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Eine Ikone feiert Jubiläum im BMW Museum: 50 Jahre BMW 6er Reihe. Nach Besucherrekord 2025 startet das BMW Museum mit Sonderausstellung ins neue Jahr.
Thu Feb 26 09:14:00 CET 2026 Pressemeldung
Mit über 847.000 Gästen verzeichnete das BMW Museum im vergangenen Jahr einen neuen Besucherrekord. Zu den Höhepunkten zählten die Eröffnung von „Belle Macchine. Italienisches Automobildesign bei BMW“ und die Sonderausstellung „50 Jahre BMW Art Cars und BMW 3er Serie“, die nun durch die Jubiläumsschau zum 50-jährigen Bestehen der BMW 6er Reihe abgelöst wird.
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Autor.
Lisa Meindl
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München. Mit über 847.000 Gästen verzeichnete das BMW Museum im vergangenen Jahr einen neuen Besucherrekord. Zu den Höhepunkten zählten die Eröffnung von „Belle Macchine. Italienisches Automobildesign bei BMW“ und die Sonderausstellung „50 Jahre BMW Art Cars und BMW 3er Serie“, die nun durch die Jubiläumsschau zum 50-jährigen Bestehen der BMW 6er Reihe abgelöst wird. Seit der Markteinführung des ersten BMW 6er Modells im Frühjahr 1976 hat sich die Reihe nicht nur zu einem wegweisenden Designklassiker entwickelt, sondern ist bis heute mit 13 Jahren die am längsten produzierte Modellreihe des Unternehmens. Vom 17. März 2026 bis Ende Januar 2027 ist die Ausstellung rund um die berühmte „Haifischnase“ in der Rotunde des BMW Museum erlebbar, begleitet von einem schwebenden Karosseriemodell auf dem Vorplatz und ausgewählten Fahrzeugen in der Art Car Galerie und im Baureihenturm der Dauerausstellung.
Damals wie heute: Einer der Großen von BMW.
Das
BMW Museum lässt 50 Jahre BMW 6er Historie anhand ausgewählter
Exponate Revue passieren. Mitte der 1970er Jahre setzte BMW mit der
Einführung der 6er Reihe neue Maßstäbe im Automobilbau. „Die BMW 6er
Reihe steht seit fünf Jahrzehnten für Eleganz, Sportlichkeit und
Langstreckenkomfort“, so Helmut Käs, Leiter BMW Group Classic
und BMW Museum. „Dieses ikonische Design hat sich als eines
der prägendsten in der BMW Geschichte etabliert und wird weltweit von
Fans und Sammlern geschätzt.“
Von 1976 bis 1989 wurde die erste BMW 6er Reihe ausschließlich als Coupé produziert. Technisch basierte das Modell auf der BMW 5er Reihe und orientierte sich stilistisch an den luxuriösen Oberklasse-Coupés der 1960er Jahre. Die Karosserien wurden zunächst bei Karmann und ab 1982 im BMW Werk Dingolfing gefertigt. Die Baureihe umfasste fünf Motorisierungen sowie ein spezielles US-Modell. Unter Chefdesigner Paul Bracq entstand ein zeitloses, dynamisches Design: die spitz zulaufende „Haifischnase“, das markante Seitenprofil und großzügige Fensterflächen prägen die unverwechselbare Ästhetik. Einen direkten Nachfolger gab es zunächst nicht; ab 1989 wurde der BMW 8er als großes Coupé angeboten, bevor 2003 mit dem E63 eine neue Generation des BMW 6er auf den Markt kam. Auch im Rennsport machte sich die Reihe einen Namen. 1983 brachte BMW den 635CSi als seriennahen Gruppe‑A‑Tourenwagen an den Start und gewann damit 1984 und 1986 die Tourenwagen‑Europameisterschaft sowie 1984 die Deutsche Produktionswagen‑Meisterschaft.
Der BMW 6er als Moviestar.
Schon auf dem
Vorplatz des Museums werden die Besucherinnen und Besucher von einem
scheinbar schwebenden BMW 6er begrüßt, inspiriert von
der Fotoserie „Flying Cars“ des französischen Fotografen Sylvain Viau.
Die Ästhetik erinnert an die futuristische Bildsprache klassischer
Science‑Fiction‑Filme und weist bereits auf die Sonderausstellung in
der Rotunde hin, in der auch die Rolle der
BMW‑6er‑Baureihe in der Film- und TV-Geschichte beleuchtet wird. Denn
das BMW 6er Coupé eroberte sich hier einen festen Platz und war unter
anderem in internationalen Produktionen wie „Dallas“ und „Zurück in
die Zukunft II“, sowie in deutschen Formaten wie „Tatort“ und „Der
Bulle von Tölz“ zu sehen.
„Der ‚Sechser‘ ist bis heute ein beliebtes Filmauto gerade für außergewöhnliche Produktionen – weder ein Auto von der Stange noch ein typisches Action-Car oder reiner Luxuswagen, sondern ein echter ‚Charakterkopf‘. Als Reminiszenz daran zeigt die Sonderausstellung ein zeitgenössisches Filmset der 1970er Jahre vor der Skyline von München, um die ikonische Verbindung des ‚Moviestars‘ BMW 6er zur Leinwand sprichwörtlich in Szene zu setzen“, erklären die Kuratoren der Sonderausstellung, Anna Schleypen und Klaus-Anton Altenbuchner. Vor der atmosphärischen Filmkulisse treten der BMW 628CSi (1982) und der BMW M635CSi (1985) in dynamischer Pose in den Mittelpunkt, während fiktive Filmplakate im Aufgang der Rotunde die Fahrzeuge aus wechselnden Blickwinkeln ergänzen.
Der BMW 628CSi zählt zu den erfolgreichsten Modellvarianten der Baureihe. Ab 1979 sorgte der 2,8-Liter-Einspritzmotor für eine moderne Weiterentwicklung und ersetzte das Vorgängermodell mit Vergasertechnik. Bis 1987 war der 628CSi in Produktion und überzeugte durch die gelungene Verbindung von Eleganz, Sportlichkeit und hohem Komfort. Der BMW M635CSi, ab 1984 mit 286 PS starkem M1-Motor und einer Spitzengeschwindigkeit von über 250 km/h, galt seinerzeit als schnellster Viersitzer der Welt. Bis 1989 wurden 5.655 Exemplare produziert, was das rare M-Modell heute zu einer BMW Legende auf vier Rädern macht.
Zwei „Sechser“ Ikonen: BMW 635CSi und BMW
633CSi
Nicht nur die filmische Präsenz steht im Fokus,
auch die kulturelle Bedeutung der BMW 6er Reihe findet in der
Sonderausstellung statt. Aus der BMW Art Car Collection, die seit
letztem Jahr mit der BMW
Art Car World Tour ihr 50-jähriges Bestehen feiert, werden in
der Art Car Galerie des BMW Museum im Wechsel zwei
BMW 635CSi präsentiert: 1982 gestaltete der
österreichische Künstler Ernst Fuchs das fünfte BMW
Art Car der Sammlung, bei dem es sich um das erste BMW Art Car auf
Basis eines Serienfahrzeugs handelt. Sein Art Car namens „Feuerfuchs
auf Hasenjagd“ ist eine Hommage an Mythologie, Geschwindigkeit und
spirituelle Symbolik. Vier Jahre später folgte der Pop-Art Künstler
Robert Rauschenberg mit dem sechsten Fahrzeug der
Collection und verwandelte das Modell in eine schwarz/weiß gehaltene
Collage aus Kunstgeschichte, Fotografie und Alltagskultur.
Mit dem BMW 633CSi zeigt das BMW Museum im Baureihenturm ein ebenso zentrales Modell der 6er Baureihe. Zeitgleich mit dem 630CS vorgestellt, war der 633CSi zunächst mit der damals hochmodernen Bosch L-Jetronic-Einspritzung ausgestattet. Im September 1979 erhielt das Modell die digitale Motor-Elektronik (DME), was sowohl den Schadstoffausstoß als auch den Verbrauch nochmals reduzierte, die Motorleistung allerdings von 200 PS auf 197 PS senkte.
Gezeigte Fahrzeuge im Überblick.
BMW 6er
Karosseriemodell. / Vorplatz des BMW Museum
BMW 628CSi (1982). /
Rotunde BMW Museum
BMW M635CSi (1985). / Rotunde BMW
Museum
BMW 633CSi (1976). / Baureihenturm BMW Museum
BMW Art
Car #5 von Ernst Fuchs, BMW 635CSi (1982). / Art Car Galerie BMW
Museum (Ausstellungsdaten: 17. März – 13. Juli 2026)
BMW Art Car
#6 von Robert Rauschenberg, BMW 635CSi (1986). / Art Car Galerie BMW
Museum (Ausstellungsdaten: 7. September – Ende 2026)
Neben der Schau zum 50‑jährigen Jubiläum der BMW 6er Reihe läuft noch bis Ende 2026 die Ausstellung „Belle Macchine. Italienisches Automobildesign bei BMW“. Alle Ausstellungen können zu den regulären Öffnungszeiten des BMW Museum besucht werden: Dienstag bis Sonntag, 10:00–18:00 Uhr (letzter Einlass um 17:30 Uhr). Mehr Informationen unter: BMW Museum.