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E.ON und BMW erhalten Bayerischen Energiepreis für bidirektionales Laden von Elektrofahrzeugen
Mon Jul 13 14:00:00 CEST 2026 Pressemeldung
+++ Auszeichnung in der Kategorie „Innovative Infrastrukturprojekte“ würdigt erstes V2G Angebot in Deutschland +++ Elektrofahrzeug der Neuen Klasse werden zu flexiblen Speichern im Energiesystem +++ Kooperation von BMW und E.ON zeigt, wie Automobil- und Energiewirtschaft gemeinsam skalierbare Energiewende-Infrastruktur schaffen +++
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Bernhard Ederer
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München. E.ON Deutschland und die BMW Group wurden gemeinsam mit dem Bayerischen Energiepreis 2026 in der Kategorie „Innovative Infrastrukturprojekte“ ausgezeichnet. Gewürdigt wird das gemeinsam entwickelte Vehicle-to-Grid-Angebot (V2G) in Deutschland, eine Technologie des bidirektionalen Ladens.
Durch das gemeinsame Produkt werden private Elektrofahrzeuge erstmals als flexible Energiespeicher in das Energiesystem integriert. Die Auszeichnung, überreicht durch Hubert Aiwanger, Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, bestätigt damit nicht nur die technologische Innovation, sondern ein marktreifes Modell für das Zusammenspiel von Mobilität, Ladeinfrastruktur und Energiewirtschaft.
„Mit dem Energiepreis machen wir sichtbar, was für das Gelingen der Energiewende entscheidend ist: mutige Ideen, technologische Spitzenleistungen und praxistaugliche Lösungen. Die Auszeichnung schafft Aufmerksamkeit für Projekte, die Energie effizienter nutzen, Erneuerbare Energien intelligenter integrieren und neue Wege für eine nachhaltige Versorgung aufzeigen," so Hubert Aiwanger.
„Der Bayerische Energiepreis bestätigt, dass Vehicle-to-Grid den Schritt von der technologischen Möglichkeit in die praktische Anwendung schafft. Gemeinsam mit E.ON haben wir gezeigt, wie sich die Flexibilität von Elektrofahrzeugen bereits heute in ein marktfähiges Angebot überführen lässt. Gleichzeitig stehen wir bei der breiten Einführung dieser Technologie noch am Anfang. Um das volle Potenzial von Vehicle-to-Grid zu erschließen, müssen wir gemeinsam mit Politik, Regulatorik und Marktpartnern die Voraussetzungen für eine Skalierung weiter vorantreiben“, sagt Marcus Krieg, Vice President New Business bei BMW.
„Die Auszeichnung zeigt, dass innovative Partnerschaften entscheidend sind, um die Energiewende voranzubringen. Mit unserem Angebot ermöglichen wir es Kundinnen und Kunden erstmals, ihr Elektroauto als Energiespeicher zu nutzen, aktiv am Energiemarkt teilzunehmen und so Geld zu verdienen.
Bislang wurden Mobilität und Energiesystem getrennt betrachtet – wir bringen sie im Sinne der Energiewende in ein intelligentes Zusammenspiel und freuen uns, dass dieser innovative Ansatz durch den Bayerischen Energiepreis anerkannt wird“, erklärt Filip Thon, CEO E.ON Energie Deutschland.
Bidirektionales Laden als Baustein der Energiewende
Beim bidirektionalen Laden wird Strom in die Batterie eines
Elektrofahrzeugs geladen und bei Bedarf wieder ins Netz eingespeist.
So kann überschüssige Energie aus erneuerbaren Quellen gespeichert und
später genutzt werden. Das Fahrzeug wird damit Teil eines
intelligenten, virtuellen Speichersystems und hilft, das Energiesystem
insgesamt effizienter zu gestalten.
Das gemeinsam von E.ON und BMW entwickelte V2G-Angebot ist seit Frühjahr 2026 für Privatkundinnen und -kunden verfügbar und war damit die erste kommerzielle Anwendung dieser innovativen Technologie in Deutschland. Kundinnen und Kunden, die ihr Fahrzeug zum bidirektionalen Laden zur Verfügung stellen, profitieren durch eine Vergütung von bis zu 720 Euro im Jahr vom Verbinden ihres E-Autos mit dem Stromnetz. Dieser Bonus deckt abhängig von der Fahrzeugkonfiguration genug Ladestrom für ca. 12.000 km bis ca. 14.000 km jährliche Fahrleistung ab. Zusätzlich wird jede zurückgespielte kWh fair vergütet.
Bayerischer Energiepreis: Renommierte Auszeichnung für Innovationen
Der Bayerische Energiepreis wird seit 1999 vom Bayerischen
Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie
vergeben und zählt zu den wichtigsten Auszeichnungen für innovative
Energielösungen im Freistaat.
Ausgezeichnet werden Projekte, die einen besonderen Beitrag zur Energiewende, Energieeffizienz und Klimaneutralität leisten. Die Jury bewertet dabei insbesondere Innovationsgrad, Wirtschaftlichkeit, praktische Umsetzbarkeit sowie die Übertragbarkeit auf andere Anwendungen. Die Preisverleihung 2026 fand am 8. Juli in München statt.
Die Auszeichnung unterstreicht die wachsende Bedeutung von Vehicle-to-Grid und weiteren „Everything-to-Grid“-Ansätzen für zukünftige Energiesysteme. So zählt das Weltwirtschaftsforum (World Economic Forum) die stärkere Einbindung von Fahrzeugen, Gebäuden und weiteren dezentralen Ressourcen in das Energiesystem zu den zehn wichtigsten Zukunftstechnologien des Jahres 2026. Das gemeinsame Angebot von BMW und E.ON zeigt, wie ein solcher Ansatz bereits heute in die praktische Anwendung überführt werden kann.