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Rennsporttechnik für die Serie: Der neue M Motorsport Rahmen der BMW M 1000 RR.
Tue Oct 20 17:00:00 CEST 2026 Pressemeldung
Motorsporttechnologie aus München, Landshut und Berlin.
Pressekontakt.
Dominic Thoennes
BMW Group
Tel: +49-151-601-12378
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Autor.
Dominic Thoennes
BMW Group
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- Motorsport-Know-how mit direktem Kundennutzen: Die dritte Generation des M Motorsport Rahmens bringt ab Modelljahr 2027 Erkenntnisse aus dem internationalen Rennsport serienmäßig in die BMW M 1000 RR – für präziseres Handling, klarere Rückmeldung und verbesserten Reifenkontakt.
- Rund 1,3 kg leichter als die Vorgängerversion.
-
Gezielt abgestimmte Steifigkeit und Flexibilität
durch bis zu
30 Prozent reduzierte Wandstärken. - Durchgängige digitale Entwicklungskette von Simulation und Erprobung bis zur reproduzierbaren Serienfertigung.
- Gebündelte Standortkompetenz: Entwicklung und Erprobung in München, Leichtmetallguss in Landshut sowie Fertigung und finaler Qualitätscheck in Berlin.
München. BMW Motorrad bringt die dritte Generation
des
M Motorsport Rahmens in die BMW M 1000 RR. Er verbindet
Erkenntnisse aus dem Rennsport mit digitalen Entwicklungsmethoden und
hoch spezialisierten Fertigungsverfahren.
Kundinnen und Kunden profitieren damit von Technologien, die unter den hohen Belastungen des Rennsports entwickelt und erprobt wurden: Der neue Aluminiumrahmen ist leichter und bietet ein gezielt abgestimmtes Verhältnis von Steifigkeit und Flexibilität. Das ermöglicht ein präziseres Handling, eine klarere Rückmeldung und einen verlässlicheren Reifenkontakt – insbesondere beim sportlichen Fahren und auf der Rennstrecke. Ab dem Modelljahr 2027 ist der neue M Motorsport Rahmen serienmäßig in der BMW M 1000 RR verbaut.
Der Rahmen ist ein zentraler Performance-Baustein für die BMW Motorrad Werksteams, den weltweiten Kundensport und die serienmäßige M 1000 RR. Die im Wettbewerb gewonnenen Erkenntnisse fließen in die Auslegung des Serienbauteils ein: Brems-, Lenk- und Antriebskräfte werden präzise übertragen, während der Rahmen in Schräglage den Reifenkontakt gezielt unterstützt. Für Kundinnen und Kunden bedeutet dieser Motorsporttransfer mehr Präzision beim Einlenken, besser nachvollziehbare Reaktionen des Motorrads und mehr Vertrauen in anspruchsvollen Fahrsituationen. Gleichzeitig schafft die seriennahe Technologie eine leistungsfähige Basis für den Einsatz der BMW M 1000 RR in unterschiedlichen Rennserien und unter unterschiedlichen Streckenbedingungen.
„Der neue M Motorsport Rahmen verbindet konsequenten Leichtbau mit gezielt abgestimmten Steifigkeits- und Flex-Eigenschaften. Damit schaffen wir die Grundlage für präzise Fahrwerksperformance und maximalen Grip. Von der digitalen Auslegung über die Erprobung bis zur Serienfertigung greifen die Kompetenzen unserer Standorte München, Landshut und Berlin nahtlos ineinander. Davon profitieren unsere Werksteams ebenso wie die BMW Motorrad Kundensportteams weltweit“, sagt Sven Blusch, Leiter BMW Motorrad Motorsport.
Weniger Gewicht. Präzisere Rückmeldung. Mehr Vertrauen.
Gegenüber der Vorgängerversion ist die dritte Generation des
M
Motorsport Rahmens rund 1,3 kg leichter. Das geringere Gewicht
unterstützt die Handlichkeit und erleichtert schnelle
Richtungswechsel. Bis zu 30 Prozent reduzierte Wandstärken ermöglichen
zugleich eine gezielte Abstimmung der Steifigkeits- und
Flex-Eigenschaften. In Schräglage kann sich der Rahmen in definiertem
Maß seitlich elastisch verformen und so Fahrbahnanregungen ergänzend
zum Fahrwerk aufnehmen. Fahrerinnen und Fahrer profitieren von einem
verlässlicheren Reifenkontakt, einer verbesserten Rückmeldung und
einem gleichmäßigeren Verschleißverhalten. In Längsrichtung bleibt das
Chassis auf hohe Steifigkeit ausgelegt, damit Brems- und
Antriebskräfte präzise übertragen werden und das Motorrad auch bei
hoher Belastung berechenbar reagiert.
Digitale Entwicklung. Serienreife Fertigung.
Die Verbindung aus Leichtbau, definiertem Flex-Verhalten und reproduzierbarer Bauteilqualität verlangt eine eng verzahnte Prozesskette. BMW Motorrad bündelt dafür Fahrwerksentwicklung, Simulation und Erprobung in München mit der Leichtmetallguss-Kompetenz in Landshut sowie der Motorsport-Expertise im Berliner Motorradwerk. In Berlin erfolgt das Schweißen, Beschichten und Bearbeiten des Rahmens. So entsteht aus digitalen Entwicklungsdaten ein serienfähiges Hochleistungsbauteil.
In der BMW Motorrad Entwicklung in München werden Geometrie, Wandstärken und Steifigkeitsverteilung digital ausgelegt und anschließend in Simulationen, auf Prüfständen sowie in Fahrversuchen validiert. Die freigegebenen Produktionsdaten bilden die Grundlage für die Fertigung der vier Gusskomponenten – Steuerkopf, linkes und rechtes Seitenteil sowie Heckteil – im BMW Group Werk Landshut.
Leichtmetallguss aus Landshut.
Das BMW Group Werk Landshut ist im Produktionsnetzwerk auf Leichtbau
und Komponentenfertigung spezialisiert. Für den
M Motorsport
Rahmen entstehen dort im Niederdruckgießverfahren vier komplexe,
dünnwandige Aluminium-Gussteile. Das Verfahren ermöglicht eine
kontrollierte Formfüllung und eine gleichmäßige Bauteilqualität bei
anspruchsvollen Geometrien.
Dünnwandige Bauteile. Digital abgesichert.
Beim Niederdruckgießen wird flüssiges Aluminium kontrolliert in die Form geführt. Das reduziert Turbulenzen und Lufteinschlüsse. Temporäre Quarzsandkerne erzeugen die konstruktiv vorgesehenen Hohlräume. Bereits vor der Werkzeugfertigung bildet eine Kernschießsimulation Fließverhalten, Packungsdichte und Aushärtung des Sand-Luft-Gemischs digital ab. Dadurch lassen sich Schießdüsen und Entlüftungen gezielt auslegen und die Prozesssicherheit frühzeitig absichern.
Im Cold-Box-Verfahren werden die filigranen Sandkerne gefertigt, ausgehärtet und präzise in der Gießform positioniert. Nach dem Guss folgen Entkernen, Bearbeitung und eine umfassende Qualitätsprüfung.
Röntgenprüfung, Wandstärken- und Koordinatenmessungen sichern die innere Qualität und Maßhaltigkeit der Bauteile, bevor diese zur weiteren Fertigung an das BMW Group Werk Berlin geliefert werden.
Präzise Endfertigung in Berlin.
Das BMW Group Werk Berlin ist das Leitwerk der internationalen Produktion von BMW Motorrad. Dort werden die vier Gusskomponenten präzise positioniert und im WIG-Schweißverfahren zum Rahmen verbunden. Die anschließende kathodische Tauchlackierung sorgt für einen gleichmäßigen Korrosionsschutz – auch in zugänglichen Hohlräumen.
Beim abschließenden Fertigfräsen werden Funktionsflächen und Aufnahmepunkte auf ihr Endmaß bearbeitet. Eine erneute Koordinatenmessung bestätigt die Maßhaltigkeit des kompletten Rahmens vor der Freigabe für die Montage in der BMW M 1000 RR.
FAQ zum neuen M Motorsport Rahmen der BMW M 1000 RR.
1. Was ist das Besondere am neuen M Motorsport Rahmen?
Die dritte Generation verbindet konsequenten Leichtbau mit gezielt abgestimmten Steifigkeits- und Flex-Eigenschaften. Sie überführt Erkenntnisse aus dem internationalen Rennsport sowie digitale Entwicklungs- und hoch spezialisierte Fertigungsverfahren in die Serie.
2. Ab wann wird der neue Rahmen eingesetzt?
Der neue M Motorsport Rahmen ist ab dem Modelljahr 2027 serienmäßig in der BMW M 1000 RR verbaut.
3. Wie groß ist die Gewichtseinsparung gegenüber der Vorgängerversion?
Die dritte Generation ist rund 1,3 kg leichter als die Vorgängerversion.
4. Welchen fahrdynamischen Vorteil bietet die abgestimmte Flexibilität?
In Schräglage kann sich der Rahmen in definiertem Maß seitlich elastisch verformen und Fahrbahnanregungen ergänzend zum Fahrwerk aufnehmen. Das unterstützt Reifenkontakt, Rückmeldung und ein gleichmäßiges Verschleißverhalten. In Längsrichtung bleibt das Chassis für die präzise Übertragung von Brems- und Antriebskräften hochsteif.
5. Wie wird die hohe Bauteilqualität abgesichert?
Simulationen, Prüfstandserprobung und Fahrversuche begleiten die Entwicklung. In der Fertigung sichern unter anderem Kernschieß-simulation, Röntgenprüfung, Wandstärken- und Koordinaten-messungen die Prozesssicherheit, innere Qualität und Maßhaltigkeit.
6. Welche Aufgaben übernehmen die Standorte München, Landshut und Berlin?
In München erfolgen Fahrwerksentwicklung, digitale Auslegung, Simulation und Erprobung. Das BMW Group Werk Landshut fertigt die vier dünnwandigen Aluminium-Gussteile im Niederdruckgieß-verfahren. Im BMW Group Werk Berlin nutzt man die langjährige Motorsportkompetenz: Dort werden die Komponenten verschweißt, beschichtet, fertig bearbeitet, vermessen und für die Montage freigegeben.
7. Wer profitiert von der neuen Rahmentechnologie?
Die neue Rahmentechnologie schafft eine leistungsfähige technische Basis für die BMW Motorrad Werksteams und die Kundensportteams weltweit. Gleichzeitig profitieren Kundinnen und Kunden der serienmäßigen BMW M 1000 RR von der aus dem Motorsport abgeleiteten Entwicklung.