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DTM: Schwieriges Wochenende auf dem Norisring.
Sun Jul 05 19:20:00 CEST 2026 Pressemeldung
+++ BMW M4 GT3 EVOs kämpfen auf dem traditionsreichen Stadtkurs mit fehlender Performance. +++ Kelvin van der Linde am Samstag unverschuldet in schweren Unfall verwickelt. +++ Marco Wittmann am Sonntag mit Top-10-Platzierung Michael Schrey gewinnt im BMW M2 Cup erneut beide Rennen. +++
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Nürnberg. Das DTM-Rennwochenende auf dem Norisring in Nürnberg (GER) verlief für BMW M Motorsport und das Team Schubert Motorsport extrem schwierig. Lokalmatador Marco Wittmann (GER) und Teamkollege Kelvin van der Linde (RSA) kämpften auf dem Stadtkurs vom ersten Training an mit fehlender Performance. Im Rennen am Samstag wurde van der Linde zudem unverschuldet in einen schweren Unfall verwickelt und ging am Sonntag nicht an den Start. Wittmann erkämpfte sich im zweiten Rennen eine Top-10-Platzierung.
Nach einem schwierigen ersten Qualifying erlebte das Team Schubert Motorsport im Samstagsrennen weitere Rückschläge. Wittmann im #11 BMW M4 GT3 Evo erlitt im Kampf um Positionen nach Kurve eins hinten links einen Reifenschaden und musste vorzeitig aufgeben. Dann sorgte ein schwerer Unfall für große Sorge. Lamborghini-Pilot Maximilian Paul (GER) verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug, war nur noch Passagier und traf van der Lindes #3 BMW M4 GT3 EVO in Kurve eins ungebremst auf der Fahrerseite. Beide Fahrer wurden anschließend in Krankenhäusern untersucht. Van der Linde konnte Entwarnung geben, er erlitt lediglich Prellungen. Es wurde aber entschieden, dass der Südafrikaner am Sonntag nicht an den Start geht. Paul zog sich nach DTM-Informationen eine Fraktur zu. BMW M Motorsport wünscht ihm gute Besserung.
Im zweiten Qualifying am Sonntag war Startplatz 18 das Maximum, das Wittmann herausholen konnte. Im zweiten Rennen, das nach einem heftigen Regenschauer kurzzeitig unterbrochen wurde, kämpfte er sich zumindest nach vorn in die Top-10 und sah die Zielflagge als Zehnter. In der Fahrerwertung ist Wittmann nun Fünfter, van der Line belegt Rang zwölf. In der Teamwertung fiel Schubert Motorsport auf den vierten Rang zurück.
BMW M2 Cup: Nächster Doppelsieg für Schrey.
Der neue BMW M2 Cup ging im Rahmenprogramm der DTM in seine zweite Runde. Wie schon bei der Premiere des Markenpokals am Lausitzring (GER) war Michael Schrey (GER) nicht zu schlagen. Im #2 BMW M2 Racing von Hofor Racing by Bonk Motorsport fuhr er in beiden Läufen Poleposition zum Sieg. Die weiteren Podiumsplätze gingen jeweils an Mika König (GER, MK Motorsport) und Christopher Holst (SUI, ME Motorsport). Vor Ort am Norisring war auch BMW Werksfahrer Jens Klingmann (GER), der den Teilnehmern als Coach wichtige Tipps mit auf den Weg gab.
Stimmen nach den Rennen:
Björn Lellmann (Leiter Kundensport bei BMW M Motorsport): „Wir sind mit großen Erwartungen an den Norisring gekommen, denn diese Veranstaltung ist immer etwas Besonderes. Doch in der DTM hatten wir mit den beiden BMW M4 GT3 EVO leider von Anfang an nicht die nötige Performance, um die Plätze ganz vorn mitzufahren. Dazu kam der schwere Unfall am Samstag. Wir sind froh, dass Kelvin so weit unverletzt geblieben ist, das ist an diesem Wochenende das Allerwichtigste. Gleichzeitig wünschen wir Maximilian Paul gute Besserung. Im BMW M2 Cup haben wir hier auf dem Norisring ebenfalls tolle Rennen gesehen. Dieser Stadtkurs ist einfach eine tolle Bühne.“
Torsten Schubert (Teamchef Schubert Motorsport): „Am Sonntag konnten wir wenigstens ein paar Punkte mitnehmen, das war sicherlich wichtig. Insgesamt war es aber ein enttäuschendes Wochenende für uns. Aus eigener Kraft hätten wir hier nicht weiter nach vorne kommen können, weil die Voraussetzungen momentan einfach nicht gegeben sind. Wir hätten hier gerne mehr Performance gezeigt, aber die ist uns offenbar verwehrt geblieben. Man hat es gesehen: Wir können nur mitfahren, aber wir können überhaupt nicht angreifen. Nun schauen wir nach vorne und wollen versuchen, in Oschersleben wieder mehr Punkte einzufahren. Kelvin geht es soweit gut. Er hat noch Schmerzen, aber er wird hoffentlich bald wieder fit sein.“
Marco Wittmann (#11 Schaeffler BMW M4 GT3 EVO, Rennen 1: DNF, Rennen 2: 10. Platz): „Der Ausfall am Samstag war schade. Am Sonntag haben wir das Maximum herausgeholt und uns von Startplatz 18 auf zehn vorgekämpft. Mehr ging nicht, und es ist schade, dass wir uns mit Platz zehn zufriedengeben müssen. Wir sind seit vier Rennen nicht auf dem Leistungsniveau der anderen. Andere können konstant vorne fahren und ordentlich punkten. Es ist frustrierend. Positiv kann ich sagen: Das Team hat einen mega Job gemacht und wieder super Boxenstopps abgeliefert. Auch Kelvins Crew, die heute ungewollt frei hatte, hat sich auf meine Seite gestellt und mitgeholfen. Daher geht ein Riesendank ans Team. Dazu kommen die Fans, die Zuschauer und der Support, natürlich auch von allen Schaeffler-Leuten und von allen Partnern. Das macht das Wochenende hier am Norisring immer ganz besonders.“
Kelvin van der Linde (#3 Shell BMW M4 GT3 EVO, Rennen 1: DNF, Rennen 2: DNS): „Ich bin einfach froh, dass es gestern nicht schlimmer ausgegangen ist. Wenn man die Wiederholungen und Bilder sieht, hätte es auf jeden Fall viel schlimmer sein können. Ich bin dankbar, dass BMW so ein sicheres Auto gebaut hat und mir damit das Leben gerettet hat. Das ist leider ein Teil unserer Saison bisher: noch ein unverschuldeter Ausfall. Wir befinden uns in einer schwierigen Phase, auch was die Performance des Autos im Vergleich zu anderen Herstellern betrifft. Das ist sehr bitter. Wir geben jedes Wochenende alles, um vorne mitzukämpfen, aber aktuell reicht es nicht. Das ist natürlich sehr schade fürs Team. Nun schauen wir nach vorn und versuchen, stärker zurückzukommen.“