 m) verleihen der Umgebung etwas Alpines. Insgesamt waren die Fahrer:innen knapp 11 Stunden auf den Trails unterwegs. Eine „sanfte Einführung“, wie der sportliche Leiter der GS Trophy, Chris Zimmerman, es beschrieb.

 

Und der Wettbewerb? Viele erwarteten, dass das Team Südafrika, der Titelverteidiger, dominieren würde. Ausgesprochen kämpferisch zeigte sich jedoch das Team Großbritannien - das mit Siegen in beiden Sonderprüfungen frühzeitig deutlich in Führung ging. Das Team ist offensichtlich hoch motiviert und gut trainiert. Im Wettbewerb der Frauenteams wirkt das Team Deutschland mit einem 1. und einem 2. Platz in den beiden Tests genauso selbstbewusst. Mit einem 3. und einem 1. Rang liegt das Team Südafrika nur fünf Punkte zurück. Das verspricht, ein enger Wettbewerb zu werden.

 

Morgen führt die GS Trophy weiter nach Osten in die zentrale Gebirgskette auf eine Strecke, die zu 85 % aus Gelände besteht - sicher ein Härtetest für alle Teilnehmer:innen.

 

 

Zitate:

Warren Ventner, Team Südafrika: „Es war großartiger, als wir erwartet haben, und es entspricht unserer Fahrweise mit tollen, schwierigen Felspartien und anspruchsvollen Trails, - ein nettes, kleines Aufwärmtraining! Zur Mitte des Tages folgte eine großartige Bergauffahrt. Ein fantastischer Start.

 

Das Land ist beeindruckend: hinter jeder Ecke warten neue Aussichten, atemberaubende Landschaften und kleine, feine Restaurants oder Hotels mitten im Nirgendwo - wir fragen uns, wie sie überhaupt existieren können. Die Landwirtschaft ist, wie soll man sie beschreiben? - vielleicht am besten mit dem Begriff ‚manuell‘: Man sieht Männer mit Hacken, Schaufeln, Schubkarren, Pferdewagen. Ihre Frauen hüten die Kühe. Eine solche Landwirtschaft haben wir noch nicht erlebt. Der Lebensrhythmus ist hier ein ganz anderer. Die Kultur ist völlig anders.“

 

Valeria Zomazy, Frauenteam Mexiko: „Für mich lief es sehr gut. Ich bin sehr stolz auf meine Leistung heute, habe viel dafür trainiert und habe bei den Tests mein Bestes gegeben. Die Landschaften waren wunderschön. Es war aber ziemlich schwierig, alles zu würdigen, da die Strecke sehr technisch war und man die ganze Zeit auf die Piste achten musste. Das war nicht einfach. Ich war froh, dass es kühler war als an den Vortagen. Insgesamt ist es eine tolle Erfahrung und diese historische Burg als heutiges Ziel ist einfach großartig.“

 

 

BMW Motorrad International GS Trophy 2022

Südosteuropa

Tag eins, Gesamtwertung:

 

Männerteams:

1. Vereinigtes Königreich 50 Punkte

2. Thailand 33

3. Südafrika 26

4. China 2022 21

5. Lateinamerika 20

5. Japan 20

7. USA 19

8. Deutschland 19

9. Frankreich 15

10. Niederlande 13

11. Mexiko 12    

12. Indien 10

12. China 2020 10

14. Brasilien 6

15. Südkorea 4

 

Frauenteams:

1. Deutschland 45

2. Südafrika 40

3. Mexiko 35

4. Lateinamerika 26

5. Frankreich 22

6. Brasilien 21

 

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Antonia Cecchetti, Pressesprecherin BMW Motorrad

Telefon: +49 151 601 60757, Antonia.Cecchetti@bmw.de

 

Tim Diehl-Thiele, Leiter Kommunikation BMW Motorrad

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