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PressClub Deutschland · Artikel.

Große Herausforderungen stark gemeistert: Kampfgeist pur in Misano!

+++ Miguel Oliveira beweist bei seinem Comeback in der WorldSBK seine unbedingte Entschlossenheit. +++ Starke Ergebnisse in seinen ersten Rennen nach der Verletzungspause. +++ Allrounder Michael van der Mark mit weiterer hervorragender Leistung. +++ Danilo Petrucci unterstützt das Team in der Box und arbeitet an seinem Comeback. +++

Motorrad
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Superbike WM
 

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Juliane Dresler
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Misano. Das siebte Rennwochenende der FIM Superbike World Championship 2026 (WorldSBK) in Misano (ITA) war eine Herausforderung – doch BMW Motorrad Motorsport, das ROKiT BMW Motorrad WorldSBK Team und die Fahrer haben sie mit Bravour gemeistert. Allen voran Miguel Oliveira (POR): Er kehrte nach seiner schweren Schulterverletzung zurück in den Sattel seiner BMW M 1000 RR und stellte dabei seinen großen Kampfgeist und seine unbedingte Entschlossenheit unter Beweis. Allrounder Michael van der Mark (NED) überzeugte erneut in seiner Rolle als Ersatzfahrer, und der verletzte Danilo Petrucci (ITA) verstärkte das Team bei seinem Heimrennen als wichtiger Support in der Box.

 

Anfang Mai zog sich Oliveira bei einem unverschuldeten Unfall auf dem Balaton Park Circuit (HUN) schwere Schulterverletzungen zu. Nach intensiver Reha und letzten medizinischen Tests vor Ort in Misano war es soweit: Er bekam grünes Licht für das Comeback. Für den Portugiesen stand im Vordergrund, wieder in den Rennrhythmus zu kommen und Schritt für Schritt sein Gefühl für das Bike zurückzugewinnen. Dabei trotzte er allen Widrigkeiten, zum einen den natürlich noch vorhandenen Schmerzen, zum anderen den hochsommerlichen Bedingungen. In Rennen eins am Samstag fuhr er von Startplatz elf auf den starken achten Platz. Im Superpole Race am Sonntagvormittag toppte er dies noch und sicherte sich unter dem Applaus des Teams Rang sechs. Doch im zweiten Hauptrennen am Sonntag musste er dem Umstand Tribut zollen, dass er physisch noch limitiert ist, und steuerte vorzeitig die Box an.

 

Van der Mark zeigte in Misano erneut seine Vielseitigkeit. In den vergangenen Wochen war er bei den WorldSBK-Rennen in Most (CZE) und im MotorLand Aragón (ESP) als Ersatzmann für Oliveira eingesprungen. Am vergangenen Wochenende feierte er mit dem BMW Motorrad World Endurance Team den umjubelten Sieg beim Rennen der FIM Endurance World Championship (FIM EWC) in Spa-Francorchamps (BEL). Wenige Tage später kehrte er zum ROKiT BMW Motorrad WorldSBK Team zurück und vertrat nun Petrucci auf dessen Seite der Garage. Im ersten Hauptrennen schied er aufgrund eines technischen Problems vorzeitig aus. Am Sonntag ließ er von Startplatz 16 zunächst Rang elf im kurzen Superpole Race folgen. Im zweiten Hauptrennen machte er dann gleich sieben Positionen gut und verteidigte einen sehr guten neunten Platz bis zur Ziellinie.

 

Petrucci verfolgte das Geschehen aus der Box. Er hatte sich in Most (CZE) unter anderem eine Fraktur des Steißbeins zugezogen und arbeitet an seinem Comeback. Das Ziel ist, dass er bei der nächsten Veranstaltung der WorldSBK in Donington Park (GBR / 10. bis 12. Juli) wieder an den Start gehen kann.

 

 

Stimmen nach den Rennen in Misano.

 

Sven Blusch, Leiter BMW Motorrad Motorsport: „Wir müssen Miguel an diesem Wochenende höchsten Respekt zollen. Das, was er geleistet hat, war wirklich outstanding. Wir hätten nicht erwartet, dass er diese Zeiten fahren kann, dass er in die Top-10 fährt, und fast sogar in die Top-5. Er hatte starke Schmerzen und war noch nicht wieder zu 100 Prozent fit, hat aber unter diesen Umständen mehr als das Maximale herausgeholt. Dass er das letzte Rennen vorzeitig abgebrochen hat, war die richtige Entscheidung. Es hätte einfach keinen Sinn gemacht, noch ein Risiko einzugehen. Auf Mickeys Seite sind wir auch sehr stolz. Er hat einen tollen Job gemacht und ein gutes Wochenende mit Platz neun abgeschlossen. Die Testarbeit, die er wieder geleistet hat, war sehr wertvoll für uns. Mickey kann sich nun mit breiter Brust auf das nächste Rennen der Endurance-Weltmeisterschaft Anfang Juli in Suzuka konzentrieren. Für das nächste WorldSBK-Rennen in Donington rechnen wir damit, wieder mit beiden Stammfahrern antreten zu können. Es ist Danilo schwergefallen, hier nicht zu fahren, aber es war die richtige Entscheidung und es war schön, ihn als Support mit vor Ort zu haben. Wir werden die vierwöchige Pause jetzt intensiv nutzen, um an der Fitness der Fahrer zu arbeiten. Und dann sind wir gerüstet für Donington!“

 

Christian Gonschor, Technischer Direktor BMW Motorrad Motorsport: „Wir blicken mit großer Zufriedenheit auf Misano zurück. Miguel wieder zurück auf dem Motorrad mit der Startnummer 88 zu sehen war wunderbar. Schon sein Qualifying war sehr stark, das erste Rennen am Samstag war beeindruckend aufgrund der körperlichen Einschränkungen. Absolut hervorragend war das Superpole Race mit einem fulminanten sechsten Platz unter starken Schmerzen. Auch wenn er das zweite Rennen vorzeitig beendet hat, konnten wir das Potenzial des Bikes und das des Fahrers sehen. Wenn Miguel wieder ganz gesund ist, werden wir erneut ums Podium kämpfen. Mickey hat als Ersatzfahrer mit Platz neun im letzten Rennen am Sonntag erneut bewiesen, welches Potenzial er und das Motorrad haben. Dank ihm konnten wir an diesem Wochenende sehr wichtige Testarbeit erledigen. Dies war für unser Projekt ein großer Segen. Einige Abstimmungsänderungen für Sonntag haben sich als positiv erwiesen, sodass Mickey als Ersatzmann für Danilo wichtige Erkenntnisse und Punkte sammeln konnte. Er selbst konnte so in der Vorbereitung auf die FIM EWC in Suzuka wieder viele Kilometer unter Rennbedingungen fahren und wichtige Impulse setzen. Insofern war es ein herausforderndes Wochenende, aber eindeutig ein erfolgreiches. Wir haben viele wichtige Punkte eingefahren und richten nun unseren Fokus auf die nächsten Wochen. In Donington ist Danilo hoffentlich wieder zurück und Miguel nochmals stärker. Davor geht es auf der Langstrecke noch nach Suzuka. Wir freuen uns auf die nächsten Rennen!“

 

Miguel Oliveira, ROKiT BMW Motorrad WorldSBK Team: „Es war ein Comeback-Wochenende. Die größte Überraschung war die Tatsache, dass ich das gestrige Rennen mit einer guten Pace fahren konnte. Heute Morgen bin ich mit noch mehr Schmerzen aufgewacht. Das Superpole Race war gut, und ehrlich gesagt war das sogar für mich selbst eine große Überraschung. Im zweiten Hauptrennen konnte ich den Schmerz jedoch nicht mehr kompensieren, weil die Einschränkung einfach zu groß war. Ich hatte das Gefühl, das Motorrad nicht mehr wirklich unter Kontrolle zu haben. Aber ich möchte dem Team eine Botschaft mitgeben: Es hat mich das gesamte Wochenende über und während des gesamten Rehabilitationsprozesses großartig unterstützt. Nach nur fünf Wochen wieder hier zu sein, ist bereits eine große Leistung. Dass wir dabei auch noch eine solide Performance gezeigt haben, darauf können wir alle stolz sein. Obwohl ich noch nicht bei 100 Prozent bin und hier – im Gegensatz zu allen anderen Fahrern – auch nicht getestet habe, können wir mit dem Erreichten zufrieden sein. Darauf bauen wir nun auf.“

 

Michael van der Mark, ROKiT BMW Motorrad WorldSBK Team: „Es war definitiv kein einfaches Wochenende, wieder in die WorldSBK zurückzukehren, aber ich habe es genossen. Außerdem haben wir viele Dinge ausprobiert, um das Motorrad weiterzuentwickeln. Ehrlich gesagt war meine Runde in der Superpole erneut die schnellste, die ich hier je gefahren bin, und es hat sich so knapp angefühlt. Startplatz 16 ist natürlich nicht ideal, aber mit der Rundenzeit bin ich trotzdem zufrieden. Im ersten Rennen am Samstag hatten wir leider ein technisches Problem, als wir auf Punktekurs lagen. Das war natürlich enttäuschend. Heute Morgen im Superpole Race hat es Spaß gemacht, mit einigen Fahrern zu kämpfen, und es ist schade, die Top-9 nur knapp verpasst zu haben. Trotzdem hat mir das viel Selbstvertrauen für den Nachmittag gegeben. Im zweiten Rennen hatte ich einen guten Start, gute Zweikämpfe und war früh an den richtigen Positionen, sodass ich einen guten Rhythmus fahren konnte. Sam Lowes war hinter mir und hat bis ins Ziel viel Druck gemacht. Umso schöner ist es, das Wochenende mit einem Top-10-Ergebnis abzuschließen. Und ganz ehrlich: größter Respekt für Miguel. Nicht viele Menschen sehen, wie große Schmerzen er hatte. Unter diesen Umständen gestern und heute Morgen solche Leistungen abzuliefern – das war ein fantastischer Job.“

 

Danilo Petrucci, ROKiT BMW Motorrad WorldSBK Team: „Ehrlich gesagt ist es ein komisches Gefühl, hier zu sein und nicht zu fahren. In den ersten zwei Wochen nach dem Unfall habe ich wirklich sehr gelitten. Ich hatte starke Schmerzen, und es war extrem schwierig – vor allem zu schlafen, mich zu erholen und überhaupt zur Ruhe zu kommen. Es war hart, aber sobald ich wieder aufstehen, gehen und Rad fahren konnte, habe ich jeden Tag mein Bestes gegeben, um so schnell wie möglich wieder fit zu werden, um hier dabei zu sein. Trotzdem hätte ich wahrscheinlich noch eine weitere Woche gebraucht, und wir haben uns entschieden, dieses Rennen noch zu pausieren. Es gibt noch ein paar Probleme – kein großes einzelnes, sondern mehrere kleinere – vor allem in meinen Knien und meinem linken Bein. Ich brauche noch etwas Zeit, um wieder vollständig fit zu sein. Ich hoffe, so schnell wie möglich zurückzukommen und beim nächsten Rennen wieder voll einsatzfähig zu sein. Wie auch immer, ich bin wirklich froh, wieder beim Team und allen, die mit mir arbeiten, zu sein. Ich habe versucht, so gut ich kann zu helfen.“

 

 

Zahlen und Fakten.

 

Superpole.

Lufttemperatur: 26°, Streckentemperatur: 44°, Luftfeuchtigkeit: 52%, Bedingungen: trocken.

Pos.

Fahrer

Team

Hersteller

Zeit

1.

Nicolò Bulega (ITA)

Aruba.it Racing - Ducati

Ducati

1:31,343*

2.

Iker Lecuona (ESP)

Aruba.it Racing - Ducati

Ducati

1:31,570

3.

Alex Lowes (GBR)

Bimota by Kawasaki Racing Team

Bimota

1:32,000

4.

Yari Montella (ITA)

Barni Spark Racing Team

Ducati

1:32,053

5.

Lorenzo Baldassari (ITA)

Team Goeleven

Ducati

1:32,218

11.

Miguel Oliveira (POR)

ROKiT BMW Motorrad WorldSBK Team

BMW

1:32,637

16.

Michael van der Mark (NED)

ROKiT BMW Motorrad WorldSBK Team

BMW

1:32,823

* Neuer Allzeit-Rundenrekord

 

Rennen 1.

Lufttemperatur: 30°, Streckentemperatur: 52°, Luftfeuchtigkeit: 38%, Bedingungen: trocken, Runden: 21.

Pos.

Fahrer

Team

Hersteller

Rückstand

1.

Nicolò Bulega (ITA)

Aruba.it Racing – Ducati

Ducati

-

2.

Iker Lecuona (ESP)

Aruba.it Racing – Ducati

Ducati

6,117

3.

Yari Montella (ITA)

Barni Spark Racing Team

Ducati

13,823

4.

Axel Bassani (ITA)

Bimota by Kawasaki Racing Team

Bimota

17,626

5.

Alex Lowes (GBR)

Bimota by Kawasaki Racing Team

Bimota

20,746

8.

Miguel Oliveira (POR)

ROKiT BMW Motorrad WorldSBK Team

BMW

27,847

DNF

Michael van der Mark (NED)

ROKiT BMW Motorrad WorldSBK Team

BMW

-

Schnellste Rennrunde: Nicolò Bulega, Runde 5, 1:32,552 (neuer Rekord)

 

Superpole Race.

Lufttemperatur: 26°, Streckentemperatur: 45°, Luftfeuchtigkeit: 50%, Bedingungen: trocken, Runden: 10.

Pos.

Fahrer

Team

Hersteller

Rückstand

1.

Nicolò Bulega (ITA)

Aruba.it Racing - Ducati

Ducati

-

2.

Iker Lecuona (ESP)

Aruba.it Racing - Ducati

Ducati

1,133

3.

Yari Montella (ITA)

Barni Spark Racing Team

Ducati

7,422

4.

Axel Bassani (ITA)

Bimota by Kawasaki Racing Team

Bimota

11,940

5.

Lorenzo Baldassari (ITA)

Team Goeleven

Ducati

13,754

6.

Miguel Oliveira (POR)

ROKiT BMW Motorrad WorldSBK Team

BMW

14,143

11.

Michael van der Mark (NED)

ROKiT BMW Motorrad WorldSBK Team

BMW

18,936

Schnellste Rennrunde: Nicolò Bulega, Runde 4, 1:31,945 (neuer Rekord)

 

Rennen 2.

Lufttemperatur: 33°, Streckentemperatur: 52°, Luftfeuchtigkeit: 29%, Bedingungen: trocken, Runden: 21.

Pos.

Fahrer

Team

Hersteller

Rückstand

1.

Nicolò Bulega (ITA)

Aruba.it Racing - Ducati

Ducati

-

2.

Iker Lecuona (ESP)

Aruba.it Racing - Ducati

Ducati

5,101

3.

Yari Montella (ITA)

Barni Spark Racing Team

Ducati

14,016

4.

Alex Lowes (GBR)

Bimota by Kawasaki Racing Team

Bimota

15,959

5.

Tarran Mackenzie (GBR)

MGM Optical Express Racing

Ducati

18,733

9.

Michael van der Mark (NED)

ROKiT BMW Motorrad WorldSBK Team

BMW

27,624

DNF

Miguel Oliveira (POR)

ROKiT BMW Motorrad WorldSBK Team

BMW

-

Schnellste Rennrunde: Nicolò Bulega, Runde 5, 1:32,735

 

 

Aktueller Stand Fahrer-Weltmeisterschaft (R07/12, nach 21 von 36 Rennen).

 

Pos.

Fahrer

Team

Hersteller

Punkte

1.

Nicolò Bulega (ITA)

Aruba.it Racing - Ducati

Ducati

434

2.

Iker Lecuona (ESP)

Aruba.it Racing - Ducati

Ducati

313 (-121)

3.

Yari Montella (ITA)

Barni Spark Racing Team

Ducati

170 (-264)

4.

Alex Lowes (GBR)

Bimota by Kawasaki Racing Team

Bimota

156 (-278)

5.

Sam Lowes (GBR)

ELF Marc VDS Racing Team

Ducati

148 (-286)

9.

Miguel Oliveira (POR)

ROKiT BMW Motorrad WorldSBK Team

BMW

97 (-337)

15.

Danilo Petrucci (ITA)

ROKiT BMW Motorrad WorldSBK Team

BMW

46 (-388)

19.

Michael van der Mark (NED)

ROKiT BMW Motorrad WorldSBK Team

BMW

23 (-411)

 

Aktueller Stand Hersteller-Weltmeisterschaft (R07/12, nach 21 von 36 Rennen).

 

Pos.

Hersteller

Punkte

1.

Ducati

434

2.

Bimota

192 (-242)

3.

BMW

121 (-307)

4.

Yamaha

116 (-318)

5.

Kawasaki

91 (-343)

6.

Honda

18 (-416)

 

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Alle Angaben sind bereits auf Basis des neuen WLTP-Testzyklus ermittelt. Aufgeführte NEFZ-Werte wurden gegebenenfalls auf das NEFZ-Messverfahren zurückgerechnet. Für die Bemessung von Steuern und anderen fahrzeugbezogenen Abgaben, die (auch) auf den CO2-Ausstoß abstellen, sowie gegebenenfalls für die Zwecke von fahrzeugspezifischen Förderungen werden WLTP-Werte zugrunde gelegt. Weitere Informationen sind hier www.bmw.de/wltp und hier www.dat.de/co2/ zu finden.

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