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Fahrzeugindustrie wirbt für technologieoffene Mobilität
Fri Sep 25 14:00:51 CEST 2026 Pressemeldung
Staatssekretär Hirte informiert sich in Eisenach über erneuerbare Kraftstoffe und Technologien zur CO₂-Reduzierung
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Bernhard Ederer
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Bernhard Ederer
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Eisenach/München. Vertreter der Industrie sowie des Verbands der Automobilindustrie (VDA) haben Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, in Eisenach über aktuelle Entwicklungen bei erneuerbaren Kraftstoffen und CO₂-reduzierende Fahrzeugtechnologien informiert.
Im Mittelpunkt des Austauschs standen die geplante Überarbeitung der europäischen CO₂-Flottenregulierung und die Frage, wie die Klimaziele im Straßenverkehr technologieoffen erreicht werden können.
Als Wahlkreis von Staatssekretär Hirte und gleichzeitig bedeutender Automobilstandort mit Werken der BMW Group sowie von Opel aber auch von Zulieferern wie Bosch, bot Eisenach den passenden Rahmen für die Diskussion über die Zukunft der individuellen Mobilität.
Die Industrievertreter betonten, dass neben rein batterieelektrischen Fahrzeugen auch erneuerbare Kraftstoffe einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten können. Eine zentrale Forderung der BMW Group sowie der Branche ist die Einführung einer neuen Fahrzeugkategorie für Fahrzeuge, die ausschließlich mit erneuerbaren Kraftstoffen betrieben werden („VEEF“ – „Vehicles operating Exclusively with Eligible Fuels“).
Dadurch könnten die CO₂-Einsparungen solcher Kraftstoffe künftig auch im Neufahrzeugmarkt berücksichtigt werden und Investitionen für die Herstellung von erneuerbaren Kraftstoffen langfristig abgesichert werden.
Seit Oktober 2025 betreibt die BMW Group eine HVO100 Test- und Demoflotte, die den Nachweis erbringt, dass die Fahrzeugkategorie VEEF technologisch darstellbar ist.
Seit dem Juni dieses Jahres, ist auch der Dienstwagen von Christian Hirte, Teil dieser Test- und Demoflotte. Beim Termin im Bosch Werk Eisenach konnte nun eine erste Zwischenbilanz der HVO100 Nutzung durch seinen Dienstwagen gezogen werden:
Die von der BMW Group eingesetzte technische Lösung für den Nachweis, dass alle Betankungen ausschließlich mit HVO100 erfolgen, funktioniert in der Praxis.
Dabei werden Daten zum Tankvorgang aus dem Fahrzeug mit den Daten aus dem Bezahlsystem des Fahrzeugbetreibers abgeglichen. So kann lückenlos nachvollzogen werden, welchen Kraftstoff das Fahrzeug getankt hat.
Gerade im Bereich der Kraftstoffe, die nicht auf fossilen Energieträgern basieren, liegen Potentiale zur CO₂-Reduzierung. Im Vergleich zu fossilem Diesel lässt sich je nach Lieferant / Herstellung eine CO₂-Reduzierung von bis zu 90 Prozent ("Well to Wheel") realisieren. HVO ist ein erneuerbarer Kraftstoff, der auf Basis Biomasse hergestellt wird und zu den paraffinischen Dieselkraftstoffen zählt. Fortschrittliche Biokraftstoffe (Gen II) werden u.a. aus land- und forstwirtschaftlichen Reststoffen gewonnen. Der Kraftstoff ist zu 100 Prozent frei von Palmöl und erfüllt wichtige Nachhaltigkeitsstandards der ISO 14001.
„Klimaneutraler Verkehr gelingt nur technologieoffen – mit Wahlfreiheit, Innovation, und fairen Wettbewerbsbedingungen. Elektromobilität wächst stark, zugleich braucht es einen breiten Antriebsmix. Technologieoffenheit sichert nicht nur Klimaschutz, sondern auch Wettbewerbsfähigkeit und hunderttausende Arbeitsplätze in der deutschen Automobilindustrie,“ betonte Christian Hirte am Rande der Veranstaltung.
Hirte weiter: „Heute wurde gezeigt, wie technologische Offenheit und industrielle Stärke verbunden werden können und der Wandel auch in einem schwierigen Marktumfeld gelingt: mit einem global angepassten Antriebsmix aus E-Autos, Plug-in-Hybriden, modernen Verbrennungsmotoren und perspektivisch Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieben. Mit diesem Wettbewerb der besten Ideen sichern wir Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung in Deutschland.“
Neben den Fachgesprächen präsentierten die Fahrzeughersteller mehrere Demonstrationsfahrzeuge, die mit erneuerbaren Kraftstoffen betrieben werden können.
Die Demonstratoren zeigten anschaulich, wie bestehende
Fahrzeugtechnologien einen Beitrag zur CO₂-Minderung leisten und
gleichzeitig industrielle Wertschöpfung und Arbeitsplätze in der
Region sichern können.