PressClub Deutschland · Artikel.
Individualisierte Spikeschuhe für die deutsche Bob- und Skeleton-Nationalmannschaft.
Mon Jan 26 14:00:00 CET 2026 Pressemeldung
+++ Überblick über das Innovations-Projekt +++ TV-Footage und Bilder +++ O-Töne von Francesco Friedrich, Felix Straub, Laura Nolte und Deborah Levi +++
Pressekontakt.
Tim Holzmueller
BMW Group
Tel: +49-151-601-33309
E-Mail senden
Autor.
Tim Holzmueller
BMW Group
Downloads.
+++ Überblick über das Projekt +++ TV-Footage und Bilder
+++
O-Töne von Francesco Friedrich, Felix Straub, Laura Nolte und
Deborah Levi +++
München. In den vier Jahren seit den Olympischen
Winterspielen 2022 hat Technologiepartner BMW zusammen mit dem Bob-
und Schlittenverband für Deutschland (BSD) im Bob- und Skeletonsport
den Fokus auf innovative Lösungen für das Schuhwerk und die Spikes
gelegt, um die in diesen Disziplinen enorm wichtigen Startzeiten zu
verbessern. Für die anstehenden Olympischen Winterspiele in Mailand
und Cortina d'Ampezzo stehen den Athletinnen und Athleten statt
Einheitsschuhen nun hochentwickelte Leichtathletik-Sprintschuhe mit
individuellen Eis-Spikes zur Verfügung.
Der Grundgedanke.
Bisher mussten die Athletinnen und Athleten auf ein Einheits-Schuhmodell zurückgreifen, da schlicht keine Alternative existierte. BMW und der BSD erkannten hier ein Optimierungspotenzial der für das Rennergebnis außerordentlich wichtigen Startzeiten. Angesichts der Bedeutung des Starts und der Tatsache, dass die Sportlerinnen und Sportler etwa 80 Prozent ihrer gesamten Trainingszeit in die Athletik investieren, ist das Optimieren der Kraftübertragung über das Schuhwerk auf das Eis besonders vielversprechend.
Der Ansatz.
Anders als im Bob- und Skeletonsport gibt es in der Leichtathletik nicht nur unzählige Sprintspike-Modelle zahlreicher Hersteller, diese sind zudem hochentwickelt und werden regelmäßig optimiert. Die Athletinnen und Athleten des BSD nutzen eben solche Schuhe in den Monaten des intensiven Sommertrainings (Wintersportler werden im Sommer gemacht). BMW und der BSD haben sich der Aufgabe angenommen, die Sprintspikes aus der Leichtathletik so weiterzuentwickeln, dass sie auch auf Eis eingesetzt werden können, und die Schuhe dabei an die Anatomie und die Vorlieben der Sportlerinnen und Sportler anzupassen.
Die Lösungen.
Bei einem ersten Entwicklungsstrang wurden sogenannte Spikeplatten (Gitter mit Nägeln) aus Metall im 3D-Druckverfahren hergestellt – ein Verfahren, das die BMW Group im Automobilbau seit mehr als 30 Jahren einsetzt. Im Additive Manufacturing Campus der BMW Group wurden die jeweiligen Sprintschuhe der Athletinnen und Athleten vermessen, die Platten computergestützt angepasst und individualisiert. Befestigt werden die Platten mit Schrauben an den Gewinden für die Sommerspikes. Somit können die Platten auch kurzfristig gewechselt werden.
In einem zweiten Entwicklungsstrang zusammen mit Felix Straub, Anschieber im Bobteam Friedrich, wurden Edelstahlnägel in eine aus Nylon gefräste Kunststoffsohle eingebracht, die auf dem Sprintschuh verklebt und vernietet wird. Der Härtegrad der Sohlen kann mittels einer Kunststoff-Stützstruktur individuell an die Bedürfnisse der Athletinnen und Athleten angepasst werden. Für die für diesen Entwicklungsstrang unabdingbare Härtung der Nägel verfügt die BMW Group mit der sogenannten Plasmanitrierung über die ideale Lösung . Die BMW Group nutzt dieses Verfahren unter anderem auch in der Fertigung von Kurbelwellen für Motoren von BMW Motorrad sowie im Motorsport.
Allen deutschen Athletinnen und Athleten stehen somit zwei Optionen zur Auswahl, sodass jede und jeder nicht nur den bevorzugten Leichtathletikschuh, sondern auch die individuell beste technologische Spike-Lösung einsetzen kann.
Material für Medien.
Unten finden Sie TV-Footage der Spikes im Einsatz (Innsbruck-Igls, November 2025), Interviews mit Francesco Friedrich, Laura Nolte und Deborah Levi sowie mit Felix Straub. Eine Shotlist sowie Transkripte der Interviews finden Sie als PDF-Download in der linken Spalte.